5 Kommentare

  1. Bettina Goldemann

    Das Buch ist klasse und ich wäre gerne zum Vortrag gekommen, aber es ist verdammt weit weg …

    Bieten Sie ihn noch einmal im Rhein-Main-Gebiet an?

    Grüße

    Bettina Goldemann

  2. Isabel Müller

    Woher kommt eigentich Ihr krasser Sinneswandel in Sachen Auslandshunde? Da ich schon lange Ihr Blog verfolge, weiß ich, dass Sie sich noch vor wenigen Jahren hier, als auch in Interviews, äußerst kritisch diesem Thema und dem Import von Tierschutzhunden aus dem Ausland gegenüber geäußert haben. Inzwischen haben Sie selbst welche und schreiben sogar Bücher zu dem Thema – mit ganz anderem Tenor.
    Ich begrüße das, aber wundern tut es mich dennoch. 🙂

    • Liebe Isabell,
      es hat eigentlich kein Sinneswandel stattgefunden. Ich selber hatte ja mein Leben lang „Hunde aus zweiter Hand“. Ich war dem Auslandstierschutz gegenüber immer kritisch (und bin es auch immer noch), wenn es darum geht, bei der Vermittlung vor allem „Quote“ zu machen und die Leute mit Mitleid und Todesdrohungen unter Druck zu setzen, anstatt dafür zu sorgen, dass der Interessent sich a) für den für ihn geeignetsten Hund entscheidet und b) ihn bei auftretenden Problemen auch unterstützt.
      Das Problem ist ja, dass keineswegs jeder z.B. für einen Galgo geeignet ist, oder dass die allermeisten Leute mit Angsthunden nicht klarkommen und die meisten Trainer für Hunde mit Deprivationsstörungen, Defiziten in der Sozialisierung und Ängsten schlicht nicht umgehen können. Ich kenne (immer noch) nicht viele Organisationen, die mit diesen Schwierigkeiten gut umgehen und auch nicht viele, die Tierschutz machen und tatsächlich etwas von Hunden verstehen – die meisten haben ein gutes Herz und keine Ahnung (das ist jetzt ziemlich boshaft formuliert, entspricht aber leider meinen Erfahrungen). Ich habe so, so viele Vorsitzende von Tierschutzorganisationen beraten, mir den unglaublichsten Unsinn anhören müssen, welcher Hund wo hin vermittelt werden sollte/müsste, dass mir ganz schummrig wurde.

      Deshalb mache ich ja diese Seminare, deshalb habe ich „Die zweite Chance“ geschrieben – weil die Leute mit diesen ganzen Problemen total alleine gelassen werden.
      Die Diskussion, die Sie ansprechen, die vor Jahren in der „Dogs“ erschien, hatte auch damit zu tun, dass viele Leute gar nicht mehr in hiesigen Tierheimen nachschauten, ob da ein Hund für sie dabei sein könnte, sondern gleich online bei spanischen Organisationen nachsahen. Mittlerweile landen kaum noch „normale“ Hunde in Tierheimen, sondern vor allem unvermittelbare Problemfälle. Was wiederum viele Tierheime dazu bringt, Hunde und Welpen aus dem Ausland zu übernehmen – was zu neuen Katastrophen führt (ich betrachte das als eine Art Welpenhandel). Gerade das Düsseldorfer Tierheim macht das immer wieder – mit sehr zweifelhaften Ergebnissen.
      Will heißen: Ich bin immer noch sehr kritisch. Aber die Situation ist ja nun mal da, deshalb versuche ich, die Leute so gut zu unterstützen, wie es irgend geht. Vorhaltungen nützen ja nix, wenn der Hund erst einmal da ist. Ich selber traue mir schwierige Fälle durchaus zu und weiß immer, worauf ich mich einlasse – und habe ja auch aufgrund meiner Art, wie ich lebe, ganz andere Möglichkeiten als viele andere Leute.

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