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Gib’s mir!

Wie man seinem Hund beibringt, Spielsachen und andere wichtige Dinge wieder herzugeben

Foto: Debra Bardowicks

Foto: Debra Bardowicks

Heute früh habe ich einen guten Teil meines Hundespazierganges mit dem Versuch verbracht, einem fremden Hund unser Spielzeug wieder abzunehmen. Der Besitzer tobte und fluchte, raste im gestreckten Schweinsgalopp hinter seinem Hund her, der gar nicht daran dachte, die Beute wieder abzugeben. Das Spielzeug wohnt jetzt in einem anderen Haushalt.

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Aus diesem Grund möchte ich heute darauf eingehen, wie man das durchaus wichtige Kommando „Gib’s mir!“ trainiert. Ist nicht so schwer, kann aber Leben und Beziehungen retten.

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Foto: Debra Bardowicks

Die meisten Leute machen den Fehler, ihrem Hund nur „verbotene Dinge“ (Fernbedienung, vergammelte Maulwürfe, fremde Bälle, Gartenhandschuhe, etc.) abzunehmen, die dann auf Nimmerwiedersehen verschwinden. Auf diese Weise lernt der Hund, dass er die Dinge, die er abgibt bzw. die ihm  abgenommen werden, nie mehr wieder bekommt. Was ihn dazu veranlassen wird, sie so fest zu halten, wie er nur kann.

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Üben Sie also „Gib’s mir!“ mir irgendetwas, was Sie ihm anschließend sofort wieder geben können. Machen Sie ein Tauschgeschäft: Bieten Sie ihm für das Spielzeug in seinem Maul einen wirklich guten Keks an. Zeigen Sie ihm den Keks, sagen Sie „Gib’s mir!“ , und wenn er gerade dabei ist, das Ding fallen zu lassen, nehmen Sie es ihm ab und geben Sie ihm den Keks dafür. Anschließend geben Sie ihm das Spielzeug wieder – und wiederholen das Spiel. Nach einer Weile verknüpft er das „Gib’s mir!“ mit dem Fallenlassen des Spielzeugs. Bitten Sie ihn um „Gib’s mir!“, ohne dass er den Keks sehen kann, und sobald er das Spielzeug fallen lässt, bekommt er den Keks. Und dann das Spielzeug. Von nun an bekommt er den Keks nur noch, wenn er das Spielzeug/den Handschuh fallen lässt. Sie können es sogar mit einem „hochwertigen Objekt“ wie der verbotenen Fernbedienung üben und ihm stattdessen ein anderes Spielzeug anbieten, damit gar kein Druck aufkommt, das ihn nachdenklich oder zögerlich werden lässt – es ist nur ein Tauschspiel. Auf diese Weise wird das Abgeben zur normalen Sache und hat kein gewicht mehr, wenn Sie ab und zu ein „illegales“ Objekt nicht mehr zurückgeben oder tauschen.

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Sehr einfach, oder? Würde vielen Leuten in Parks viel Zeit sparen.

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