Warum es so traurig ist, einen aggressiven Hund zu haben

Es ist nicht so leicht, einen aggressiven Hund zu lieben. Es ist anstrengend, weil man als Hundehalter dauernd  Situationen voraussehen und/oder meiden, verhindern oder managen muss, die den eigenen Hund veranlassen können, aggressives Verhalten zu zeigen – sei es die Futterzeit, die ihn unruhig werden läßt, andere Hunde oder die Ankunft von Besuch. Als Besitzer eines Hundes, dessen Verhalten unzuverlässig ist, sorgt man sich ständig, dass vielleicht etwas passieren könnte, obwohl man ständig auf der Hut ist, um genau dies zu verhindern. Es kann schwierig oder sogar unmöglich sein, sich mit Anderen zum Hundespaziergang zu treffen, eine kleine, schnelle Pieselrunde zu Stoßzeiten im Park zu machen oder die Familie über Weihnachten zu besuchen. Aber das schlimmste daran, einen „aggressiven“ Hunde zu haben ist vielleicht, dass andere den „wahren“ Hund – den, den man liebt – nicht zu sehen bekommen.

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Denn sie bekommen nur den Hund zu sehen, der andere wie verrückt anbellt oder sich wie ein Wahnsinniger an der Leine gebärdet, wenn er andere Hunde oder Jogger sieht. Sie sehen eine knurrende, geifernde, kläffende Kreatur, die irgendwie nur wenig Anlass gibt, sie kennen lernen zu wollen. Sie sehen nicht den weichen, fröhlichen, schmusigen Hund, der abends mit Ihnen auf dem Sofa kuschelt. Sie sehen nicht den Hund, der Sie zum Lachen bringt, wenn er sich selbst sein Plüschtier hochwirft, um es mit absurdem, aber unglaublich charmantem Gesichtsausdruck und akrobatischen Bewegungen wieder aufzufangen, vollkommen begeistert über sich selbst. Sie erleben nie, wie unglaublich artig und wohlerzogen dieser Hund zuhause ist, wie hinreißend mit den Kindern, und dass er alles stehen und liegen läßt, wenn Sie rufen, und angerannt kommt, um alle möglichen Kunststücke zu machen.

Aggressionsverhalten beim Hund
An der Leine pöbeln, raufen, das Sofa verteidigen und Zähnefletschen am Gartenzaun. Hündische Aggression hat viele Gesichter, die Ursachen sind vielfältig, und sie gehört zu den am häufigsten genannten Hundeproblemen. Sie ist jedoch Bestandteil des normalen Verhaltens jedes Hundes und lässt sich nicht vollständig abtrainieren. Die Autoren erklären die Hintergründe: Wie entsteht Aggression, wie kann man sie vermeiden und wie geht man als Hundehalter richtig damit um? Ein aktuelles Thema, das fast jeden Hundehalter betrifft.

Ich habe so, so viele Hunde mit aggressiven Verhaltensweisen erlebt in meinem Leben und wünschte, man könnte ihnen ein Schild umhängen, auf dem steht: „Abgesehen davon, dass ich beiße (oder belle, oder knurre, oder gröle oder schnappe), bin ich normalerweise ein absoluter Engel.“ Viele Hunde, die sich in der Öffentlichkeit oder angesichts Fremder oder fremden Hunden nicht gerade als Vorbild präsentieren, sind weich und freundlich und wunderbar in den meisten anderen Situationen und in der Familie, inklusive den Kindern und der Katze. Wenn man einen Hund hat, der immer wieder aggressive Verhaltensweisen zeigt, ist verletzend, dass fremde Leute seine liebenswerte Seite nie zu sehen bekommen und ihn und einen selbst aufgrund seines Verhaltens verurteilen. Denn eigentlich ist auch dieser ein wunderbarer Hund.

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1 Kommentare

  1. …. und man kann diese Hunde auf- und vor allem Annehmen. Sie ziehn mit ihrer Vorgeschichte (special features!) und ihrem Maulkorb bei dir ein und du guckst sie an, und dann denkst du dir : “ auf geht’s in ein neues Leben. Ich vertraue dir. ich sehe, wer du eigentlich bist und sein kannst.“ Und dann nimmst du den Maulkorb ab und sagst „Tag 1 im neuen Leben, vermassel es nicht!“ Und er vermasselt es nicht. Weil du ihm vertraust und du sein
    Leuchtturm bist und bleibst.

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