Arthur, der Dschungelhund

Der SPIEGEL-Bestseller über die abenteuerliche, wundervolle Begegnung zwischen einem Streuner und einem Extremsportler

Manchmal, nicht oft, gibt es Bücher, bei denen man gerne dabei gewesen wäre und von denen man sich schon während des Lesens eine Fortsetzung wünscht.

So ein Buch ist Arthur – Der Hund, der den Dschungel durchquerte, um ein Zuhause zu finden: Eine berührende Geschichte über einen Mann und seinen Hund – und wie sie unter extremen Umständen zueinander fanden.

im November 2014 starteten vier schwedische Ausnahmesportler ein Rennen der Extraklasse: 700 Kilometer innerhalb von 6 Tagen durch den Dschungel Ecuadors, zu Fuß, mit dem Fahrrad und im Kajak, das „Adventure Racing World Championship“, das als eines der schwersten Rennen der Welt gilt. Das letzte, was man in dieser Situation gebrauchen kann, ist ein streunender Straßenhund, der einem nicht mehr von der Seite weicht. Doch genau das passiert Mikael Lindnord, Kapitän des schwedischen Adventure-Racing-Teams Peak Performance, als er eines Tages in einer Pause zufällig einem verletzten, schmutzigen herrenlosen Hund begegnete. „Dabei weiß ich noch, dass ich dachte: Oh mein Gott, was für ein Hund“, sagte Lindnord später in einem Interview mit dem schwedischen Fernsehen. „Ich wollte ihn nicht in meiner Nähe haben – er sah aus, als hätte er wirklich jede Krankheit der Welt. Er hatte eine riesige Wunde und stank furchtbar.“

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Aber der Hund sah auch so aus, als wäre er sehr, sehr hungrig – und so  teilte Lindnord seine Frikadellen mit ihm. Von diesem Moment an verließ der Hund nicht mehr seine Seite:  So sehr er es auch versucht, er wird den  Streuner nicht mehr los. Es war eine extrem harte Strecke durch kniehohen Matsch. Lindlord erzählt, wie sie den Hund einmal aus dem Schlick ziehen mussten – „Der Hund war völlig fertig. Wir mussten eine Pause machen und gaben ihm erst einmal etwas zu essen.“ Als ein Teammitglied so dehydriert war, dass die Sanitäter gerufen werden mussten, stand Arthur – so wurde der Hund inzwischen genannt – aufmerksam dabei und wartete mit dem Team auf die Ärzte.

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Im finalen Abschnitt des Rennens – einer Kayak-Tour über 59 Kilometer – wollten die Organisatoren nicht zulassen, dass der Hund im Kayak mitgenommen wurde. Das Team respektierte das und ließ Arthur am Ufer zurück.

Nur Arthur akzeptierte diese Entscheidung nicht, sprang ins Wasser und schwamm den Kayaks hinterher. Stray_Dog_Arthur_Completed_430-mile_Race_5Für Mikael Lindnord war das eine so herzzereißende Geste, dass er dem Hund schnell in sein Kayak half. Und obwohl Arthur ganz offensichtlich ein echter Sportsfreund war, wurde das Rennen durch den Hund deutlich erschwert: Immer wieder sprang Arthur ins Wasser, um ein bisschen zu schwimmen, kletterte dann wieder ins Boot und fror so sehr, dass das Team ihm ihre Jacken anziehen mussten, um ihn wieder aufzuwärmen.

Irgendwann war Mikael Lindnord klar, dass er Arthur nicht einfach in Ecuador zurücklassen könnte

Irgendwann war Mikael Lindnord klar, dass er Arthur nicht einfach in Ecuador zurücklassen könnte

Nach sechs Tagen erreichte das Team die Ziellinie als zwölftes Top-Team – aber nun mit fünf Teammitgliedern statt vieren.

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Mikael Lindnord adoptierte Arthur und nahm ihn  mit nach Schweden – wo Arthur keinerlei Schwierigkeiten hatte, sich vom Klima des Amazons an das der schwedischen Wälder zu gewöhnen.

 

Zuhause - in Schweden

Zuhause – in Schweden

 

Mikael Lindnord erzählt in seinem warmherzigen Buch von der ungewöhnlichen Begegnung, die zu einer tiefen Freundschaft wurde.

 

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