Wie viel Futter brauchen Hunde?

Der durchschnittliche Energiebedarf eines ausgewachsenen Hundes liegt bei etwa 95 kcal/ kg Körpergewicht, um sein Idealgewicht zu halten. Sehr aktive Hunde benötigen etwa 30 Prozent mehr (also ca. 125 kcal/kg Körpergewicht), sehr ruhige oder alte Hunde 30 Prozent weniger kcal (also etwa 65 kcal/kg Köpergewicht). Abgesehen von Körpergewicht und Aktivität gibt es noch andere Faktoren, die den Energiebedarf unserer Hunde bestimmen.

Zu diesen Faktoren gehören

Kastration

Durch die hormonellen Veränderungen nach der Kastration verändert sich der Stoffwechsel. Der Grundumsatz verringert sich, außerdem fressen die Hunde mehr, ohne sich mehr zu bewegen.

Alter

Foto: Debra Bardowicks

Foto: Debra Bardowicks

Junge Hunde sind sehr agil und leisten sehr viel Kopfarbeit. Sie rennen und toben den ganzen Tag, was viel mehr Energie verbraucht als ein einfacher Spaziergang. Dementsprechend brauchen junge Hunde deutlich mehr Kalorien als alte Hunde.

Gesundheit

Manche Krankheiten haben Auswirkungen auf den Energiebedarf, wie z.B. Krebserkrankungen, die den Energiebedarf gewöhnlich steigern, oder Schilddrüsenerkrankungen, die nämlich direkt mit dem Energiestoffwechsel verknüpft sind. Bei einer Unterfunktion ist der Kalorienverbrauch niedriger, wirkt sich die Unterfunktion beim Hund allerdings aus wie eine Überfunktion (das gibt es!), ist der Verbrauch erhöht.

Haltungsarten

Hunde, die in Mehrhunde-Haushalten leben, verbrauchen normalerweise mehr Energie als Einzelhunde, weil sie sich durch die Interaktionen mit den anderen Hunden mehr bewegen.

Hunde in Mehrhundehaushalten verbrauchen mehr Kalorien, weil sie sich miteinander mehr bewegen

Hunde in Mehrhundehaushalten verbrauchen mehr Kalorien, weil sie sich miteinander mehr bewegen

Hunde, die im Freien gehalten werden, brauchen mehr Energie, um die Körpertemperatur zu regulieren.

Aussehen/Rasse/Temperatur

Je mehr Muskelmasse ein Hund hat, desto höher ist sein Grundverbrauch und damit sein Kalorienverbrauch. Tiere mit sehr dünnem Fell verbrauchen viel Energie, weil sie viel Wärme über die Haut verlieren. Hunde mit viel Fell und/oder viel Unterhautfett sind gut isoliert und verbrauchen entsprechend weniger Kalorien.

Sehr aktive Hunde und solche mit dünnem Fell und wenig Unterhautfett haben einen höheren Energieverbrauch

Sehr aktive Hunde und solche mit dünnem Fell und wenig Unterhautfett haben einen höheren Energieverbrauch Foto: N. Munninger

Ist der Hund sehr temperamentvoll, verbraucht er ebenfalls mehr Energie als solche, die eher gemütlich durchs Leben schlendern. Auch sehr ängstliche, nervöse Tiere verbrauchen mehr Energie, weil sie ständig angespannt sind und „unter Strom“ stehen.408776_10150581307113873_202710358872_9138021_549757644_n

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Text: mit freundlicher Genehmigung aus “Hunde barfen” von Dr. Julia Fritz. Ulmer Verlag

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