Freche Fragen

Foto: William Wegman

Ich habe im Laufe meines Lebens viele verschiedene Hunde gehabt und in vielen verschiedenen Städten und Ländern mit ihnen gelebt – und konnte dementsprechend feststellen, dass gewisse seltsame, manchmal schlicht dusselige Fragen nicht auf bestimmte Länder oder Sitten begrenzt sind, sondern global gestellt werden. Ich bin sicher, Sie haben auch eine Sammlung spezieller Lieblingsfragen von Fremden:

  1. „Warum ist Ihr Hund denn so dünn? Geben Sie ihm denn nichts zu fressen?“ – Das ist eben das, was passiert, wenn man sie zu häufig Supermodel-Sendungen sehen lässt: Sie werden magersüchtig! Heidi Klum hat fatale Auswirkungen auf junge, noch nicht gefestigte Hunde.

Mal im Ernst: Zu dicke Hunde scheinen in den Augen der Menschen zur Normalität geworden sein, während meine glänzenden, sehr gesund aussehenden Windhunde häufig für Kopfschütteln sorgen. Und manche Hunde – wie Pixel – sind nun mal auch innerhalb ihrer Art etwas schmaler und leichter gebaut. Jetzt, seit mich ein Galgo begleitet, scheinen die Leute irgendwie der Meinung zu sein, ich sei verantwortlich für den Bogen zwischen tiefem Brustkorb und hoher Taille. Ich verwöhne meine Hunde wirklich. Aber einen Galgo fettzufüttern, schaffe ich beim besten Willen nicht.

  1. „Machen Sie das noch weg?“- Nein, es ist mir immer ein ganz besonderes Vergnügen, meinem Hund beim Haufenmachen zuzusehen. Anschließend veranstalte ich einen feierlichen Freudentanz mit einer bunten kleinen Plastiktüte in der Hand, und dann gehe ich leichten Herzens meiner Wege.

Mal im Ernst: Mir ist natürlich auch schon aufgefallen, dass nicht jeder seine Haufen wegräumt. Ich verstehe auch, dass das wirklich nervt, wenn man entspannt die Straße hinunter gehen und nicht dauernd nach unten starren möchte, als würde man auf einem Minenfeld herumspazieren. Aber maßregeln Sie doch bitte die Leute, die so tun, als würden sie nicht sehen, dass ihr Hund gerade aufs Klo geht und nicht einmal Kackbeutel dabei haben. Lassen Sie Ihren Ärger nicht an mir aus. Und wenn es um fremde Hundehaufen geht, habe ich genauso wenig Lust, die aufzuheben, wie Sie.

3. „Wie kannst Du so viel Geld für Deine Hunde beim Tierarzt ausgeben, während in anderen Ländern Menschen hungern?“ – Wenn Sie mich das fragen, während Sie gerade dabei sind, Lebensmittelpakete für Flüchtlinge zu verteilen, bin ich gerne zu einer Diskussion mit Ihnen bereit.

Mal im Ernst: Hunde sind keine Wegwerf-Artikel oder modische Accessoires. Hunde und Menschen leben seit vielen Zehntausenden von Jahren zusammen, wir haben einander auf dem Weg zu modernen Lebewesen unterstützt, Hunde haben uns auf dem Weg zur Menschwerdung geholfen. In den meisten Fällen sind sie heutzutage Familienmitglieder, und dementsprechend entscheidet man sich auch nicht für oder gegen eine medizinische Behandlung aus Kostengründen, sondern tut, was getan werden muss. Etwas anderes zu suggerieren wäre so ähnlich, als wolle man von nun an nur noch Kleider tragen, um sich warm zu halten: Das wird in unserer Kultur nicht passieren.

  1. „Wie können Sie Hunde vom Züchter halten, wenn doch so viele Hunde ein Zuhause suchen?“ – Immerhin habe ich keine eigenen Kinder und bemühe mich, auf diese Weise der Überbevölkerung der Welt Einhalt zu gebieten. Das ist doch auch was.

Mal im Ernst: Es mag durchaus Gründe geben, warum jemand einen sorgfältig von einem Züchter aufgezogenen Welpen haben möchte. Vielleicht gibt es den bestimmten „Typ“ Hund, den er favorisiert, einfach nicht in unseren Tierheimen, vielleicht hat er seinen Hund geschenkt bekommen, vielleicht möchte er aus bestimmten Sporthund-, Therapiehund- oder anderen Gründen ein „unbeschriebenes Blatt“, vielleicht traut er sich einen „Hund aus zweiter Hand“ schlicht nicht zu. Wie sehr sich derjenige für Tierschutz, Weltarmut, unterprivilegierte Kinder oder Hilfe in Naturkatastrophengebieten einsetzt oder nicht, muss man doch jedem selbst überlassen.

  1. „Wissen Sie nicht, das Sie eine Ordnungswidrigkeit begehen, wenn Sie Ihre Hunde frei laufen lassen?“ Doch, das weiß ich. Aber stellen Sie sich vor: Die leuchtenden Augen meines Hundes, sein Vergnügen, sich leinenlos in Unrat wälzen zu können und mit anderen Hunden über die Wiese zu jagen – ohne jemanden dabei zu stören – , ist mir ein gewisses Maß an Anarchismus wert.

Mal im Ernst: Es ist geradezu ein Zwang, Menschen mit Hunden ständig an Regeln und Verbote zu erinnern, auch, wenn der betreffende Hund ganz friedlich sei Ding macht und niemanden stört. Wenn ich falsch parke, rennt auch keiner hinter mir her und bricht unter dem Vorwand der „Ordnungswidrigkeit!“ einen Streit vom Zaun – das nehmen sich nur Fahrradfahrer heraus, wenn man versehentlich auf dem Fahrradweg steht. Und mal abgesehen davon, dass zu viele Regeln und Vorschriften den Menschen einfach dumm machen, weil es das eigene Verantwortungsbewusstsein aufhebt: Wer will denn wie ein militanter Fahrradfahrer enden?

 

 

2 Kommentare

  1. Kathy Venery

    Ich komme aus Deutschland, ich wurde im Jahr 2018 an Emphysem (COPD) erkrankt und ich habe alle möglichen Mittel ausprobiert, um gesund zu werden, ich besuchte sogar Pneumologen, aber alles ohne Erfolg, bis ich einen Beitrag in einem Gesundheitsforum über einen Kräuterarzt sah Afrika, die Kräutermedizin vorbereiten, um alle Arten von Krankheiten einschließlich Emphysem zu heilen, zuerst bezweifelte ich, wenn es wirklich war, aber entschied, es zu versuchen, als ich diesen Kräuterdoktor über seine E-Mail kontaktierte, schickte er mir die Emphysema-Kräutermedizin durch Kurierdienst, Als ich diese Kräutermedizin erhielt, gab er mir Schritt für Schritt Anweisungen, wie man es anwendet, wenn ich es wie angewiesen anwandte, wurde ich völlig von dieser tödlichen Krankheit innerhalb 12-14 Tage der Verwendung geheilt, wenn Sie dieser Krankheiten leiden, die Sie können ebenso kontaktieren Sie diesen großen Kräuterarzt über seine E-Mail solutionsherbalclinic@gmail.com

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