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Hunde machen Arbeit. Und wie!

bildvom 27.5.2012

Seit sie in der Steinzeit die Höhlen der Menschen bewachten, mussten Hunde sich ihr Futter verdienen. Sie wurden als Lasttiere eingesetzt, als Fährten- und Rettungshunde, als Schlittenhunde und solche, die Bomben erschnüffeln, Drogen, Termiten und Schimmelbefall. Hütehunde werden seit Jahrhunderten eingesetzt und arbeiten bis heute auf Rinderfarmen, mit Schäfern und Ranchern auf der ganzen Welt.

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Die Italiener züchteten die großen, weißen Maremma-Hütehunde, um ihre Schafherden vor den Wölfen in den Abruzzen zu schützen. Die Welpen ließ man alleine bei den Schafen aufwachsen, damit sie eine so enge Bindung zu den Schafen entwickelten, als seien die ihr eigen Fleisch und Blut.

Der schwarz- weiße Border Collie hat einen so ausgeprägten Hüte-Instinkt, dass er mehrere hundert Schafe ganz alleine zusammen halten kann – hauptsächlich mithilfe seines hypnotischen Blicks, mit dem er die Schafe anstarrt.

Rottweiler wurden von Viehhändlern als Treiber eingesetzt, mit denen sie die Rinder zum Markt trieben. Anschließend bewachten sie die Geldeinnahmen, die ihnen in Portemonnaies um den Hals gehängt wurden.

Leichensuchhunde können sogar Leichen im Wasser finden, denn Gerüche werden auch im Wasser transportiert. Suchen im und am Wasser trainiert man mit diesen Hunden, indem man Fleisch in einem versenkten Korb ins Wasser legt. Fett und Fleischsaft steigen an die Oberfläche und werden für den Hund erkennbar, der lernen muss zu melden, indem er ins Wasser beißt.

Pudel waren ursprünglich hervorragende Stöber – und Entenjagdhunde: Aus der praktischen Lockenfrisur konnte das Wasser im Nullkommanichts ablaufen, und der Hund war wieder trocken. Die typische Frisur mit dem abgeschorenen Hinterteil und den geschorenen Beinen sollte ihm das Schwimmen erleichtern, die Puschel auf dem Rücken sollten die Nieren nach dem Schwimmen gleich wieder wärmen. Erst die Franzosen machten daraus die übertriebene Pom-Pom-Frisur, die den Hund aussehen lässt, als gehöre er zu einer seltsamen Sekte.

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Der beste Fährtenhund unter allen Hunden ist der Bluthund, den man als vertrauensbildende Maßnahme heute St. Hubertushund nennt, denn er ist tatsächlich so freundlich, dass er völlig ungeeignet als Wachhund ist. Er kann sogar sechs Tage alte Spuren verfolgen und gilt als Großvater aller Spurenhunde wie Beagles, Bassets oder Bracken.

Bei Jagdgebrauchshund- oder Leichensuchhundprüfungen passieren die allermeisten Pannen, weil der Hundeführer den Hund von der Fährte abbringt. Das mag der Grund sein, warum große, schwere Hunde häufig so viel erfolgreicher sind.

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