Heilsam bei Durchfall: Karottensuppe nach Professor Moro

Gegen Durchfall gibt es ein natürliches Heilmittel, das schnelle Wirkung zeigt und keine Nebenwirkungen hat: die Moro’sche Möhrensuppe. 

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Durchfallerkrankungen entstehen, weil bestimmte Bakterien oder Vieren den Darm besiedeln und Giftstoffe freisetzen.

Viele Tierärzte verschreiben in diesen Fällen gerne ein Antibiotika, um Zweit-Infektionen zu vermeiden – allerdings bergen Antibiotika auch eine ernstzunehmende Gefahr: Sie greifen die Darmflora massiv an, weshalb die Darmschleimhaut nach der Durchfallerkrankung häufig so geschwächt ist, dass gleich wieder Durchfälle und/oder sogar Allergien entstehen können.

Die Moro’sche Karottensuppe kann bei Durchfall die Behandlung mit Antibiotika ersetzen. Sie wird seit einem  Jahrhundert erfolgreich bei Menschen verwendet. Als Heilmittel wurde sie vom Heidelberger Kinderarzt Professor Ernst Moro, der auch im Jahre 1900 als Erster den Lactobacillus acidophilus beschrieb)  entdeckt und nach ihm benannt.

Professor Moro, 1902

Professor Moro, 1902

Er verordnete sie seit 1908 seinen jungen Patienten und konnte damit die Sterbe- und Komplikationsrate von Kindern mit Durchfallerkrankungen drastisch senken.

Beim Kochen der Karotten entstehen kleinste Zuckermoleküle, so genannte Oligosaccharide, die den Rezeptoren der Darmschleimhaut zum Verwechseln ähnlich sind. Dadurch können die Bakterien statt an der Darmwand an den Zuckermolekülen andocken und einfach ausgeschieden werden.

500 Gramm geschälte Karotten mit einem Liter Wasser mindesten 1 1/2 Stufen köcheln lassen. Anschließend pürieren Sie die Karotten mit dem Kochwasser, füllen den Brei noch einmal mit 1 Liter gekochtem Wasser auf und fügen 3 Gramm Salz hinzu. Vor dem Füttern abkühlen lassen.

Diese Suppe können Sie 4 – 5 Mal täglich in kleinen Portionen verfüttern. Sollte Ihr Hund sich weigern, die Suppe pur zu fressen, können Sie eine winzige Menge Hühnerfleisch kochen und hinein geben.

Sobald der Durchfall besser wird, können Sie mit Schonkost anfangen, z.B. Hühnchenfleisch mit gekochtem weißen Reis mit (gekochtem) Leinsamenschrot und Hüttenkäse, oder Haferschleim mit Eigelb. Das Futter sollte immer auf mehrere Mahlzeiten verteil werden. Nach einer Woche können Sie wieder sein normales Futter geben.

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