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Schlammschweine

Wenn ich doch immer propagiere, jeder bekäme den Hund, den er verdient – kann mir dann vielleicht mal jemand verraten, warum ausgerechnet ich ausschließlich Hunde habe, die sich, kaum befinden sie sich in meiner Obhut, in totale Schweine verwandeln? Die sich in allem wälzen, was älter als drei Tage ist und möglichst glitschig, stinkig, glibberig und/oder schäumend auf irgendeinem Weg herumliegt? Selbst Amali, die sich anfangs überhaupt nicht dafür interessierte, sich in irgendwas zu wälzen, zeigt mittlerweile Anwandlungen – ich gebe ihr noch zwei Wochen in der harten Schule der Lumpis, und sie wird beim nächsten Aas elegant vorne links einknicken und ihren schönen weißen Hals in Stinkzeug reiben. Und nun der Kleine, der Barthel, der bisher nichts als eine reine Freude war, der aus einer langen Linie langhaariger Schoßhunde stammt, die sich mit Aas und Vergammeltem nicht auskannten, weil sie niemals Haus und kleinen Hof verlassen durften: Barthel also schmeißt sich mit Verve in jede Pfütze und legt sich genüßlich in jedes Schlammloch. Regen ist ihm völlig egal, auch Sturm macht ihm nichts aus, Dreck und Matsch sind nach seinem Dafürhalten zum Panieren da. Ich meine, sehen SIe sich die Veranstaltung doch mal an:

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Und das mir, die ich schöne Einrichtung liebe, weiche Teppiche und helle Sofas, Samtsessel und saubere Holzfußböden… Ich verstehe das nicht. Eine Freundin von mir hat einen Hund, der mit großem Aufwand um alle Pfützen herum geht und es unerträglich findet, wenn nasses Gras seinen Bauch berührt.

Sowas habe ich mir auch immer gewünscht.

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