Hundebegegnungen an der Leine

Aslan und Nano (Halsbänder von Leroiy.de)

Aslan und Nano (Halsbänder von Leroiy.de)

Für uns Menschen ist es selbstverständlich, dass unsere Hunde ohne Schwierigkeiten an der Leine auf dem Bürgersteig geradewegs auf einen anderen Hund zugehen – und übersehen dabei völlig, dass Hunde eine frontale Annäherung als Konfrontation sehen. Ein Hund, der direkt und von vorne auf einen anderen Hund zugeht, signalisiert damit, dass es besser wäre, wenn man ihm ausweicht. Das würde der andere vielleicht auch tun – aber dafür bräuchte er eine gewisse Bewegungsfreiheit, die er aber an der Leine nicht hat. Insofern ist es überhaupt kein Wunder, dass manche Hunde, je näher sie aufeinander zu gehen (müssen, weil ihre Menschen die Leine in der Hand haben und es nicht besser wissen), mit Bürste, Gebell oder Knurren reagieren und so versuchen, den Anderen auf Abstand zu halten. Wir Menschen lassen ihnen gar keine Möglichkeit, höflich zu reagieren, erst einmal beschwichtigend am Boden zu schnüffeln und einen großen Bogen zu laufen, um den anderen Hund dann seitlich kennen zu lernen.

Für angemessenes Verhalten bedarf es einer gewissen Bewegungsfreiheit und etwas Zeit. Gehen Sie also etwas langsamer. Wenn Ihr Hund freundlich beschwichtigen möchte, indem er ein bisschen am Weg schnüffelt oder sogar den Weg verlassen möchte, um in einem großen Bogen etwas Abstand zu gewinnen, lassen Sie dies zu und gehen ein Stück mit, sofern die Gegend das zulässt.

Ihrerseits sollten Sie darauf achten, dass Sie keine Spannung aufbauen, indem Sie die Arme anspannen und an den Oberkörper drücken oder das ruhige Atmen einstellen. Starren Sie den entgegen kommenden Hund nicht an – alle diese Gesten würden Ihrem Hund vermitteln, dass Sie gegenüber dem entgegenkommenden Hund Spannung aufbauen.

Seien Sie Ihrem Hund stattdessen ein Vorbild und schlendern Sie mit locker hängenden Armen einen kleinen Bogen, während Sie mit weichem Blick den Boden oder die ganze Gegend betrachten. Sie können auch gerne fröhlich mit Ihrem Hund sprechen – dann sind Sie nämlich gezwungen, auch mal Luft zu holen. Erzählen Sie Ihrem Hund, dass der andere Hund eigentlich echt nett aussieht, aber irgendwie auch egal, weil Sie beide ja schon so viele Hunde kennen und eigentlich nicht noch ehr Freunde brauchen, oder dass er aussieht wie der Struppi von Tante Lene, oder so – Ihnen wird schon etwas einfallen.

Einer der häufigsten Fehler von Hundehaltern ist, erst zur Seite weichen, wenn Ihr Hund schon auf der obersten Stufe der Eskalations-Treppe angekommen ist. Gehen Sie frühzeitig einen Bogen, am Besten schon, bevor Ihr Hund mit dem Fixieren des anderen Hundes beginnt. Je nach Hund kann das sein, wenn der andere Hund noch 20 bis 30 Meter entfernt ist. Manche Hunde brauchen anfangs sogar einen noch größeren Abstand, bevor Sie gelernt haben, dass Sie schon für den nötigen Höflichkeitsabstand sorgen.

Gibt es keine Möglichkeit auszuweichen, sollten Sie dennoch einen kleinen Bogen Richtung Wegesrand machen. Gehen Sie langsam, schauen Sie konzentriert auf den Boden, während Sie Ihren Hund auf der dem fremden Hund abgewandten Seite führen und ihm dabei eine amüsante Geschichte erzählen. Lassen Sie die Leine locker – wenn Ihr Hund seinerseits daran zieht, ist das sein Problem, aber von Ihnen darf kein Zug auf die Leine ausgehen. Wenn Ihr Hund sich jetzt trotzdem rabiat aufführt, ist das kein Grund zur Sorge: Wenn Sie weiterhin wie beschrieben vorgehen, werden bereits die zweite oder dritte Begegnung mit anderen Hunden deutlich entspannter.

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Mit den oben genannten Führungsvorschlägen können Sie bei Hundebegegnungen auf jeden Fallschon mal die Spitze der Spannung abbauen, wodurch es für beide Seiten schon deutlich leichter wird. Für manchen Hund wird dieses Training sogar schon ausreichen, und Leinenbegegnungen mit anderen Hunden können in Zukunft friedlich verlaufen. Bei diesen Hunden dürfen Sie von Zeit zu Zeit den Bogen etwas kleiner machen, bis Sie ihn nur noch ansatzweise andeuten müssen.

Andere Kandidaten haben noch zusätzliche Gründe für ihr unangenehmes Verhalten an der Leine oder zeigen sogar umadressiertes Verhalten dem Besitzer gegenüber. Diese Hunde haben entweder gelernt, dass andere Hunde eine große Gefahr darstellen, haben ein echtes „Leinentrauma“, oder es fehlt jegliche Übung im Umgang mit Artgenossen. Es liegt auf der Hand, dass als Training bei solchen Hunden nicht ausreicht, sie entspannt und gutgelaunt an anderen Hunden vorbeizuführen. Diese Hunde brauchen weitaus mehr Hilfe, als ich hier an dieser Stelle bieten könnte. Bitte suchen Sie sich einen erfahrenen, freundlichen Trainer, der mit diesen Verhaltensweisen ausreichend Erfahrung hat.

18 Kommentare

  1. Hallo,
    ich lese gerne Ihre Methoden und versuche sie bei meinem Hund (Labrador mit Bayrischen Gebirgsschweißhundgenen) umzusetzen.

    Sieht Gonzo einen anderen Hund meilenweit vorher, legt er sich an Ort und Stelle nieder und verharrt dort. Egal ob er den anderen Hund kennt und dufte findet oder ihn – also andere Rüden – absolut doof findet. Locker einen Bogen um andere Hunde zu machen, scheitert daran, dass er sich durchs Nichts mehr bewegen lässt (weder Flüstern, Quatsch machen, Leckerlis, etc.).

    Folglich laufe ich im Wald herum und meide Hundelaufstrecken.

    Vielen Dank für Ihre Hundegeschichten.

    Viele Grüße
    E.

    • Katharina

      Liebe Elfi,
      da müssen Sie sich mit einem Trainer dran machen. Von „hier aus“ kann ich nicht sehen, warum Ihr Hund das macht, zu welchem Zeitpunkt, was Sie dabei machen, etc… das ist ja ein bereits einstudiertes Verhalten, für das es einen Grund gibt. Auflösen sollten Sie es auf jeden Fall, denn Sie können sich ja nicht die nächsten zehn Jahre lang in hundearmem Gelände herumdrücken, weil Ihr Hund sich auf den Boden legt, wenn er einen anderen sieht…
      Sehr herzlich, Katharina

    • Hallo Elfi,

      genau das gleiche Problem hatte ich bis vor kurzem mit meinem Rüden auch. Habe einige Monate mit einer Trainerin gearbeitet und mittlerweile gibt es kaum noch Situationen in denen er sich hinlegt.
      Da es verschiedene Gründe haben kann, dass ein Hund sich so verhält, rate ich dir zu einem kompetenten Trainer/Trainerin. Ich habe dieses Problem eine lange Zeit leider durch ein falsches Verhalten meinerseits noch verstärkt, weil ich seine Undicherheit und Angst nicht erkannt habe, die bei meinem Hund diesem Verhalten zugrunde liegt.
      Versuche doch mal deinen Hund auf dich aufmerksam zu machen, BEVOR er sich hinlegt. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass wenn er einmal liegt, dann ist nix mehr zu machen. Auch jetzt nicht.
      Ich muss also schon vorher „eingreifen“ bevor er sich hinlegt.

      Ich hoffe du findest bald eine Lösung für euer Problem.

      Liebe Grüße
      Laura

  2. Ich versuche eigentlich immer einen Bogen zu gehen, bei fremden Hunden, oder die Straße zu wechseln wenn es sehr eng ist. Meine Hündin knurrt bei bestimmten Hündinnen, sträubt auch ihre Fellkrause (sie hat eh so eine kleine Löwenkrause), wenn sie diese sieht. Vorwiegend hier bei uns in der Straße bei bestimmten Hunden. Eigentlich kann ich sie gut beruhigen, aber gestern bin ich mal keinen Bogen gegangen… hatte es eilig.. die andere Hündin war nicht an der Leine. Meine Hündin war ziemlich aufgeregt (ja ich hätte auf die andere Straßenseite gehen soll, mein Fehler).. sie hat aber sicher ihre Halskrause gesträubt und geknurrt – ohne die Zähne zu zeigen… war vielleicht auch drauf und dran zu bellen..
    Da ging die andere Hündin plötzlich auf sie los und hat richtig zubeißen wollen – oh Glück hat sie so eine dicke Halskrause… die Besitzerin der anderen Hündin war total geschockt und sagte, das tut sie sonst nie.. das hat mir schon Angst gemacht.. gerade bei zukünftigen Hundebegegnungen wo mein Hund an der Leine ist und der andere Hund nicht…

    • Katharina

      Liebe Iris,

      da müssen Sie unbedingt trainieren – denn Ihre Hündin scheint ja „Frechheiten“ auszuteilen, die andere Hunde dazu bringen, sich sofort zu wehren. Es würde den Rahmen springen, dies hier und schriftlich zu tun, weil ich nicht sehen kann, was Sie machen – vielleicht nehmen Sie die Leine straff und bringen Ihre Hündin gleich in „HabAcht!“Stellung, oder Sie werden unbewußt nervös, und Ihre Hündin muss Sie verteidigen – immerhin war Ihr letzter „Satz“, dass Sie jetzt zukünftige Hundebegegnungen fürchten: Sie sind jetzt also unsicher und nervös. Stattdessen hätten Sie sich auch ganz erstaunt wundern können, was in ihre kleine Bißßgurke gefahren ist, sich so zu benehmen- ich hoffe, Sie missverstehen mich nicht. Sehr gut wäre es, Hundebegegnungen mit einem guten Trainer an einer drei Meter-Leine zu üben, damit der Hund ausreichend Spielraum hat, seinerseits auch auszuweichen, und Sie nicht versehentlich die Leine beim Anblick eines anderen Hundes stramm nehmen und damit unbewusst Spannung ausüben. Denn es geht ja gerade darum, dem Hund zu vermitteln, dass er gelassen und entspannt bleibt, wenn andere Hunde auf ihn zukommen. Sie sollen den Blick abwenden, einen Bogen gehen,den anderen Hund nicht ansehen, etc…
      Herzlich, Katharina von der Leyen

      • vielen Dank liebe Katharina. Ja ich hatte schon eine Trainerin von Canis. Wir haben auch super trainiert. Es klappt auch wirklich gut. bis auf 3 Hunde, die in der gleichen Straße leben wie wir. Die Besitzer verstehen sich leider nicht gut… sicher bin ich auch deshalb immer angespannt und es ist mein Fehler.. die drei laufen auch immer frei und ich kann meine Hündin einfach nicht von der Leine nehmen. Dort sind so viele Kinder, Autos etc.. Vögel. das ist mir einfach zu gefährlich. Erst vor einer Woche ist ein Boxer hier überfahren worden. Bei uns ist es so eng, Autos links , Fahrräder rechts, das mein Hund sogar manchmal hinter mir laufen muss. Wie soll man da noch ausweichen auf dem Gehsteg. Ich kann nur die Straße wechseln und manchmal geht das nicht weil die Autos so parken. Wenn ich wieder arbeite, kann ich mir auch wieder eine Trainerin leisten. Dann werde ich dies noch einmal angehen. DANKE!

  3. Petra Münich

    Im Bogen laufen, Abstand halten, das machen wir schon. Nur mit dem fröhlichen Gespräch und dem konzentrierten Blick auf dem Boden, hapert es. Da ist mein Mann weiter, der spricht immer mit unserem Dobirüden: Du bist lieb! Das klappt immer.

  4. Charlotte

    Es ist bei Menschen ja nicht anders. Zwei fremde Menschen, die sich auf einem Weg entgegenkommen, gehen doch nicht frontal aufeinander zu, sondern mit Abstand aneinander vorbei, manchmal freundlich grüßend, sehr angenehm.
    Das war auch lange mit Hunden kein Problem, aus meiner Sicht über 45 Jahre, die ich täglich mit meinen Hunden herumlaufe. Früher wurden große Hunde, die sich nicht benahmen auch nicht ausgeführt. Jeder der einen großen nicht erzogenen Hund hatte, hatte auch einen Garten, in dem der lebte. Angst hatte ich vor den Leuten des Schäferhundevereins, die absolut keine Kontrolle über ihre Tiere hatten aber aus Eigeninteresse ließen die sich auf Straßen und Wegen kaum blicken und die anderen Menschen mit Hund nahmen jeder seinen Hund auf seine Seite, mit größt möglichem Abstand ging man freundlich aneinander vorbei, das war selbstverständlich.
    Leuten mit pöbelnden, großen Hunden begegnet man noch gar nicht solange und was auffällt, sie führen ihren Hund mit konstanter Bosheit links (in unserem Rechtsverkehr also auf der Mitte des Weges), können ihren Satansbraten dann aber nicht dort halten und man selbst flüchtet mit seinem Hund dann rechts in den Graben, damit er nicht gebissen wird.
    Ich habe eine Methode gefunden, den Hunden in solchen Fällen wieder ihren Abstand zu gewähren. Kommt mir so jemand entgegen, nehme ich meinen Hund auch links und wechsele auf die linke Seite des Weges. Somit gehe ich frontal auf das „gegnerische“ Frauchen/Herrchen zu und das wechselt instinktiv die Seite und der Abstand stimmt wieder, jeder Hund geht außen. Meist ist auch der Hund der gerade so schön pöbeln wollte, durch das Manöver irritiert, so dass er ganz vergisst zu pöbeln und seinen Führer fragt: Wieso gehn wir jetzt auf dieser Seite und ich ganz außen, wo ich doch der Mittelpunkt der Welt bin?

    • Katharina

      Liebe charlotte,
      das klingt aber immer noch sehr, sehr nah – wenn ich von „Bögen“ spreche bei einem Hund, der derlei noch nicht gelernt hat, meine ich mindestens 7, eher zehn Meter. Menschen gehen einander auf einem Weg aus Hundesicht immer frontal aufeinander zu, denn für etwas anderes ist ein Weg nicht breit genug. „Nicht frontal“ würde bedeuten, die Straßenseite zu wechseln. Aber einander in einem Abstand von zwei, drei Metern zu begegnen, ist ganz direkt und frontal aufeinander zuzugehen. In einem unguten Viertel (ich habe mal am Rand von Harlem in New York gelebt) würden Sie das nicht tun – und wenn Sie keine andere Wahl haben, wenden Sie den Blick ab und gehen zügig mit dem Blick auf den Boden oder woanders hin gerichtet.

      Herzlich, Katharina

      • Oh das wußte ich nicht, 2-3 Meter sind hier bei uns schon wirklich super für eine Bogen. Dann werde ich wohl doch lieber die Straße wechseln. 7 Meter ist unmöglich, nur mit Straße wechseln. Auf die Hündin sind wir in einem Abstand von maximal 80-100 cm oder weniger zugegangen. Wenn der Bürgersteig nur so schmal ist..

  5. Ursula Philipp

    Hat sich Prinzessin Amali schon an die edlen Ausläufe in Sylt und Umgebung gewöhnt. Und kommt sie jemals wieder zurück nach Bayerrn??

  6. Patricia

    Meine kleine Hündin hängt sich bei vielen Hunden in die Leine und zieht total, in ca. 60% der Fälle knurrt und bellt sie dann auch. Auch, wenn ich einen Bogen laufe (so gut es platztechnisch eben geht), mich ins Gebüsch schlage, etc. Da sie nur 4,5 kg wiegt, ist das gut zu händeln, mir ist es aber sehr unangenehm. Lässt man die Leine los, rennt sie zu dem anderen Hund und legt sich auf die Seite mit Bein in die Luft… Gleiches gilt, wenn der andere Hund ohne Leine ist und bei ihr ankommt. Ohne Leine ist alles kein Problem, da wird nicht gebellt… Ich habe schon viel versucht, probiere es aber gerne noch mal mit Entspannung meinerseits, anderer Blickrichtung und fröhlichem Geplapper 😉

  7. Sehr schöner Artikel. Genau das habe ich 2 Monate lang mit meinem Hund geübt. Wichtig ist selbst die Ruhe ausstrahlen. Und immer versuchen einen Höflichkeitsabstand einzuhalten.

    Liebe Grüße
    Barbara

  8. Ein spannendes Thema, viele Hundebegegnungen sind durch Stress geprägt. Leider viel zu oft durch die Halter.
    Ich finde den Ansatz super, leider trifft das nur auf die meisten Hunde nicht mehr zu. Die jenigen die Fixieren, auf einander zu schleichen oder sich hinlegen, haben alle schon Verhaltensmuster die man so schnell nicht mehr los wird. Da hilft meist nur noch der empfohlene Hundetrainer.
    Ich fand es sehr interessant sich mit den calming signalen auseinader zu setzen. Da werden so viele schön umgangsformen zwischen den Hunden beschrieben und man kann der Höfflichkeit super auf den Grund gehen. Ich finde es super das so ein Thema mal angesprochen wird. Top!

  9. Sehr gut geschriebener Artikel.

    Ich mache auch immer einen großen Bogen um andere Hunde, wenn ich sehe, dass diese schon in unsere Richtung ziehen.
    Manchen Hundehaltern ist auch egal wie ihr Hund auf andere Reagiert. Da wird währen dem Spaziergang am Smartphone rumgespielt und gar nicht auf den Hund geachtet.

    Ich nehme meinen Terry dann immer zu mir und laufe, als wäre nichts. Man darf sich einfach nichts anmerken lassen. Und wenn der andere Hund zu nahe kommt, geht mein Liebling auch schon ein paar Schritte zurück, dass er außer Reichweite kommt.

  10. Am liebsten würde ich diesen Artikel x fach ausdrucken und überall aufhängen … es gibt viele Menschen, die – wahrscheinlich unbewusst auf Grund von mangelndem Wissen – Zoff zwischen Hunden auslösen. Statt einfach locker ein wenig auszuweichen, bleiben viele einfach stehen, nehmen ihren Hund ganz fest an die Leine und starren einen an … und das mit Vorliebe auf kleinen Brücken, bei Übergängen etc… oder noch schlimmer … mit den Händen wedeln und „tut der was“ oder „so einer hat mich mal gebissen“ schreien … in solchen Momenten wünscht man sich, dass jeder Hundehalter einen Hundeführerschein machen muss … das Verferhalten anderer macht sehr viel aus. Ich habe meine Hündin aus dem Tierheim. Sie hatte anfangs Angst vor anderen Hunden. Wir haben viel geübt. irgendwann hat sie sogar mit anderen Hunden die wir getroffen haben gespielt. Die Begleithundeprüfung haben wir locker bestanden. Auch der Wesensteil und der Verkehrsteil in der Stadt waren kein Problem… und dann zieht man in eine Ortschaft, in der die Menschen totz ländlichem Leben scheinbar null Ahnung von Hunden haben … und ich kann fast von vorne anfangen. An manchen Hunden will sie nicht mal mehr vorbei … sie blockiert dann wie ein Esel und will keinen Schritt weiter … und es ist dann auch nicht sehr hilfreich, wenn die andere Person mit ihrem Hund nur da steht und uns anglotzt …

  11. Das Leben wäre so viel einfacher wenn alle sich an ein paar kleine Höflichkeitsregeln halten würden. Gerade auch die Hundebesitzer. Sind wir doch immer unter Beschuss.
    Ich kann so viel Bögen laufen wie ich will, das hilft alles nix wenn, der andere Hundebesitzer seinen Hund nicht bei sich behalten kann und der uns verfolgt. Zumeist sind das dann auch noch große, schlecht erzogene und sehr unsoziale Hunde. Mehrfach, ich weiß nicht wie oft, stand ich schon zwischen meinem Hund und dem fremden Hund der uns ganz klar eine Ansage machte das er gerne wissen will wer hier das Sagen hat. Zur Zeit bin ich auch noch gehbehindert, laufe mit einer Krücke und das führte nun schon öfter dazu das ich unseren Spazierweg lieber abbrach und woanders hingegangen bin. Allerdings ist so eine Krücke auch ein Hervorragendes Mittel um fremde Hunde auf Abstand zu halten.
    Mein Hund ist auch nicht immer lieb zu anderen, er hat auch Zähne und ist bei manchem Hund auch gewillt eben diese zu benutzen. Er ist in seinen 11 Jahren aber nie dazu gekommen eben dieses zu tun weil ich ihn das nicht lasse. Es ist für mich selbstverständlich das ich bei uns nicht bekannten oder angeleinten Hunden meinen auch zu mir nehme und an die Leine mache oder festhalte bis der andere vorbei ist oder klar ist das die Beiden Kontakt haben können. Leider, so fühlt es sich für mich zumindest an, sehen die wenigsten Hundebesitzer das so. Die haben alle einen, der tut nix und das machen die schon unter sich. Und genau diese tut nixe haben meinen Hund schon mehrfach übel gebissen. Die Besitzer solcher Hunde sind meist auch nicht die Menschen die sich darum kümmern ihren Hund zu erziehen oder mal ein Buch über Hunde und Verhalten zu lesen.

  12. Leider musste ich auch feststellen, dass viele Hundebesitzer glauben, dass ein Hund an der Leine funktioniert. Sie merken nicht, auch gerade im Welpenalter, dass dies eine Mischung aus Stress, Konfrontation, Neugierde sowie Angst sein kann. Auch gerade Hunde, die beispielsweise aus dem Ausland kommen, zeigen häufig an der Leine mit der Begegnung anderer Hunde viele Probleme. Geduld ist hier das A und O, aber auch wirklich dem Hund das Gefühl zu geben, das man als Besitzer die Kontrolle über die Situation hat. Finde es dennoch erstaunlich, wie wenige eigentlich wirklich wissen, was in ihrem Hund vorgeht.

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