Klingt rüde, ist aber männlich

bild vom 12.7. 2009

Mir sind Leute, die Hunde lieber mögen als Menschen, unheimlich. Ich gebe zu, dass es leichter ist, mit Haustieren zusammen zu leben, als mit dem anderen Geschlecht – weil wir Hunde nämlich als das akzeptieren, was sie sind: Eine komplett andere Spezies.
Wir erwarten von Hunden nicht, dass sie anrufen, wenn sie später nach Hause kommen. Wir sind nicht beleidigt, wenn sie einem anderen Hund hinterher rennen – aber den Satz „Der will doch nur spielen!” habe ich noch nie von einer Ehefrau gehört, deren Mann sich auf einer Party stundenlang mit einer anderen unterhalten hat.

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Heute werden die Unterschiede zwischen Mann und Frau so konsequent weggeredet, dass wir langsam glauben, da wären keine, aber das ist natürlich Quatsch, egal, wie viele Männer ihre Babies im Tragegurt herumtragen: Die biologische Natur von Männern ist anders.
Sie haben nicht dasselbe moralische Verständnis wie Frauen, vor allem nicht, was Treue gegenüber ihrer Bezugsperson betrifft: Für Männchen der meisten Spezies ist der zentrale biologische Grund für ihre Existenz (außer Nahrung) die Fortpflanzung. Sie nehmen diese Verantwortung sehr ernst, was für sie bedeutet, möglichst viel Sex haben zu müssen. Auch manche Hunde sind so entschlossen, Sex zu haben, dass sie gar nicht merken, dass das Objekt, mit dem sie sich zu paaren versuchen, ein Knie oder ein Kissen ist (würden sie es merken, wäre es ihnen auch egal, und wenn man mal einen Abend lang Männer in einer Bar beobachtet, kann man auch hier feststellen, dass Männer ab einem gewissen Punkt in der Auswahl eines geeigneten Sexualobjekts ziemlich wahllos agieren) -aber wir akzeptieren es. Den Hund betrachten wir trotzdem als arglos, er gehorcht und ist ehrlich. Man versteht sich. Sie hingegen gehorchen nicht, und ehrlich sind Sie auch nicht. Der Mann versteht weder, was die Frau ihm sagen will, noch, was sie überhaupt von ihm will. Er kann sich nicht in sie hineinversetzen. Frauen denken zwar immer, sie wüssten, wie Männer ticken, aber das ist aber ein fataler Irrtum, genauso, wie wir nicht einmal ahnen, was der Hund denkt. Er ist anders als Sie. Erst, wenn Sie das begriffen haben, werden Frauen den Mann als solchen ansatzweise verstehen können und umgekehrt.
Natürlich lässt sich ein schnarchender Mops leichter aus dem Schlafzimmer tragen, als ein Mann mit gleichem Problem -aber man sollte seine Liebe und Aufmerksamkeit doch wenigstens ab und zu an jemanden verschwenden, der schon stubenrein ist.
Wenn wir also feststellen, dass Männer oder Frauen sich seltsam benehmen, dürfen wir einander nicht aburteilen, sondern müssen sie auf gleiche Weise betrachten wie andere Kreaturen der Natur, wie z.B. Hunde oder Spatzen. Sie machen Dinge, die in unserer zivilisierten Welt unpassend erscheinen, dabei folgen sie nur Verhaltensmustern, die ihnen vor Äonen eingegeben wurden. Wenn wir Geduld und Verständnis für sie aufbringen, wenn wir versuchen zu begreifen, wie sie „ticken”, dann können wir ihr Verhalten langsam verändern und sie in besseren Gleichklang mit uns bringen.
Jedenfalls Hunde und Spatzen. Menschen sind hoffnungslos.

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