Cesar Millans Denkfehler, oder: Warum Strafe bei Hunden nicht funktioniert

Cesar Millan hat ein paar ganz gute Ansätze in seiner Erziehung. Er ist ein starker Anführer, weshalb Hunde, die einer klaren Führung bedürfen, ihm gerne folgen. Millan zeigt Hunden, die bisher überhaupt nicht trainiert oder erzogen worden sind Grenzen auf. Manchmal funktioniert es – immer dann, wenn er nicht „Führung“ und „Grenzen setzen“ mit „Dominanz“ verwechselt. Sehr schwierig wird es allerdings, sobald Millan mit aggressiven Hunden zu tun bekommt.

Es gibt nicht einen einzigen Fall, bei dem Cesar Millan bei aggressivem Verhalten des Hundes diesen dafür nicht körperlich bedroht, nicht mit Würgehalsband, Füßen oder Hinwerfen einzunorden versucht hat, oder indem er den Hund so am Halsband hochgezogen hat, dass der Hund nur noch auf seinen Hinterbeinen stehen konnte. Das Ergebnis war in keinem einzigen Fall ein Hund, der anschließend sichtlich ruhig und gelassen, mit entspanntem Rücken und Rute an dem jeweiligen Störfaktor vorbeispaziert ist, der vorher bei ihm aggressives Verhalten ausgelöst hat. Die Hunde bellten nach Milans Intervention vielleicht nicht mehr oder gingen erst einmal nicht mehr aggressiv vor – aber nur, weil der Mensch, der körperliche Strafen eingesetzt hatte, direkt neben ihnen stand. Ihn behielten sie im Augenwinkel, damit ihnen nicht noch einmal etwas passierte. Wenn sie überhaupt etwas gelernt hatten, dann nur, dass der Mensch neben ihnen furchtbaren Ärger machte, wenn sie aggressiv wurden. Sie hatten nicht gelernt, dass es gar keinen Grund gab, aggressiv zu werden, dass der Hund da vorne gar nicht angebellt/angegriffen werden musste, dass man jemanden ruhig an seinem Futternapf vorbei gehen lassen konnte, ohne Angst zu haben, dass das Futter verschwinden würde.

Das Problem ist, dass Millan nichts über moderne Trainingsmethoden weiß, die auf Gehirnforschungen basieren. Er blendet aus, dass ein Gehirn, dass in Angst und Schrecken versetzt wird, nicht mehr lernfähig ist: Es ist schlicht unmöglich, irgendwelche Informationen zu verarbeiten, wenn im Gehirn nur eine Botschaft läuft: Nämlich „Mayday! Mayday! Mayday!“

Aggressives Verhalten beim Hund ist schwierig zu beheben, unter anderem deshalb, weil es normalerweise beim Besitzer oder Hundeführer sehr komplexe Emotionen auslöst. Obwohl Aggression für Hunde ein ganz normales Verhalten ist – normalerweise übrigens ein massives Abwehrverhalten, weil der Hund gelernt hat, dass er dann in Ruhe gelassen wird -, ist es Menschen unangenehm, peinlich, und außerdem bekommen sie Angst. Es ist sogar eine Art persönliche Beleidigung für manche Hundehalter, die die hervorragende Pflege und Versorgung ihres Hundes sehr ernst nehmen. Aggressives Verhalten ist eine furchtbare Aufgabe, denn ein Hund, der beißt, ist vollkommen unakzeptabel, dabei ist es ja unser Hund, den wir eigentlich lieben und wunderbar finden wollen.

Es ist also kein Wunder, dass wir dementsprechend nach Methoden suchen, die uns schnelle Lösungen versprechen. Wenn ein Hund auf andere Hunde losgeht, rucken wir an seiner Leine, legen ihm ein Stachelhalsband um, geben ihm einen Tritt (oder im Fall von Cesar Millan: Korrigieren ihn mit einer Berührung mit unserem Fuß) oder würgen ihn. Denn wenn die Korrektur sofort und massiv genug erfolgt, müsste der Hund dann nicht sofort merken, dass dieses Verhalten ein „No-Go“ ist?

Tatsächlich sind Strafen dieser Art schlecht, weil sie dem Hund nichts beibringen. Sie unterbrechen sein Handeln möglicherweise kurz, aber weil ihm niemand zeigt, welches Verhalten wir uns stattdessen wünschen, macht er weiter – entweder gleich, oder aber beim nächsten Mal. Im Übrigens wird er wahrscheinlich die körperliche Strafe mit dem anderen Hund (oder was immer es ist, das ihn gerade so aggressiv ist) verknüpfen und noch wütender werden: Gelassenheit lernt er durch eine massive körperliche Strafe jedenfalls nicht, dabei ist es doch das, was wir uns wünschen: Ein Hund, der unbeeindruckt und entspannt an einem anderen Hund vorbei geht.
Außerdem kann es zwar sein, dass ein körperlicher Einsatz das aggressive Verhalten jetzt und in diesem Moment unterbricht – im Laufe der Zeit wird die Korrektur aber immer stärker werden müssen, um den ursprünglichen Schreck aufrechtzuerhalten, das aggressive Verhalten zu unterdrücken. Das bedeutet also, die Strafe kann irgendwann für den Hund gefährlich werden. Hinzu kommen lauter katastrophale Nebeneffekte, die gewöhnlich auftreten, wie etwa Hypervigilance, Angst, Vertrauensverlust in den Besitzer, impulsives/explosives Verhalten, Hyperaktivität, vermehrte Aggression, die durch minimale Provokation ausgelöst wird, Zurückgezogenheit und das Meiden sozialer Kontakte mit Menschen/bestimmten Menschen, das Abstumpfen von Schmerzempfinden bzw. Albernheit und Spielvermögen und depressive Stimmungen.

Ich kenne einen Hund, bei dem es viel schwieriger wurde, mit den Nebeneffekten seiner aversiven Erziehung mit Würgehalsband, Bedrohung etc. gegen sein aggressives Verhalten gegenüber anderen Hunden umzugehen, als mit seinem originären Verhalten, dass auf diese Weise behoben werden sollte. Anstatt ab und zu andere Hunde anzuknurren, reagierte er hochaggressiv auf alle Hunde, die ihm begegneten. Er bekam Angst vor bestimmten Umfeldern, in denen er sich vorher wohl gefühlt hatte. Er traute sich nicht mehr an Mülleimern vorbei (irgend ein Trainer hatte immer, wenn er einen anderen Hund anknurrte, mit einem Stock auf Mülltonnen geschlagen, um ihn in seinem Verhalten zu unterbrechen), fürchtete sich vor Laken, die auf Wäscheleinen flatterten, und Stoppschildern.

Strafe kann die Beziehung zu unserem Hund zerstören. Wir wollen, dass sich unsere Hunde in unserer Nähe sicher fühlen, nicht bedroht. Angst verhindert den Lernprozeß – bei Tieren ebenso wie bei Menschen. Wenn die Bedrohung von der „Quelle des Lernens“ (dem Hundebesitzer) ausgeht, kann der Hund nicht mehr lernen.

Eine andere, große Gefahr, die von „Bestrafung“ ausgeht, ist außerdem, dass sie für den Bestrafer befriedigend ist. Bestrafung ist eine Art positiver Verstärkung für den Bestrafer, weil wir uns dadurch ein bisschen abreagieren können. Es lässt uns glauben, dass wir das Problem „gelöst“ haben. Beim nächsten Mal werden wir versucht sein, härter und schneller zu bestrafen.

Bestrafung ist nicht nur ein Risiko (wissenschaftliche Studien haben erwiesen, dass aggressive Hunde, die mit aversiven Maßnahmen trainiert werden, zu 70% irgendwann ernsthaft zubeißen), sondern bringt dem Hund auch nicht bei, wie er sich eigentlich stattdessen verhalten soll. Der Hund lernt nicht, wie er sich beim nächsten Mal benehmen soll, wenn er wieder in der gleichen Situation ist. Er lernt nicht, dass die bellenden Hunde hinter dem Zaun ihm nicht gefährlich werden können, der Hund am Horizont mit ihm gar nichts zu tun haben will, nicht jeder große schwarze Hund ihn fressen möchte und Männer mit Hut gewöhnlich harmlos sind. Er lernt nur, dass die Situation, die ihn sowieso anspannt, beunruhigt und aggressiv macht, tatsächlich Gefahren birgt – und zwar von der Person, auf die er sich eigentlich verlassen soll.

Und das ist das Schlimmste, was einem in der Hundeerziehung passieren kann.

156 Kommentare

  1. Wieder einmal eine weitere – aktuelle Trend-Trainer-Bombe – mit absolut großartiger Argumentation entschärft. Genau so sehe ich das auch: er hat keine Ahnung von modernen Trainingsmethoden und er hilft den Hunden leider überhaupt nicht weiter und blendet die Menschen vor dem Fernseher mit seinen „Schnell-Lösungen“. Danke dass diese Themen hier angesprochen werden!

    • Ich glaube viele verstehen das Konzept von Cesar gar nicht und feinden ihn dann grundlos an.

      Um es mal ganz kurz zu machen:

      Cesar dient den Hunden als Vorbild. Wenn sie sich falsch verhalten, so drückt er sein Missfallen aus. Durch kurzes Ziehen an der Leine, durch nen Klapps oder Stupser mit dem Fuß. Alles immer wohl dosiert und passend zum Erregungszustand des Hundes.
      Anschließend demonstriert er aber stets sofort absolute Gelassenheit und Souveränität. Der Hund soll lernen, sich an Cesar ein Beispiel zu nehmen. Damit der Hund Cesar dabei vertraut, muss Cesar absolut glaubwürdig wirken. Daher ist die absolute Dominanz wichtig ! Denn nur wenn Cesar so wirkt, als habe er alles unter absoluter Kontrolle, kann der Hund sich im Angesicht einer für ihn vermeintlich (vielleicht sogar tödlichen) Gefahr überhaupt erst entspannen.

      Schnelle Lösungen liefert Cesars Methode ebenfalls nicht. Ganz im Gegenteil: Cesar besitzt enorm viel Geduld und gerade das strahlt mentale Stärke aus. Wenn Cesar ein Kommando gibt, so wartet er unter Umständen minutenlang, bis der Hund dem Kommando schließlich folgt. Der Hund lernt so, dass er mit Cesar keine Spielchen treiben kann und Cesar den längeren Atem hat. Damit testet der Hund quasi Cesars Stärke. Die Stärke von Cesar empfindet der Hund aber nicht als Bedrohung. Im Gegenteil, sie beruhigt ihn. Denn er merkt, dass Cesar ihm nichts Schlimmes will. Er will bloß, dass er sich unterordnet. Unterordnung ist aber normal und für den Hund kein Grund, trübsal zu blasen.

      Cesar reasgiert sich übrigens auch nie an den Hunden ab. Im Gegenteil, er hat wie gesagt sehr viel Geduld und betont ständig, dass es wichtig ist, nicht frustriert auf das Verhalten des Hundes zu reagieren. Auch betont er stets wie gefährlich ein ängstlicher Hund ist. Wer glaubt, dass Cesar den Hunden Angst macht und sie bedroht, der hat von dem Konzept absolut nichts verstanden.

      Die Argumentation im Artikel ist leider zum Großteil aus der Luft gegriffen und durch tausende Beispiele praktisch widerlegt.

      Unterm Strich kann man sagen: Nobody is perfect, aber Cesar macht schon richtig gute Arbeit.
      Lediglich einem einzigen Punkt des Artikels kann ich zustimmen: Wer die Methoden nicht richtig anwendet, könnte damit tatsächlich Schaden anrichten. Und wie man sieht, scheinen viele Cesars Methoden wirklich nicht zu verstehen.

      • Hallo Peter ,danke das wenigstens einer hier wat versteht über cesa metoden ,ich glaube das heut zu Tage alle Hunde besitzer mit ne sonnen Brille durch die gegen latchen ,warum?? Cesa ist kein Hunde Trainer sonder hundefluster und er hat das drauf !!! Zeig mir einen guten hundetrainer?? Es gibt nur einen und das ist Hans Schlegel aus der Schweiz !! Und nach ihm kommt keiner und wenn Mann cesa nicht versteht sollte Mann heimlich seine metoden sein lassen alle cauchen und machen es nach und dann wenn es nicht klappt dann heißt es der hat keine Ahnung!! Ich korze jedes mal wenn ich so was lese ,furchbar Peter unbekannte Weise frohe weihnachten und ein gesundes neues Jahr

      • Sascha Kothe

        Super geschrieben. Dem kann man fast nichts hinzufügen. Die Kritik an Cesar Milan ist ein gesellschaftliches Problem. Heiteitei funktioniert in der Hundewelt genausowenig wie sonst im Leben. Cesar bleibt in jeder Situation ruhig und bestimmt. Er benimmt sich genauso wie ein Rudelführer in einem Wolfsrudel, der lediglich durch Berührungen im richtigen Augenblick deeskaliert. Dafür braucht man keine Hirnforschung, sondern eine gute Beobachtungsgabe und einen scharfen Verstand. Dann erkennt man auch den Unterschied zwischen Schlagen als Bestrafung und Berührung als Korrektur. Wenn Erziehung zu jeder Zeit konsequent und berechenbar ist, hat der Hund auch Vertrauen.

      • Kristina

        Da kann ich dir nur 100% zustimmen. Die meisten die sich über Cesar aufregen haben einfach nicht verstanden, worum es ihm geht. Und er ist auch kein Hundetrainer, das betont er oft genug. Er beschäftigt sich mit der Hundepsychologie und er trainiert eigentlich eher die Menschen und zeigt ihnen, wie sie mit den Hunden umgehen müssen. Er baut das Ganze auf dem natürlichen Verhalten von Hunden auf. Nicht dem von Menschen antrainierten und so wie wir es am liebsten hätten (Männchen machen und auf Kommando Sitz und Platz liegt nun mal nicht in der Natur des Hundes)…

      • Ich könnte es nicht besser sagen. Man muss ja nicht alles gut finden, was cesar macht. Und weiter glaube ich, dass bei einigen Neid auf cesars Erfolge und dann aber das eigene versagen zu den Hass Tiraden führt.

    • Hallo liebe Hundefreunde
      Ich bin verweifelt und brauche eure Hilfe – alle Trainer hier in der Schweiz wollen Cesar Millan anwenden, ich finde das zu grob und hirnlos.
      Also mein Hund Ese ist eine Old English Bulldogge und 8Monate alt. Da min Freud eine sehr schøne teure Wohnung hat haben wir den Wintergarten/ Loggia fuer Ese ausgeråumt dieser steht mitten im Wohnzimmer nun wo er Stubenrein ist darf er auch ins Wohnzimmer wenn er ruhig ist. Nun seit er ca 4 Monate ist rastet er manchmal aus dem nichts aus meist wenn man von draussen nach innen kommt oder wenn wir ihn ins Wohnzimmer lassen (bei mir alleine nicht nur wenn mein Freund mit ihm wohnzimmer ist -geht aber meist nur gegen mich) er attackiert mich komplett. Beisst auf mich ein schnappt ins gesicht und rastet komplett aus. Ich muss ihn dann auf den boden legen und beruhigen ohne worte ansonsten hab ich keine chance er ist 27kg! So das ist problem eins . Dann ist da noch meist wenn ich vonder arbeit komme bellt er uns zu bis 3h ohne pause nur wenn ich zu ihm gehe und ihm den knochen halte oder einfach da sitze ist er still geh ich raus bellt er wieder. Auch bellt er und beruhigt sich gar nicht wenn wir besuch haben 🙁 bitte hilft mir

      • margarete52

        SUPER! Völlig verzogenes Tier, das ganz sicher auch wieder mal vermenschlicht worden ist. Erziehung und Auslastung Null, und nun ist das Gejammer groß, weil der Hund nicht so reagiert wie ein Kind, obwohl man sich doch so viel Mühe gegeben hat, ihn wie ein Kind zu verhätscheln.
        Aber Cesar Millan, um Gottes willen, der ist zu grob. Heilige Einfalt! Ist das arme Tier vielleicht auch noch den ganzen Tag allein in der Wohnung eingesperrt? Dann musste der ja neurotisch werden.
        Na dann viel Spass mit all den selbsternannten sanften „Hundeprofis“, die an dem Tier herum experimentieren. Am Ende landet der arme Hund dann als schwer vermittelbar im Tierheim, weil er aus Frust um sich beißt.
        Manche Menschen sollten sich einfach keinen Hund anschaffen

        • margarete52, das was du da geschrieben hast, Das was du geschrieben hast, bezieht sich doch nicht auf das was Sarah geschrieben hat, oder?!

          Sarah, was hast du gegen die Trainingsmethoden von Cesar Millan?!
          Ich habe schon viele Sendungen von Cesar Millan gesehen, wo es um kleine Hunde geht, die ihren Besitzern auf der Nase herum getanzt haben, nur weil die der Meinung waren, das man doch einen kleinen Hund nicht diziplinieren kann, weil er doch soo süß ist oder weil er doch so klein ist!!! Aber dann wundern diese sich dann warum die Hunde sie nicht ernst nehmen, sie nicht als Rudelführer ansehen und sie eventuell, so wie es bei dir ist unter anderem beißen.
          Dein Hund ist wahrscheinlich auch noch mitten in der Pubertät,das macht die Sache dann nicht ganz einfach!!
          Wenn man Hunde, auch die kleinen, nicht von klein auf an die Grenzen auf zeigt, dann hat man später verloren, denn dann entsteht u.a. genau das Verhalten. Da gibt es keinen Unterschied ob das dann große Hunde oder kleine Hunde sind.
          Cesar Millan handelt immer nach den Kriterien „Übung, Disziplin und Zuneigung“ und vor allem das man den Hund „Hund sein“ läßt und ihn nicht vermenschlicht.
          Und man sollte immer Ruhig und Geduldig sein, was auch immer der Hund anstellt, in der Ruhe liegt die Kraft. Und man sollte auch Präsenz zeigt,also auf die Körperhaltung achten.Die Energie die man selbst ausstrahlt, sollte man sich bewußt sein, so das man immer darauf achten kann das man Ruhig und bestimmt ist.
          Man sollte auch darauf achten das der Hund genug Bewegung bekommt, das man der Rasse diesbezüglich gerecht werden sollte.

          Hier ein Zitat von Cesar Millan von einer seiner Homepages:
          „Hund Rehabilitation
          Um einen Hund zu sanieren, müssen Sie , um herauszufinden , was es ist , in der Hund die Umgebung, die das Fehlverhalten verursacht. Sind sie zu langweilig? Frustriert? Übermütig? Ängstlich? Wenn Sie nicht mit diesen Fragen beschäftigen, können Sie einen gut ausgebildeten Hund, der auf Befehl sitzen und immer noch völlig gelangweilt oder frustriert und so weiter.
          Der größte Faktor in einer Umgebung des Hundes, die sein Verhalten beeinflusst, obwohl, ist die Energie der Menschen um ihn herum. Wie ich schon oft gesagt und geschrieben haben, sind unsere Hunde unsere Spiegel. Sie reflektieren die Energie, die wir ihnen geben, und wenn wir nicht ruhig und selbstbewusst sind sie nicht ruhig und unterwürfig sein.“ (Übersetzt wurde das mit Google direkt)
          Quelle: https://www.cesarsway.com/cesar-millan/cesars-blog/well-trained-but-not-well-behaved

      • SARAH BITTE, hör NICHT auf diese Leute. Ich habe auch einen Bulli allerdings mit Deprivationsschaden und schweren Trauma aus 2. Hand. Er ist Angstagressiv und zeigte durchgehend das von dir beschriebene Verhalten. Hatte auch zu Anfang eine Trainerin die nach Cesar gearbeitet hat. Der Hund ist ständig in seinem alten Muster zurück gefallen. Nun arbeite ich mit rein positiver Verstärkung und neuer Trainerin. Es bewirkt Wunder und haben nach wenigen Wochen eine viel bessere Beziehung. KAUF dir das Buch: Leben will gelernt sein. Dein Hund hat Ängste und ist gestresst. Bestrafen ihn in keinem Fall körperlich. Er ist ein soziales Wesen! Diese ganze selbsternannten Hunde Profis langweilen mich nur! Euch empfehle ich das Buch: wer denken will muss fühlen können. Ihr solltet euch mal auf den neusten wissenschaftlichen stand bringen, bevor ihr Methoden aus den 80gern verbreitet. Das beste ist, dass ihr eure Hunde wahrscheinlich seitdem er ein Welpe ist bei euch habt und doch tatsächlich bei dem Thema „Problemhunde“ gar nicht mitquatschen könnt. JEDER wünscht sich einen entspannten, liebevollen Hund. SO ich verlasse die Seite wieder und hoffe das du deinen Hund noch hast und du bald eine Lösung findest. L.g

    • Holländer

      Wenn ich diesen Text lese muss ich nur mit dem Kopf schütteln, was muss man rauchen um so ein mist zu schreiben. Moderne Technik lool demnächst gibts noch ne App für dusselige Hundehalter, Cesar macht echt gute Arbeit. Eure modernen Techniken funktionieren vielleicht bei einem Labbi aber bei eigensinnigen Hunden hillft nur eine liebevolle harte Hand.

    • Für mich ist dieser Artikel sehr gehaltlos. Er besteht nur aus Anprangern von Cesar Millans Techniken, aber welche Lösungen werden als Alternative angeboten? Keine

    • Hast Du mal mit Hunden gearbeitet, die voll im Trieb stehen? Glaube nicht, dass Du Dir vorstellen kannst wie die reagieren.K9 Diensthunde und auch hochtriebige Jagdhunde sind was anderes wie der Hund vom Nachbarn,der mal seine Aggression am Zaum zeigt.

  2. Melanie Ruoss

    Liebe Katharina von der Leyen

    danke für diesen sehr aufschlussreichen Artikel. Ich gehöre einer Facebook Gruppe an, die sich „Initiative für gewaltfreies Hundetraining“ nennt und wir versuchen den Auftritt von Ceasar Milan in der Schweiz im Herbst zu verhindern. Sie sprechen genau auf unsere Mühlen.

    Leider sind die Milan-Anhänger auf diesem Ohr taub, jegliche wissenschaftlichen Begründungen prallen an ihnen ab und sie verfechten weiterhin die Methoden von CM. Sie befinden diese einfach als letzte Möglichkeit bei agressiven Hunden.

    Nun ja, wir wissen es besser, darum ist es toll, dass auch Fachleute wie Sie unsere Meinung teilen. Ich habe mir erlaubt, Ihren Artikel an die Chronik der Gruppe zu posten, damit auch die anderen Ihren Blog kennen lernen.

    Liebe Grüsse, Melanie

    • Graupelz23

      Und was ist mit euren eigenen schweizerischen hundetrainern??? Herr Schlegel zum Beispiel, nach CM seit neuestem einer meiner Favoriten! Hört endlich auf, eure menschlichen Gefühle in die Hunde hinein zu interpretieren! Leinenruck und Co. sind (richtig angewandt!!!) nichts anderes als Hilfsmittel, um mit dem Hund „hündisch“ zu kommunizieren, so wie sie es unter ihres gleichen auch machen würden! Für die idioten, die ihre Hunde schlagen und willkürlich massiv treten oder die mal eben Fernseh schauen und dann die Methoden eines CM oder Schlegel oder Lenzen falsch anwenden kann kein hundetrainer etwas, nur weil er auch mit diesen (wesentlich natürlicheren) Methoden (richtig) arbeitet. Ich habe selbst mittlerweile mit einigen aggressiven Hunden (damit sind nicht Hunde gemeint, die mal bellen oder ihren Raum natürlich) einfordern gearbeitet und gekämpft. Ich möchte alle die einmal sehen, die dann noch mit dem wattetupfer erfolge erzielen (auf Dauer und ohne Verletzungen!) ich lasse mich gern überzeugen…

      • Katharina

        Ich weiß nicht genau, wer hier aus der Schweiz ist – ich jedenfalls nicht. Herr Schlegel hat mir zu meinem eigenen Italienischen Windspiel Harry, der ein extremer Angsthund war gesagt, er würde dem Hund drei Monate geben, wenn es dann nicht besser würde, solle ich ihn halt einschläfern. Es hat über ein Jahr gedauert, bis Harry überhaupt die Treppe hinunter gehen konnte und nicht mehr unter sich machte, wenn ein Handwerker in die Wohnung kam (ich habe ein halbes Buch darüber geschrieben, Dogs in the City), aber mittlerweile ist er ein hervorragender Therapiehund, der mich munter überall hin begleitet, gutgelaunt als Therapiehund in einem Kindergarten für verhaltensauffällige Kinder agiert und sich auch sonst nirgends mehr in die Hose macht vor Angst. Ich bin ziemlich froh, dass ich nicht auf Herrn Schlegel gehört habe und Harry noch lebt.

        Und nein, es sind keine „natürlichen Methoden“, mit denen Cesar Millan arbeitet. Ich weiß gar nicht, was das sein soll: „Natürlichere Methoden“ – als was denn? Sogar in der Navy, sogar in den Polizeihundestaffeln hat man mittlerweile verstanden, dass man mit positiver Verstärkung sehr viel weiter kommt als mit so genannten „aversiven“ Methoden, die auf dem überholten, idiotischen „Dominanz“-Geschwätz basieren, das sogar David Meech, der die Alpha-Theorie“ sozusagen erfunden hat, längst zurückgenommen hat, weil er damals Wölfe in Gefangenschaft studiert, die sich nicht kannten und auf viel zu engem Raum zusammen lebten. „Strafe“ gibt es nicht bei Hunden. Strafe funktioniert nur, wenn beide Parteien das gleiche Wertesystem teilen. Wollen Sie einen Eisbären „bestrafen“ für eine Handlung? Ein Hund ist ein Hund, kein Mensch. Er hat keine Ahnung, warum er etwas nicht soll. Man muss ihm zeigen, was man stattdessen von ihm möchte. Aber ihn am Halsband aufhängen, ihn zu würgen, ihn in einen Käfig zu sperren und sich bedrohlich über ihn zu stellen nützt überhaupt nichts, ausser, dass des dem Hund Angst macht. Und – ich will mic nicht dauernd wiederholen – es ist wissenschaftlich erwiesen, dass das Gehirn nicht aufnahmefähig ist, wenn Angst darin herrscht. Darüber muss man nicht einmal diskutieren.

        Halten Sie das Folgende für eine „natürliche“ Trainingsmethode? Einen Angsthund mit Würgehalsband und Leinenruck zu zwingen, eine wildfremde Kamera auszuhalten? Ihm die Luft abzuschnüren? Ihn ins Wasser zu zwingen, vor dem er Angst hat („unnatural fear“ , wie Millan sagt – hä? Was ist denn eine „unnatürliche Angst“?)
        https://www.youtube.com/watch?v=lilctYKtr9k

        • Hallo,

          Du verstehst ihn ganz falsch. Du bist nur neidisch das du die Tricks die Cesar beherrscht nicht anwenden kannst! Ein Hund braucht eine strickte Hand und muss sehen das du sein Herzchen bist und nicht der Hund dich beherrscht. Ich glaube du verstehst nicht viel von Hunde Erziehung. Viele können einen Hund nicht richtig erziehen, so sehe ich das.

          • Auf Cesar muss man nicht neidisch sein, schon gar nicht auf SOLCHE Methoden. Kein Hund braucht eine strikte Hand! Dieses Geschwätz vom Alpha ist sowas von dermßen weit weg von Gut und Böse XD Ein Hund brucht Führung, ja. ABer definitiv keine Gewalt! Hätte ich so gehandelt bei meinem zweiten Hund der aus miserablen Haltungen zu mir kam, hätte ich ein jetzt einen durchweg änstliches und agressives Tier bei mir!

        • Patrick Minich

          Zum Thema Angst. Hunde haben von natur aus keine Angst du Schlaumeier. So ein bescheuerter Artikel. Selten sowas blödes gelesen. Wahrscheindlich den Yorkie auf dem Esstisch sitzen haben aber groß die Klappe aufreißen. Möglicherweise sollte man den Verfasser mal sozialisieren und Ihm zeigen wann man sich zu unterwerfen hat… Nämlich wenns jemand besser kann. Schönen Tag

      • Hunde kommunizieren also untereinander mit Leinenruck und ähnlichem? Super, you made my day, aber echt mal.

      • Eine natürliche Methode wie sie unter Hunden vorkommt.. Also ich hab meine Hunde noch nicht einmal dabei beobachtet, dass sie sich gegenseitig an der Leine ziehen oder in die Seite kicken oder würgen! Keines von Millans Methoden habe ich je an meinen Hunden beobachten können.

    • Ja, und während ihr den neuesten wissenschaftlichen Methoden hinterherhechelt, macht er nichts anderes als auf natürliche Art und Weise mit seinem Rudel zu kommunizieren. Und in einem Rudel gibt es nun einmal eine Rangfolge. Und wisst ihr was? Der oder die Rudelführer in diesem Hunderudel weisen ihre Anhänger ganz klar in die Schranken wenn diese sich daneben benehmen und das ohne sich vorher den Rat von Frau von der Leyen einzuholen oder sich im aktuellen Hundemagazin die neuesten wissenschaftlichen Weisheiten reinzuziehen. So funktioniert es seit Jahrtausenden in der Natur, aber das ist ja auf einmal nicht mehr gut genug für die heute ach so belesenen Hundeexperten die meinen sie hätten die Weisheit mit Löffeln gefressen. Und während ihr noch in Magazinen blättert, geht CM morgens mit einem Rudel von 30 Hunden (mit teils ehemals richtig aggressiven Tieren, die sich über euer Klickertraining wahrscheinlich den Arsch ablachen würden) in aller Seelenruhe joggen. Anyway, euch das zu erzählen ist genauso Sinnlos wie der anderen Seite zu erzählen, dass sie ihre Hunde nicht mit Gewalt erziehen dürfen.

      Ich wende bei meinen Hunden KEINERLEI Gewalt an, ich tue ihnen nicht weh, ich brülle sie nicht an oder sonstiges. Ein kleines symbolisches Zuschnappen meiner Hand ist allerdings schonmal dabei wenn sie sich daneben benehmen. Hierbei liegt der Fokus jedoch nicht auf der Stärke des Zuschnappens sondern einfach auf der Berührung an sich um sie zum Beispiel aus einer Fokussierung auf einen herannahenden Hund herauszuholen und ihnen zu zeigen, dass ich die Situation kontrolliere und nicht sie.

      Lange Rede kurzer Sinn: Ich kann mir auch von einem CM Trainingsmethoden aneignen die ich persönlich für sinnvoll halte. Die die mit Gewalt zu tun haben lasse ich dann einfach weg und suche mir stattdessen dafür andere die ich für geeigneter halte. So habe ich mir über viele Jahre meinen ganz eigenen Fundus an Trainingsmethoden erarbeitet. Nimm von allen Trainingsmethoden die besten Stücke heraus die funktionieren und die mit dir selbst vereinbar sind. Dann kombiniere sie und fertig.

      Was ich dagegen nicht tue ist Trainer wegen ihrer Methoden anzuprangern und zu versuchen ihre Show zu verhindern, sie öffentlich zu kritisieren und zu versuchen ihre Anhänger zu überzeugen, dass ausgerechnet meine Methode die viel bessere ist. Leute kümmert euch einfach um euren Sch…!

      • Björn, genau so isses.
        der grösste Teil der CM kritisiert hat mit Müh und Not geschafft, dass ihr eigener Hund draussen kackt.
        die begreifen auch nicht, CM ist kein Hundetrainer. er sozialisiert verpeilte Hunde.
        ..und das ist etwas anderes, als seinen Hund über einen bunten Hindernisparcour zu streicheln oder mit Wurststückchen vollzustopfen damit er Purzelbäumchen macht.
        im Training und der Ausbildung, darüber sind sich doch alle einig, ist positive Verstärkung dem Zwang klar vorzuziehen.

        • Katharina

          Lieber Snikker, das stimmt ja nicht. Es sind weltweit sehr anerkannte Trainer und zahllose Verhaltensbiologen, die Millan kritisieren, weil sie einfach wissen, dass das, was Millan macht, keine Erziehung ist, sondern Training mit Starkzwang. Es geht hier überhaupt nicht um bunte Hindernisparcours. Und leider sozialisiert er auch „verpeilte“ Hunde nicht, wie man in wirklich zahllosen Videos sehen kann.Siehe z.B. hier: https://youtu.be/vCBWWWBoKxw – das ist ein Film, der Tierquälerei zeigt, wenn Sie mich fragen.

      • Gabriela Perger

        Gott sei Dank. Wenigstens einer der das richtig
        erkennt. Man sollte seine eigenen, auf seinen Hund abgestimmten Methoden einsetzen und vor allem seinen hoffentlich gesunden Menschenverstand. Auch CM ist nur ein Mensch. Niemand wird gezwungen alles 1 zu 1 umzusetzen. Ich finde auch nicht alles gut, habe aber auch keinen agressiven Hund. Doch alles verteufeln, schlechtreden und nur watteweiche Erziehung anpreisen, kann nicht richtig sein. Click und Leckerli usw mag seine Berechtigung haben, ich finde es anstrengend und dauerhaft nicht effizient.

    • Du hast noch nie mit wirklich aggressiven Hunden gearbeitet, egal ob K9 oder Jagdhunden.Hochtriebige Hunde, die immer noch nach vorn gehen, wenn Du in ihre kritische Distanz kommst,reagieren unberechenbar. Das sollen sie im Dienst auch. Da kommst Du mit weichen Erziehungdmethoden nicht weit.

  3. Habe mir schon sehr viele Videos sehr oft von ihm angeschaut und frage mich jedes Mal als erstes: wie konnte es überhaupt so weit kommen, dass ein Hund SO EIN VERHALTEN zeigt ? Und dann frage ich mich, was dieser Mann da macht… es gibt durchaus ein zwei Fälle, da hat er das gut für den Hund & die Besitzer gelöst… ein bis zwei Fälle von hunderten !

  4. bin mit diesem artikel nicht einverstanden, da es die methoden von cesar milan meiner meinung nach falsch darstellt.
    ich habe selbst keinen hund, dennoch halte ich die methoden für natürlich und plausibel, zumal ich in all den folgen, auf die ich beim durchzappen gelangt bin, immer fand, dass er durchaus mit sehr viel respekt und einfühlungsvermögen an die tiere und die halter rangeht.
    aber vielleicht fehlt mir einfach der fundierte brackground hier.
    mir war es nur wichtig zu zeigen, dass ich nicht so ganz mit dem hier geschriebenen übereinstimme, wenn es um seine methoden geht, zumindest die methoden, wie sie im TV dargestellt werden.

  5. Wobei ich gerade diesen Einwand etwas einseitig finde. Trainiere ja auch gerade einen ängstlich-aggressiven Hund, und wenn sie knurrt oder losgeht, wird sie – je nach Situation – angestubst oder auch einmal massiver eingeschränkt – aber nie unterworfen. Das wirkt bisher, sie muss aus der Aggro-Haltung raus – aber natürlich ist die Trainingseinheit da nicht beendet. Danach muss sie entspannt um den Hund herum sein und wird dann für dieses positive Verhalten belohnt. Der erste Randale-Impuls ist je nach Hund noch da, aber man merkt, dass sie sich teilweise schon selber kontrolliert – im schlimmsten Fall zeigt sie Vermeidungsverhalten, aber grundsätzlich ist sie entspannter und hat auch mehr Augenkontakt mit Frauchen.

    Ich bin *kein* Fan von CM, aber aus anderen Gründen. Dieses massive Unterwerfen ist imho völlig überdimensioniert. Zudem werden „Methoden“ von Idioten übernommen, die weder die Logik dahinter verstehen, noch es richtig machen – wenn ich überlege, wie viele Hunde auf unserer Wiese dauernd im Dreck liegen und runtergedrückt werden…. argh. Entweder wegen nix, oder im falschen Moment, zum Beispiel wenn der Hund gerade (verspätet) wiederkommt.

  6. Jeder ist von seiner Meinung überzeugt und vom Glauben!
    Ich arbeite nach CM und muß sagen, das ich kein TV Star bin und etlichen Hunden und ihren Besitzern ein friedvollen Gassigang beschert habe.
    Was ist den meist das große Problem, ein Halter der überfordert ist.
    Ihr macht alle ein Geschieß um den Leinenruck – ich reiß dem Hund doch nicht den Kopf ab!!!
    Hat jemand mal an den Ruck gedacht dem sich der Hund selber zufügt wenn es voll in die Leine rennt?!
    Also werde ich in Zukunft daran arbeiten das Hunde andere Stänkerer an der Leine ignorieren.
    Im Bericht wird gemeckert und geschimpft, aber nicht ein Lösungsansatz,
    Kein Mensch auf dieser Welt hat je mit einem Hund kommuniziert, es sind alles Vermutungen – Jeder Trainer – und alle sind wir Trainer in dem Moment wo wir einen Hund haben versuchen Harmonie herzustellen.
    Habt ihr euch jemals ein rudel mal angeschaut, wie es lebt – und ich meine nicht einen Hundeplatz wo die kleinen nicht ausgelasteten Vierbeiner ihren streß abbauen.
    Man soll es kaum glauben, ich habe eiin Laufband und einem hund dessen Frauchen nicht mehr (Krankheit) laufen konnte jeden Tag zusätzlich zum Gassigang, zur Verfügung gestellt – Ergebnis – kein Zerfleddern mehr der Wohnungseinrichtung innerhalb von 24 Stunden – irre ne !
    So wie CM es zeigt..
    Also kommt mal alle runter – Ihr –möchtegern alles Wisser – Zu 100% wissen wir nix -von Hunden, außer das wir diese zwingen in unserer Zivilisation zu leben.
    …und wie kann es sein das wie oben beschrieben der Hund bei CM ruhig ist und nach dem obigen Bericht, wahrscheinlich nur so lange CM da ist und am nächsten Tag der Halter mit einer anderen Ausstrahlung den Hund genau so führt???
    Leute akzeptiert doch in eurer Trainerwelt auch andere Menschen die es drauf haben…bissel mehr Rückrat. 🙂

    • Katharina

      Tatsächlich finden sich auf meinem Blog viele, viele Lösungsansätze in verschiedenen Artikeln. In diesem Artikel wird auch nicht „gemeckert“, sondern ganz klar und ruhig aufgezeigt, wo die Denkfehler von Cesar Millan liegen. Der Leinenruck, den sich der Hund „selbst zufügt“, wenn er in die Leine rennt, rechtfertigt deswegen nicht, dass wir an seiner Leine herumzerren – der Hund kann nicht von sich aus absehen, dass er sich Schmerzen zufügt, wenn er auf ein Ziel losschießt, obwohl er angeleint ist. Wie in verschiedenen Texten schon erklärt: Es gibt einen Grund, warum Cesar Millans Sendung in USA abgesetzt wurde: Weil alle Verhaltenswissenschaftler beweisen konnten, dass seine Methoden veraltet sind. Viele, viele der Hunde aus seinen Sendungen sind anschließend eingeschläfert worden, weil sie eben NICHTS gelernt haben – außer, dass sie massiv Ärger bekommen, wenn sie ein bestimmtes Verhalten an den Tag legen, aber nicht, dass es gar nicht nötig ist, sich aufzuregen. – Ich halte fünf Hunde. Hier kommen ununterbrochen Besuchshunde `rein und `raus, meiner Gruppe werden immer wieder neue Hunde hinzugefügt, manche sterben. Niemand geht sich hier an die Kehle. ich schreie meine Hunde nicht einmal an: Sie werden geführt. Ich habe kastrierte und unkastrierte Rüden: Kein Problem.
      Dass wir „zu 100% nix von Hunden“ wissen, ist außerdem völliger Unsinn: Das wird von sehr klugen, sehr geduldigen Menschen seit vielen, vielen Jahrzehnten studiert, beobachtet, zusammengefügt. Lesen Sie doch bitte einmal Günther Blochs „Wölfisch für Hundehalter“. Und wenn Sie tatsächlich nicht mit den hunden kommunizieren, die Sie ausbilden, dann tun mir diese Hunde wirklich sehr, sehr leid. Ich kommuniziere dagegen täglich mit meinen Hunden, die ich mit einem geflüsterten Wort davon abbringen kann, ein Reh zu hetzen. Was soll das denn sonst sein, wenn keine Kommunikation?
      Man nennt das auch Fremdsprachenlernen.

    • Graupelz23

      DANKE!!! Habe mich ehrlich gesagt nicht getraut auf das hier alles zu reagieren. Aber Sie haben mir die Worte aus dem Mund genommen… DANKE DANKE DANKE!

    • Gaby Müller

      DANKE! Die Hetze gegen CM finde ich echt daneben. Die meisten Aufschreier haben sicherlich nicht diese große Zahl von Hunden ausgebildet, geschweige denn auch nur annähernd so viele gerettet.

      Und warum muss alles immer auf der neuesten Wissenschaft beruhen, oder wissenschaftlich bewiesen werden? Muss das Rad ständig neu erfunden werden? Ich finde, mit gesundem Menschenverstand und Beobachtung und Erfahrung hat er extrem viel erreichen können. Aber wer Erfolg hat, hat auch viele Neider!

      Ich freue mich schon auf September, dann sehe ich ihn in Hamburg!

      Und mit Sekte hat das nun so gar nichts zu tun.

      • Warum eigentlich wird jede Haltung gegen CM als Hetze bezeichnet?

        Und, nein, man muss das Rad nicht neu erfinden, aber ich bin sicher, auch Sie fahren nicht mit dem Eselskarren durch die Gegend sondern mit einem modernen Fahrzeug. Und Sie nehmen sicherlich auch Kopfschmerztabletten wenn nötig und nicht zermahlenes Affenhirn. Auch Sie sehen die Sonne über den Horizont wandern und wissen trotzdem, sie dreht sich nicht um uns. Alles Wissenschaft sei Dank.

        Da forscht eine Feddersen-Petersen 40 Jahre am Zoologischen Institut in Kiel, um nur ein Beispiel zu nennen, aber man glaubt lieber einem Showmann!? Mir ist das nicht eingängig und das sage ich auch. Ist das dann Hetze?

        Liebe Frau von der Leyen, da haben Sie ein Fass ohne Boden und in regelmäßigen Abständen wird CM immer wieder ein Thema sein, der Mann hat ja Europa grade erst als Markt erkannt.
        Es nutzt nichts, dass Sie sich weiterbilden/informieren und, wie ich finde, so geduldig und nachprüfbar argumentieren. Wer nichts Neues wissen will, will es eben nicht.

        Mir hat mal eine Schülerin gesagt:““…warum soll ich meine Meinung ändern, ich habe doch schon die richtige…“

      • Katharina

        Es sind seit den 80er Jahren zahlreiche Studien durchgeführt worden, die die negativen Auswirkungen aversiver Erziehung festgestellt haben. Hunde, die mit Strafe trainiert werden, bellen mehr, zeigen mehr Stressanzeichen und haben eine unsichere Körperhaltung (vgl. Schwitzgebel 1982). Hunde, die gebissen haben beziehungsweise aggressives Verhalten gegenüber anderen Hunden zeigten, waren eher durch Schlagen und Schütteln erzogen worden. Ebenfalls zeigte sich, dass deren Besitzer unter anderem eher männlich sind, keine emotionale Bindung zum Hund haben und durch Zwang erziehen (vgl. Roll/Unshelm 1997). Wie Herron (2009) aufzeigte, stehen Konfrontationsmethoden wie Leinenruck, Würge- oder Stachelhalsband in vielen Fällen in Zusammenhang mit aggressiven Reaktionen; Schlagen und Treten führten am häufigsten zu Aggression (vgl. Herron 2009). Hiby et al. (2004) verglichen das Abgeben von Objekten, Fuß gehen, nicht an Sachen kauen und Trennungsangst bei Hunden, die rein mit positiver Bestärkung, rein mit Strafe und solche die mit gemischter Methode oder Strafe erzogen wurden. Für keine der Aufgaben zeigte sich Strafe als effektivste Methode, vielmehr zeigten sich die Hunde, die nur mit Strafe erzogen wurden, als am wenigsten gehorsam.
        Moderne Trainingsmethoden auf Basis positiver Verstärkung zielen darauf ab, das Bestärken von unerwünschtem Verhalten einzustellen anstatt es zu bestrafen, und erwünschtes Alternativverhalten zu bestärken. Jedes Mal, wenn ein Verhalten durch operante Konditionierung trainiert wird, formt das Tier eine Assoziation durch klassische Konditionierung. Kommen im Training mehrfach aversive Reize zum Einsatz (operante Konditionierung), assoziiert das Tier den Trainer und die Situation mit unangenehmen Erfahrungen (klassische Konditionierung) (vgl. Yin, 2010: 53). Moderne Trainingsmethoden zielen darauf ab, dass der Hund durch positive Bestärkung positive Assoziationen mit der Trainingssituation herstellt, während das Auftreten von Stressreaktionen niedrig gehalten wird, um optimale Lernprozesse zu ermöglichen.
        Beobachtet man die Hunde in Cesar Millans Filmen, fällt auf, dass sie grundsätzlich starke Stressmerkmale aufweisen. Das Ausdrucksverhalten der Hunde im Rahmen des Trainings deutet darauf hin, dass die Trainingsmethoden nicht dem aktuellen Stand der Wissenschaft entsprechen. Außerdem verwendet Millan immer wieder Stachelhalsbänder und Teletaks, die in Deutschland und Österreich verboten sind. Er setzt körperliche Interventionen ein, bei denen er Hand und Fuß in der Nierengegend des Hundes einsetzt und die Hand im Schulter- und Nackenbereich. Wenn die Hunde versuchen, ihn mittels Schnauze lecken, den Kopf oder den ganzen Körper abwenden, Verlagerung des Körpergewichts nach hinten, gähnen, Distanz zwischen sich und Trainer zu bringen, etc. zu bschwichtigen, wird dies von Millan grundsätzlich und in sämtlichen Filmen ignoriert. Das Trainieren von Vermeidung durch negative Verstärkung basiert auf Hemmung des unerwünschten Verhaltens durch eine negative Erfahrung des Hundes und kann zur Konditionierung einer Angstkomponente führen (vgl. Feddersen-Petersen 2004, Lindsay 2000).
        „Hunde, die in einem Umfeld leben, in dem es häufig zum Einsatz aversiver Reize kommt, befinden sich oft dauerhaft in einer chronischen Stresssituation.“ (O’Heare, 1998)
        Negativer Stress (so genannter positiver Stress wäer eine „gute“ Aufregung, wie Kinder vor dem Weihnachtsabend, jemand in Erwartung einer wunderbaren Verabredung, etc.) geht mit einer Erhöhung der Cortison-Werte einher, ermöglicht lediglich eine kurzfristige Mobilisierung der körpereigenen Reserven für die Anpassung an die Belastung und bewirkt langfristig sowohl Kontrollverlust als auch Hilflosigkeit. Aktiver Stress verringert die Konzentrationsfähigkeit, die Lernfähigkeit und die Fähigkeit zu differenziertem Verhalten, während er die Bereitschaft zu lebensrettenden Verhaltensmustern erhöhat. D.h. Hunde können „beispielsweise aggressiv reagieren, wenn sie in einer Trainingssituation überfordert werden“ (Gutmann 2006).

        Moderne Trainingsmethoden basieren laut dem aktuellen Stand der Wissenschaft auf positiver Bestärkung in Kombination mit negativer Strafe (etwas Angenehmes wegnehmen) und zielen darauf ab, Stressreaktionen gering zu halten, um optimales Lernen zu ermöglichen (vgl. Theby 2011, 2012; Yin 2010). Dementsprechend kann man die Trainingsmethoden von Cesar Millan durchaus als veraltet bezeichnen.

        Jones und Josephs studierten 2006 Hundehalter und deren Hunde vor Agility- Turnieren. Dabei zeigte sich, dass die Hunde jener Halter, die vor dem Turnier Zeit mit positiver Interaktion wie Spielen und Streicheln verbrachten, einen geringeren Kortisolanstieg nach dem Turnier hatten als jene Hunde, deren Besitzer mehr Zeit mit negativer Interaktion wie körperliche Strafen und Anschreien verbrachten. Auch während des Spiels mit dem Hund führten Kontrollverhalten, Autorität und Aggression des Hundehalters zu einem Kortisolanstieg des Hundes, positive Interaktion während des Spiels bewirkte hingegen einen Kortisolabfall (vgl. Horvath et al. 2008).

        Abggesehen von den häufig tierschutzrelevanten Sequenzen in der Sendung, wird dem Publikum außerdem ein falsches Bild der Erziehungsberatung vermittelt: Die Interventionen sind kurz und sehr erfolgreich. Die Arbeit mehrerer Stunden wird auf vergleichsweise wenige TV-Minuten zusammengeschnitten. Dadurch wird den Rezipienten ein falsches Bild der professionellen Erziehungsberatung vermittelt, wo Interventionen oft nicht nur kurz und erfolgreich verlaufen, sondern sich über Monate oder gar Jahre hinziehen können (vgl. Cordes 2000; Gens 2003). Auch ist in der realen Verhaltensberatung genau wie bei der Erziehungsberatung mit Rückschlägen zu rechnen (vgl. Tschöpe-Scheffler 2005: 186-187).
        Diese werden dagegen nie gezeigt, auch die zahlreichen Fälle von Hunden, die durch Millans Trainingsmethoden keineswegs umerzogen wurden, deren Verhalten anschießend eskalierte und die entweder eingeschläfert oder über eine lange, lange Zeit (im Falle des Husky-Mischlings Shadow über eineinhalb Jahre) mithilfe positiver Verstärkung „resozialisiert“ werden mussten, unter den Tisch gekehrt. Nicht umsonst müssen die Teilnehmer an Cesar Millans Formaten eine so genannte „Halt’s Maul-Erklärung“ unterschreiben, die ihnen verbietet, sich über das zu äußern, was innerhalb des Trainings geschieht.
        Die Einblendung des Satzes, dass man derlei Trainigsmethoden Profis überlassen und nicht zuhause ausprobieren soll, stammt übrigens nicht von Cesar Millan oder dem austrahlenden Sender, sondern wurde vom amerikanischen Tierschutzverein ASPCA eingeklagt.

      • Solveig Rohner

        Von Herzen Danke! Genau so sehe ich das auch.

        CM böse Absicht oder Dummheit zu unterstellen halte auch ich für Neid oder falsch gemeinte Tierliebe. Ich habe fast jede seiner Sendungen gesehen und sie haben mir geholfen einen Angsthund zu therapieren und einen aggressiven Terrier gesundes Sozialverhalten beizubringen. 13 Hundetrainer vorher hatten keinen Erfolg, haben sich aber trotzdem ihre erfolglose Arbeit königlich bezahlen lassen. Sehr zu empfehlen sind übrigens auch Anita Basler (HTS) oder Michael Stefan (Hund-Mensch-System).

        Bitte hört doch endlich auf Cesar Millan zum Hundequäler zu machen und Menschen die seine Art schätzen für schwachsinnig zu erklären. Ich finde diese Überheblichkeit sehr anmassend.

        Stimmt es tatsächlich, dass CM in den USA verboten ist? Ich schaue sehr gern Cesar 911.

      • Und der gesunde Menschenverstand sagt einem das man Hunde würgt, auf den Rücken wirft oder anbrüllt?

  7. Zitat“ Sie werden geführt. Ich habe kastrierte und unkastrierte Rüden: Kein Problem. Zitat Ende#
    Klasse genau das ist die Grundaussage von CM!

    Da viele Situationen in der Freien Wildbahn gar nicht vorkommen würden – z.B hundebegegnungen“ oder ein Reh sehen und nicht jagen – Ja wir alle zwingen dem Hund unsere Zivilisation auf.
    …und Danke für diesen Satz!

  8. Frau Rachel

    Ich habe unter anderem eine Folge gesehen, in der CM einen Hund von seiner Angst vor der Wage beim Tierarzt zu „kurieren“ versuchte, indem er den völlig panischen Hund mit Anlauf auf die Wage zwang und so lange drauf drückte, bis der Hund sich nicht mehr gewehrt hat.
    Da war weder von Respekt noch von Einfühlungsvermögen die kleinste Spur.

    Ich habe in dem Moment nur daran gedacht, wie es andere Hundetrainer (z. B. Rütter) gelöst hätten, aber das dauert den meisten „Fans“ von CM einfach zu lange…

    Das ist nicht nur traurig, sonder auch sehr gefährlich.

    Ich selbst habe eine dominante, leicht scheue Hündin und ich habe sie noch nie geschlagen oder einen Würger, Stachelhalsband o. Ä. einsetzen müssen, weil ich mich intensiv mit ihr beschäftige und Abwechslung biete. Ich unterdrücke sie nicht, sie lässt alles heil und sauber, wir sind drinnen wie draußen ein super Team.
    Von ihrem Vorbesitzer wurde sie öfter angeschrien und eingeschüchtert – seitdem sie bei mir ist, ist sie richtig aufgeblüht. Das zeigt mir, dass es ohne Gewalt noch besser geht und dass dieser Artikel genau in’s schwarze trifft.

    Wir werden doch auch keine netteren Menschen, wenn uns jemand weh tut.

    • MEIN GOTT es handelt sich um hunde jeder hund beisst,kneift stubst und repelt einen anderen an.hunde untereinander sind nicht immer liebevoll.hunde untereinander belohnen sicht nicht mit leckerli.cesar art ist hund gerechter als einige andere sachen.polizeihunde jagdhunde und andere diensthunde werden auch mit körperlicher korrektur erzogen das ist fakt.

      • Bitte lesen Sie in den Kommentaren nach – ich habe das schon so oft beantwortet, dass ich mich nicht zum 1000. Mal wiederholen möchte. Viele Grüße, Katharina

  9. Liebe Frau von der Leyen
    es würde mich sehr interessieren von Ihnen zu hören, woher die Vorwürfe bezüglich CM stammen? Sind das vertrauenswürdige Quellen? Was heisst In den USA im TV abgesetzt? Aus welchen Gründen? wer hat behauptet, dass die einst behandelten Hunde eingeschläfert werden mussten?
    Möchte einfach ein bisschen mehr wissen, bevor ich mich dazu äussere….

    • Katharina

      Liebe Knatti (?? 🙂 ),
      meine „Vorwürfe“ gegenüber Cesar Millan stammen aus den Dingen, die ich nach sehr sorgfältigem Studium seiner Staffeln beobachtet habe. Leider sind mittlerweile alle Videos, in denen Szenen zu sehen waren, wie er Hunde an Leine und Halsband um sich herum schwang bei youtube gelöscht worden; auch alle die, bei denen Leute sich die Mühe machten, aus allen Staffeln seine Tritte in die Seite der Hunde zusammen zu schneiden (obwohl er ja immer behauptet, er „touchiere“ die Hunde nur mit seinem Fuß). In meinen ersten Beiträgen auf diesem Blog über Millan waren sie noch verfügbar.Es gibt aber in meinem anderen Beitrag – „Nein, ich mag Cesar Millan nicht“) das mittlerweile „klassische“ Video, wie er einen futteraggressiven Labrador Holly so massiv bedrängt und alle ihre Beschwichtigungssignale wie Wegsehen, sich kleiner machen, die Schnuaze lecken, rückwärts gehen ignoriert und sie immer weiter anstarrt und bedroht, bis der Hund anders kann, als zuzubeißen. National Geographic hat den „Dog Whisperer“ abgesetzt, weil die Kritik einfach übermächtig wurde (eine Sendung, die gut funktioniert, wird ja nicht einfach so abgesetzt). Ich weiß das, weil ich sehr viel in USA bin und darüber immer wieder berichtet wird – hier: http://www.huffingtonpost.com/anna-jane-grossman/the-dog-whisperer-technique_b_1406337.html, sogar in „Psychology Today“: http://www.psychologytoday.com/blog/animal-emotions/201204/did-cesar-millan-have-hang-the-husky, weil Cesar Millan einen Husky, Shadow, am Halsband fast erhängte (der sich übrigens, obwohl er um sein Leben kämpfte, weigerte, seine Besitzer oder Millan zu beißen). Shadow wurde von Millan nicht rehabilitiert. Stattdessen kam er zurück zu seiner ursprünglichen Pflegefamilie, die einen völlig gebrochenen Hund zurück bekamen (siehe hier: https://www.facebook.com/K949Training/posts/506200472781990 ). Er musste vollständig rehabiliert werden, denn die Dame, die mit Shadow zusammen bei Cesar Millan Unterricht bekommen hatte und dessen Methoden übernommen hatte, hatte zum Schluß einen Hund, der nur noch um sich biß. Sie wollte ihn einschläfern lassen. Nach langer, positiver Arbeit schläft Shadow nun friedlich jede Nacht neben seinem ursprünglichen Pflege-Herrchen.
      Im folgenden Film sehen Sie Millan, der mit einem PitBull herumläuft, von dem die Besitzer anfangs schon sagen: Wir haben ein Würgehalsband für sie, aber das bringt nichts, ihre Ohren und ihre Zunge werden dann ganz blau“. (Tolle Erziehung). Anschließend läuft Millan mit dem Hund so viel herum, bis der Hund zum Schluß völlig erschöpft liegen bleibt (und wahrscheinlich von massiver Hypoxie wegen dem permanenten Druck auf ihre Luftröhre) – und er verwechselt Erschöpfung mit „Relief“ – Erleichterung. Der Hund hat nichts gelernt: Der Hund kann nur schlicht nicht mehr.
      Viele der Quellen, dass die Hunde eingeschläfert wurden, existieren leider nicht mehr im Netz, denn die Show, die wir heute noch auf „sixx“ zu sehen bekommen, ist ja in Wirklichkeit schon von 2006.

      Aggressive techniques are exciting for TV – but terrible for the animals
      By BEVERLY CUDDY, Editor of Dogs Today
      When the American Navy wanted to train dolphins for military purposes, they quickly picked up on the fact that rewards work a lot better than punishment. It’s all there in the history books of animal training, but it doesn’t make for good TV.
      Cesar Millan is a showman. He presents himself as a modern-day gladiator wrestling with snarling animals he calls his ‘red-zone cases’ – and he usually ends up getting the upper hand by punching and kicking the dogs to prove who’s boss.
      Cesar claims he’s merely ‘touching’ the animals, but most informed dog lovers wouldn’t see it that way – certainly Alan Titchmarsh didn’t let him get away with that excuse on his ITV chat show last week.
      Apart from the tweed skirt, there’s really not much difference between Cesar and Britain’s own Barbara Woodhouse. But Barbara was training dogs 35 years ago, when none of us knew any better.
      The science of dog training has moved on a lot since then, but Cesar hasn’t. Who needs proper scientific techniques when you can make a fortune on the back of celebrity endorsements, his Hollywood smile and wrestling with powerful dogs that sometimes bite him?
      Proper, positive, qualified dog trainers would never do that for the cameras. But it’s much better television to see Cesar zapping a dog with electric shocks or tightening a prong collar so the spikes go into a naughty dog’s neck.
      Cesar said last week that shock collars were an ideal training tool for people with disabilities to use on their dogs. But use a shock collar in Wales and you could get six months in prison or a £20,000 fine. Hopefully, England’s animal welfare laws will catch up soon, too.
      Cesar’s loyal fans claim his detractors are jealous of his fame and fortune, but it’s much more complicated than that. Even if you accept his claim that he’s merely ‘touching’ the animals, it’s a real problem that Cesar’s techniques are already being aped by scores of copycats whose only qualification is usually watching his show.
      And just as his imitators probably won’t have his gorgeous Hollywood smile, they might also not have the benefit of his ‘calm assertiveness’ or, crucially, the TV editing skills that ensure the required happy ending. The result could be serious cruelty to dogs – and a trip to A&E for the unsuspecting owner.

      Read more: http://www.dailymail.co.uk/news/article-2224252/Yes-I-dogs-electric-shocks-use-spike-chokers–Im-NOT-cruel-says-Hollywoods-favourite-pet-guru-Cesar-Millan.html#ixzz36EynTgug
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      Aggressive techniques are exciting for TV – but terrible for the animals
      By BEVERLY CUDDY, Editor of Dogs Today
      When the American Navy wanted to train dolphins for military purposes, they quickly picked up on the fact that rewards work a lot better than punishment. It’s all there in the history books of animal training, but it doesn’t make for good TV.
      Cesar Millan is a showman. He presents himself as a modern-day gladiator wrestling with snarling animals he calls his ‘red-zone cases’ – and he usually ends up getting the upper hand by punching and kicking the dogs to prove who’s boss.
      Cesar claims he’s merely ‘touching’ the animals, but most informed dog lovers wouldn’t see it that way – certainly Alan Titchmarsh didn’t let him get away with that excuse on his ITV chat show last week.
      Apart from the tweed skirt, there’s really not much difference between Cesar and Britain’s own Barbara Woodhouse. But Barbara was training dogs 35 years ago, when none of us knew any better.
      The science of dog training has moved on a lot since then, but Cesar hasn’t. Who needs proper scientific techniques when you can make a fortune on the back of celebrity endorsements, his Hollywood smile and wrestling with powerful dogs that sometimes bite him?
      Proper, positive, qualified dog trainers would never do that for the cameras. But it’s much better television to see Cesar zapping a dog with electric shocks or tightening a prong collar so the spikes go into a naughty dog’s neck.
      Cesar said last week that shock collars were an ideal training tool for people with disabilities to use on their dogs. But use a shock collar in Wales and you could get six months in prison or a £20,000 fine. Hopefully, England’s animal welfare laws will catch up soon, too.
      Cesar’s loyal fans claim his detractors are jealous of his fame and fortune, but it’s much more complicated than that. Even if you accept his claim that he’s merely ‘touching’ the animals, it’s a real problem that Cesar’s techniques are already being aped by scores of copycats whose only qualification is usually watching his show.
      And just as his imitators probably won’t have his gorgeous Hollywood smile, they might also not have the benefit of his ‘calm assertiveness’ or, crucially, the TV editing skills that ensure the required happy ending. The result could be serious cruelty to dogs – and a trip to A&E for the unsuspecting owner.

      Hier sehen Sie ein weiteres Video, in dem ein Hund, der nicht erzogen ist, nicht im Haus gelebt hat bisher, ein Hund, der eindeutig Todesangst hat, von Millan `rangenommen wird – er sagt es selbst: „Taming of a wild animal… It’s a bit like a rattle-snake.“ Wie bitte? Würden Sie mit einem „wilden Tier“ so umgehen? Was genau soll das bringen? http://www.youtube.com/watch?v=b7GrktO29E0
      Oder der arme Viszla Ruby: https://www.youtube.com/watch?v=lilctYKtr9k – was Millan mit diesem Angsthund macht, zerreißt einem einfach das Herz. Er würgt sie, er verwendet schmerzhafte „Lösungsmethoden“, die so aussehen, als würden sie funktionieren: Der Hund hat nur noch mehr Angst anschließend. Millan arbeitet schon wieder mit der idiotischen „Dominanz“- Nummer, weil er keine Ahnung hat. Ich verliere mich hier, verzeihen Sie. Der Hund hat Angst, weiter nichts, er braucht eine völlig andere Art der Erziehung. Eine fremde Person, eine große Kamera kommt auf ihn zu – und er bekommt einen Leinenruck? Der Hund sitzt mit schreckgeweiteteen Augen da und versucht, sich nicht zu bewegen. Das soll ein Erfolg sein? (Sehen Sie sich die Folge mal ohne Ton an, ohne das Geschwätz von Millan, damit Sie sich besser auf die Körpersprache des Hundes konzentrieren können!).
      Ich muss die Links heraussuchen, in denen dokumentiert wurde, welche Hunde eingeschläfert wurden. Das Problem ist, dass ich dann wieder auf diese Filme stoße, und mir wird übel.

      Herzlich, Katharina v.d. Leyen

      • Nur mal so am Rande. Die Sendung der hundeflüsterer wurde in den USA NICHT abgesetzt. Cesar hatte persönliche Probleme weshalb diese nicht weiter ging. Er wollte sich nachdem er sich wieder gefangen hat anderweitig um Hunde kümmern! Sprich Cesar Milan auf den Hund gekommen, wo er die passenden Familien für die Hunde raus suchte mit den Menschen gemeinsam die für sie zuständig waren zB Tierheim etc. Und jetzt die Folgen Notruf Hund. Aber ist ja egal Hauptsache behaupten wurden abgesetzt. Zeigt von enormer Stärke… Hauptsache auf ihn rumhacken….

        • Von Milan würde ich keinen Hund nehmen wollen wen der ihn vorher mit seinen Methoden erzogen hat. Vor diesen Hunden hätte ich Angst.

          Keiner meiner Hunde wurde je gewürgt, getreten oder auf den Rücken geworfen und trotzdem tun sie was ich will. Mein jetziger ist sogar bereit seine Angst vor glatten Fußböden oder fremden Treppen zu überwinden wenn ich mit ihm dahin möchte. Und das völlig ohne das ich ihn schubse, ziehe, zerre oder Leinen rucke. Würde ich ihn zwingen, dann müßte ich ihn wohl liegend hinter mir her ziehen.
          Und er braucht nicht mal 5 Sekunden um mir zu folgen. Gerade Heute hat er mir wieder bewiesen das er mir vertraut. Fremdes Geschäft, fremde Treppe und er ging ohne Zögern mit mir hoch. Ich kann gar nicht in Worte fassen wie gut sich das anfühlt das der Hund mir Vertraut und mir zu liebe seine Angst überwindet.

          Vor ein paar Monaten war das noch völlig undenkbar. Er ist auf einer Treppe gestürzt und hat sich sehr weh getan. Daraufhin war er nicht mehr bereit eine ihm unbekannte Treppe rauf zu gehen und die auf der er stürzte auch nicht. Ich habe ihn wochenlang die Treppen rauf getragen(25Kg)teilweise mehrfach am Tag. Ich bin mit ihm zu bekannten und unbekannten Treppen gegangen, ich habe mit ihm an oder auf der Treppe gesessen usw. Und jetzt nimmt er fremde Treppen und auch die auf der er stürzte wieder schwungvoll in angriff.
          Sicher hat das länger gedauert als den Hund die Treppe rauf zu rucken. Aber er geht aufrecht und mit Freude und nicht geduckt und ängstlich.
          Nein, ich mag Cesar Milan auch nicht. Und es entsetzt mich immer wieder das Menschen so an ihren Hunden handeln.
          Schon bei meinem ersten Hund, eine wunderschöne Dt. Schäferhündin, war ich entsetzt wie es auf so genannten Hundeplätzen zu ging. Damals gab es noch keine Hundeschulen wie Heute oder Hundetrainer. Und mit dem ersten Hund hatte ich noch keinen Schimmer davon wie Lernen funktioniert. Aber mir war da schon klar, so geht es nicht. Stachelhalsband, rum rucken und den Hund ins Platz brüllen.
          Ich bin noch Heute darüber verwundert das die Hunde tatsächlich am Ende taten was verlangt wurde. Aber Freude an der Arbeit sieht anders aus.
          Und genau das ist es doch wir wollen Freude an und mit dem Hund haben. Ich habe lieber einen Hund der mit Freude tut was ich möchte als einen der es nur tut weil er Angst vor körperlicher Strafe hat.
          Hunde sind keine wilden Bestien die, die Weltherrschaft anstreben. Wir müßen mit dem Hund nicht konkurrieren. Der möchte vielleicht unser Steak aber nicht unser Leben.

      • Da interessiert mich doch sehr, woher Sie ihr Wissen über cesar’s abgesetzte Sendung haben und über die später getöteten Hunde? Wie kommen Sie zu dieser Aussage? Und warum kann hier der Mensch mal wieder nicht ,leben und leben lassen? „Kopfschüttel“
        Ich kenne die von Ihnen beschriebenen Videos auch auf Deutsch und in voller Länge. Das Sie diese Videos zu Ihrer Verteidigung für die Hetze gegen Cesar benutzen beweist nun endgültig dass sie gar nichts verstanden haben.
        cesar gibt es im übrigen auch nach 2006 im Fernsehen.

        • Katharina

          „Leben und Leben lassen“ geht schlecht, wenn jemand in aller Öffentlichkeit Hunde tritt, würgt, am Halsband hochzieht, mit Teletak und Stachelhalsbändern arbeitet, etc. Die Artikel und Statements der Leute / Trainer und Verhaltensbiologen, die Hunde von Millan aufgenommen haben, an denen er gescheitert ist (z.B. der Husky, der sich trotz permanentem Meideverhalten und ständigen Beschwichtigungssignalen mit Maulkorb und kurzer Leine zwischen lauter fremde Hunde auf den Boden legen und von den fremden Hunden beschnüffeln lassen musste, immer wieder in meinen Kommentaren genannt und verlinkt, und würde Sie bitten, sie sich aus vorherigen Kommentaren von mir herauszusuchen, damit ich mich nicht dauernd wiederholen muss. Einer wäre hier: https://www.psychologytoday.com/blog/animal-emotions/201310/shadow-and-cesar-millan-update-the-strung-husky, oder hier: https://www.facebook.com/K949Training/posts/506200472781990, oder hier: http://www.thecrossovertrainer.com/one-persons-experience-with-the-dog-whisperer/.

          Und noch einmal: Ich „hetze“ nicht. Ich kommentiere auf meinem eigenen Blog die äußerst fragwürdigen Methoden eines so genannten Trainers, der keinerlei Referenzen hat außer seinem Großvater, bei dem er vo 50 Jahren ein bisschen hugucken durfte, wie der mit Hunden umgegangen ist – und belege diese Fragwürdigkeit auch noch in Kommentaren von Wissenschaftlern und Verhaltensbiologen. Das ist in etwa so, als würde jemand, der nur, weil er viele Geschwister hat, Biologieunterricht geben. Zum Hundetraining gehört Weiter- und Fortbildung, denn die Erkenntnisse über Lernverhalten, Gehirnkapazitäten von Hunden und anderen Säugetieren etc. werden immer weiter erforscht. Millan bildet sich nicht weiter, er weiß nicht einmal, was die „Beschwichtigungssignale“ von hunden sind – er hat sich selbst in einer seiner Shows darüber lustig gemacht als „auch so eine neue Methode“. Dabei ist es alles andere als das, sondern eine wissenschaftlich begründete und sehr wichtige Form der Kommunikation von Hundeartigen.
          Ich habe nicht behauptet, dass Cesar Millan insgesamt abgesetzt wurde, sondern die ersten beiden Sendungen, in denen er Hunde in fremden Haushalten besuchen und trainiern durfte. Zu dem Zeitpunkt, als ich den Artikel geschrieben habe, durfte er nur noch eine seltsame Tierschutz-Show machen. Aber weil Cesar Millan mit seiner unglaublichen Marketing-Maschinerie eine Goldgrube für National Geographic ist, darf er jetztdoch wieder eine Trainings-Sendung machen.
          Der Mann lebt mit seiner Hundeerziehung von der Öffentlichkeit, also muss er damit leben, dass er kritisiert wird – und das ist es, was ich (und tausende anderer, sehr gebildeter Leute, Biologen, Trainer, Verhaltenswissenschaftler, die ihr Leben dem Studium von Hunden gewidmet haben) tue. „Hetze“ dagegen wäre Verleumdung (was ich nicht tue, ich zitiere ihn selbst und verwende seine eigenen Videos als Beweisführung), ich bin auch nicht unsachlich, denn ich kann ja alle meine Kritikpunkte begründen, ich bin weder gehässig, noch wiegele ich irgendjemanden auf. Alles das würde aber zu „Hetze“ gehören.Ich erkläre, warum Millans Methoden hoffnungslos veraltet sind. Und das weiß ich, weil ich seit über 45 Jahren mit Hunden verschiedenster Rassen zu tun habe und sie trainiere, erziehe und führe, unzählige Seminare und Praktika bei bedeutenden Forschern wie Erik Ziemen und Konrad Lorenz gemacht habe,mit hervorragenden Leuten wie Karen Pryor und Dorit Feddersen-Petersen, Pat Miller, Fichtlmeier u.v.a. über Hunde und deren Möglichkeiten diskutiert habe und unendlich viel beobachten konnte. Nur so kann man einen guten Überblick bekommen. Ich erwarte von jedem Lehrer, jedem Arzt, jedem, der Wissen weiter gibt, dass er sich fortbildet. Das erwarte ich erst Recht von einem Trainer, der eine so große Vorbildsfunktion hat wie ein Cesar Millan. Der übrigens, als er in Hamburg die Prüfung zum §11 ablegen musste, selbst zugab, dass er keine Zeit habe, Fortbildungen zu machen, Vorträge von Verhaltensforschern zu besuchen oder auch nur deren Bücher zu lesen. Tja.

  10. Hallo,
    ich habe mir ohne Vorbehalte mehrere CM Videos angeschaut, hauptsächlich aus Neugierde und natürlich auch um vielleicht doch noch etwas dazuzulernen. Und ich muss wirklich sagen, ich war entsetzt. Die Brutalität die dieser Mann an den Tag legt und dabei in die Kamera grinst ist erschreckend. Tritte, Bedrängungen, Würger usw., seien sie auch noch so „sanft“, sollen positiv bestärken und einem Hund die Angst oder gar Aggression nehmen? Schlimm, dass so einer noch eine Lobby hat. Ich habe ebenfalls Erfahrung mit einer Angsthündin (10 Jahre), welche aus katastrophaler Haltung, ohne äußere Eindrücke, kam. Laute Worte,Bedrängung o.ä. haben bei ihr Panik verursacht welche dann in Flucht nach hinten oder Flucht nach vorn, mit Einsatz der Zähne, geendet haben. In den 2,5 Jahren die wir noch zusammen hatten, habe wahrscheinlich mehr ich von ihr gelernt, dass man nur mit Ruhe, Sanftheit, leisen Worten und vor allem endloser Geduld am Weitesten kommt. Wenn man dann solch einen Hund gelöst über die Wiese hüpfen sieht, geht einem das Herz auf.
    Ich würde mir wünschen, dass Leute die CM befürworten und nach ihm am Hund arbeiten, wach werden und seine Maßnahmen hinterfragen. Im Idealfall mit Beispiel an sich selbst. Möchte man selbst bedrängt werden, getreten werden…? Und ja, natürlich ist es was anderes, wir sind Menschen, dies sind ja NUR Hunde. Wir können STOP sagen, und sie…?
    Nachdenkliche Grüße – wegen einem Thema ohne Boden

    Nayla

  11. Also ich muss sagen ich finde Cesar großartig! Ich sage auch warum. Diese ganzen Rütter Methoden haben bei meinem Hsh in kleinster weise funktioniert, und ich habe vorher andere Rassen gehabt die über Futter und Spiel zu motivieren waren. Klappt beim Hsh nicht. Als mein Rüde in die Pubertät kam und zunehmend aggressives verhalten fremdem gegenüber gezeigt hatte, fing ich an nach cesar zu arbeiten. Und es klappt wunderbar ohne das mein Hund einen an der Schüssel hat oder gar angst hat vor mir. Er ist und bleibt für mich der beste Trainer. So wird es auch meine Tochter lernen.

    • Sie haben einen Herdenschutzhund und wundern sich das er aggressiv gegen Fremde ist? Entschuldigung, aber gegen welches Scheunentor sind sie gelaufen?
      Wozu sind Herdenschutzhunde da? Was ist ihre ursprüngliche Aufgabe?

  12. Herzlichen Dank für die Mühe, die Sie sich machen die Vorwürfe gegen CM zu dokumentieren. Für mich wäre es eben wirklich das absolute Argument gegen ebendiesen, wenn nachgewiesen werden könnte, dass seine Trainingsmethoden nicht erfolgreich waren sondern ganz im Gegenteil zum Tod führten!
    Ein Argument, dass ich auch sehr bedenkenswert finde ist, dass CM unentwegt eine persönliche Veränderung der Hundebesitzer einfordert, dies aber sicher nicht in Null Komma Nix zu bewerkstelligen ist…(Alle Psychotherapeuten wären sonst arbeitslos). Ich befürchte, dass er mit seiner Persönlichkeit tatsächlich ein sehr guter Hundeführer ist, wenn er dann aber verschwindet, stehen die Besitzer ohne „Methode“ da und sind nicht binnen Stunden zu anderen Persönlichkeiten gereift…

    • P.S der Dog whisperer alias Cesar 911 läuft im amerikanischen Fernsehen (nationalgeographic.com). Wieso dann „abgesetzt“?

      • Katharina

        Nein, die ursprüngliche Sendung „The Dog Whisperer“ wurde nach neun Staffeln abgesetzt. Auf National Geographic werden noch immer Wiederholungen gezeigt. Millan hat jetzt eine neue Sendung, in der sich mehrere Familien quiz-ähnlich um einen bestimmten Tierschutzhund aus Spanien bemühen müssen (was nicht verständlich ist, nachdem es allein in Los Angeles über 400 000 Hunde in den dortigen Tierheimen zu vermitteln gibt), und wenn sie „gewonnen“ haben, zeigt Millan ihnen, wie es mit diesem Hund geht.
        (Tatsächlich: Die gezeigten Videos, in denen er Hunde doch wirklich offensichtlich mißhandelt, reichen Ihnen nicht als Argument gegen seine Methoden?)
        Aber was Sie sagen, ist genau der Punkt: Millan zeigt den Besitzern nicht, wie man eine Beziehung zum Hund aufbaut. Er redet immer nur von „Dominanz“, „Kontrolle“, „Unterwerfung“ – als ginge es Hunden darum, die Weltherrschaft zu übernehmen. Diese Leute sind nicht in der Lage, mit ihrem Hund überhaupt zu kommunizieren – und das muss man ihnen als allererstes zeigen.

        • Gabriela Perger

          Es gibt auch in Deutschland sehr, sehr viele Hunde die in Tierheimen auf ein schönes Zuhause warten. Trotzdem werden Hunde von der Straße und aus Tötungsstationen aus Spanien, Griechenland, Ungarn usw. geholt und versucht in Dtschl zu vermitteln. Warum also sollte sich jemand aus den USA nicht um Hunde aus Spanien kümmern?

  13. Melanie Ruoss

    Super „Beweisführung“, Frau von der Leyen, sachlich und professionell und sehr fundiert.
    Wer sich diesen Argumenten immer noch entzieht, lebt in einer anderen Welt als der unseren.

    Wir machen’s nun mal anders als CM und wir haben nachweisbaren Erfolg. Das allein spricht für sich. Und damit können wir und unsere Hunde ja sehr gut leben, nicht wahr.

  14. Da wird dann wieder einer extrem schlecht geredet, obwohl der gute Mann zu 80% mindestens DIE HALTER erzieht. Ich weiß ja nicht was ihr euch da immer anguckt. Klar gab es mal wenige Fälle wo der Hund echt total verstört war. Aber in der Regel erzieht er die Halter und peinigt nicht den Hund.

    • Ich drohe hier ins Stahlgewitter der CM- Feinde zu geraten. Mir ist eigentlich an einer sachlichen Diskussion gelegen.

      Wenn ich die Tötungen als absolutes Argument gegen CM bezeichne, heisst das nicht das ich seine brutalen Praktiken gutheisse.

      Offensichtlich kann CM in den USA medial wirken. Da ist es doch vollkommen wurscht, wie die Sendung heisst. Seine Vorstellung von Hundeerziehung ist in den US-Medien präsent und offensichtlich sind die Anfeindungen gegen ihn nicht soooo erfolgreich.

    • Frau Rachel

      Es wird nichts schlecht geredet, es werden Fakten diskutiert.
      Wir haben die gleichen Sendungen gesehen, wie alle anderen auch, aber anscheinend mit einem anderen Blickwinkel.
      Er erzieht die Halter zu Dominanz, aber nicht zu einem gesunden Miteinander. Dadurch werden die Probleme, die meist durch unbewusstes Verhalten des Halters geschaffen werden, nicht gelöst.

  15. Das einzige gute an CM ist, das er ein souveräner Typ ist und EIGENTLICH auch weiß wie er mit Hunden umzugehen hat. Er sagt auch immer wieder, das die Leute ruhig bleiben sollen. Das ist positiv an ihm. Mir ist auch klar, dass das was sie da im TV zeigen (wo und in welchem Land auch immer) nicht das komplette Training ist. Ist bei Rütter & Co ja schließlich auch nicht so. Man kann keinen Mensch und kein Tier innerhalb von ner Std komplett ändern.
    Und meiner Meinung nach müßen die Menschen erstmal einsehen welche Fehler sie überhaupt gemacht haben um zu verstehen warum ein Hund so wird, wie er jetzt eben ist. Das zeigt CM auch an, was ich auch gut finde.
    Ich bin kein Profi, bin auch nur ein popeliger Hundebesitzer der auch immer wieder noch dazu lernt.
    Aber für mich persönlich käme keine der CM-Methoden ins Haus. Jetzt habe ich zum Glück auch keine aggresiven Hunde. Und das solche so schnell wie möglich „geheilt“ werden sollen verstehe ich auch. Aber die Hunde sind eben auch nicht von heute auf morgen agressiv geworden. Es dauert mindestens genauso lange, wenn nicht sogar noch länger um genau das aus den Hunden wieder raus zu bekommen. Wenn die Leute auch nicht auf die Körpersprache der Hunde reagieren, dann muß ich sagen sind sie selber schuld, das sie sich nen Angstbeisser, oder Leinenagressiven Hund heran züchten. In der Regel kann man sich eben NICHT an einer TV-Sendung orientieren. Es sind Ausschnitte, es wird Wochen und Monate mit den Hunden trainiert. Viele Leute meinen, das man den Hund ein paar mal in die Seite knuffen muß, sie auf den Rücken werfen muß, „sssccchhhhhhhht“ machen muß und schwupps funktioniert der Hund. NICHT !!!
    Gibt es eigentlich ne Folge wo CM mal nicht nen Hund würgt, oder knufft, unterwirft usw ??
    Sondern mit ihm rassespezifische Dinge trainiert ?? Die Leute holen sich oft Hunde ins Haus die eben auch unterschiedlichst beschäftigt werden wollen und müssen. Zeigt er sowas auch ??
    Ich hab nicht viele Folgen gesehen, aber die die ich sah, da gab es sowas nicht.
    Also jeder hat seine eigenen Methoden, ich denke die Mischung macht´s. Ein bisschen Milan, ne Portion vom Rütter, und nen großen Schuss Bloch … und immer auf jeden Hund zugeschnitten versteht sich !! Und das von Anfang an. Falls es doch Probleme gibt, holt man sich rechtzeitig Hilfe und nicht erst dann, wenn sich schlechte Eigenschaften schon richtig gefestigt haben. So sehe ich das zumindest.

    • Ja, es gibt jede Menge Folgen wo er auf die Rasse eingeht. Es gibt eine wundervolle Folge mit einer Angsthündin, viel Leckerchenarbeit, ganz sanftes herantreten. Hütehunde, denen er eine Aufgabe gibt…. und viele mehr. Doch hier werden nur die 2/3 Videos dargestellt, in denen es Hunde mit übergroße Aggressionspotenzial gab. Diese hat er natürlich anders angefasst. Wer besser kann – Glückwunsch – (habe bisher keinen kennengelernt). Viele Sendungen mit Angsthunden, grad auch wenn Kinder involviert sind zeigen einen sehr einfühlsamen und einfallsreichen Cesar.
      Vielleicht sollten sich die Kritiker mal öffnen und sich die anderen Videos anschauen. Das wäre mal ‚Arsch in der Hose haben‘ und über den eigenen Tellerrand blicken.

  16. Gerhard Andreas Schedler

    Vorweg: Ich bin ein Tierfreund, aber kein Hundebesitzer. Ich bin vollkommen zufällig auf diesen Artikel gestoßen. Die Gebiete Lernen und Verhalten gehören ua. zu meinen Forschungsschwerpunkten.

    Leider vermischen Sie in Ihrem Artikel Äpfel mit Birnen.

    Aus einer rein ethischen Perspektive bin ich natürlich Ihrer Meinung. Bestrafung ist keine notwendige Determinante für einen Lernerfolg. Lernerfolge können auch mit positiven Verstärkern erreicht werden. Daher sollte man meiner Meinung nach auf die Verwendung aversiver Reize verzichten. Wohlgemerkt: aus einer rein ethischen und humanen Perspektive!

    Dass jedoch der gezielte Einsatz aversiver Stimuli zu sehr guten Lernerfolgen führt, steht spätestens seit den Arbeiten von Azrin & Holz (1966) außer Frage und wird seither in der Psychologie eigentlich nicht mehr angezweifelt. Es verwundert daher, dass der Mythos, dass Bestrafungen nur zu einer Unterdrückung des bestraften Verhaltens führen, immer noch kursiert!? Die eben angeführten Autoren konnten in Ihren Studien empirisch nachweisen, dass die Wirkungsweise von Strafstimuli von mindestens vier Parametern abhängt: Härte, Auftretungswahrscheinlichkeit, Unmittelbarkeit und Motivation. Werden diese Faktoren optimal aufeinander abgestimmt, so stellt sich ein gewünschtes Verhalten mittels aversiver Reize sogar wesentlich schneller ein, als unter Verwendung positiver Reize (dazu auch schon Skinner).

    Die Frage, ob es sich bei der Bestrafung um ein in der heutigen Welt „angemessenes Erziehungsmittel“ handelt, ist eine gänzlich andere! Das wäre eine durchaus interessante Diskussion, denn immerhin bestehen die Erziehungsmethoden in heutigen Schulen noch zu 70% aus aversiven Methoden (Zahlen aus „Lernen und Gedächtnis“ von Franz J. Schärmer in der 5. Auflage; Seite 89).

    • Graupelz23

      Endlich mal jemand, der argumentiert ohne allen seine Meinung aufzwingen zu wollen! Sehr schön und auch hierfür ein danke. Wie ich bereits ähnlich schrieb, „menschliche Gefühle in die Hunde hinein interpretieren zu wollen“. Hunde sind aber nun mal weder ethisch noch human. Was ist daran eigentlich so schwer zu kapieren? Und ich denke nicht, dass auch ein Bloch das vermitteln möchte. Das schlimmste, was die cm-Gegner hier versuchen, ist auf den Sekunden von Bildern rumzuhacken die einzeln betrachtet zugegeben „hart“ Wirken mögen. Aber was vorher und nachher passiert, davon schreibt niemand. Das wäre das selbe, wenn ich aus jedem Disney-Film nur die Szenen heraus schneide, in denen die „bösen dinge“ geschehen und dann behaupte, der Film ist zu brutal für Kinder.
      Ein weiterer Punkt ist, dass hier viel zu oft verschiedene „Probleme“ miteinander verglichen oder in einen Topf geschmissen werden. Ich kann die trainingsmethode eines ängstlichen Windspiels nicht mit der eines „ballverrückten“ und sich beissend seinen Ball holenden Bullterriers vergleichen. Langsam reicht es wirklich hier.
      Hunde „denken“ niemals so komplex, wie ein Mensch. Des weiteren gibt es für sie menschlich ausgedrückt nur die Frage: „ist das gut oder schlecht für mich?“ Dies wird ganz instinktiv entschieden. Ich gebe vollkommen recht, dass sich somit viele Hunde immer für das leckerli entscheiden werden, anstatt den anderen Hund anzubellen, womit die positive bestärkungstheorie der cm-Gegner augenscheinlich bewiesen wäre. Leider scheint niemand zu verstehen, dass diese Rütter-Methoden schlichtweg unnatürlich sind und nicht mehr bzw nicht auf Dauer funktionieren, wenn das leckerli wegfällt. Keine Wolfs- oder hundemutter wird ihren Welpen füttern um ihn von einem Fehler abzubringen um ihm dann zu zeigen wie es richtig gemacht wird. Übrigens arbeitet auch ein cm mit positiver Bestärkung und dem „zeigen des richtigen“. Das sieht man aber erst, wenn man die Szene weiter laufen lässt. Oder sie sich überhaupt komplett ansieht. Kann nur nochmal wiederholen, ich möchte einen Gegner hier sehen, der freiwillig den Maulkorb eines aggressiven Hundes abnimmt um dann auf seine Blümchen-Art dem Wild um sich beißenden Hund zu zeigen wie er es richtig macht. Cm macht das übrigens, damit der Hund atmen kann! (Der böse)
      Und nochmals wiederhole ich, ich kann Aggression nicht mit Scheu oder Angst vergleichen. Obwohl aus Angst ganz schnell Aggression werden kann. Was wiederum vollkommen natürliches hundeverhalten ist! Dies entsteht aber nur in extremer Weise insofern der Hund falsch oder gar nicht sozialisiert ist (bereits in frühestem welpenalter, bereits Verkauf nach den gesetzlichen acht Wochen) oder er durch sein hündisches normales aggressives Verhalten immer wieder „Erfolge feiert“. Laufende leckerli-Ständer, die ihre Seele für ein Stück Wurst verkaufen, konditionieren ihre Hunde zu einer „Maschine“, die funktioniert, sonst nichts. Vielleicht sollten sich einige Herrschaften mal mit aktiver und passiver Demut und dem aggressionsverhalten von Hunden beschäftigen. Dazu sollten sie dann beobachten, was ein top sozialisierter Hund tut, der seit Minuten penetrant von einem aktiv demütigen (jaaaa, der auch alle möglichen demutszeichen runterspult) Hund „genervt“ wird. Der setzt sich bestimmt nicht hin und zeigt ihm wie er es bitteschön richtig zu machen hat. Nein, er fängt an zu knurren, zu schnappen und wenn das noch nicht hilft ihn wenn nötig auf den Rücken zu legen, wo wir dann plötzlich bei passiver Demut wären. Ja, das ist hundeverhalten. Aber leider ist das Thema viel zu groß um noch weiter auszuschweifen. Vielleicht sollte ich auch ein halbes Buch schreiben. Leider bringt das nur nichts, wenn es dann nur halb gelesen wird, so wie das wohl hier einige mit den Bloch-Büchern machen, die ich selbst besitze übrigens und trotzdem die meisten vorwürfe gegen cm nicht nachvollziehen kann. Und nun gut. Bis zum nächsten menschlichen Kommentar.

      • Katharina

        Auch Ihr Kommentar ist ja durch und durch menschlich, denn Sie bewerten ja von Anfang an. Ich glaube nicht, dass Sie mir eine emotionale Berichterstattung vorwerfen können, ich bleibe in allen meinen Antworten stets sachlich und führe Beispiele an – die Sie ignorieren. Sie bringen Martin Rütter ins Feld, der hier niemanden interessiert und ein miserabler Trainer ist, der keinerlei eigene Lösungsansätze und Angst vor großen Hunden hat (habe ich persönlich selbst erlebt), seine Weisheit von anderen Trainern abgeschrieben hat und grundsätzlich keine „echten“ Fälle trainiert – alles, was er macht, ist Pipifax und in jedem unkomplizierten Buch nachzulesen.
        Abgesehen davon habe ich mein Windspiel deshalb ins Feld gebracht, weil der von Ihnen gelobte Herr Schlegel mir riet, meinen Hund einzuschläfern, und ich Ihnen ein Beispiel geben wollte, dass er möglicherweise nicht so großartig ist, wie er Ihnen erscheinen mag. Ich würde nicht auf die Idee kommen, einen Angsthund mit einem aggressiven Hund zu vergleichen, soviel Hundeverstand sollten Sie mir schon zutrauen, sonst können wir uns diese Diskussion sparen.
        Ich weiß nicht, ob Sie sich die beiden Videos angesehen haben, die ich hier auf einen anderen Kommentar in meinen Antowrten verlinkt habe. Wenn Sie der Meinung sind, dass man mit diesen beiden angst-aggressiven Hunden so umgehen sollte, wie CM das tut, dann müssen wir die Unterhaltung hier beenden.
        Wenn Hund von einem „aktiv demütigen“ Hund „genervt“ werden (ich nehme an, Sie meinen damit z.B. einen überschwänglichen Retriever, der immer weiter begeistert und gleichzeitig mit Beschwichtigungssignalen agieren andere Hunde begrüßt, anstupst, in die Lefzen stößt), ignorieren sie ihn. Sie sehen weg. Sie drehen sich weg. Wenn er immer weiter macht, wird kurz geknurrt, der wird angerempelt. Aber er wird NIEMALS wegen so etwas auf den Rücken gelegt. Ich lebe mein Leben lang mit Hundegruppen zusammen, von Vorstehunden (durchaus griffige wie Weimaraner und Deutsch Kurz- und auch Drahthaar) über Terrier, Großpudel, verschiedene Mischlinge, jetzt Windhunde (von denen nur einer ängstlich ist): Das habe ich noch nie in meinem Leben gesehen. Auf keinem Seminar, in keinem Park, einfach noch nie. Und nein – die Hundemutter/Wolfsmutter verteilt keine Kekse. Die Kekse sind dafür da, um überhaupt in einer Streßsitutation eine angenehme Ablenkung schaffen zu können, um den Hund davon abbringen zu können, den anderen Hund weiter anzustarren. Wenn Sie die Bloch-Bücher aufmerksam gelesen haben, dann wissen Sie , dass Situationen wie andere Hunde von Weitem anstarren und dann zum Kampf aufrufen in „freier Wildbahn“ überhaupt nicht vorkommen. Auch nicht bei Streunern in Indien oder Spanien. Hunde agieren mit winzigen, für uns häufig kaum lesbaren Gesten (weshalb viele Menschen ja gar nicht rechtzeitig erkennen können, was sich da eigentlich abspielt zwischen den Hunden) – die müssen sich nicht anschreien, grölend bedrohen, die arbeiten auch nicht mit Leinenruck.
        Die Leckerchen, die Sie als Bestechung abtun und für die der Hund „seine Seele verkauft“ (wieder so eine vermenschlichende Analogie), werden auch im positiven Training schnellstmöglich wieder abgebaut. Sie werden nur eingesetzt, um mit dem Hund erst einmal in Kommunikation zu kommen: Ich muss ihm zeigen, dass ich hier etwas habe, das mindestens so interessant ist wie das Wildschwein da vorne, der Hund da drüben – und dass, wenn er sich entspannt und ruhig verhält, dies zu seinem Vorteil ist. Das nennt man Konditionierung. Besteht in fier Wildbahn genauso wie in der menschlichen Hundeerziehung. Hat niemand erfunden, nur jemand entdeckt. Sobald die Konditionierung „steht“, werden die Kekse wieder abgebaut. Es führt erwiesenermaßen deutlich schneller zum Erfolg, weil diese Signale über einen anderen Gehirnbereich geschaltet werden – die Amygdala, die für die emotionale Bewertung, und nicht erst über die Cortex. Können Sie nachlesen in meinem Artikel über Karen Pryor („Klickt es bei Ihnen?“ auf dieser Seite, die B.F. Skier Klickertraining „unters Volk“ gebracht hat und mittlerweile mit dem amerikanischen Militär, Verhaltenswissenschaftler von Universitäten auf der ganzen Welt, Gehirnforschern etc. zusammenarbeitet.
        Druck erzeugt Gegendruck, das ist so.
        Angst verhindert Lernprozesse. Das ist so.
        Hunde, die mit so genannten „aversiven Methoden“ erzogen werden, beißen zu 80% richtig zu. Ich muss die Studien heraussuchen und liefere sie Ihnen später nach (es sind große Universitäten und keine „Rütters“, die diese Studien in Auftrag gegeben haben).

        Ich habe mehrfach erzählt, dass die Trainerin Petra Führmann einen hochgradig bissigen, aggressiven, 18 Monate alten Pit Bull im Tierheim Aschaffenburg trainierte, der so aggressionsgesteuert war, dass er im Tierheim nur noch durchs Gitter gefüttert wurde. Niemand traute sich in seinen Zwinger. Frau Führmann klickerte mit ihm, so dass man mit „Tyson“ nach vier Monaten wieder spazieren gehen konnte. http://blog.hundeschule-abhttp://youtu.be/ew_OInnj_vg
        Siehe auch hier: http://blog.hundeschule-ab.de/?p=1413
        Dieser Hund wurde ausschließlich mit Klickertraining resozialisiert – und immer noch. Frau Dr. Utrecht in Weidenfeld macht genau so weiter, mit großen Erfolgen. Wie man glauben kann, bei einem solchen Hund mit Gegengewalt arbeiten zu können, geht über mein Verständnis hinaus.

        • Graupelz23

          Habe ihre Antwort gerade beim frühstück gelesen. Da meine erneute Antwort wiederum etwas umfangreicher wird, bitte ich um etwas Geduld. Ich werde ihnen dann gern aufzeigen, welchem Irrglauben sie verfallen bzw. was sie verwechseln mit ihrer unendlich scheinenden hundeerfahrung!

          • Katharina

            Es sind seit den 80er Jahren zahlreiche Studien durchgeführt worden, die die negativen Auswirkungen aversiver Erziehung festgestellt haben. Hunde, die mit Strafe trainiert werden, bellen mehr, zeigen mehr Stressanzeichen und haben eine unsichere Körperhaltung (vgl. Schwitzgebel 1982). Hunde, die gebissen haben beziehungsweise aggressives Verhalten gegenüber anderen Hunden zeigten, waren eher durch Schlagen und Schütteln erzogen worden. Ebenfalls zeigte sich, dass deren Besitzer unter anderem eher männlich sind, keine emotionale Bindung zum Hund haben und durch Zwang erziehen (vgl. Roll/Unshelm 1997). Wie Herron (2009) aufzeigte, stehen Konfrontationsmethoden wie Leinenruck, Würge- oder Stachelhalsband in vielen Fällen in Zusammenhang mit aggressiven Reaktionen; Schlagen und Treten führten am häufigsten zu Aggression (vgl. Herron 2009). Hiby et al. (2004) verglichen das Abgeben von Objekten, Fuß gehen, nicht an Sachen kauen und Trennungsangst bei Hunden, die rein mit positiver Bestärkung, rein mit Strafe und solche die mit gemischter Methode oder Strafe erzogen wurden. Für keine der Aufgaben zeigte sich Strafe als effektivste Methode, vielmehr zeigten sich die Hunde, die nur mit Strafe erzogen wurden, als am wenigsten gehorsam.
            Moderne Trainingsmethoden auf Basis positiver Verstärkung zielen darauf ab, das Bestärken von unerwünschtem Verhalten einzustellen anstatt es zu bestrafen, und erwünschtes Alternativverhalten zu bestärken. Jedes Mal, wenn ein Verhalten durch operante Konditionierung trainiert wird, formt das Tier eine Assoziation durch klassische Konditionierung. Kommen im Training mehrfach aversive Reize zum Einsatz (operante Konditionierung), assoziiert das Tier den Trainer und die Situation mit unangenehmen Erfahrungen (klassische Konditionierung) (vgl. Yin, 2010: 53). Moderne Trainingsmethoden zielen darauf ab, dass der Hund durch positive Bestärkung positive Assoziationen mit der Trainingssituation herstellt, während das Auftreten von Stressreaktionen niedrig gehalten wird, um optimale Lernprozesse zu ermöglichen.
            Beobachtet man die Hunde in Cesar Millans Filmen, fällt auf, dass sie grundsätzlich starke Stressmerkmale aufweisen. Das Ausdrucksverhalten der Hunde im Rahmen des Trainings deutet darauf hin, dass die Trainingsmethoden nicht dem aktuellen Stand der Wissenschaft entsprechen. Außerdem verwendet Millan immer wieder Stachelhalsbänder und Teletaks, die in Deutschland und Österreich verboten sind. Er setzt körperliche Interventionen ein, bei denen er Hand und Fuß in der Nierengegend des Hundes einsetzt und die Hand im Schulter- und Nackenbereich. Wenn die Hunde versuchen, ihn mittels Schnauze lecken, den Kopf oder den ganzen Körper abwenden, Verlagerung des Körpergewichts nach hinten, gähnen, Distanz zwischen sich und Trainer zu bringen, etc. zu bschwichtigen, wird dies von Millan grundsätzlich und in sämtlichen Filmen ignoriert. Das Trainieren von Vermeidung durch negative Verstärkung basiert auf Hemmung des unerwünschten Verhaltens durch eine negative Erfahrung des Hundes und kann zur Konditionierung einer Angstkomponente führen (vgl. Feddersen-Petersen 2004, Lindsay 2000).
            „Hunde, die in einem Umfeld leben, in dem es häufig zum Einsatz aversiver Reize kommt, befinden sich oft dauerhaft in einer chronischen Stresssituation.“ (O’Heare, 1998)
            Negativer Stress (so genannter positiver Stress wäer eine „gute“ Aufregung, wie Kinder vor dem Weihnachtsabend, jemand in Erwartung einer wunderbaren Verabredung, etc.) geht mit einer Erhöhung der Cortison-Werte einher, ermöglicht lediglich eine kurzfristige Mobilisierung der körpereigenen Reserven für die Anpassung an die Belastung und bewirkt langfristig sowohl Kontrollverlust als auch Hilflosigkeit. Aktiver Stress verringert die Konzentrationsfähigkeit, die Lernfähigkeit und die Fähigkeit zu differenziertem Verhalten, während er die Bereitschaft zu lebensrettenden Verhaltensmustern erhöhat. D.h. Hunde können „beispielsweise aggressiv reagieren, wenn sie in einer Trainingssituation überfordert werden“ (Gutmann 2006).

            Moderne Trainingsmethoden basieren laut dem aktuellen Stand der Wissenschaft auf positiver Bestärkung in Kombination mit negativer Strafe (etwas Angenehmes wegnehmen) und zielen darauf ab, Stressreaktionen gering zu halten, um optimales Lernen zu ermöglichen (vgl. Theby 2011, 2012; Yin 2010). Dementsprechend kann man die Trainingsmethoden von Cesar Millan durchaus als veraltet bezeichnen.

            Jones und Josephs studierten 2006 Hundehalter und deren Hunde vor Agility- Turnieren. Dabei zeigte sich, dass die Hunde jener Halter, die vor dem Turnier Zeit mit positiver Interaktion wie Spielen und Streicheln verbrachten, einen geringeren Kortisolanstieg nach dem Turnier hatten als jene Hunde, deren Besitzer mehr Zeit mit negativer Interaktion wie körperliche Strafen und Anschreien verbrachten. Auch während des Spiels mit dem Hund führten Kontrollverhalten, Autorität und Aggression des Hundehalters zu einem Kortisolanstieg des Hundes, positive Interaktion während des Spiels bewirkte hingegen einen Kortisolabfall (vgl. Horvath et al. 2008).

            Abggesehen von den häufig tierschutzrelevanten Sequenzen in der Sendung, wird dem Publikum außerdem ein falsches Bild der Erziehungsberatung vermittelt: Die Interventionen sind kurz und sehr erfolgreich. Die Arbeit mehrerer Stunden wird auf vergleichsweise wenige TV-Minuten zusammengeschnitten. Dadurch wird den Rezipienten ein falsches Bild der professionellen Erziehungsberatung vermittelt, wo Interventionen oft nicht nur kurz und erfolgreich verlaufen, sondern sich über Monate oder gar Jahre hinziehen können (vgl. Cordes 2000; Gens 2003). Auch ist in der realen Verhaltensberatung genau wie bei der Erziehungsberatung mit Rückschlägen zu rechnen (vgl. Tschöpe-Scheffler 2005: 186-187).
            Diese werden dagegen nie gezeigt, auch die zahlreichen Fälle von Hunden, die durch Millans Trainingsmethoden keineswegs umerzogen wurden, deren Verhalten anschießend eskalierte und die entweder eingeschläfert oder über eine lange, lange Zeit (im Falle des Husky-Mischlings Shadow über eineinhalb Jahre) mithilfe positiver Verstärkung „resozialisiert“ werden mussten, unter den Tisch gekehrt. Nicht umsonst müssen die Teilnehmer an Cesar Millans Formaten eine so genannte „Halt’s Maul-Erklärung“ unterschreiben, die ihnen verbietet, sich über das zu äußern, was innerhalb des Trainings geschieht.
            Die Einblendung des Satzes, dass man derlei Trainigsmethoden Profis überlassen und nicht zuhause ausprobieren soll, stammt übrigens nicht von Cesar Millan oder dem austrahlenden Sender, sondern wurde vom amerikanischen Tierschutzverein ASPCA eingeklagt.

        • Claudia

          Wunderbarer Artikel, wunderbare Antwort.
          Immer wieder frage ich mich, wie CM als Hundetrainer die Meinungen so spalten kann… Ich sehe das genauso wie Sie und kann mir nur wuenschen, dass seine Sendung endlich weltweit abgesetzt wird!

        • Der Schröder

          Liebe Katharina,
          Sie sprechen mir aus dem Herzen, wenn ich das mal so platt ausdrücken darf.
          Ich bin seit fast 20 Jahren Hundetrainer und habe in dieser Zeit sehr viele Beispiele an „Kollegen“ kennengelernt, die auch heute noch in vollkommen überzogener Manier Methoden praktizieren, die weder unter ethischen, noch unter kynologisch-psychologischen Gesichtspunkten akzeptabel sind.
          Die Behebung der Schäden, die bei den Hunden angerichtet wurden, die unter diesen fragwürdigen Methoden zu leiden haben, erfordert sehr viel Zeit und Einfühlungsvermögen und es ist mir mehr als einmal passiert, dass mir Halter in einem ersten Gespräch gesagt haben, sie würden ihren Hund am liebsten einschläfern…
          Es ist für mich nicht nachvollziehbar, wie solche Methoden, die ein Herr Millan anwendet, immer noch Anhänger finden können.
          Ein Grund dafür ist natürlich die Publicity, die von Fernsehsendern diesbezzüglich gemacht wird, wovon auch andere „Hundeflüsterer“ profitieren, wie der „Kollege“, den Sie genannt haben. Ihre Einschätzung teile ich im Übrigen und kann sie nur bestätigen.
          Auch ich habe schon oft die Erfahrung gemacht, dass ein ängstlicher Hund so blockiert ist, dass er überhaupt nicht in der Lage ist, etwas Neues oder ein Alternativverhalten zu erlernen.
          Vordergründig betrachtet, kann einem es so erscheinen, als wenn die aversiven Methoden Erfolge bringen.
          Dies ist jedoch – wenn überhaupt – nur von kurzer Dauer.
          Gerade wenn man sich die von Ihnen zitierten Filme ansieht, ist es wichtig, den Hund in der Gesamterscheinung seines Ausdrucks zu betrachten, also nicht nur darauf zu achten, ob das Verhalten abgelegt wurde, sondern welche körpersprachlichen Signale der Hund aussendet. Wenn der Vierbeiner – wie in allen zitierten Videos – starke Beschwichtigungssignale und deutliche Zeichen von Angst und Stress zeigt, sollte eigentlich jedem klar sein, dass an dieser Methode irgendetwas nicht stimmen kann. Ich gehöre bestimmt nicht zu denen, die eine Hetzjagd auf Trainer veranstalten, die andere Methoden als ich verwenden.
          Wenn es aber solche Praktiken sind, dann sind diese schlicht und einfach abzulehnen und vor ihrem Einsatz zu warnen.

          • Katharina

            🙂 ! Endlich jemand, der mich versteht….

        • Auch Klickertraining hat viele Gegner. Wollen/müssen wir wirklich jedem einzelnen der nicht der ‚Norm‘ entspricht reglementieren und Gegenbeweis bringen?
          Ich Bitte noch einmal um BEWEISE für die Einschläfern der vielen Hunde aus Cesar’s Training. Behaupten ist nicht Recht haben.

    • Katharina

      Aber Skinner hat festgestellt, das die sogenannte „positive Verstärkung“ zu unendlich schnelleren Lernerfolgen führt wie aversive Lernmethoden. Positive Verstärkung wie z.B. Klickertraining wird ja mittlerweile auch bei autistischen Kindern angewendet, bei denen man mit „aversiven“ Methoden wie Schreien, Verbote, negativer Verstärkung keinen einzigen Schritt weiter kommt, während es aufgrund von positiver Verstärkung möglich wird, mit einem Kind, das Kommunikation bisher abgelehnt hat, in eine Art „Dialog“ zu treten.
      Wenn ein Hund (und um die geht es hier ja) jedes Mal, wenn er einen anderen Hund von Weitem sieht auf zwei Beinen steht und sich furchtbar aufregt von mir einen Tritt in die Seite bekommt, lernt er nicht, dass er sich nicht aufregen muss beim Anblick eines anderen Hundes. Er lernt möglicherweise, dass er – solange ich daneben stehe – lieber seinen Schnabel hält (also sein Verhalten unterdrückt), aber wenn er mit einer anderen Person spazieren geht, wird er NICHT entspannt bleiben beim Anblick eines anderen Hundes, weil er ja nicht gelernt hat, dass von dem anderen fremden Hund keine Gefahr ausgeht (sondern nur, dass er eins auf die Mütze bekommt, wenn ein anderer Hund auftaucht).
      So jedenfalls meine Erfahrung. Wenn ich den Hund stattdessen mithilfe positiver Verstärkung mit einem Keks, einem Spielzeug oder einer anderen positiven Ablenkung „überzeugen“ kann, dass beim Anblick eines anderen Hundes gute Dinge passieren, wird er auf Dauer entspannt sein, wenn er von Weitem einen fremden Hund sieht.

      Wenn ein Kind eine Matheaufgabe nicht versteht bzw. nicht lösen kann, und man es dafür bestraft – anschreit, ihm etwas entzieht, worauf es sich gefreut hat, etc. -, lernt es anschließend nicht besser oder leichter, weil es nämlich gestresst ist. Wenn man ihm die Aufgabe erklärt und ihm eine positive Verstärkung liefert – es darf anschließend Computerspielen -, dann gerät das Gehirn doch in einen anderen Lern-Zustand, das Kind macht kooperiert und lernt dementsprechend schneller.
      Oder sehen Sie das anders?

      • Gabriela Perger

        Ein Kind ist kein Hund und umgedreht. Wie kann jemand den Lernerfolge eines Kindes und die Methoden die dazu führen oder nicht mit der Erziehung eines Hundes vergleichen? CM erzieht auch die Besitzer, damit diese wissen wie in bestimmter Situation reagiert werden muss.

        • tatsächlich weiß man heute, dass der Hund das Bewusstsein eines etwa sechs- bis acht Jahre alten Kindes besitzt – inklusive ich-Bewußtsein. Insofern kann man de Lernpsychologie von Mensch und Hund sehr gut miteinander vergleichen. Die Auswirkungen von Stress, Adrenalinanstiege und Cortisolausschüttungen sind bei Säugetiere dabei ebenfalls vergleichbar.

    • Katharina

      Ich habe mittlerweile noch einmal in vielen Arbeiten zur aversiven Lernmethode nachgelesen und wundere mich nun über Ihren Einwurf bezüglich des „Mythos, dass Strafe nur zu einer Unterdrückung des Verhaltens führt“: Der Begriff Unterdrückung (suppression) wird nämlich durchaus verwendet. Die zitierte Arbeit von Azrin und Holz von 1966 ist ein Kapitel in dem Buch „Operant Behaviour: areas of research and application“ (pp 380-447), und das Wort „Unterdrückung“ (supression) von Verhalten wird hier durchaus verwendet.
      Das Problem mit aversiver Erziehung ist, dass es zwar u.U. Verhalten unterdrücken kann, aber nicht aufbauen. Die ganzen Experimente zu aversiven Reizen fanden in den 60 bis 80e Jahren in „künstlichen Umwelten“ sttatfanden, in denen alle Faktoren kontrolliert wurden. Wir leben mit unseren Hunden aber nicht in der Skinnerbox etc. Dadurch lauern beim Einsatz von Strafe viele Schwierigkeiten durch Verknüpfungen (z.B. Hunde, die einen Strafreiz mit etwas ganz anderem, ungeplanten verknüpfen, wie einem vorbeifahrenden Lastwagen, einem Flugzeug, etc., und jedesmal eine Kortisolausschüttung bekommen, wenn dieser unkontrollierte Reiz wieder auftritt). Ein Lernziel im Hundetraining in der „realen Welt“ mit aversiven Signalen so zu erreichen, dass dabei keine Tierschutzrelevanz eintritt (in einer idealen Welt geht das, keine Frage) ist so anspruchsvoll vom Planen, Aufbau, Ablauf, Timing, Kontrollen etc., dass es im normalen Leben und ausgeführt von „normalen Menschen“ praktisch nicht möglich ist. Das Trainieren von Vermeidung durch negative Bestärkung bedingt, dass die aversive Stimulation stark genug ist, damit der Hund die Präsentation dieses Verhaltens künftig unterdrückt. Der Hund lernt, das Auftreten des aversiven Stimulus zu vermeiden. Da Schmerz nicht als konditionierte Reaktion konditioniert werden kann und in Zusammenhang mit Angst steht, kann nur die Angstkomponente konditioniert werden (vgl. Lindsay 2000: 291).
      Hunde, die mit Strafe trainiert werden, bellen mehr, zeigen mehr Stressanzeichen und haben eine unsichere Körperhaltung (vgl. Schwitzgebel 1982). Hunde, die gebissen haben beziehungsweise aggressives Verhalten gegenüber anderen Hunden zeigten, waren eher durch Schlagen und Schütteln erzogen worden. Ebenfalls zeigte sich, dass deren Besitzer unter anderem eher männlich sind, keine emotionale Bindung zum Hund haben und durch Zwang erziehen (vgl. Roll/Unshelm 1997). Wie Herron (2009) aufzeigte, stehen Konfrontationsmethoden wie Leinenruck, Würge- oder Stachelhalsband in vielen Fällen in Zusammenhang mit aggressiven Reaktionen; Schlagen und Treten führten am häufigsten zu Aggression (vgl. Herron 2009). Hiby et al. (2004) verglichen das Abgeben von Objekten, Fuß gehen, nicht an Sachen kauen und Trennungsangst bei Hunden, die rein mit positiver Bestärkung, rein mit Strafe und solche die mit gemischter Methode oder Strafe erzogen wurden. Für keine der Aufgaben zeigte sich Strafe als effektivste Methode, vielmehr zeigten sich die Hunde, die nur mit Strafe erzogen wurden, als am wenigsten gehorsam.

  17. Zitat Anfang
    Das Problem ist, dass Millan nichts über moderne Trainingsmethoden weiß, die auf Gehirnforschungen basieren.
    Zitat Ende
    Gehirnforschungen? Aha…dabei wird es nicht einmal von den Herrschaften geschafft die Epilepsie vernünftig in den Griff zu bekommen…da machen wir doch weiter Hirnforschungen beim Hund, wie er am besten lernen kann….Danke….

    • Katharina

      Nein, man hat Epilepsie nicht in den Griff bekommen, Migräne und HIV auch nicht – aber man weiß, über welche Kernbereiche des Gehirns (z.B. Amygdala oder Cortex) Geräusche und Reize verarbeitet werden, wie schnell sie weiter geleitet werden, etc.

  18. Als erstes der Artikel ist wirklich sehr gut geschrieben, aber man sieht schon wie die Meinungen hier auseinander gehen. Ich selber hab schon viele Folgen von Cesar Millan gesehen und war bisher eigentlich immer erstaunt darüber wie er das mit den Hunden so macht. Das ein Hund der aggressiv ist auch mal etwas gröber angefasst wird sollte dem Hund ja eigentlich nur zeigen das, dass was er macht dem Menschen weh tut oder nicht? Ich bin jetzt auch nicht dafür das man Tiere schlagen oder treten sollte.

    • Chrissie

      Wenn man den Hund „etwas gröber“ anfasst, kann er keinesfalls Schlüsse daraus ziehen, dass das was er tut, dem Menschen weh tut. Hunde sind nicht in der Lage, so zu denken.

  19. Da erhitzen sich die Gemüter, ich muss sagen, dass ich ab und zu eine Sendung mit Cesar Millan gesehen habe und weder super begeistert noch negativ berührt war. Man sollte vor allem erst einmal bedenken, dass diese ganzen Szenen für einen Fernsehsender, ein breites Publikum und die Quoten zusammengeschnitten wurden. Man sollte wirklich nicht alles für bare Münze nehmen was man im Fernsehen sieht und für sich das herausziehen was man nach- oder nicht machen würde, alles andere kann man vernachlässigen. Ich meine, niemand kennt diesen Trainer wahrscheinlich persönlich und weiß wie diese Sachen zustande kamen. Ich meine, niemand glaubt doch bei anderen Reality Shows (und das ist sie doch auch mehr oder weniger) dass man alles hundertprozentig glauben sollte. Wichtig ist, dass man neue Inspirationen und Impulse für seine eigene Hundeerziehung mitnimmt und bestimmte Aspekte vertiefen kann, egal über welche Quelle, persönlichen Kontakt mit Trainern, Gedankenaustausch mit anderen Hundebesitzern, Internet, andere Sendungen etc. -eine allgemeingültige Theorie oder Weisheit gibt es sicher nicht und die meisten haben eben nicht die Erfahrung mit vielen verschiedenen Hunden sondern in der Regel mit den wenigen die sie selbst oder über Bekannte kennen. Ich denke, dass es wichtig ist, immer kritisch zu bleiben und das Beste für sich und seinen Hund herauszusuchen. Man kann doch auch nicht im Ernst erwarten, dass ein Hund der jahrelang traumatisiert und schlecht behandelt wurde sich innerhalb kürzester Zeit wunschgemäß verhält. Wahrscheinlich gab es noch nie so viele Hundetrainer und -psychologen wie jetzt und da kommt es doch wieder auf die Frage zurück ob es nicht am anderen Ende der Leine liegt, dass das der Fall ist. Manchmal muss der Mensch sich auch darauf einlassen, dass er auch viel von seinem Hund lernen kann und nicht nur umgekehrt. Wohlgemerkt, das bedeutet nicht, dass der Hund machen kann was er will aber wenn man ihn als Partner haben will, muss man ihn auch respektieren so wie man selbst respektiert werden will.

  20. Mittlerweile muss ich echt sagen, dass mich dieses Pseudogequatsche was César tut und was nicht so immens aufregt!! Bitte entschuldigt meine Wortwahl aber war einer derjenigen, die sich hier und in anderen Foren auslassen, mal dort??? Hat sich persönlich mit ihm unterhalten??? Seine Methoden vor Ort angeschaut??? Ich bin sicher nein….!!! Alle kommen immer mit irgendwelchen Halbwissen aus irgendwelchen Videos oder TV Shows daher, das ist ja sowas von Banane!! Wisst ihr eigentlich was dieser Mann tut und als was er sich versteht?? Hier geht es nicht darum sich mit Gewalt Fußtritten oder Stachelhalsbändern Hunde gefügig zu machen, sondern ihnen und vor allem den Besitzern zu helfen!! Dieser Mann hat mehr Hunden das Leben gerettet als ihr euch alle vorstellen könnt! Dort gibt es keine Tierheime wie bei uns, sondern wenn Hunde wegen aggressiven Verhalten unvermittelbar sind, werden sie von den Shelters völlig legal nach 7 Tagen umgebracht!!! Er hilft Leuten bei Erziehungsproblemen, damit es nicht soweit kommt!! Ich bin selber Trainer, habe selbst 12 Hunde ( ohne Stromhalsbänder und Stachelhalsbänder) und sie sind perfekt erzogen und helfen mir bei vielen meiner Fälle!! Ich arbeite streng nach seinem Prinzip und es funktioniert sensationell!! Und wenn ihr weiter über ihn reden wollt, vorher einfach mal hinfahren und sich selbst ein Bild machen, so wie ich!! Ihr würdet am 2ten Tag zum heulen anfangen…Und wer nicht da war, einfach mal ruhig sein!, oder glaubt ihr etwa auch, das Richard Gere Die Nutte Julia Roberts gerettet hat, weil ihr das im Fernsehen gesehen habt??

    • Katharina

      Ich reagiere mit meiner Kritik auf das, was er selbst in die Öffentlichkeit bringt. Er gibt selber zu, mit Stachelhalsbändern und Teletak zu arbeiten, er hat das mehrfach in Interviews erwähnt (wenn auch mit der Einschränkung, er mache das nur, wenn die Besitzer damit schon angefangen hätten. Inwiefern bringt er also den Besitzern bei, mit ihren Hunden zu kommunizieren, anstatt weiterhin mit aversiven Methoden zu arbeiten?). Er arbeitet nachweislich mit Methoden, die hierzulande als tierschutzrelevant gelten – um das abzulehnen, muss man ihn nicht besuchen. Ich muss mich auch nicht mit Herrn Seehofer zum Kaffee treffen, um seine Politik zu kritisieren. Wer sich in die Öffentlichkeit begibt, muss damit rechnen, kritisiert zu werden, und das machen ja nun viele, viele Leute, die Millan durchaus kennen und wissenschaftliche Hintergründe haben. Ich habe meine Kritik sogar mit verhaltensbiologischen Studien belegen können – von „Pseudogequatsche“ kann dementsprechend keine Rede sein. Ich habe auch in meinem Text erklärt, dass er in vielen Dingen ok ist – aber sobald er mit aggressiven Hunden oder Angsthunden arbeiten soll, haben seine Methoden schreckliche Konsequenzen. Wie schon mehrfach erwähnt: Es wurde vielen der Hunde NICHT geholfen durch seine Methoden, wenn Sie sich die beiden Videos ansehen, die ich in den letzten Kommentaren gepostet haben, werden Sie mir sicherlich zustimmen, dass es tierschutzrelevante Methoden sind, die er hier bei Angsthunden anwendet. Es sind viele Hunde, mit denen er gearbeitet hat, durch ihn vollends verstört worden und erst durch lange, lange Rehabilitationsmethoden sozialisiert worden. Seine Art des Alpha-Gehabes, der Alpha-Rolle, des Auf-den-Rücken-Drehens, des Hochziehens, des Leinenrucks, des Bedrohens und Ignorierens von Beschwichtigungssignalen des Hundes, bis der irgendwann zubeißt (Sie kennen sicherlich das Video des futteraggressiven Labradors Holly) – alles veraltet, überholt und erwiesenermaßen gerade in der Erziehung aggressiver Hunde überaus kontraproduktiv. Ich kann mich in meinen Antworten nicht andauernd wiederholen: Wenn Sie ein bißchen herumscrollen, finden Sie eine Antwort von mir, in der ich lauter Studien aufliste, aus denen hervorgeht, dass bissige, aggressive Hunde genau die sind, die mit solchen Methoden „erzogen“ wurden.
      Was Richard Gere damit zu tun haben soll, ist mir übrigens nicht klar. Verwechseln Sie hier nicht Facts und Fiction?

  21. Ich besitze selber Hunde, schaue mir auch öfter Millans Folgen.
    Ich finde das ganze sehr interessant.

    Ist es nicht so das Hunde nicht so denken wie wir???
    Ein Beispiel, eine Hündin die ihren Welpen davor bewahren möchte, die Stufen herunter zu stürtzen…. wendet sie neue Techniken an ??? Nein sie packt ihn an den Nacken und trägt den kleinen in Sicherheit so wie es die NATUR vorherbestimmt hat.
    Ein Rudelführer der sein Rudel korrigiert, wendet keine neuen Methoden an, nein er macht es mit seiner Schnauze um in aus dieser Haltung raus zu bringen. Was tut ein Rudelführer wen sein Rudel nicht gehorcht, dominiert er und zeigt mit seinen Zähnen, so bis hier hin und nicht weiter.

    Was tut Millan? Er versetzt sich in das Denken des HUNDES nicht des Menschens!!! Und das aus reiner Erfahrung.
    Ein Hund denkt nicht wie wir. Wie wollen wir wissen was da im Hirn abgeht???
    Durch Hirnforschung ??? lernen wir man nicht am besten von unseren Besten Freunden.?
    Sie zeigen uns wie es richtig geht!

    Braucht ein Hund nicht ein Rudelführer? Sonst übernimmt er die Führung und das passt uns Menschen dann nicht….dann ist der Hund ungehorsam und aggressiv.
    Nur weil wir nicht das Selbstbewusstsein zum Rudelführer haben….

    Er zeigt wie man sich verhalten soll um ein guter Rudelführer zu sein und nicht um der beste vorzeige Halter der Nachbarschaft zu sein….

  22. n.damonte@tsn.at

    Liebe Katharina,

    danke für die ausführlichen und fundierten Berichte über Hundeerziehung im Allgemeinen und CM im Besonderen. Ich muss gestehen, dass ich selbst lange Zeit ein großer Fan von CM war und einige seiner Bücher gelesen, sowie weiter empfohlen habe. Umso mehr schockiert es mich, dass sich soviele seiner Methoden als brutal und falsch herausgestellt haben. Ich hatte keine Ahnung, obwohl, manchmal war mir schon etwas mulmig bei gewissen Situationen, wenn ein Hund, der bereits ängstlich oder aggressiv war, dann noch in eine Ecke gedrängt oder getreten wurde. Allerdings dachte ich mir, dass es für diese schweren Fälle wohl keinen anderen Ausweg gäbe. Doch nachdem ich nun Deine Beiträge gelesen habe, da gehen mir einige Lichter auf. Es macht mich traurig, dass ich CM auf den Leim gegangen bin, mit dem Gedanken, dass doch etwas gegen die „bösen“ Hunde getan werden muss. Letztendlich weiß doch jedes Kind, dass Gewalt nur Gegengewalt erzeugt und dass Liebe und Geduld die besten Lehrmeister sind.

    Ich selbst habe eine sehr friedliche Ridgeback Hündin, ein wunderbares Tier, welches mich und meinen Mann nun schon seit 11 Jahren durchs Leben begleitet. Ich habe mit meiner Hündin wohl Glück gehabt, denn ich musste mir nie irgendwelche starken Erziehungsmethoden überlegen. Ich habe ganz naiv und offen verschiedene Hundeschulen und Methoden ausprobiert (Ekhard Lind, Klicker, Fährte), meine Hündin hat manchmal mehr, manchmal weniger mitgemacht, im Grunde haben wir ganz einfach soviel Zeit mit ihr verbracht, wie es nur ging. Inzwischen verstehen wir uns ganz ohne Worte und bilden ein harmonisches Rudel. Wir werden immer wieder nach unserer Erziehungsmethode gefragt, was wir denn „gemacht“ hätten, um so einen guten Hund zu „erhalten“. Wenn ich meine Hündin so erblicke, dann sehe ich, was ganz viel Liebe und Wertschätzung aus einem Lebewesen machen können. Das sollten wir uns alle hinter die Ohren schreiben und stets weitergeben!!!

    In diesem Sinne, let love rule,
    Bessy

  23. Julia Schilde

    Hallo zusammen,

    CM spaltet auf jeden Fall die Massen. Ich bin seit 6 Wochen endlich wieder glücklichee Hundemutti. Ich hatte schon eine Goldi Dame, die stolze 13 Jahre alt ist, leider aber beim stiefvater bleiben musste :(, und einen labrador-schäferhund mix in meiner letzten wg. Er war der hund meines mitbewohners und noch ein welpe als ich einzog. Ich, als Tiernarr, war absolut begeistert und da meine Goldi Dame extrem lernwillig und aufmerksam war, glaubte ich es würde nicht schwer werden mit dem Kraftpaket. Tja, falsch gedacht. Er brauchte eine konsequente Hand. Ich habe in seiner Erziehung fehler gemacht, die mir damals nicht bewusst waren. Das sollte mir nicht wieder passieren. Ich bin mit meinem Partner jetzt – jahre später – in in häuschen auf dem Dorf gezogen und mein Wunsch nach einem 4beiner wurde wahr. Meine Kleine ist ein tierschutzhund und zarte 15 Wochen alt.

    Um also nicht wieder fehler zu machen, lese ich täglich über Erziehung, Bindungsaufbau, übungen, spaß und zufriedenstellung meines babys. Natürlich bin ich schnell auf die Sendung ¨der Hundeflüsterer¨ gestoßen. Es mögen ja nicht alle Ansichten von Cesar falsch sein, aber einiges ist ziemlich fragwürdig. Ich traue meinen Ratgebern mehr als seinen Tricks, die in einer ¨verstrichenen Zeit von 7 Minuten¨ helfen sollen. Beispiel: Baby Sheela hatte keine Hundemama, ihr wurf wurde in einer Mülltonne auf Kreta gefunden. Sie wurden mit der Flasche groß gezogen und nach Deutschland gebracht. Sie wuchs in der Pflegestelle mit mehreren großen Hunden auf. Seitdem sie bei uns ist, lernt sie natürlich auch das Gassigehen und andere Hunde kennen. Hunde, die zu uns in den garten kommen von freunden, mag sie total leiden. Andere große Hunde, die wir auf der straße treffen sind ihr total unheimlich. Sie hat angst, sucht schutz, bellt (sofern man es als bellen bezeichnen kann) und verklemmt die rute.
    Was hab ich bei Cm gesehen? Für den Kontaktaufbau soll man dem anderen Hund das Hinterteil des eigenen Hundes hinhalten.Vorher hab ich das noch einmal von einer Hundetrainerin absegnen lassen (die wohl auch CM fan ist). Sheela wurde dadurch nur noch ängstlicher. Ich habe es nur 2mal getestet. Mehr will ich ihr nicht zumuten, sie darf mein vertrauen nicht verlieren. Besser ist, wenn ich mich etwas aus der Szene nehme und sie nach ein bisschen vergangeer Zeit selbst die ersten Schritte wagt. Ich bitte die anderen Hundebesitzer etwas zu warten damit ihre Vierbeiner der kleinen zeigen, dass sie wirklich nichts böses wollen. Der Rest wird jetzt in der hundeschule kommen. Lange Rede, kurzer Sinn: Es sind nicht mal nur seine Bestrafungen, sondern der Zwang, der ständig bei Cm mitschwingt. Wir machen auch Dinge nicht gerne, zu denen man uns zwingt.

    PS: Vielen Dank für den tollen Blog, ich bin jetzt regelmäßig dabei und freue mch auf neue Artikel.

    Liebe Grüße

    • Katharina

      Lieber Marcel, ich habe für genau diesen Film auf diesem Blog schon Alternativen angeboten,mit zwei Videos von anderen amerikanischen Trainern. Egal, was man hier deutlich sieht: Millan wird sauer. Dieses – alte – Video war das erste, in dem ich gesehen habe, dass der Mann seine offensichtlich stählernen Nerven verloren hat. Er starrt den Hund an, seine gesamte Körperhaltung drückt Wut und Ärger aus, obwohl der Hund deutliche Beschwichtgungssignale zeigt: Er leckt sich die Schnauze leckt, wendet den Blick ab, macht sich kleiner. Ein anderer Hund würde jetzt abblassen und die Sache auf sich beruhen lassen denn eine andere Möglichkeit hat der Hund ja nicht als „Entschuldigung“, wenn man diesen vermenschlichenden Ausdruck verwenden möchte). Aber Millan läßt nicht aus, ist sauer, starrt den Hunde weiter an, bis der Hund ihn schließlich beißt: Millan hat dem Hund gar keine andere Möglichkeit gelassen. Also bedroht er ihn weiter, körperlich, der Hund weicht nach hinten aus, bis er an der Wand steht. Millan hat Glück, dass es ein Labrador ist und kein Hund, der schon besser gelernt hat, dass einen Menschen gewöhnlich in Ruhe lassen, wenn man richtig zubeißt: Denn das ist ja ein erlerntes Verhalten, ein Hund beißt ja nicht einfach so und von sich aus – Hunde sind grundsätzlich immer daran interessiert, Konflikte zu vermeiden. Und wenn e erst einmal gelernt hat, dass der Konflikt vorbei ist, wenn man einmal geknurrt oder die Zone gezeigt hat, oder eben zubeißt – dann macht er damit weiter, und man muss ihm zeigen, dass das einfach nicht geht. Aber dafür muss man seine Signale des „Laß’ mich“ auch akzeptieren. Ein Hund, der immer von Kleinkindern bedrängt wird, muss knurren dürfen, wenn ihm das Kleinkind nicht zuhört, weil es die Hunde-Mimik noch nicht versteht. Die Menschen müssen dem Kind sofort sagen: Jetzt ist Schluß, lass’ ihn in Ruhe – denn sonst wird der Hund irgendwann zubeißen, weil er sich nicht anders zu helfen weiß.

      Ich würde (und habe das auch schon sehr erfolgreich gemacht) diesem Hund zeigen, dass Füttern kein Kriegszustand ist (vielleicht haben die Leute in dem Versuch, dem Hund beizubringen, dass er sich das Futter wegnehmen lassen muss, andauernd in seine Schüssel gegriffen oder sie ihm dauernd weggenommen? Das machen tatsächlich viele Leute -, bis der Hund beim Füttern total gestresst wurde, weil er endlich mal in Ruhe fressen wollte). Ich würde eine kleine Handvoll Futter in seine Schüssel fallen lassen, die er mit zwei Bissen aufgefressen hat – und dann wird er zu mir gucken, ob das denn schon alles war. Und ich lege WIEDER mit meiner Hand ein bißchen nach. Er kann ja nicht anders, als meine Hand ok zu finden, denn durch die kommt mehr Futter. Und so weiter. In massiveren Fällen (denn Holly ist ja nicht einmal das Schlimmste an Futteraggression, was ich je gesehen habe) kann man sogar eine Weile NUR aus der Hand füttern, bis der Hund versteht, dass meine Hand und meine Anwesenheit kein Grund für Stress und Abwehr ist, sondern eine Quelle für mehr Futter.

      Das entspannt die Lage. Es macht keinen Sinn, mit Stress zu erziehen, weil tatsächlich ein hoher Level an Adrenalin im Hirn dafür sorgt, dass das „Lernen“ unmöglich wird. Adrenalin sorgt ausschließlich für „Reaktion“ – in diesem Fall also Abwehr. Deshalb kann man Hunde auf der Rennbahn auch nicht mehr abrufen oder überhaupt ansprechen, weil es im Hundekopf vor lauter Adrenalin nur so rauscht. Wenn der Hund sich erst einmal irrsinnig aufregt, kann man das mit dem Lernen einfach lassen – in der Ruhe liegt die Kraft. Darum lernt man auch so schlecht Lateinvokabeln, während sich im Nebenzimmer zwei Leute wahnsinnig streiten – weil das Adrenalin auch beim Zuhörer ansteigt. Schweinsteiger wäre nach einem Fußballsieg nicht in der Lage, Vokabeln zu lernen, obwohl er ja sogar einen positiven Adrenalinanstieg hat – aber das Hirn schafft das nicht. Er kann nur reagieren: Sich freuen, hurra schreien, seine Kumpels umarmen. Aber er würde jetzt gerade keinen Lernprozess eingehen können.

      Millan redet immer von „Submission- that’s good“. Unterwerfung ist weder gut noch schlecht in diesem Fall, es heißt einfach nur: Mach’ was du willst, ich will keinen Ärger. Aber Holly soll ja nicht mit „Unterwerfung“ fressen, sondern in Ruhe. Und es tolerieren, wenn Leute um sie herum laufen. Das wird sie nach diesem Auftritt aber ganz sicher nicht: Millan hat ihr ja wieder gezeigt, dass Fressen eine Angelegenheit ist, die echte Gefahren birgt. Also ist der Hund hinterher genauso schlau wie vorher.

      Macht meine Antwort Sinn, oder ist das etwas wirr? Ich bin gestern von einer 12-tägigen Monsterreise zurückgekommen und noch nicht ganz sortiert… Sonst erkläre ich es nochmal, wenn ich zu sehr „gesprungen“ bin.

      • bei Minute 0.47 hätte er den Druck rausnehmen müssen.
        das er nach dem Biss den Hund weiter dominiert hat, war mMn notwendig, damit der Hund nicht glaubt, er könne sich durch beissen
        Raum verschaffen. ist aber wirklich gefährlich, was er da macht.

  24. Liebe Katharina,
    ich finde es super, dass Du differenziert bleibst, ohne Cesar Millan komplett in deinem Artikel zu „vernichten“.

    Cesar Millan ist einer der Gründe, warum ich mich heute überhaupt täglich mit dem Verhalten von Hunden beschäftige. Ich habe ihm so gesehen viel zu verdanken. Jedoch lernt man eben immer dazu und auch ich kann nicht hinter all seinen Techniken stehen.

    Körpersprache einzusetzen, ok, finde ich klasse, aber Drohungen und gewalttätiges Verhalten unterstütze auch ich nicht.

    Zum Glück ist er ja schon etwas von seinem Schema X abgerückt und arbeitet auch mittlerweile mit anderen Techniken.

    Am 23.9. ist er bei uns in Hamburg mit seiner neuen Tour. Ich bin gespannt, was er da so von sich gibt 😉

    Viele Grüße
    Mieke

    • Dirk Verwiebe

      Wer bei Bildstörungen die Flimmerkisten aus und wieder einschaltet, am Gerät rüttelt oder auf den Kasten haut, der ist kein Fernsehtechniker. Auch wenn es gelegentlich funktioniert. Auch – wenn der esoterisch Quatsch von »positiver Energie« beim Nichtswisser Eindruck schindet.

      Der Fachmann nennt so etwas ›Wackelkontakt‹ und weiß, wie man diesen fachgerecht repariert.

      ps:
      Liebe CM-Taliban, die Glotze ist nicht dominant geworden. Sie strebt auch nicht nach der Weltherrschaft.

  25. Alles fein und gut was hier steht ….nur keiner bringt Beispiele wie man in Situationen handeln sollte ,wo ein aggresiver Hund an der seite des Menschen durchdreht ???? Was würden andere tun um so einen Hund zu beruhigen ,ausser Leckerli zu geben , ich lese hier immer nur was falsch ist …nun sagt doch endlich mal was richtig ist und kommt auf den Punkt !!! und seit wann kann ein Mensch in ein anderes Gehirn schauen ,wo er noch nicht mal gelernt hat andere Menschen zu verstehen ???
    In einem Rudel (egal ob Wolf oder Hund) gibt es einen Anführer der das Sagen hat, es gibt kämpfe um die Rangordnung festzulegen, wer es nicht begreift im Rudel wird mit Bissen oder Stupsern darauf hingewiesen, wer es nicht lernt wird aus dem Rudel ausgestossen und das aus einem einfachen Grund ,wer keine Einigkeit zeigt,hat keinen Erfolg bei der Jagd ,es geht ums überleben so einfach ist das in der Natur !! Ein Hund kann nicht menschlich denken und ein Mensch kann nicht denken wie ein Hund ,er wird sich immer unterordnen müssen um Überleben zu können ,
    Schlimm ist es wenn Menschen ihre Hunde wie Kinder behandeln und am ende Hilfe suchen weil der Hund die Führungsrolle übernommen hat ,dann entsetzt sind weil es mit Leckerli und guten Worten nicht mehr möglich ist dem Hund beizubringen das er nur ein Rudelmitglied ist und nicht der Anführer ….. schaut euch einfach mal Hundeberichte an wo Strassenhunde leben und studiert einmal so ein Rudel ,dann werdet ihr sehn das dort nicht nur Liebe und Harmonie herrscht ,aus dem einfachen Grund wer der Anführer ist bekommt mehr Futter und darf seine Gene weitergeben , aber durch den Menschen und nur den Menschen wird bei den Hunden alles auf den Kopf gestellt was sich seit Jahrhunderten in der Natur zum überleben bewährt hat …denkt darüber mal nach !!!!

    • Leider beruhen Ihre Informationen auf alten, völlig überholten Studien. In Wolfsrudeln wird nicht mit „Bissen und Stupsern“ „regiert“ , auch in Hunderudeln nicht, und der Anführer bekommt auch nicht mehr Futter (ein fantastisches Buch ist „Wölfisch für Hundehalter“ von Günther Bloch, der darin alle Mißverständnissse von Hundehaltern aufzählt und die Gegenbeispiele erklärt – und er studiert Wölfe in der Wildnis seit über 30 Jahren). Kranke Tiere werden gepflegt und keineswegs zurückgelassen, das Rudel läuft sogar viele Kilometer, um angefahrene Rudelmitgleder weiter zu versorgen, etc. Die meisten Hunde sind sehr, sehr froh, wenn sie keinen Führungsjob übernehmen müssen, denn diese Position beruht vor allem auf Pflichten, weniger auf Rechten. Siehe auch hier: http://www.lumpi4.de/der-mythos-vom-rudelfuehrer/

      Im Laufe der Kommentare habe ich viele Male erklärt, wie man es stattdessen machen kann, wenn Sie die vielen Kommentare durchlesen, werden Sie das alles finden. es gibt auch mehrere weitere Texte dazu, mit Beispielen wie z.B.: http://www.lumpi4.de/ich-mag-cesar-millan-noch-immer-nicht-wie-man-einem-hund-futter-aggression-abgewoehnt/ Ich habe z.B. von einem PitBull berichtet, der im Tierheim saß und so bissig war, dass sich niemand mehr in den Zwinger traute, und mit dem man, nachdem ihm gezeigt wurde, dass Menschen durchaus keine unberechenbaren, bösen Geschöpfe sind, nach drei Wochen Klicker-Arbeit spazieren gehen konnte. Und mithilfe eines Klickers kann man mittlerweile im Zoo Eisbären, Wale, Löwen, Vögel und Fische dazu bringen, fröhlich und mit Enthusiasmus mit einem Menschen zusammen zu arbeiten – und ausgerechnet mit dem Hund, dem sozialsten und von allen Tieren der Welt dem Mensch am meisten angepassten Tier soll das nicht passen? „Leckerei“ sind nur dazu da, dem Hund zu zeigen, dass es sich lohnt, mit dem Menschen zusammen zu arbeiten – zumal bei diesen Hunden, die vom Menschen komplett verdorben wurden und sich nur noch wehren – also aggressiv sind. Es gibt hunderte von Studien, die beweisen, dass eine Erziehung mit aversiven Methoden, Einschüchterung und großem Druck aggressive Hunde hervorbringt. Es geht in der Erziehung nicht um Beherrschen eines Raubtieres – das hat man früher gemacht. Früher hat man auch Kinder mit dem Rohrstock verprügelt, wenn sie Fehler gemacht haben, heutzutage weiß man, dass sie besser lernen, wenn man sie motiviert.

      Einfach sämtliche Gehirnforschungen als Mumpitz darzustellen, halte ich für wenig weiterführend. Jedes Kopfschmerztablette basiert auf Hirnforschung, und man kann die Errungenschaften der Psychologie nicht einfach negieren, weil es einem in den Kram paßt (im Übrigen verstehen wir die Menschen heute sehr, sehr viel besser als vor 100 Jahren – warum sollen wir Hunde dann härter erziehen als vor 100 Jahren? Ich habe viele Bücher zur Hundeerziehung aus Jahrhundertwende und aus den 20er, 30er Jahren – darin werden keine Hunde umgeworfen,“unterworfen“ oder getreten. Das kam erst nach den 40er Jahren auf, zusammen mit Militärkaderschulen etc.). Man hat lange darauf beharrt, die Erde sei eine Scheibe. Falls Sie das also doch interessiert, hierzu ein weiterer Artikel, bei dem ich zahlreiche Studien anführe, die Sie per Link nachlesen können: http://www.lumpi4.de/die-wissenschaft-der-erziehung-mit-positiver-verstaerkung/

      Weitere Ihrer Ansätze könnten in diesen Texten beantwortet werden:

      http://www.lumpi4.de/was-ist-eigentlich-fuehrung/
      http://www.lumpi4.de/zaunkaempfe/
      http://www.lumpi4.de/dominanz-hierarchie-und-beziehung/
      http://www.lumpi4.de/positive-erziehung/

      Viel zu lesen, viel Arbeit, ich weiß. Aber es ist eben auch ein sehr komplexes Thema.

        • Katharina

          Das ist kein „Hunderudel“, sondern eine willkürlich zusammengewürftelte Gruppe eines Trainers. Ich sehe einen Husky, der die anderen Hunde, die er nicht kennt – jedenfalls lebt er nicht mit ihnen zusammen – zu kontrollieren versucht, weil er ein mangelhaftes Sozialverhalten hat und außerdem sehr aufgeregt ist. Den beiden Schäferhundrüden reicht es irgendwann, und sie machen eine Ansage. Aber das ist kein Rudel – also ein Familienverband -, in dem nämlich mit Ruhe und Vertrauen zusammen gelebt wird. Das Äußerste, was Wölfe und Hunde, die in einem Verband leben tun ist, den Anderen anzustarren, zu brummen oder zu bellen (abgesehen von Dazwischengehen, etc. ). Ich habe mein Leben lang mit Hundegruppen zusammen gelebt und habe momentan sieben Hunden z.T. kastriert, z.T. unkastrier und habe hier außerdem andauernd Gasthunde: ich sehe ein solches Verhalten wie in diesem Video nie.

  26. Hallöchen, ist schon eine Weile her, dass dieser Post verfasst wurde. Trotzdem hab ich eine Frage dazu, sofern das ok ist 🙂

    Ich habe selbst einen Hund, dieser ist mein erster überhaupt. Ein French Bully, etwas über 1 Jahr alt. Da ich CM-Fan bin und tatsächlich sehr viel von ihm halte wurde unser Bully „nach CM erzogen“ – so gut oder schlecht man das als Laie eben hinbekommt. Dazu sei gesagt, dass man bei einem Welpen der von den Züchtern bestens auf die Welt vorbereitet wurde keinerlei Gewalt braucht. Zumindest brauchten wir keine. Unser Hund wurde noch nie geschlagen, getreten oder sonst was. Und weiters möchte ich hier auf die CM-Diskussion gar nicht eingehen.

    Ok, nun zu meiner Frage: Aktuell ist es so, dass er in den meisten Fällen nicht hört wenn uns andere Hunde entgegen kommen. Er schaltet auf Durchzug und rennt zu diesem Hund hin. Klar, ich verstehe natürlich dass er zu seinen Artgenossen möchte. Aber nicht alle sind freundlich und das kann durchaus gefährlich werden. Wie sage ich ihm nun, dass er auf mich hören und bei mir bleiben soll?

    Selbstverständlich leine ich ihn an wenn ich den anderen Hund vor ihm sehe. Und wenn er dann mal beim anderen Hund war hört er auch wieder und kommt. Aber schon das Wegrennen kann eben gefährlich sein.

    Ich hoffe, ich ernte hier jetzt nicht ein Haufen Antworten ich wäre zu blöd oder ich solle in die Hundeschule gehen oder sonst was. Mein Hund und ich besuchen eine Hundeschule seit dem Welpenalter, in der ebenfalls gewaltfrei und mit positiver Verstärkung des gewünschten Verhaltens erzogen wird.

    Mich interessiert hier nur, zu was Frau von der Leyen mir in diesem Fall rät. Und es interessiert mich wirklich, denn obwohl ich CM-Fan bin bin ich offen für andere Ansätze, Meinungen und Trainingsmethoden.

    Vielen Dank schonmal 🙂

    J.B.

    • Das ist eine „normale“ Phase eines Junghundes -wie bei einem Dreizehnjährigen, der in der Pubertät seine Freunde viel cooler findet als seine doofen Eltern. Man muss das aber dringend unterbinden, damit sich keine Gewohnheit daraus entwickelt (Erziehung ist ja eigentlich nichts anderes, als Gewohnheiten bilden). Denn wie Sie selbst schon sagen: Es könnte gefährlich werden, außerdem gilt diese direkt aufeinander zu rennen in der Hundewelt als sehr unhöflich. Tut man nicht, man nährt sich entspannt, in großem Bogen und eher von der Seite. Es ist also nur eine Frage der Set, bis ein anderer Hund ihm zeigt, wie man sich benimmt. Und das könnte ins Auge gehen.
      Es bedeutet allerdings, dass Ihr Hund jetzt eine Weile – drei, vier Wochen lang – an eine lange (drei Meter Fettleder-) Leine muss. Wenn Sie bei einem anderen Hund angekommen sind und die beiden sich nett finden, können die sofort losspielen, aber er darf jetzt ein paar Wochen lang nicht mehr einfach losdonnern. Und weil Sie ihn ja an der Leine haben, können Sie auf ihn einwirken: Sie drehen Ihre Schultern weg von dem anderen Hund, sprechen Ihren Hund an, gehen ein paar Schritte in die andere Richtung, sprechen ihn fröhlich an, wen er Ihnen folgt, Sie gehen ein paar „Achten“ um Büsche oder Laternenpfähle herum, wenn er Ihnen folgt, gibt es einen Superkeks, irgendwas, was er sonst NIE bekommt (und seien es kleine Croissantstückchen oder Gouda oder oder oder). Die ersten Male wird das nicht gut klappen, weil er doch zu dem anderen Hund will, aber beim zweiten Mal wird es schon besser, beim dritten hat er schon einigermaßen agiert, was Sie eigentlich wollen. Es klingt mühsam – aber betrachten Sie es einfach als neues Spiel (das ist auch besser für Ihre Laune!, das er erst mal lernen muss. Normalerweise reichen drei Wochen aus, um eine Gewohnheit wieder abzugewöhnen. In der Zwischenzeit sollten Sie allerdings in ruhiger Umgebung auch noch den Rückruf konditionieren, der eben leider nicht so gut klappt – denn wenn’s drauf ankommt, kommt er ja nicht… Gerade bei einem fröhlichen, selbstbewussten Hund würde ich unbedingt ein „Abbruchsignal“ trainieren (siehe: http://www.lumpi4.de/hundepfeife-konditionierter-rueckruf-brenzlige-situationen-13133568/ ). Das Schöne an den Bullys ist ja, dass sie so selbstbewusst und so ungemein überzeugt von ihrer eigenen Großartigkeit sind- es wäre sehr schade, wenn ihm ein anderer Hund so auf die Mütze gibt, dass er Selbstzweifel bekommt. 🙂

      • Zuallererst vielen herzlichen Dank für Ihre Antwort! Er hat leider als Welpe / Jung-Teenie schonmal eins auf die Mütze bekommen (anderer Anlass, es ging um eine Hündin) was seinem Selbstbewusstsein tatsächlich sehr geschadet hat. Das haben wir jetzt aber wieder ganz prima hinbekommen, es wäre wirklich sehr, sehr Schade wenn soetwas nochmal passieren würde. Das möchte ich wirklich nicht.
        Ok. Schleppleine haben wir bereits zu Hause. Dann packen wir diese wieder aus und los geht’s 🙂
        Mühsam macht mir gar nichts, was das anbelangt habe ich eine schier endlose Geduld. Und selbst wenn dem nicht so wäre: Mein Hund ist es mir mehr als Wert, selbst wenn es ein Jahr dauern würde.
        Und den Rückruf werden wir ebenfalls weiter üben / verfestigen.
        Nochmals vielen Dank für Ihre Hilfe! Und ich werde mich noch weiter durch Ihr Blog lesen. Sehr interessant, sehr lehrreich, einfach toll.
        LG

      • Komisch, all das versuche ich mit meinem Hund nun schon seit sechs Monaten, ohne jeglichen Erfolg. Sobald Ablenkung da ist hat sich das mit dem hören, da hilft auch ein Kilo der supersten Leckerlis nichts. Der Hund ist in seiner Aufregung weder ansprechbar noch hat es Sinn einen großen Bogen um jede Begegnung zu machen. Abbruchsignal und Abruf Signal klappen super, aber nur ohne Ablenkung. Schön wärs drei Wochen üben, ich übe wie gesagt seit sechs Monaten. Von dem ewigen Geklicker halt ich auch nichts, das finde ich völlig überbewertet und nervig. Was macht man zum Beispiel wenn man den Clicker mal vergessen hat?

        • Katharina

          Liebe Ela,
          es soll ja auch nicht „ewig geklcikert“ werden. Geklickert wird (immer in Zusammenhang mit einem Wort, das das Kommando benennt) nur, bis der Hund verstanden hat, worum es geht. Danach kann man den Clicker getrost zuhause lassen. Ich habe unendliche sehr komplizierte, mißhandelte und angst-aggressive Hunde damit „resozialisiert“ – aber er ist natürlcih auch nur eine Möglichkeit von vielen, tierfreundlichen Methoden, einem Hund, der ein völlig anderes Weltbild hat als ein Mensch beizubringen, was wir von ihm möchten. Wenn das mit Wildtieren klappt, kann ein Hund das erst recht :). siehe hier: http://www.lumpi4.de/klickt-es-bei-ihnen/
          Was Sie allerdings mit Ihrem Hund schildern, klingt in der Tat nach einer großen Baustelle – ein Hund, der komplett vergißt, dass da ein Mensch bei ihm ist, hat vielleicht auch ganz andere Probleme: Haben Sie schon einmal seine Schilddrüsenwerte untersuchen lassen? Denn es klingt ja, als hätte er unglaublichen Streß unter Ablenkung, der sich auch nicht so schnell wieder legt. Wenn er also einen Hormonerkrankung hat, kann man sich jegliche Form von Training in die Haare schmieren: Medizinische Probleme können das Verhalten eines Hundes massiv beeinträchtigen (überlegen Sie mal, wie schlecht gelaunt Sie selbst sind, wenn es Ihnen nicht gut geht!).
          Herzlich, KAtharina

  27. morderne Trainingsmethoden….. ?!?!?!
    What????
    Habt ihr ne Meise? Meint ihr damit, Hunde sind keine Rudeltiere, leben nicht in hierarchischen Strukturen und werden nur dafür geboren, um stockhässlich zu sein, um Atem ringend versuchen zu überleben und dann trotzdem mit 5 Jahren zum Sterben verdammt zu sein, weil die Gier der Menschen über die Gesundheit unserer „Freunde“ geht?! Ich würde nicht mal meine schlimmsten Feinde so behandeln!!!
    Ich bin wütend über kritische Äußerungen an der Arbeit von Cesar Millan, weil ich noch nie einen anderen Menschen gesehen habe, der so viele Leben mit seiner Arbeit gerettet hat! Das kann sich mal der TIERSCHUTZVERBUND ne Scheibe abschneiden!!!!
    Ich hatte als erstes eine Hündin aus dem Tierheim, die sich leicht erziehen ließ, von meinen Vorstellungen, wie man mit einem Hund umgeht, zu unserem Ersthund – einem BEAGLE – (Jeder, der einen Beagle hat/hatte, weiß, weshalb ich dies beton!). Nach fünf Jahren harmonischen Zusammenleben, nahm ich einen einjährigen (kastrierten) Rüden eher notgedrungen auf, um ihm das Tierheim zu ersparen und mit ihm begann ich mich mehr damit zu beschäftigen, wie ich diesen sehr aktiven, kleinen Stafford-Mix in den Griff bekommen konnte. Da begann ich ein paar Folgen von Cesar Millan, aber auch Holger Schüler oder Maja Nowak mir anzusehen, natürlich noch von unendlich viel anderen Hundetrainern, doch die drei sprachen mich am meisten an…. Nach 1,5 Jahren, also vor zwei Monaten, gab´s einen Notfall und ich musste noch eine bekannte Hündin aus den Tierheim raus holen und ein halbes Jahr mich um sie kümmern. Nun leb ich in einem RUDEL, ob ich will oder nicht, ich spüre das jeden Tag… Nachdem ich viel verschiedene Dinge versucht habe, komm ich zum Fazit:
    Die Methoden von Cesar Millan waren die einzigen, die Wirkung gezeigt haben….
    Wir müssen endlich aufhören Beweise in der Wissenschaft zu suchen, sondern auf unser Gefühl achten… Das beeinflusst das ganze Rudel, dass ich führen sollte, sonst hab ich keine Chance… Drei Mischlinge (Windhund-Schäferhund-Mix, Labrador-Stafford-Mix, Bulldoggen-Stafford-Mix),bei denen ich nur mit Dominanz durch den Alltag gehen kann, was aber das ganze Rudel beruhigt und in die richtige Richtung leitet….
    Cesar Millans Methoden haben mir als einzige geholfen!!!

  28. Lotta345

    Ich mag Hunderziehungsseiten und Co. und ich finde es super wie die Menschen Geld aus dem Fensterschmeißen für Müll.

    Also ich habe einen Hund und wir hatten schon immer Hunde und hier hat jeder einen Hund. Wisst ihr was ich super daran finde:

    Hundeschule kennt hier kein Hund
    Unterordnungskurse kennt hier kein Hund
    Hundesport kennt hier kein Hund
    Hundespielzeug kennt hier kein Hund
    Welpenschlaumüllideen kennt hier kein Welpe

    Und obwohl kein Hund hier diese Dinge kennt, hat hier keiner auch nur ein winzig kleines Problem mit seinem Hund…

    und all diese Dinge die ihr Erziehung nennt, kann mein Hund von ganz alleine. Aber wisst ihr es ist wie mit den Kindern heutzutage. Auf dem Land laufen Hunde und Kinder einfach so mit… es wir kein Tralle drum gemacht… beide brauchen was zu essen was zu trinken frische luft und bewegung… und um sieben uhr liegen Kinder hier tot müde im Bett und Hunde in ihrem Korb.

  29. Arno Bauer

    geniale Leute die erfolgreich sind werden natürlich gerne kritisiert,
    zugerne stellen sich andere dadurch auf die gleiche Stufe oder darüber.
    Aber
    wo ist die Lösung ?
    der artikel beschreibt dass dies alles nicht richtig ist, aber erlärt in keinem Satz wies richtig zu machen ist.

    Ich möchte auch einem größeren Hund das Bellen und angreifen wollen abtrainieren.
    Nur wenn er große Hunde sieht gerät er in Rage.
    Wie ist es zu Ändern,
    wo sind richtige Lösungsansätze zu finden ?
    henzlichen Dank A.B.

  30. Habe gerade noch eine weitere Folge von Cesar Millan angesehen, diesmal im Originalton.

    Er sagt ganz klar zum kurzen an der Leine ziehen „We don’t want pain, we want to get them out of balance.“

  31. Hallo Frau Von der Leyen,

    Ihr Artikel ist zwar schon älter trotzdem möchte ich mich gern an der Diskussion beteiligen. Ich war lange Zeit CM Fan. Bin aber mittlerweile im Zwiespalt und halte gewiss nicht mehr alles für gut was er tut. Dennoch finde ich seine Ansätze immer noch gut.
    Sie zeigen zwar hier einige Lösungsbeispiele auf, aber trotzdem hätte ich dazu noch ein paar Fragen.
    Im Fall Holly war Ihre Lösung den Hund z.b aus der Hand zu füttern. Doch dies haben die Besitzer bereits versucht gehabt wie sie vorher im Gespräch CM mitteilten. Dies ohne Erfolg. Der Hund wurde trotzdem danach Aggressiv. Es wurden ja einige Methoden vorher ausprobiert. Also was wäre dann weiter Ihre Lösung?

    In einem Kommentar fragte jemand nach einer Lösung für seine Französische Bulldogge die an der leine zieht oder gar davon rennt wenn andere Hunde in Sicht sind.
    Sie gaben den rat die Schulter weg zu drehen und den Hund in achten weg zu führen oder mit Spielzeug zu locken. Doch der Hund ist in seinem Gedanken ja erstmal bei dem anderen Hund und lässt sich somit nicht so einfach weg führen oder ablenken. Muss man dann nicht auch nach Ihrer Methode den Hund erstmal an der Leine weg „Ziehen“ weil er nicht freiwillig kommen wird?
    Sie schrieben auch das die Hunde bei CM nicht lernen sondern Ihr Verhalten unterdrückt wird. Aber ist das nicht auch Lernen? Weil Hund X ja „lernt“ das er dieses Verhalten unterlassen soll.

    Viele Grüße

    • Katharina

      Liebe Julia,
      ich habe mir das Holly-Video hundertmal angesehen: Ich sehe da keinen aggressiven Hund. Ich sehe einen sehr verunsicherten Hund, die andauernd versucht, mit CM zu kommunizieren, aber er weigert sich, ihre Kommunikation, ihre Beschwichtigungen anzunehmen: Er sitzt erst ganz entspannt an ihrem Napf, und greift ihr plötzlich ins Essen – da muss sie sich ja erschrecken. Sogar ich würde beißen, wenn jemand auf diese Weise in mein Essen greift. Oder überhaupt.
      Wenn die Besitzer schon versucht haben, den Hund aus der Hand zu füttern, dann haben sie es möglicherweise zu hektisch gemacht – der Hund hat ja ganz eindeutig kein Vertrauen zu seinen Besitzern. Und das ändert sich ja bei einen dreijährigen Hund nicht über Nacht, sondern ist ein Prozess, der Wochen dauern kann. Aber das Füttern aus der hand ist die beste Möglichkeit, dieses Vertrauen wieder aufzubauen: Der Hund muss lernen, dass ihm niemand sein Essen wegnimmt, dass er beim Fressen in Ruhe gelassen wird, und dass seine Menschen keine Bedrohung, sondern in Wirklichkeit eine wunderbare Quelle herrlicher Dinge sind. Wenn er es nicht glauben kann, muss man für eine Weile das Futter eben noch toller gestalten, dann bekommt er eben Brathühnchen aus der Hand gefüttert – den Hund möchte ich sehen, der dann trotzdem aggressiv reagiert. 🙂
      Die Französische Bulldogge hat das ähnliche Problem: Sie ist tief verunsichert beim Anblick anderer Hunde und traut ihrem Besitzer offenbar nicht zu, dass re sie beschützen kann. Dafür kann es verschiedene Gründe geben: Sie ist in der Wellenschule mit anderen Hunden überfordert worden, oder sie hat gar keine Hundeschule hinter sich und gar nicht gelernt, dass andere Hunde sehr lustig sein können.
      Hunde haben eine andere Sicht der Dinge, wie wir: Anders als wir, die wir auf schmalen Wegen direkt aufeinander zu und dann aneinander vorbei gehen, ist das Direkte-aufeinander-zu-Gehen bei Hunden unüblich – und wennsie es tun, bedeutet es, dass sie aneinander interessiert sind und Kontakt aufnehmen wollen. Ansonsten nähern Hunde sich eher in großen Bögen. Wenn die Bulldogge also überfordert ist vom Anblick anderer Hunde, muss man ihr zeigen, dass es eine Option gibt: Man geht mit ihr an den alleräußersten Rand des Weges, und zwar bevor die anderen Hunde so nah gekommen sind, dass sie schon Streß hat und sich nicht mehr bewegen möchte. Dann stellt man sich mit ihr an den Rand, dreht die Schultern weg, zählt Gänseblümchen und schenkt dem herannahenden Hund nicht die geringste Aufmerksamkeit – damit sie merkt, dass sie sich auch nicht darauf konzentrieren muss. Sie kann hinschauen, wenn sie will, aber sie befindet sich in einem sicheren Abstand und kann sich ansehen, dass die anderen Hunde gar nicht gefährlich sind. Denn wenn sie das weiterhin denkt, hält sie zwar den Mund, weil sie gelernt hat, dass sie sonst von uns Ärger bekommt (das meine ich, wenn ich sage: Die Hunde unterdrücken ihr Verhalten nur), sie hat aber nicht gelernt, dass sie gar keine Angst haben muss, dass sie uns vertrauen kann (das ist Führung!), dass sie sich auf uns verlassen kann, und dass andere Hunde, wenn man sie sich genauer betrachtet, keine zähnefletschenden Monster sind.
      Es nützt mir wenig, wenn ein Hund nur dann kein Reh jagt, wenn ich ihn neben mir bei Fuß gehen lasse – sobald ich nämlich nicht 100 Prozent konzentriert bin und ein Reh übersehe, geht er trotzdem jagen. Wenn ich aber meinem Hund (in meinem persönlichen Fall einem Galgo, der in Spanien gelernt hat, dass das Einzige, wofür er Lob und Anerkennung bekommt, eben genau die Jagd ist) beibringe, dass er schlicht nicht vom Weg herunter darf, der Wegrand also seine natürliche Grenze ist, dann sind die Rehe, Kaninchen und Wildschweine im Unterholz einfach keine Option mehr. Ein Hund, der Angst hat vor allen anderen Hunden und sich auf jeden draufschmieren will, dem muss ich beibringen, dass es eine andere Option gibt: Einen Bogen um andere Hunde machen, einfach weggehen.
      Das alles kann ich einem Hund nur beibringen, wenn ich das Adrenalin so niedrig wie möglich halte. Mit Stress (=hohe Adrenalinausschüttung) kann man nicht lernen, das lässt das Gehirn nicht zu. Wenn ich meinem Hund also Stress mache, indem ich ihn einer hochgradig bedrohlichen/stressigen/übermäßig aufregenden Situation aussetze, lernt er nichts.
      Ich möchte keinen aufgeregten, nervösen Hund: Ich will einen gelassenen, freundlichen Hund, der sich im Zweifel an mir orientiert, weil er gelernt hat, dass ich ihn souverän, ruhig und sicher an allen Unsicherheitsfaktoren vorbei führe.
      Aber nicht, indem ich ihm in die Seite kicke (oder ihn mit dem Fuß in den Weichteilen „berühre“, wie das so hübsch ausgedrückt wird), an seiner Leine ziehe, ihn mit einer seltsamen Halsband-Konstruktion an irgendetwas vorbeibringe oder ohne über meinem Kopf herumschleudere (die Videos gibt es alle, sie werden von National Geographic immer wieder gelöscht, tauchen aber immer wieder auf).
      Wenn ich möchte, dass ein Kind keine Angst hat vor Monstern, gehe ich mit ihm nicht in die Geisterbahn, sondern stelle ein Nachtlicht auf und lege ihm meinen Hund ins Bett, der nämlich das Kind vor allen Monstern „beschützt“ (und damit vergleiche ich den Hund nicht mit Kindern und vermenschliche ihn nicht, sondern erkläre die Lernphysiologie, die nämlich bei allen Säugetieren gleich ist).
      Und damit müsste doch schon alles klar sein.

      Herzliche Grüße, Katharina

      • Hallo Katharina,

        Vielen herzlichen dank für die Antwort! Ich habe auch grade Ihren anderen Artikel gefunden zum Thema CM und die Futter Aggression. Und ich muss sagen, ja damit haben Sie vollkommen recht! Da ist mir ein Licht aufgegangen.
        Ich bin aber auch der Meinung das es richtig ist wenn man sagt : “ Ich entscheide wann mein Hund fressen darf und wann ich Ihm das Futter weg nehme.“
        Aber dafür muss man, wie Sie schon sagten, das Vertrauen des Hundes haben. Weil wer will sich schon einfach so das Steak vom Teller klauen lassen wenn der Magen knurrt? 😉
        Auch Ihre Erklärung mit der Bulldogge ist für mich jetzt einleuchtend.
        Die einzigen bedenken die ich jetzt noch habe wären, wo findet man geeignete Hundeschulen? Welchen Trainern kann ich noch glauben schenken? Ich will das mein Hund mein Partner ist, aber er muss auch in jeder Situation abrufbar sein und nicht nur wegen dem leckeren Keks kommen. Weil das war es immer, was mich an CM so begeistert hat. Seine Hunde im Rudel laufen frei mit Ihm, ohne jeden Zwang und immer abrufbar, ohne das ein Keks wartet oder der Ball. Dabei sehen sie auch nicht wirklich verstört oder verängstigt aus. Wie hat er das dann geschafft?

        Einleuchtende Grüße, Julia

        • Katharina

          Ich selber arbeite auch ganz, ganz wenig mit Keksen – eigentlich verwende ich die nur, um ein Kommando aufzubauen, und dann schleiche ich sie ganz schnell wieder aus, weil ich nicht von Keksen abhängig sein möchte (und auch nicht von Bällen, Dummys, etc. ). Den einzigen Unterschied mache ich beim SOS-Pfiff (oder KehrUm-Pfiff), mit dem ich meine Hunde aus irgendwelche gefährlichen Situationen abrufen möchte- der wird immer wieder geübt, zweimal im Monat, und dann mit Brathuhn oder etwas ähnlich Himmlischem, damit die Konditionierung fest ins Hirn gebrannt ist, auch wenn Rehe oder Wildschweine meinen Hunden am Horizont winken…
          Gute Trainer zu finden ist schwer. Die meisten arbeiten entweder nur mit Konditionierung, oder nur mit Training, oder – wie Millan – nur mit Führung, während ich der Meinung bin, Hundeerziehung ruht auf drei Säulen: Erziehung – Training – und Führung. Die drei greifen ineinander, eines ist ohne das andere nicht sehr viel wert. Trainer, die einem viel Hintergrundwissen über Hunde und deren Lernphysiologie beibringen sind gewöhnlich gute Trainer, und manche Dinge muss man sich eben „zusammen suchen“ – so habe ich das auch gemacht. Ich habe mir viele, viele Seminare angehört,viele, viele Trainer angesehen (Millan kenne ich übrigens sogar noch aus seinen Anfängen aus LA, wo er in einem Canyon mit seinen Hunden lief, in dem ich auch spazieren ging), um mir meine eigene Meinung und meinen eigenen Weg zu suchen. Die einzige Trainerin, die ich vorbehaltlos empfehlen kann, ist Inga Böhm (www.waldtraining.com). Sie arbeitet genau wie ich, ist aber viel strukturierter als ich im Kopf :). Da muss man dann halt mal für ein paar Tage hinfahren, weil sie es auch nicht mag, wenn man vom Trainer „abhängig“ wird – nach drei Tagen Unterricht braucht man sie auch frühestens wieder nach einem halben, dreiviertel Jahr. Und das sind mir die liebsten Trainer: Die einem die Dinge so gut, so ruhig und nachvollziehbar erklären und vormachen, dass man es anschließend nacharbeiten kann.

          • Zitat: „Seine Hunde im Rudel laufen frei mit Ihm, ohne jeden Zwang und immer abrufbar, ohne das ein Keks wartet oder der Ball. Dabei sehen sie auch nicht wirklich verstört oder verängstigt aus. Wie hat er das dann geschafft?“

            Wie können Sie sich das erklären?

          • Katharina

            Das finde ich, ehrlich gesagt, nicht ungewöhnlich – ich habe auch fünf Hunde, die alle bestens gelaunt und frei mit mir spazieren gehen. Wenn man ihn mit seinen Hunden spazieren gehen sieht, läuft er nicht durch Straßen, begegnet keinen fremden Hunden, er geht nicht durch potentiell anstrengende Situationen mit ihnen. Wenn ich aber die Hunde sehe, mit denen er in den Videos arbeitet, sehen die nie entspannt aus und auch nicht einfach nur konzentriert, sondern verstört, gestresst, z.T. sogar verängstigt. Ich habe auf keinem einzigen Video mit einem Hund, mit dem er an einem Problem gearbeitet habe, einen Hund sehen dürfen, der anschließend frei, mit schwingendem Rücken und gutgelaunt mit ihm die Straße herunter marschiert.

          • Benjamin

            Katharina, ich schließe mich zwar Ihrer Meinung überhaupt nicht an, allerdings würde mich interessieren, was für Sie der Unterschied zwischen Konditionierung, Training und Führung ist. Ich habe nämlich schon einmal gelesen, dass Sie Führung befürworten, mit dem Unterschied, dass Sie aber auch konditionieren und trainieren.
            Könnten Sie genau definieren, was sie damit meinen und evtl. Beispiele nennen?
            Das ist keine Kritik, sondern ernsthaftes Interesse!

          • Katharina

            Lieber Benjamin, ja, na klar kann ich den Unterschied erklären. Es sind in der Tat drei ganz unterschiedliche Dinge, die aber Hand in Hand gehen müssen. Man kann einen Hund fabelhaft trainieren und alle Kommandos nach lernpsychologischen Grundlagen sauber aufbauen und konditionieren – bekommt der Hund allerdings gleichzeitig keine Erziehung und fehlt dem Hundebesitzer jegliche Führungsqualität, dann wird der Hund sich bei starker Ablenkung an keines der gut aufgebauten Kommandos erinnern. Das kann man z.B. bei Hunden beobachten, die auf dem Hundeplatz gut „funktionieren“, die trainierten Kommandos aber nicht ins reale Leben übersetzen, weil im Park zu viel los ist.
            Erziehung bedeutet im Grunde nichts anderes, als erwünschte Verhaltensweisen durch Bestätigung und Wiederholungen zu formen. Gleichzeitig werden unerwünschte Verhaltensweisen durch das Grenzensetzen dauerhaft verhindert. Klingt einfach, bedarf aber durchaus Geduld und Aufmerksamkeit.
            Training bedeutet, Konditionierung und Verknüpfungen zu erstellen, indem bestimmte Verhaltensweisen auf gezielte Reize ausgelöst werden (also: Sitz! und gleichzeitig hält man den Hundekeks so über den Hund, dass er sich setzen muss – der Hund setzt sich – und bekommt dafür den Keks. Er verknüpft also das Wort Sitz damit, den Po auf die Erde zu setzen, und damit den erfreulichen Keks. Sobald die Verknüpfung wirklich „sitzt“, kann der Keks ausgeschlichen werden.) Mit Training werden die Grundkommandos beigebracht.
            Führung heißt, mit einer souveränen inneren Haltung die Richtung zu bestimmen, sodass der Hund sich bei uns sicher fühlt und uns als Vorbild anerkennt, an dem er sich orientieren kann. Gute Führung bedeutet auch, dass wir agieren statt reagieren und klare, vorher durchdachte Kommandos geben, die in die momentane Situation passen (also keine Kommandos geben, die der Hund gerade nicht befolgen kann (wenn ein junger Hund mit einem anderen tobt, kann er nicht kommen, dafür hat er noch zu wenig Impilskontrolle, ein nicht trainierter Hund kann nicht gehorchen, wenn eine Käse-Sahnetorte vor seine Füsse fällt; also sollte man diese Kommandos auch nicht unnötig geben), die Stimme und sich selbst unter Kontrolle haben, etc.

            Ich finde übrigens, dass Cesar Millan gut führen kann. Ich bin nur mit seinen Trainingsmethoden nicht einverstanden, weil er mit veralteten Trainings-Methoden arbeitet und den völlig planlosen Hundebesitzern überhaupt nicht zeigt, wie Führung geht. Erziehung habe ich bei ihm noch nicht gesehen.
            Um beim Beispiel Holly (dem futteraggressiven Labrador) zu bleiben: Es ist völlig sinnlos, einem futteraggressiven Hund in den Napf zu greifen. Ein guter Hundeführer zeigt dem Hund, dass er nichts zu befürchten hat und ihm niemand sein Futter wegnehmen will, sondern – im Gegenteil – die Hand etwas ist, von der nur Gutes zu erwarten ist. Also würde man dem Hund nur wenig Futter in den Napf geben, und wenn er hoch schaut, ob das denn schon alles gewesen sein soll, legt man mit der Hand nach. Und dann wieder. Das ist Erziehung, die eben immer etwas mit Beziehung zu tun hat: Mir geht es nicht darum, den Hund zu beherrschen: Er soll lernen, dass Menschen die Quelle des Futters und allem Guten sind. Erst, wenn er das verstanden hat, kann ich ihm, wenn es einen Ausrutscher gibt (er also droht, wenn ich in die Nähe des Napfes komme) auch eine Grenze setzen: Stopp, Fröulein, reiß‘ dich zusammen, ich bin’s. Das macht Millan mit einer übertriebenen Fernsehkameratauglichen Geste, starrt den Hund an und nimmt eine seltsame Karate-Angriffshaltung ein – er sieht eher so aus, als wolle er angreifen, statt eine Grenze zu setzen (da würde auch ein stregner Blick genügen und die erhobenen Handflächen als Signal, dass das so nicht geht). Wenn der Hund beschwichtig – also sich über die Schnauze leckt oder den Blick abwendet, muss ich das als Entschuldigung akzeptieren. Eine andere Möglichkeit, seinen Fehler zu entschuldigen, hat der Hund nicht. Millan bedrängt den Hund aber immer weiter, bis der endlich in totaler Hilflosigkeit, weil der Mensch auf seine Entschuldigungssignale einfach nicht reagiert, zubeißt. – Das sind übrigens die gleichen Fehler, wegen denen auch Kinder so häufig gebissen werden: Der Hund warnt und warnt und warnt, aber das Kind (von Erwachsenen sich selbst überlassen) ignoriert die Signale und grapscht weiter. Und dann wird der Hund abgeschafft oder -noch schlimmer – eingeschläfert.
            Hollys Besitzern konnte er auch nicht zeigen, wie man das macht. Er hat ihnen weder Führung gezeigt, noch, wie man den Hund erzieht – also erst einmal eine Bindung und eine Beziehung schafft, damit dadurch Respekt, Vertrauen und Wohlwollen entstehen kann. Er hat Holly übernommen. Das halte ich als Trainer für eine Kapitulation: Die wollten ihren Hund nicht hergeben, die suchten Hilfe. Ein guter Trainer hätte ihnen helfen können. Er aber kann das Wichtigste nicht vermitteln. Sitz, Platz, Fuß etc. kann wirklich jeder beibringen. Aber für die Feinheiten bräuchte man eben mehr.

            Herzlich, Katharina

            und desha

  32. Ich rede auch von SEINEN Hunden, zb Junior oder damals Daddy aber auch andere aus seinem Rudel, die er auch oft genug bei seinen Fällen dabei hat und die dann schon in mehreren videos zu sehen waren wie sie Ihm auf der Strasse folgen. Dort wo auch andere Hunde entgegen kommen etc.
    Natürlich kann ich mir vorstellen das ihnen Ihre Hunde fröhlich folgen. Aber es wundert sie dann nicht das CM’s hunde Ihm fröhlich folgen obwohl er ja nach Ihren Aussagen die Hunde nur mit Strafe erzieht?
    Das ergibt für mich keinen sinn.

    • Katharina

      Liebe Julia, Hunde sind ja seltsame Tiere: Auch wenn sie mit Starkzwang und ausschließlich aversiven Methoden erzogen werden, laufen sie ja nicht immer geduckt neben ihrem Menschen her – das sieht man ja auch an Hunden, die auf Schutzhundplätzen ausgebildet wurden, oder Hunde, die mit Teletak trainiert wurden: Aber es bedraf nur geringer Auslöser, bis ihnen dann das vertrauen wieder abhanden kommt, sie sich plötzlich ducken, erschrecken, etc. Hunde fangen ja jeden Tag mit dem ihnen eigenen Enthusiasmus an, dass dieser neue Tag ein guter Tag wird (außer, sie sind richtig misshandelt worden). Die Bilder, die wir von Millan mit diesen Hunden beim Spaziergang kennen, sind ja keine privaten Schnappschüsse, sondern mit Team, Fotograf/Kameramann, MakeUp-Leuten etc. hergestellte Publicity-Fotos. Ich kann also nicht beurteilen, wie diese Hunde im Privatleben sind. Es gibt mehrere Videos, auf denen seine Hunde sich fürchterlich auf andere Hunde und einander stürzen und dann alle in diverse Zwinger gestopft werden müssen, um wieder zur Ruhe zu kommen (ich habe sie gerade im Netz gesucht, aber sie sind wohl wieder mal gelöscht worden – wie alle Videos mit ihm, in denen „unangenehme“ Dinge vorkommen). Solche Dinge passieren dann, wenn unter den Hunden (aus welchen Gründen auch immer) Stress und Anspannung bestehen. Auf eine entspannte, gut geführte, fröhliche Truppe weist das nicht hin (was nicht heißt, dass es nicht auch in gut geführten, kleinen, friedliche Gruppen mal trouble in paradise gibt, aber nicht in solchem Ausmaß – eben nicht nur mit Gebrüll und viel Speichel, sondern Verletzungen. Und das bei PitBulls, die eigentlich eine extrem hohe Reizschwelle haben und viel länger brauchen, um sich zu ärgern, als der surchschnittliche Terrier oder Dackel). Insofern macht das schon Sinn. 🙂

  33. Liebe Katharina ,
    ich habe mir gerade alles durchgelesen und möchte jetzt doch gerne auf einige Sachen hinweisen, die mir doch sehr komisch vorkommen.
    Zitat:
    Er sitzt erst ganz entspannt an ihrem Napf, und greift ihr plötzlich ins Essen – da muss sie sich ja erschrecken. Sogar ich würde beißen, wenn jemand auf diese Weise in mein Essen greift.

    ????? Ist nicht Ihr Ernst????? Ich stelle mir gerade vor, wie Sie in einem Restaurant sitzen und jemand (der vielleicht Tourett hat oder einfach nur ne Macke hat, oder ein Kleinkind das es nicht besser weiß) kommt an Ihren Tisch und greift in Ihr Essen und Sie beißen ihn. Erschreckend!!!!!!!

    Lustig auch Ihr Beitrag vom 3. Juli 2014 um 17:36.
    Zitat:
    Wenn ein Hund (und um die geht es hier ja) jedes Mal, wenn er einen anderen Hund von Weitem sieht auf zwei Beinen steht und sich furchtbar aufregt von mir einen Tritt in die Seite bekommt, lernt er nicht, dass er sich nicht aufregen muss beim Anblick eines anderen Hundes. Er lernt möglicherweise, dass er – solange ich daneben stehe – lieber seinen Schnabel hält (also sein Verhalten unterdrückt), aber wenn er mit einer anderen Person spazieren geht, wird er NICHT entspannt bleiben beim Anblick eines anderen Hundes, weil er ja nicht gelernt hat, dass von dem anderen fremden Hund keine Gefahr ausgeht (sondern nur, dass er eins auf die Mütze bekommt, wenn ein anderer Hund auftaucht).
    So jedenfalls meine Erfahrung. Wenn ich den Hund stattdessen mithilfe positiver Verstärkung mit einem Keks, einem Spielzeug oder einer anderen positiven Ablenkung „überzeugen“ kann, dass beim Anblick eines anderen Hundes gute Dinge passieren, wird er auf Dauer entspannt sein, wenn er von Weitem einen fremden Hund sieht.

    Laut Ihrer Aussage: Wenn ICH ihn einen Kick gebe lernt er nur, das er von MIR eins auf die Mütze bekommt, von anderen aber nicht, daher fällt er wieder in alte Verhaltsmuster zurück sobald ich nicht dabei bin. ABERRRR wenn ICH ihm einen Keks gebe, dann lernt er, das wenn ICH NICHT dabei bin, ein anderes Verhalten? Und das nur weil Sie ja den Hund „überzeugen“seinen Schnabel mit Leckerlis zu halten und nicht weil Sie sein Verhalten mit Leckerlis „unterdrücken“.

    Auch sagen SIe das die CM Befürworter das Verhalten der Hunde vermenschlichen, Sie aber vergleichen einen Hund der wegläuft und die Befehle des Frauchen ignoriert, mit einem 13 Jährigen der in der Pubertät ist?
    Naja wenn 2 das gleiche machen ist es doch nicht das selbe. Und so zieht sich das hier durch den gesamten Blog.
    Ob ich CM meinen Hund anvertrauen würde? Keine Ahnung ich kenne den Mann nicht, aber eines weiß ich ganz genau. IHNEN würde ich noch nicht mal meinen Wellensittich anvertrauen, aus Angst das Sie ihn aufessen würden, wenn er es wagen würde sich Ihrem Essen zu nähern.

    MFG

  34. Frau von der Leyen machen Sie bitte Ihr Training weiter und befassen Sie sich nicht mit anderen. Warum hat Cesar Millan dann so viel Erfolg? Fehlt Ihnen dieser? Dann machen Sie was anderes…
    Sie reden hier von Starftatbeständen, welche Millan erfüllen soll…
    Aber was Sie machen ist Rufmord und üble Nachrede, also auch strafbar.
    Jeder sollte sich doch an seine eigene Nase fassen und nicht den Erfolg anderen abspenstig machen…

    • Aber nein, was ich betreibe, ist kein Rufmord (Rufmord ist das Aufstellen ehrverletzender Behauptungen über eine Person, obwohl bekannt ist, dass sie unwahr sind), denn ich kann ja alle Beispiele, auf die ich mich beziehe, belegen. Sie verwechseln das mit Kritik.
      Und nein, mir fehlt der Erfolg von Herrn Millan überhaupt nicht, ich möchte nur verhindern, dass er – und das ist ja nicht nur meine, sondern die Meinung sämtlicher Wissenschaftler und Experten, die sich mit im beschäftigen, weltweit – weiterhin Methoden verbreitet, unter denen imFernsehen eingeblendet wird, dass man das bitte auf gar keinen Fall zuhause ausprobieren soll Was für eine Art des Trainings ist denn das, wenn man es nicht nacharbeiten soll, weil man dem Hund ansonsten Schaden zufügen könnte?
      Herr Millan hat deshalb so viel Erfolg, weil er glauben macht, dass er schnelle Lösungen für schwere Probleme hat, und außerdem eine gigantische Marketing-Maschine hinter sich. Jeder, der sich nur ein bisschen mit Hunden auskennt weiß, dass es bei massiven Verhaltensstörungen (wie bissige Hunde, angstgestörte Hunde, Dauerkläffer, Futteraggression etc.) keine schnellen Lösungen gibt.
      Nur im Märchen und im Fernsehen. Und das ist es ja auch, was C. Millan verkauft.

  35. „Obwohl Aggression für Hunde ein ganz normales Verhalten ist – normalerweise übrigens ein massives Abwehrverhalten, weil der Hund gelernt hat, dass er dann in Ruhe gelassen wird -, ist es Menschen unangenehm, peinlich, und außerdem bekommen sie Angst.“

    Das ist Quatsch!
    Es gibt viele Hunde, deren Aggression nicht nur auf Abwehrverhalten, sondern eindeutig auf Angriffsverhalten basiert, weil sie ihren Halter nicht als Rudelführer ernst nehmen oder sogar als schwach einordnen. Genauso wie es bei menschlichen Gewalttätern nicht nur „Notwehr“-Täter gibt, sondern auch Menschen, die sich einfach mit Gewalt durchsetzen und aggressiv sind.

    Hunde, die einfach nur wegen Abwehrverhalten Aggressionen zeigen, sind meist nicht so problematisch. Aber viele Hunde greifen nicht wegen Abwehrverhalten an…

    Und da ist „Grenzen setzen“ eindeutig nicht verkehrt und bestimmt kein Denkfehler!
    Kinder, die ihre Eltern schlagen und aggressiv sind, handeln auch nicht aus „Abwehrverhalten“… 😉 Und dann muss einfach mal jemand kommen, der klar und eindeutig klarmacht, dass damit jetzt Schluss ist!

      • Katharina

        Hallo Anja,
        nein, in diesem Fall macht er sehr vieles richtig – auch wenn ich finde, dass der Hund zu sehr bedrängt wird und mehr Zeit verdient hätte. Aber das ist ja nun mal die Crux, wenn man im Fernsehen etwas zeigen will, dass man sich an einen bestimmten Zeitrahmen halten muss.
        Leider gibt es trotzdem zahllose Videos, in denen Millan nicht nur nahe an der Grenze zur Misshandlung ist, sondern sie überschreitet. Sehen Sie sich einmal die Geschichte von Jonbee (https://youtu.be/vCBWWWBoKxw ) an: Das ist so grauenhaft, dass einem fast die Tränen kommen. Ein Hund, der komplett un-sozialisiert ist und im Hinterhof am Strick gehalten wird, soll nun plötzlich zum Menschenfreund werden.
        Und Millan erzählt wirklich Käse: 6:30 : „Jetzt ist er ganz entspannt“: Der Hund ist keineswegs entspannt, er ist hochgradig gestresst, wie man an den hervorquellenden Augen und dem Streß-Hecheln erkennen kann. 6:40: Der Hund soll sich unterwerfen (wozu? Der Hund ist in Panik darüber, dass er in dieser ungewohnten Umgebung ist. „Unterwerfung“ wird ihm zusätzlich Angst machen, weil er überhaupt nicht versteht, was die Leute alle von ihm wollen. Und er soll sich unterwerfen und das auch noch gut finden, dass Millan ihn „psychisch unterwerfen“ will.

        8.=0 „Keine Panik!“ sagt Millan zu den Besitzern – dabei hat die Ehefrau, die den Tränen nahe ist, völlig recht: Was Millan hier mit dem völlig hysterischen Hund macht, ist hahnebüchen. Der Hund ist katatonisch vor Angst- und Millan nennt das, was er macht, „das Zähmen eines wilden Tieres“. Millan würgt den Hund mit der Schlaufe, die er dem Hund um den Hals gelegt hat, zieht ihn hoch (man nennt das „stringing“) – bis der Hund bei 9:38 aufgibt. Nicht etwa entspannt, nicht, weil er etwas gelernt hat – bei so einem Adreanlin-Level ist es neurologisch unmöglich, einen „Lernvorgang“ einzugehen -, sondern weil er völlig erschöpft und panisch kapituliert. Aber das ist es, wie Millan erklärt, was er wollte.

        Und ja, es war traumatisch für den Hund und die Besitzer, wie Millan sgat. Nein, der Hund ist kein „Killer“ , wie Millan behauptet. Das ist keine Erziehung. So geht man nicht einmal mehr mit Zootieren um – und ganz gewiß nicht mit einem hochsozialen Tier, dem Hund. Bei 11:07 geht es weiter: Nun lernt der Besitzer, wie man mit dem Hund weiter mit massivem Zwang umgeht. Der Hund trägt einen Maulkorb, er ist an kurzer Leine gefesselt – er arbeitet nicht mit, er duldet nur – sehen Sie sich den Gesichtsausdruck bei 12:18 an. Der Hund wird von ihm auf den Rücken auf den Schoß gelegt. Millan behauptet, JonBee wäre jetzt „entspannt“ – NICHTS daran ist entspannt. Der Hund halt jeden Muskel angespannt, er schnauft laut durch den Maulkorb…
        Ich jedenfalls finde das schrecklich.
        Viele Grüße, Katharina

  36. Sehr geehrte Frau von der Leyen

    Sie scheinen eine sehr belesene und intelligente Journalistin zu sein mit einem Faible für Tiere. Ich finde das sehr schön.

    Da Ihnen somit die freie Meinungsäusserung ein wichtiger Aspekt unserer westlichen Zivilisation scheint, hege ich noch grösseren Respekt vor Ihnen.

    Wie Sie so schön gesagt haben in Ihrem letzten Eintrag „ich jedenfalls finde das schrecklich“, genau so sehe ich hier vieles, von Ihnen und anderen, nämlich subjektiv. Und das ist absolut ok.

    Studien sind, das ist weitestgehend bekannt, genau so und ein Abbild dessen, der sie gemacht hat.

    Wir brauchen immer wieder die richtige Studie um unser Gesagtes zu untermauern und zu belegen, die Glaubwürdigkeit steigt immens. (Deshalb kann man fast für alles Studien finden und Studien steuern, siehe „Business-Psychologie“)

    Studien sind, wie der Name sagt, eine in sich geschlossene auf gewisse Merkmale festgelegte Auswertung, selbst wenn sie wissenschaftlicher Natur sind. Die Wissenschaft übrigens hat sich schon lange davon abgewendet, das alleinige Recht auf Wissen auf sich zu übertragen und wer in der Wissenschaft arbeitet weiss, dass alles einen Zeitwert hat, also unter Umständen schon Morgen von einem anderen Wissenschaftler widerlegt werden kann oder könnte.
    Noch interessanter ist es, wenn man von der Wissenschaft der Physik auf Geisteswissenschaften oder der Psychologie umschwenkt. Hier befinden wir uns nicht mehr in der Gleichung von 1+1=2, hier sind die Variablen bald unendlich, wie eben die Charakteren von Menschen und Lebewesen. Es gibt Trends, Verhaltensgruppen, mögliche Muster welche zum Beispiel bei 20 von 100 Versuchen aufgetreten sind. Kann man da von 100% sprechen?

    Wenn wir heute etwas wissen dann das, dass es kein 100% gibt; das wissen wir aber zu 100%. (Kein Wissenschaftler wird Ihnen da widersprechen.)

    Was ich sagen möchte?

    Wir alle wollen es gerne besser wissen, doch keiner kennt die alleinige Wahrheit.

    Ich habe einige Operationen gesehen und miterlebt (nein, ich bin kein Arzt) und dachte, man könnte das eine oder andere besser machen, oder ich zumindest würde es anders und meines Erachtens besser machen. Dies mein subjektives Empfinden.

    Objektiv betrachtet jedoch darf man sicher nicht wegsehen, sich aber auch nicht anmassen es besser machen zu können. (Jeder von uns kennt sie, die unglaubliche Masse von Weltfussballtrainer und Weltfussballspieler, welche bei einer Fussballweltmeisterschaft am Fussballfeld stehen, vor dem TV sitzen, und jeden Spielzug, Auswechslung und Schuss aufs Tor um ein Vielfaches hätten besser gemacht als alle Trainer und Fussballer direkt auf dem Platz..)

    Nun, ich bin überzeugt, dass Sie eine wunderbare Schriftstellerin und gute Journalistin sind, welche Ihre Meinung gerne frei äussert und dies auch geniesst, und das ist gut so.

    Da Sie sehr engagiert sind und Ihnen die Wahrheit am Herzen liegt wissen Sie sicherlich, dass es immer am besten ist, man nimmt beide Seiten und schafft sich so einen Überblick und bildet dann die Meinung. (..etwas zeitaufwändiger, ich weiss..)

    Wie ich gelesen habe sind Sie einen Teil Ihres Lebens in den USA gewesen. Lassen Sie es sich nicht nehmen und besuchen Sie Herrn César. Diskutieren Sie sachlich Ihre Kritikpunkte und Meinung und Ihr Wissen mit ihm.
    Bilden Sie sich dann Ihre Meinung und schreiben Sie einen Artikel.

    So kann Ihnen niemand mehr unterstellen, dass Sie studierte Journalistin sind, Bücher schreiben, ein paar Hunde haben und diese lieben, ein paar Seminare besucht haben (was natürlich jeder hier kann und hört sich auch wichtig an), aber kein fundiertes Wissen aus praktizierter Erfahrung als Leistungsnachweis erbringen können. (Bitte verzeihen Sie mein eventuelles Nichtwissen, aber Sie haben nicht zufällig eine Praxis für die Resozialisierung von Hunden?)

    Wissen ist eines. Situatives Anwenden im genau richtigen Moment etwas anderes. Aber das wissen Sie bestimmt.

    Ich freue mich auf Ihren Artikel über das Interview mit Herrn César. Denn vielleicht sind Sie sich ähnlicher als Sie denken…

    So wünsche ich Ihnen weiterhin viel Erfolg und alles Gute
    ADI

    • Katharina

      Lieber Adi,
      danke Ihnen erst einmal für diesen freundlichen, höflichen „Brief“ – in dieser Diskussion scheint esimmer wieder vor allem darum zu gehen, Millan-Kritiker persönlich anzugreifen und zu beleidigen, anstatt auf meine Beispiele und Argumente einzugehen.
      Ich muss Ihnen dennoch widersprechen: Denn Studien sind keineswegs „ein Abbild dessen der sie gemacht hat“, denn sie werden aus genau diesem Grund nie von einem einzigen Forscher gemacht, sondern grundsätzlich von einem Team. Die unterschiedlichsten Verhaltensbiologen haben in den vergangenen dreißig Jahren belegt, dass Wölfe eben nicht so miteinander umgehen, wie das anhand von in Gefangenschaft lebenden, wild zusammengewürfelten Wölfen in den 70er Jahren gedacht wurde. Keine einzige Kaniden-Art arbeitet mit „Unterwerfung“ – das ist eine Geste, die man sich für den Ernstfall bewahrt, wenn es auf Leben und Tod geht. Sie als beiläufige Erziehungsmethode einzusetzen, ist ungefähr so, als würde man einen Ladendieb mit dem Leben bedrohen.
      Ich lebe seit meiner Kindheit mit den unterschiedlichsten Hundearten zusammen. Die ganzen Seminare und Praktika, die ich gemacht habe, haben dazu geführt, dass ich immer mehr unterschiedliche Blickwinkel ganz unterschiedlicher Biologen und Trainer kennen lernen durfte. Ich habe vom Deutsch Drahthaar über Malinois, völlig deprivierten Hunden aus „Kaspar Hauser- Haltungen“ bis hin zu Windhunden mit jedem Temperament zu tun gehabt und noch nie in meinem ganzen Leben einen Hund auf die Seite geworfen: Ich will keinen Hund „unterwerfen“ – ich möchte eine Zusammenarbeit mit einem hochsozialen Lebewesen, dessen Sozialstruktur der menschlichen sehr ähnlich ist. Einem Hund, der Respekt vor mir hat, weil er mich eigentlich fürchtet, kann ich nicht trauen. Ein Hund, der Respekt vor mir hat, weil er weiß, dass ich ihn beschütze, ihm erkläre, wo’s lang geht und er sich immer auf mich verlassen kann (weil ich ihn z.B. nicht auf eine brutale Art und Weise korrigiere, die er überhaupt nicht begreifen kann, weil ich seine „Entschudligungen“ einfach ignoriere), ist einer, auf den auch ich mich 100 Prozent verlassen kann.
      Ich kenne Cesar Millan aus der Zeit, in der ich in Los Angeles lebte. Er war Hundesitter, nichts weiter (und hat seither nichts dazu gelernt, denn er geht laut eigener Aussagen auf keine Seminare anderer Trainer, liest keine Studien oder Bücher, denn dafür hat er „keine Zeit“, wie er den Tierärzten erklärte, die him den §11 nicht zugesprochen haben), und ging jeden Morgen mit den Rottweilern von Will Smith in Runyon Canyon Park spazieren, einem riesigen, verlassenen Estate, in dem alle Leute ihre Hunde frei laufen lassen durften, die Berge `rauf- und `runter joggten und Mountainbike fuhren. Wenn Millan in den Park kam, hielten alle Leute Abstand, denn im PArk änderte sich sofort die ganze Energie: War es vorher entspannt und gelassen, wurde es mit Millans Eintritt angespannt und laut (und Sie wissen vielleicht, dass unsere Energie das erste ist, was sich auf Hunde überträgt: Sind Sie angespannt, wird der Hund es sofort auch. Sind Sie laut, wird der Hund es auch. Sind Sie dagegen gelassen und fröhlich, ist der Hund es ebenfalls). Die Hunde von Will Smith waren zugegeben überhaupt nicht erzogen, kannten nichts ausser dem riesengroßen Gelände von Smith’s Anwesen. Aber gehe ich dann mit fünf riesigen Rottweilern gleichzeitig in einen Park mit so vielen Außenreizen (wo sich die überforderten Hunde auch noch gegenseitig mit ihrer Aufregung anstecken)? Nö. Ich bringe den Hunden zuerst einmal die Grundkommandos bei und gehe dann mit einem nach dem anderen einzeln in den Park, um ihm andere Hunderassen, Radfahrer, Jogger und Kinder zu zeigen – in aller Ruhe, damit der Hund lernt, dass das alles nichts ist, was einen beunruhigen könnte. Millan dagegen präsentierte sich jeden Morgen wie ein Raubkatzen-Dompteur, brüllte die Hunde an und ließ sie kuschen, so dass alle anderen ziemlich schnell den Park verließen, denn diese Hunde waren das Gegenteil von entspannt.
      Nein, ich habe nichts mit Millan gemein. Millans Taten, die weltweit als Videos gestreut werden, sprechen für sich, immer wieder. Es gibt nicht nur ein oder zwei Videos, in denen er ausgesprochen gewalttätig mit Hunden umgeht, sondern zahllose. Es gibt nicht nur ein oder zwei Videos, in denen der das Meideverhalten des Hundes ignoriert (also seine „Korrektur“ abmildert, sobald der Hund zeigt, dass er verstanden hat, worum es geht), sondern fast alle.
      Und er hat sich in den letzten 20 Jahren nicht verändert. Jeder Trainer lernt dazu, verändert sich: Ich habe vor 15 Jahren auch Dinge gemacht, die ich heute nicht mehr machen würde, weil ich es nicht besser wußte. Aber ich habe mich immer bemüht, mehr zu erfahren, zu wissen, zu lernen, um meine Hunde besser erziehen zu können, ein besserer Schreiber zu werden, ein klügerer und besonnenerer Mensch. Ich habe beim Reiten immer dazu gelernt – nicht, damit es besser aussieht, sondern damit ich das Pferd, auf dessen schwächsten Körperteil ich in einem 90 Grad-Winkel sitzen will, möglichst überhaupt nicht beeinträchtige. Ich kann die Hunde, die ich ausgebildet habe (und da waren einige sehr, sehr schwierige Hunde aus schrecklicher Haltung dabei, keineswegs nur gutgezogene Hunde, die nichts Schlimes erlebt hatten) alle mit Sichtzeichen und leiser Stimme führen.
      Millan hat sich keinen Schritt verändert seit seinen Anfängen, er macht Fehler, die einem erfahrenen Trainer einfach nicht passieren dürften (ich erinnere nur an die letzte Episode, die mich so empört hat, mit der Französischen Bulldoge und den Schweinen) und gefährdet dadurch sogar Hund und andere Tiere. Ich sehe in den Video-Episoden immer nur Aufregung, Theater, Tritte, Übergriffe und allgemeine Hysterie.
      Hunde, die beißen, machen dies, weil sie gelernt haben, dass sie dann in Ruhe gelassen werden (nachdem sie sich bedrängt oder ängstlic fühlen). Kein Hund (außer, er hat einen Hirntumor) beißt „einfach so“. Er hat also kein Vertrauen in Menschen und muss erst lernen, dass es auch andere Möglichkeiten gibt, „Nein“ zu sagen. Wenn ich einem Hund mit Aggression begegne, lernt er, dass aggressives Verhalten eine Option ist, die Resultate bringt. Genau das will ich nicht. Aber das ist die einzige Art, wie Millan Aggression bei Hunden begegnet. Und das halte ich für total falsch. Den Hunden müssen Grenzen gesetzt werden – alles andere ist unfair, so, als würde man einen Blinden in der Mitte einer riesigen Halle stehen lassen: Der fühlt sich auch erst sicher, wenn er die Wände, die „Begrenzungen“ gefunden hat, an denen er sich entlangbewegen kann. Aber Grenzensetzen hat nichts mit Treten, Rucken, den Hund am Halsband aufhängen, ihn niederringen zu tun, sondern mit deutlicher Körpersprache und innerer Haltung.
      Nichts davon habe ich jemals bei Millan gesehen. Was er macht, sind althergebrachte Methoden aus der Welt der Schutzhunde von vor 20 Jahren. Selbst die sind mittlerweile weiter.

      Herzliche Grüße, Katharina v.d. Leyen

      • Jetzt bin ich durch Zufall in diese Diskussion geraten, habe mir brav alle Kommentare durchgelesen und bin schlicht über Ihre Art und Weise etwas darzustellen entsetzt, Frau v.d.Leyen!
        Vorweg: Ich bin kein Hundetrainer, ich bin keine Journalistin, ich bin eine ganz normale angestellte Mutter und Hundebesitzerin, also genau das Klientel , welches mal eine Folge Ceasar schaut und ggf. anwendet: kurz, ich bin eine von denen, die Sie vom Gegenteil der CM-Methode überzeugen wollen.

        Ich habe Zeit meines Lebens Hunde, ich bin 30 Jahre aktive Reiterin und Mutter von 2 eigenen und 3 angenommenen Kindern, in jedem dieser Bereiche war es schon mal von Nöten meinen Standpunkt etwas energischer durchzusetzen, beim Reiten gab es etwa mal ein leichtes Rucken am Zügel, dem energischen Schenkelstups, oder mal die Hilfe einer Gerte, bei den Hunden gibt es durchaus mal die Kommunikation mittels Leine, um auf mich Aufmerksam zu machen und bei den Kindern, vor allen den kleinen, gab es durchaus mal einen festeren, auch ruckartigen Armgriff, um z.B.vor dem kopflosen Über-die-Straße-zu-rennen zu schützen.

        Für sich betrachtet und ohne mich zu kennen, klingen diese, von mir aufgezählten Dinge, wirklich nicht schön, sondern auch teilweise brutal und aggressiv…

        Wer mich kennt, weiß das ich das nicht bin, aber ich bin bestimmt und Konsequent, egal mit wem, ich stelle Regeln auf und möchte das sie eingehalten werden.
        Meine Hunde dürfen nicht auf die Couch, gehen Sie auch nicht, sollen niemanden beim Spaziergang anspringen/anbellen…tun sie nicht…Ganz einfach: Ich ignoriere die entgegenkommenden Hunde, ich gehe einfach und völlig unaufgeregt weiter…Manchmal reizt meine Hunde etwas an den anderen Hund und dann hilft ein sanfter Zug an der Leine, die Betonung liegt auf Sanft!
        Ich quatsche die Hunde nicht zu und ich verstelle nicht meine Stimme und quitsche sie an ( es sei denn, ich möchte Spaß mit Ihnen machen, denn mit quitschstimme geraten sie in Aufregung)
        Ich möchte das meine Kinder höflich sind, erstens bin ich es auch, also Vorbild und zweitens weise ich sie zurecht, mündlich natürlich.

        Ich möchte nicht das mein Pferd nach anderen schnappt, also korrigiere ich es, auch mal mit einem Nasenstüber.

        Sowas alles ist extrem selten erforderlich, weil ich einfach eine konsequente, liebevolle Beziehung habe.

        Und diese These vertritt auch CM, er ist kein heiliger, aber er versucht es den Leuten zu vermitteln, wie der Hund tickt und das ist der Punkt: Viele von den Besitzern in Not bei der Sendung machen auch vieles falsch, ignorieren den Hund, als Sozialwesen, halten ihn als Plüschtier, oder sind selber so verängstigt das sich das unmittelbar auf Tier ( sowas passiert ja auch auf Kinder und Pferde) überträgt.

        Wenn ich möchte das Ruhe in der Anspannung bewahrt wird, muss ich selber Ruhe ausstrahlen, wenn! sich meine Umgebung an mir orientiert.

        Egal welches Sozialwesen, einer ist Rudelführer und das ist überall und immer so. Deswegen gibt es Hirachien in Betrieben, in Sportvereinen, im Kegelclub….
        Jeder, der schon mal unter einen devoten Chef gearbeitet hat, weiß das geht in die Hose, man fühlt sich nicht gut ‚geführt‘ und verlässt sich nicht drauf.
        Macht dann eben sein eigenes Ding, ohne alles überschauen zu können, oder gibt auf.
        Zu Dominant geführt ist da genauso ungünstig.

        Ich glaube, Ceasar versucht es, laienhaft, nur mit seiner Erfahrung ( er hat ja nix studiert), den ’normalen‘ ( also nix studiertes, wie ich) Leuten, klar zu machen, wie das so laufen kann…

        Das mit der Unterdrückerei, habe ich auch gesehen, ich bin sicher, daß es nicht die gängige Methode seinerseits ist, ganz schlimm finde ich es nicht, wenn einem sehr verkorksten, vom Besitzer nicht richtig gehändelten Tier, mal gezeigt wird, das es auch stärkere gibt und Menschen sich nicht nur aus Angst vor dem Hund verbarrikadieren, sondern sich ihm stellen.
        Ich habe da so einen Terrier vor Augen, der auf dem Hof, weit ab vom Schuss, das Sagen üvernommen hatte…
        Den hat er runtergedrückt….
        Nun, es gibt auch von Geburt an bekloppte Hunde, wie es auch bekloppte Menschen gibt…, die dann das Pech haben, zu falschen Besitzern, ergo falschen Eltern zu kommen, die das nicht erkennen und es durch falschverstandene Liebe/Strafe nur schlimmer machen.

        Glaube da war er auch nicht so erfolgreich.

        Im übrigen, falls der Eindruck hier ensteht, ich hätte immer alles im Griff: weit gefehlt, wenn man nachlässig ist, krank, zu sehr mit was andren beschäftigt, dann bricht die Sache auch schnell mal ein, denn alle verlassen sich auf den ‚Rudelführer‘ …

        Und sind wir mal ehrlich: Wer will schon tausend Studien lesen?
        Man sieht sich verschiedene Dinge an, probiert das beste für sich aus und gut ist.
        Nur Stillstand und festhalten an der ‚einen, einzige, wahren Methode‘ das ist der Tod jeder Erziehung.
        LG

        P.S. Alle Rechtschreibfehler dürfen behalten werden.

  37. Sehr geehrte Frau von der Leyen

    Wie gesagt, ich werte weder Ihre Theorie, noch die Erfahrung von Herr César.

    Vorgefertigte in Stein gemeisselte Meinungen sind so eine Sache…

    Ich sehe, Sie würden wohl nie mit einem anders denkenden Menschen eine Diskussion führen, die konstruktiv genug ist um andere Perspektiven eröffnen zu lassen.

    Somit kann auch dieser Blog als Monolog definiert werden. Schade eigentlich, denn auch hier geht wiederum eine alte Weisheit unter: „viele Wege führen nach Rom“. (Ist ja auch alt..)

    So Wünsche ich Ihen nochmals alles Gute, und bitte seien Sie vorsichtig, wenn Sie sich zu 100% auf Ihr Tier verlassen..

    ADI

  38. Die Autorin dieses Artikel sollte sich vielleicht mal die 2 Hunde, Junior und Daddy von Millan anschauen. Die sind weder aggressiv, noch sonst irgendetwas und haben auch keine Angst vor ihm oder anderen. Genauso wie sein ganzes Rudel. Wenn er das Tor aufmacht,dann sieht man 20 od. mehrere Hunde,die sich freuen, dass er da ist und die auch Respekt vor ihm haben. Aber das sehen die Meisten gar nicht,weil die immer nur das Negative sehen wollen, um andere fertig machen! Wenn ich da immerwieder Hundehalter sehe,die mit einem Sack Leckerlie oder einem Koffer voller Spielzeug rumgehen und jedes Mal ihrem Hund einen Keks ins Maul stopfen,wenn ein anderer Hund kommt,frag ich mich, was hat das mit Wissen oder Erziehung zu tun? Kein Wunder,dass ich immer wieder übergewichtige Hunde sehe!
    Die Autorin möchte ich mal sehen, was sie macht, wenn ein agggressiver Riesenhund vor ihr steht!

  39. der zerstörer

    wow … sorry … ich kann mir das einfach nicht mehr lesen 🙁
    ich möchte nur ganz kurz ihre kleine welt zerstören (werde selber in spanien hundetrainer :p noch 1-2 jahre)

    1. in der natur gibt es verschiedene arten der dominanz
    2. wenn cesar von dominanz spricht, dann meint er die ZWEIERBEZIEHUNG was WISSENSCHAFTLICH völlig KORREKT IST.
    3. och darling :=) hunde korrigieren sich zum teil sehr „aggressiv“
    und noch eins <3 cesar meinte nie das man hunde bestrafen sollte! ach gott … ihre recherchieren sind ja fast so schlimm wie die deutsche übersetzung des hundeflüsteres! dennoch schöne zeitverschwendung *hust*

    ich glaube sogar das meine 16 jährige schwester (sie ist gerade in spanien und hilft den straßenhunden) mehr anhung von der theorie und der praxis hat … oh gott.

    naja … selbst der erik h.erikson (könnte 10000 seiten darüber schreiben) war an harvard&berkeley professor und das ohne studium 🙂 und was sagst uns das?
    das es leute mit talent gibt und solche (wie sie vllt.?) die nicht wirklich etwas gebacken bekommen 😛 in deutschland geht eben ohne viel arbeit/bürokratie nichts! *hust* am ende zählt der abschluss/titel … auch wenn man scheiße ist, aber hauptsache titel!

    alleine schon die hundeprüfung oder die für die haltung eines der listenhunde … bescheuert³ und was sagt uns das?
    oder die inkompetenten lehrer in diesem land? was sagt uns das?

    wissen sie was? ich verschwende hier nur meine zeit … sie sind wie diese ganzen "hobby-bundestrainer" LOL, dennoch würde ich sie gerne hier in bei meinem onkel (er resozialisiert straßenhunde und hunde aus der kampfszene), nur um zu sehen was sie wirklich drauf haben.

    cheers

    • der zerstörer

      und ja .. habe mir diesen artikel nicht durchgelesen … geht auch nicht um diesen

      • der zerstörer

        selbst pat parelli&buck brannaman (nur um paar aufzuzählen und das ist jetzt die pferdeszene) werden kritisiert 🙂 tjoa … so ist das leben.

  40. ich bin schockiert……..wäre ich nicht schon aus der Kirche ausgetreten, wäre ich spätestens jetzt vom Glauben abgefallen. Die Methoden dieses Mexikanischen Wichtels kann man nicht ernsthaft für professionell halten??? Mein Hund soll mein Freund und Begleiter sein und nicht mein kleiner Fusssoldat, der immer nach mir aus der Tür geht. Im Ernst, schonmal dran gedacht, das sich die Fellnase einfach nur freut gassi zu gehen und deshalb nicht zu bremsen ist? Ist doch auch völlig in Ordnung, oder kommt Eure Welt ins wanken wenn Ihr mal nicht als erstes die Schwelle überschreitet.
    Von Stachel- und Würgehalbändern fange ich erst gar nicht an, oder würdet Ihr eurem Kind auch so nen Scheiß um den Hals legen………und falls Ihr es wissen wollt, ja das ist nichts anderes.
    Und ja, ich bin ein Mann, aber auch unser Hund darf auf die Couch……und wisst Ihr was, ich wollt Sie da auch nicht mehr vermissen. Oh my God……sein Hund darf auf die Couch, das Tier beansprucht die Couch und ist jetzt die Rudelführerin ;)……….Sie schaut grad wie Pinky und Brain „ICH ÜBERNEHME DIE WELTHERRSCHAFT“ bahahahahaha
    Versetzt Euch einfach nur mal geistig in den Zustand totaler Unterdrückung oder in das Leben als Rang niederes Wesen, was nicht als Freund sondern nur als Gefolge in erscheinung tritt. Und jetzt stellt euch vor, in diesem geistigen Zustand leben zu müssen……..Scheisse oder?
    Aber eins sollte doch jedem klar sein, CM schafft es nicht in 40 min einen Hund zu resozialisieren. Alles was wir sehen ist ein verflucht kleiner Bruchteil dessen was passiert. Den Rest sollte sich jeder selbst zusammenreimen, aber immer mit dem Hintergedanken, dass es bei der CM Maschinerie nur um Kohle geht und mit Sicherheit nicht um die Hunde.

  41. Ich bin ebenfalls der Meinung, dass die Methoden von CM einmal falsch interpretiert und nicht verstanden wurden und/oder auf wenigen Beispiele von im Internet rumlungernden Videos/Ausschnitten basiert.
    Wenn man Cesar von vor 8 Jahren mit heute vergleicht müsste einem ein deutlicher Unterschied aufgefallen sein. CM ist nicht taub, er weiß selber, dass er kritisiert wird und bildet sich weiter.
    Wer seinen Youtube-Channel oder seine Webseite inkl. Blogeinträge verfolgt, der merkt, dass er durchaus auf moderne Methoden, wie zum Beispiel das Ignorieren von Fehlverhalten setzt. Der einzige Unterschied ist, dass er auf den Menschen eingeht, der als Grundlage für eine gute Beziehung wichtig ist. Er nennt es „Energy“, ich würde es Ausstrahlung nennen.
    Außerdem ist der Mensch, das Spiel oder die Zuneigung die Belohnung und nicht das Futter. Die Hunde funktionieren nämlich auch ohne, dass man immer einen Beutel voll Bestechung dabei hat.
    Dieses „auf die Seite legen bis der Hund aufgibt“ hat er mittlerweile hinter sich gelassen und er ist eher auf den Fußtritt/Berührung/wie man es nennen möchte umgestiegen um den Hund aus der Situation heraus zu nehmen (Snap him out of it).
    Diese Herangehensweise ist meiner Meinung nach deutlich besser und sinnvoller, als zu versuchen den Hund mit Clicker, Leckerlies und Sprache auf sich zu lenken. Klar, das ist eine gute Methode, wenn bereits eine Beziehung und die nötigen Grenzen gesetzt wurden. Für leichtere Fälle benutzt auch Cesar Millan „Redirection“ mithilfe von Gerüchen (nose->eyes->ears). Wenn ein Hund aber so fokussiert ist, dass er alles ausblendet, dann muss man es ihm mithilfe einer Berührung (auf den Hund und die Situation angepasst) anderweitig klar machen.

    Wer die Folge mit dem Hund, der Angst vor Quietsch-Spielzeugen hat, beobachtet hat, kennt er auch Herangehensweisen mit entspannenden Ölen, Akkupunktur und Gewöhnung.
    Sich der Angst zu stellen finde ich eine gute Lösung, genau wie beim Menschen. Wer Angst vor der Achterbahn hat muss vom Umfeld z.B. den Freunden dazu gezwungen werden, um am Ende entspannt und glücklich heraus zu kommen. Dafür benötigt es Überzeugungskraft, Führung und ganz wichtig: Entspannung.
    Gleiches Spiel beim Hund.
    Leinenzug, bis der Hund eine noch so kleine Bewegung nach vorne macht und sofort Entspannung. Wenn er dann am Poolrand angekommen ist, muss er den ersten Schritt zur Stufe selbstständig! machen. Das Gefühl, dass er es geschafft hat und nichts passiert ist, ist in dem Fall seine Belohnung. Zwingen ist keine Lösung, lediglich die Hilfe sich der Situation zu stellen wird vom Menschen übernommen. Wenn er diese dann erreicht hat ist er entspannt und weiß, dass nichts passiert. Der Weg ins komplette Nass ist dann nicht mehr weit und komischerweise macht es am Ende Spaß. Der Hund wird beklatscht und fühlt sich gut.
    Was für ein tragisches und wissenschaftlich veraltetes Ergebnis!

    Ich finde seine Methode in sich schlüssig, er ist auf einer Farm aufgewachsen und weiß, wie man im Einklang mit der Natur arbeitet. Konsequenz und der Mensch ist hier der Schlüssel zum Erfolg.

    Wer sich selber seine Meinung bilden möchte:
    Schaut euch Notruf Hund/Der Hundeflüsterer auf NatGeoWild an (bitte nicht nur die alten Folgen aus dem Internet von Sixx). Am Besten in „Englisch“, dort kommt am meisten rüber.
    Auf den sozialen Netzwerken postet er täglich neue Inhalte und Artikel.

    https://www.cesarsway.com/
    https://de-de.facebook.com/cesar.millan
    https://www.youtube.com/user/CesarMillan/featured

    Stay Calm and assertive, Join the Pack
    und befolgt das Formular: Exercise, Discipline, Affection

    Wie ich finde sehr gute Artikel:
    https://www.cesarsway.com/dog-psychology
    https://www.cesarsway.com/dog-psychology/exercise-discipline-affection/mastery
    https://www.cesarsway.com/cesar-millan/cesars-blog/pushing-buttons
    https://www.cesarsway.com/cesar-millan/cesars-blog/what-to-do-about-a-fearful-dog

    Die Links sind als Beispiele zur Untermauerung meiner genannten Position. Ihr müsst nichts im Shop kaufen und seine Einträge nicht lesen, aber wer sich für Hunde interessiert, der darf sich dort gerne eine Meinung bilden.

  42. margarete52

    Ich bin mir nicht sicher, ob die ganzen vermeintlichen Hundeliebhaber wissen, wovon sie reden. Der Cesar Millan resozialisiert Hunde und trainiert Menschen, damit sie mit diesen problematischen Hunden umzugehen lernen. Das heißt, dass die Hunde, die zu Cesar Millan kommen kein „normales“ Verhalten haben. Im großen und ganzen deshalb, weil die Menschen nicht richtig mit den Hunden umgegangen sind. Das Problem sind nicht die Hunde, sondern die Menschen. Diese Problematik haben wir auch hier in Deutschland. Jeder kann sich einen Hund irgendwo kaufen und mit dem dann umgehen wie es ihm beliebt. Es gibt auch hier jede Menge Hunde, die gequält, vernachlässigt oder verhätschelt und vermenschlicht werden. Ich kann das fast jeden Tag mit ansehen, wenn ich mit dem Fahrrad unterwegs bin. Freilaufende Hunde in Wiesen und Wäldern, die Hasen und anderen Tieren nachstellen. Oft bekommt der „dazugehörige“ Mensch das gar nicht mit, weil der Hund sich selber überlassen bleibt. Einmal am Tag muss er doch auch mal laufen dürfen. Und mit dem Hund auf die dafür ausgewiesenen Flächen zu gehen ist zu mühsam. Außerdem muss der Hund für den Rest des Tages wieder in der Wohnung auf seinem Platz ausharren. Einen Garten haben die wenigsten Hundehalter, dafür aber einen oder mehrere möglichst große Hunde. Also läßt man das Tier dann einfach da laufen, wo man gerade ist. Erzogen ist von diesen Hunden keiner, denn auf den Hundehalter hört keines der Tiere. Und wenn man mal einen dieser „Hundeliebhaber“ anspricht und darauf aufmerksam macht, dass Hundekot eingesammelt werden muss und dass der Hund auch andere Tiere nicht jagen darf, dann bekommt man etwas von Freiheit zu hören und dass die Kinder ja auch nicht an die Leine müssen.
    Bei Cesar Millan hat alles seine Ordnung. Da ist der Hund ein Hund und das Kind kommt an erster Stelle. Da darf der Hund lernen, dass er das Kind zu respektieren hat. Und das Kind darf lernen, den Hund zu respektieren. Kein Hund wird vermenschlicht. Jeder Hund darf Hund bleiben und wird auch so behandelt.
    Wenn ich hier dann lesen muss dass der Hund mit Kindern verglichen wird „… oder würdet Ihr eurem Kind auch so nen Scheiß um den Hals legen………und falls Ihr es wissen wollt, ja das ist nichts anderes.“ dann sträuben sich mir die Nackenhaare. Doch das ist etwas anderes! Es ist etwas völlig anderes. Und genau das ist auch das Problem. Menschen die ihre Hunde vermenschlichen sind das Problem. Denn der Hund ist kein Mensch und reagiert auch nicht wie ein Mensch. Und wenn dann so ein vollkommen durchgedrehtes, weil falsch behandeltes Tier bei Cesar Millan landet, weil der Mensch nicht mehr damit fertig wird, dann wird von den so genannten „Hundefreunden“ auf Cesar Millan eingedroschen und behauptet, der würde Fehler machen. Dabei sind die Fehler schon viel früher, von den sich selber als „Hundeliebhaber“ bezeichnenden Hundehaltern gemacht worden. Ich habe in all den Folgen noch nie erlebt, dass Cesar Millan auch nur einmal ungeduldig,oder wütend mit einem Hund umgegangen ist. Der hat sich auch schon öfter stundenlang zu einem Hund in den Zwinger gesetzt, damit der meist ängstliche Hund von sich aus Kontakt aufnehmen kann. Was der Hund dann auch immer getan hat. Unterschiedliche Verhaltensweisen erfordern unterschiedliche Therapien, so viel sollte sich auch bei den diversen selbst ernannten Hundeverstehern hier herumgesprochen haben. Auch mit den Menschen, die das Verhalten des Hundes immer heraufbeschworen haben, geht er nie ungeduldig um, oder macht Vorwürfe, ganz im Gegensatz zu den selbsternannten Hundeprofis hier. Falsch verstandene „Tierliebe“, oder einfach Unwissenheit und weil das Tier vermenschlicht wird, erzeugen Fehlverhalten beim Hund, das dann zum Problem werden kann.
    Liebe Katharina, ich weiß nicht, ob Ihre Hunde ein Artgerechtes Leben führen dürfen. Die Hunde von Cesar Millan dürfen das jedenfalls. Ihnen scheint das nicht zu gefallen. Das ist Ihr gutes Recht, aber Ihre Hunde, die haben einen Anspruch darauf, dass sie ein Hundeleben führen dürfen. Und die Menschen in Ihrer Umgebung, die haben ein Recht darauf durch Ihre Hunde weder gefährdet noch belästigt oder verängstigt zu werden. Auch die wild lebenden Tiere in Ihrer Umgebung haben ein Recht auf Leben, ohne durch Ihre Hunde gefährdet zu werden. Jagende Hunde sind nicht umsonst unerwünscht. Wenn Sie Ihre Hunde von der Jagt abrufen können, sagt das doch nur aus, dass der Hund bereits bei der Jagt war. Das fremde Tier also schon aufgestöbert und getrieben hat. Ihr Hund hat also bereits etwas getan, was er nicht hätte tun dürfen. Und wie viel bekommen sie gar nicht erst mit. Zum Beispiel wenn Ihr Hund frei durch die Wiese läuft und Bodenbrüter aufscheucht, oder deren Eier zerbeißt, oder zertrampelt. Das geht so schnell, das bekommen Sie gar nicht mit. Besonders dann, wenn sie mehrere Hunde einfach so frei durch die Natur laufen lassen. Wie wollen Sie die alle unter Kontrolle haben und immer genau wissen, was die gerade tun?
    Bevor man sich über andere echauffiert und bei anderen nach Fehlern sucht, sollte man lieber erst mal bei sich selber anfangen.

      • Mein Post wartet nen Monat auf freischaltung, ich versuch es nochmal:

        Ich bin ebenfalls der Meinung, dass die Methoden von CM einmal falsch interpretiert und nicht verstanden wurden und/oder auf wenigen Beispiele von im Internet rumlungernden Videos/Ausschnitten basiert.
        Wenn man Cesar von vor 8 Jahren mit heute vergleicht müsste einem ein deutlicher Unterschied aufgefallen sein. CM ist nicht taub, er weiß selber, dass er kritisiert wird und bildet sich weiter.
        Wer seinen Youtube-Channel oder seine Webseite inkl. Blogeinträge verfolgt, der merkt, dass er durchaus auf moderne Methoden, wie zum Beispiel das Ignorieren von Fehlverhalten setzt. Der einzige Unterschied ist, dass er auf den Menschen eingeht, der als Grundlage für eine gute Beziehung wichtig ist. Er nennt es „Energy“, ich würde es Ausstrahlung nennen.
        Außerdem ist der Mensch, das Spiel oder die Zuneigung die Belohnung und nicht das Futter. Die Hunde funktionieren nämlich auch ohne, dass man immer einen Beutel voll Bestechung dabei hat.
        Dieses „auf die Seite legen bis der Hund aufgibt“ hat er mittlerweile hinter sich gelassen und er ist eher auf den Fußtritt/Berührung/wie man es nennen möchte umgestiegen um den Hund aus der Situation heraus zu nehmen (Snap him out of it).
        Diese Herangehensweise ist meiner Meinung nach deutlich besser und sinnvoller, als zu versuchen den Hund mit Clicker, Leckerlies und Sprache auf sich zu lenken. Klar, das ist eine gute Methode, wenn bereits eine Beziehung und die nötigen Grenzen gesetzt wurden. Für leichtere Fälle benutzt auch Cesar Millan „Redirection“ mithilfe von Gerüchen (nose->eyes->ears). Wenn ein Hund aber so fokussiert ist, dass er alles ausblendet, dann muss man es ihm mithilfe einer Berührung (auf den Hund und die Situation angepasst) anderweitig klar machen.

        Wer die Folge mit dem Hund, der Angst vor Quietsch-Spielzeugen hat, beobachtet hat, kennt er auch Herangehensweisen mit entspannenden Ölen, Akkupunktur und Gewöhnung.
        Sich der Angst zu stellen finde ich eine gute Lösung, genau wie beim Menschen. Wer Angst vor der Achterbahn hat muss vom Umfeld z.B. den Freunden dazu gezwungen werden, um am Ende entspannt und glücklich heraus zu kommen. Dafür benötigt es Überzeugungskraft, Führung und ganz wichtig: Entspannung.
        Gleiches Spiel beim Hund.
        Leinenzug, bis der Hund eine noch so kleine Bewegung nach vorne macht und sofort Entspannung. Wenn er dann am Poolrand angekommen ist, muss er den ersten Schritt zur Stufe selbstständig! machen. Das Gefühl, dass er es geschafft hat und nichts passiert ist, ist in dem Fall seine Belohnung. Zwingen ist keine Lösung, lediglich die Hilfe sich der Situation zu stellen wird vom Menschen übernommen. Wenn er diese dann erreicht hat ist er entspannt und weiß, dass nichts passiert. Der Weg ins komplette Nass ist dann nicht mehr weit und komischerweise macht es am Ende Spaß. Der Hund wird beklatscht und fühlt sich gut.
        Was für ein tragisches und wissenschaftlich veraltetes Ergebnis!

        Ich finde seine Methode in sich schlüssig, er ist auf einer Farm aufgewachsen und weiß, wie man im Einklang mit der Natur arbeitet. Konsequenz und der Mensch ist hier der Schlüssel zum Erfolg.

        Wer sich selber seine Meinung bilden möchte:
        Schaut euch Notruf Hund/Der Hundeflüsterer auf NatGeoWild an (bitte nicht nur die alten Folgen aus dem Internet von Sixx). Am Besten in „Englisch“, dort kommt am meisten rüber.
        Auf den sozialen Netzwerken postet er täglich neue Inhalte und Artikel.

        https://www.cesarsway.com/
        https://de-de.facebook.com/cesar.millan
        https://www.youtube.com/user/CesarMillan/featured

        Stay Calm and assertive, Join the Pack
        und befolgt das Formular: Exercise, Discipline, Affection

        Wie ich finde sehr gute Artikel:
        https://www.cesarsway.com/dog-psychology
        https://www.cesarsway.com/dog-psychology/exercise-discipline-affection/mastery
        https://www.cesarsway.com/cesar-millan/cesars-blog/pushing-buttons
        https://www.cesarsway.com/cesar-millan/cesars-blog/what-to-do-about-a-fearful-dog

        Die Links sind als Beispiele zur Untermauerung meiner genannten Position. Ihr müsst nichts im Shop kaufen und seine Einträge nicht lesen, aber wer sich für Hunde interessiert, der darf sich dort gerne eine Meinung bilden.

      • Nein, gar nicht – ich verstehe vor allem nicht, wann das WordPress-System beschließt, ein Kommentar müsse erst frei geschaltet werden, und wann sie einfach so gepostet werden. Seltsam. Ich zensiere nichts und habe auc keine „Freischaltungen“ eingestellt. Tut mir leid.

          • Können wir gleich mal testen:
            Ein, wie ich finde, sehr schönes Video.
            https://www.youtube.com/watch?v=pMPUaLMuKS4

            Er erklärt hier in etwa 1 1/4 Stunden seine Methode und seine Vorgehensweise mit dem falschen Menschenverhalten als Auslöser.

            Zum Thema Bestrafung/Disziplin/negative Verstärkung:
            Ich glaube das Beste ist ein Mix aus allem. Grundlagenaufbau mit Disziplin und Regeln, gegenseitige Bindung mithilfe von positiver Verstärkung (Was letztendlich genau der 3. Teil seines Formulars ist – Affection).

            Dass das auch bei Cesar funktioniert, sieht man an seinen eigenen Hunden Junior und Benson sehr gut.

  43. Liebe Kollegen, Als erste Frage sollen wir uns stellen : was erwarten wir von unsere Hund und für welche verhalten wir ihn bestrafen? Natürlich wir erwarten dass der Jäger nicht jagen will, dass der Territoriales Tier seine Ressource nicht bewacht, dass der Rudel Tier ignorieren soll potenzielle Feind. Apel für die Menschheit: Bitte dein Hund nicht vermenschlichen und mit eure Emotionen nicht vergewaltigen sonst wenn entscheidest du dich mit Tier/Hund zu leben solltest du dich vertirischen und tierische leben erleben. Ich selber bin ein Züchter, täglich sehe wie Muttertier zwickt eigene Welpen (4 Wochen alt) weil die gerade Rangordnung und Rudelregeln lernen müssen, benutzt dabei keine Leckerli oder eure Ethik, fragt sich auch nicht danach ob es weh getan hat… Was für paradox machen wir uns selbst…zwingen die Hunde mit uns leben, zwingen (von Hundesicht) zu Fehlverhalten (bestrafen für normale lebenswichtige Instinkte)…Wir sind die Monstern… Leute kauft euch erst mal spiegel und vor dem ( egoistische suche nach ideale Lebenspartner) Hundekauf frag sich erst mal ob kannst du dem Tier normale tierische leben zu ermöglichen. Das ist die Antwort und Methode für glückliche Tier/Mensch zusammen leben. Persönlich ich finde der Cesar ist mindestens auf die richtige Spur….

  44. PARTNERSCHAFT UND INVESTITIONEN
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    Vielen Dank!

  45. Jessica Overbeck

    Also wenn mein Hund mal einen Hund anknurrt, was die absolute Ausnahme ist, sage ich folgendes: „Bruno“,er achaut sich zu mir um „Ist gut. Alles okay. Ich hab’s verstanden. “ und dann ist auch gut. Warum? Weil mein Hund mich als Rudelführer akzeptiert. Deshalb orientiert er sich an mir. Ich finde Cesar nicht grundsätzlich schlecht, aber teilweise trifft er die falschen Entscheidungen.

  46. Also echt über manche Kommentare kann ich als Hundebesitzerin einer Leonbergerhündin die 20 Monate alt ist einfach nur den Kopf schütteln ! Mein Hund ist doch nicht mein Eigentum , sie sollte schon noch Hund bleiben dürfen.! Und von diesen komischen Klicker und was es noch alles gibt , oder am besten sind immer noch diese Hundebesitzer die ihre Hunde mit Leckerlis vollstopfen damit wenigsten die Grundkommandos einigermassen von ihren vierbeinigem Freund ausgeführt werden. Meine Maya war noch nie in einer Hundeschule , geschweigen den in einer Welpenstunde. Wer ein bischen Verstand hat und Geduld, Liebe aber auch eine gewisse Stränge an den Tag legt, wird einen tollen Gefährten in seiner Fellnase finden.
    Es ist eine Grundvorraussetzung das man ganz klar die Grenzen setzt und das von Anfang an, aber auch mit viel Liebe und Geduld den Welpe erzieht. Maya würde nie beissen nach mir, noch ein Familienmitglied. Mein kleiner Sohn mit 7 darf ihr den Knochen aus dem Maul nehmen ohne das Sie nur eine Mine verzieht. Das ist für mich persönlich das pure Vertrauen und genau so sollte es sein. Ich lasse Sie von Anfang an immer ohne Leine laufen , ich vertraue ihr und somit vertraut Sie mir. Viele Hundebesitzer haben einfach kein Vertrauen in ihren Hund und verlangen dieses Vertrauen aber von ihrem Hund, wie soll das bitte schön gehen…???? Nicht nachvollziehbar für mich..!!! Maya zeigt auch keine Aggressionen gegenüber anderen Hunden, sollte Sie wirklich mal einen nicht mögen, geht Sie einfach an ihm vorbei und beachtet ihn überhaupt nicht. Ich weiß nicht was soviele Hundebesitzer mit ihren Hunden anstellen, das so ein Verhalten überhaupt aufkommt.
    Maya hab ich auch schon ein paar mal auf den Rücken gedreht, wo die Maus meinte Sie würde über mir stehen, nach 2 oder 3 mal war das geklärt und die Rangordnung wieder hergestellt. Von Stachelhalsbändern halt ich überhaupt nichts und von diesen komischen Elektrohalsbändern auch nicht.
    Und was für hirnlose Menschen hier , die von Hundeverhalten irgendwo gar keine Ahnung haben, erzählen das Hunde keine Rangordnung haben…???? Auch meine lässt sich inzwischen nicht mehr alles gefallen, da gibt es so kleine unerzogene Hunde, die meinen meiner in die Hinterläufe zu beissen, dann wird auch meine ungehalten , sie beißt nicht , aber unterwirft Sie, bis die auf dem Rücken liegen und nicht mehr nach ihr schnappen und dafür bestrafe ich meine ganz sicher nicht..!

    • Es würde sicher helfen, wenn Sie die Kommentare sorgfältiger lesen würden. Niemand hat gesagt, dass es keine Rangordnunge gibt bei Hunden, aber es gibt dieses Alpha-Gedöns nicht, das Millan einsetzt – oder Sie: Auf den Rücken wird so schnell niemand gelegt in einer Hundegruppe. Ich halte seit 35 Jahren immer mehrere Hunde – zur zeit acht unterschieldicher Rasen -, und habe das noch NIE gesehen, ausser, es ging mit Verletzungsabsicht zur Sache (insofern würde ich das Ihrem Hund auch nicht erlauben bei kleinen Hunden). Wenn ich von meinen Hunden erwarte, souverän, gelassen und friedlich zu sein, muss ich ihnen das auch vorleben. Und der Klicker ist eine phänomenale Erfindung, für die Sie einfach offen sein sollten: Lesen Sie doch mal hier http://www.lumpi4.de/klickt-es-bei-ihnen/
      Herzliche Grüße, Katharina von der Leyen

  47. derProfi

    Hallo Katharina, sehr guter Artikel. Cesar Millan hat definitiv keine Ahnung von Hunden. Erschreckend das dumme Gequatsche seiner Jünger hier, der ganze Alpha und Rudelführerschwachsinn. Das sind grösstenteils Hundeanfänger, meistens aus der Unterschicht, für die ein Buch ein Fremdkörper ist. Viele von ihnen haben psychische Störungen und eine Profilneurose. Sie wollen wenigstens über ihren Hund herrschen, wenn es schon im Leben nicht so klappt. Diese Klientel bedienen Cesar Millan und andere Gewaltfetischisten mit ihrem Dummbratzenfersehen.

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