Tabuzone Hundeleine?

1609660_611250268929283_217674537_nMomentan lese ich immer wieder Texte im Internet, in denen gefordert wird, dass Kontakte von angeleinten Hunden zu unterbleiben hätten, dass ein Hund an der Leine bedeutet, dass er keinen Kontakt haben soll/darf/möchte, und der Rest der Welt sich bitte daran zu halten habe.

Ich finde das merkwürdig. Gerade in Zeiten, in denen in den allermeisten Städten Leinenpflicht (oder, wie der Berliner es ausdrückt: Leinenzwang) herrscht, würde „die Leine als Tabuzone“ ja bedeuten, dass die Hunde, die in diesen Städten leben müssen, überhaupt keine sozialen Kontakt zu Artgenossen mehr bekommen.
Als ich das irgendwo kommentierte, wurde mir erklärt, Hunde bräuchten an der Leine keinen Kontakt und würden den auch nicht wollen, weil sie sich durch das Band an Hals oder Geschirr eingeschränkt fühlen und dadurch zur Leinenaggression neigen würden. Hunde könnten ja in der Hundeschule Sozialkontakt bekommen.

Aber was machen dann die Hundehalter, die gar nicht in die Hundeschule gehen? Die kein geeignetes Freilaufgelände in der Nähe haben, um dort hündische Sozialkontakte zu pflegen? Und was ist mit den Hunden, die bisher an der Leine gar kein Problem mit anderen Hunden haben? Wenn man ihnen ununterbrochen verbietet, Kontakt zu anderen Hunden aufzunehmen, werden sie auf die Dauer dann ihrerseits völlig kirre, wenn sie von Weitem einen anderen Hund sehen, aus lauter Frust.

Die Hundehalter, die diesen Aufrufen zur Leinendisziplin mit Kommentaren zustimmen und sich bitterlich beklagen über andere Hunde, die auf sie zumarschieren oder Hundehalter, die ihre Hunde nicht rechtzeitig zurück rufen, wenn sie mit ihren angeleinten Hunden um die Ecke biegen, haben dabei eines gemeinsam: Sie haben alle Hunde, die an der Leine nicht entspannt sind.
Aber das sind eben nicht alle.

Wer einen Hund hat, der Fahrräder verbellt oder jagt, ist vom Anblick eines jeden Fahrrads gestresst und ärgert sich entsprechend über jeden Fahrradfahrer, der ihm entgegen kommt. Wer einen Hund hat, der auf Jogger reagiert, findet, dass Jogger alle auf den Sportplatz gehören und bekommt Schnappatmung bei ihrem Anblick. Wer einen Hund hat, der sich an der Leine aufregt, ärgert sich über alle freilaufenden Hunde oder deren Halter, die ihre Hunde auf sie zulaufen lassen. Aber die Jogger, die Fahrradfahrer, die anderen Hunde haben nichts mit unserem Problem zu tun.

Nicht jeder Hund, der an der Leine ist, will oder sollte keinen Kontakt zu anderen Hunden haben. Jeder Fall ist individuell. Meine Hunde sind manchmal an der Leine, weil der ein oder andere von ihnen gerade etwas wahnsinnig Aufregendes im Unterholz bemerkt hat, und ich Auseinandersetzungen mit Wildschweinen verhindern möchte – das hat mit anderen Hunden nichts zu tun. Mein Windspiel Fritz muss vor unserer Haustür immer an die Leine, weil ein nachbarschaftlicher Chihuahuarüde sich immer wieder regelmäßig auf einen meiner Hunde stürzte, wenn er uns sah, was Fritz zwei Jahre lang stoisch ignorierte, es dann aber eines Tages auf eine Beisserei ankommen ließ. Seitdem sind die beiden Feinde. Aber mit allen anderen Hunden, die wir treffen, ist Fritz auch mit und trotz Leine ganz reizend. Kein Grund also, große Bögen einzuschlagen, wenn wir andere Hunde treffen, selbst wenn wir angeleint sind.
Denn wenn Hunde an der Leine keine Sozialkontakte mehr zu anderen Hunde mehr haben dürfen, dann schrumpfen die Möglichkeiten von Sozialkontakten von Hunden untereinander zusehends, die Fähigkeit, miteinander zu kommunizieren, verringert sich fortlaufend, und die Wahrscheinlichkeit aggressiver Reaktionen steigt.

Ich bin kein großer Freund von Leinen. Für mich ist eine Leine ausschließlich ein Hilfsmittel, die den Hund daran hindern soll, im Zweifelsfall das Weite zu suchen oder „nach vorne“ zu gehen. Sie ist kein Richtungsweiser, kein Lasso, kein Abschleppseil und auch nicht unser Sprachrohr. Wenn der Hund angeleint ist, verhält man sich uns grundsätzlich so, als wäre keine Leine am Hund befestigt. Man gibt dem angeleinten Hund Hör- und Sichtzeichen, als wäre die Leine nicht da, denn sie ist ausschließlich als Begrenzung gedacht. Am liebsten habe ich drei Meter-Leinen, was allerdings schwierig ist, wenn man mit fünf oder sechs Hunden spazieren geht – das sieht dann, wenn nicht alle unglaublich diszipliniert sind, eher aus wie eine Lektion in Gummitwist für Fortgeschrittene.

Für ein angemessenes Verhalten braucht ein Hund eine gewisse Bewegungsfreiheit – und Zeit. An einer kurzen Leine haben Hunde keine Bewegungsfreiheit für Übersprungshandlungen oder Beschwichtigungsgesten. Manchmal wären Stehen bleiben, ein kurzes Abwenden des Kopfes oder Lecken über die Nase schon ausreichend, um einem fremden Hund zu signalisieren: Ich suche keinen Streit. Das dauert nur einen kurzen Moment – aber selbst dafür braucht der Hund etwas Zeit. Hinsetzen und sich kratzen, einen Bogen gehen und scheinbar in Ruhe schnüffeln, sogar Erstarren – das alles braucht Zeit und Platz. Aber gerade die stehen viele Hundehalter ihrem Hund in einem solchen Augenblick nicht zu. Oft deshalb, weil ihnen nicht bewusst ist, wie wichtig das für ihren Hund wäre. Und außerdem haben sie es eilig – von dem anderen Hund, der vermeintlichen Bedrohung wegzukommen und wieder in Ruhe und ohne Anspannung weiter gehen zu können. Damit bleibt Hunden häufig als einzige Alternative, aggressive Signale zu senden, um das, was ihnen Angst macht, auf Abstand zu halten.

Es ist schwierig für Menschen mit leinenaggressiven Hunden, keine Frage. Und es scheint immer mehr von ihnen zu geben – aus dem Tierschutz, aus deprivierter Haltung, aus zweiter oder dritter Hand. Aggressionsverhalten ist sehr unangenehm – vor allem beim eigenen Hund. Die meisten Menschen haben damit ein riesiges emotionales Problem, denn wenn mein Hund sich fürchterlich aufführt beim Anblick fremder Hunde – was sagt das dann über mich aus? Zumal die meisten Menschen mit einem aggressiven oder leinenaggressiven Hund sehr frustriert sind – sie machen und tun, sie arbeiten daran, aber häufig ändert sich das Verhalten nur sehr, sehr langsam.

Es ist auch keine Frage, dass andere Hunde so erzogen sein sollten, dass sie nicht im gestreckten Galopp auf andere Hunde zu donnern sollen. Aber wenn sie es doch tun, dann meistens, weil sie unhöflich sind in ihrer Kontaktaufnahme – nicht aber, weil sie gefährlich sind. Wenn der andere, angeleinte Hund sich abwehrend verhält, zockelt der kontaktfreudige gewöhnlich von dannen.
Ganz abgesehen davon, dass wir doch sprechen können: „Mein Hund kann andere Hunde nicht leiden!“ bekommt man doch ganz leicht über die Lippen, oder „Meine Hündin ist läufig!“, oder „Mein Hund hat Husten!“ – spätestens dann packt jeder seinen freilaufenden Hund ein und macht, dass er weg kommt. Deshalb müssen doch keine Tabus eingerichtet werden. Es gibt sowieso schon viel zu viele.

25 Kommentare

  1. Ganz genau, sowieso schon viel zu viele Tabus und Gebote.
    Und worauf sollte man sich auch einigen? Die Leine als Signal für “gefährlicher Hund”? Als Zeichen für “bitte nicht näher kommen, braucht Rücksicht / ist krank / läufig / ängstlich”?
    Reicht doch eigentlich, dass es diese ganzen Vorschriften gibt, wo man wie mit seinem Hund sich überhaupt im öffentlichen Raum bewegen darf. Und dann fangen wir Hundehalter auch noch an, zusätzliche Vorschriften zu erfinden.

    Wenn jeder erst mal bei sich selber guckt, statt auf andere zu schimpfen, würden wir wahrscheinlich besser für unsere Hunde sein.
    Ich bin selber kein souveräner Hundeführer, was man falsch machen kann, hab ich mit meinen Hunden wohl schon durch. Ich hatte gar keine gestörten Hunde, ich hatte immer nur Hunde, die auf mich reagiert haben. Eben nicht souverän. Es hat Brunos knapp 14 Lebensjahre und Sottjes knapp 9 gebraucht, damit ich mich heute auf Antons Einschätzung seines Hundegegenübers verlasse. Der weiss viel früher und sehr viel besser als ich, welchem Mensch-Hund-Gespann man besser ausweicht und wen man unbedingt begrüssen muss.

    Bruno und Sottje hab ich von entspannten Hunden unter der Führung meines verstorbenen Mannes nach der tödlichen Beißattacke in Hamburg 2000, die der Auslöser für die ganzen Hundeverordnungen war, in ziemlich kurzer Zeit in leinenaggressive Tölen verwandelt. Sottje hat nicht lange genug gelebt, um wieder ein total entspannter Hund zu werdern. Von Bruno hab ich immerhin genug gelernt, dass er seine letzten 4 oder 5 Lebensjahre mit und ohne Leine friedliche und angespannte Hundebegegnungen souverän durchgezogen hat.
    Bei Anton verlass ich mich nur noch auf ihn, mit oder ohne Leine. Der liest andere Hunde viel besser als ich.

    Und das vergessen wir halt gerne. Der problematischste Teil bei Hundebegegnungen sind wir selber. Anspannung überträgt sich auf den Hund, Angst überträgt sich, negative Erwartungen merkt der Hund und will abwehren; wenn man sich auf den Weg begibt, bleibt tatsächlich nur die Hundeschule als Begegungsort übrig.
    Was sich ja nicht jeder leisten kann.

    Also, danke, dass Sie über sowas schreiben.

  2. Das geht für mich an der eigentlichen Problematik und worüber sich solche Hundehalter tatsächluch aufregen vorbei. Ich bin nicht prinzipiel gegen Hundekontakt an der Leine – wenn das von beiden Parteien gewünscht ist. Ich habe auch kein Problem mit Hundekontakt an der Leine, weil mein Hund leinenagressiv wäre – Ich habe generell ein Problem mit Hundekontakt weil mein Hund wirkürlich auf andere Hunde aggressiv reagiert, ganz egal ob an der Leine oder frei. Und so langsam habe ich auch null Verständnis mehr für ignorante Arschlöcher, die ihre freilaufenden Hunde nicht nur zu meinen angeleinten lassen ohne zu fragen sondern dass machen obwohl ich ihnen zu verstehen gebe, dass ich das nicht will. Am Schluss sind dann immer meine Hunde “die Bösen” weil solche Leute die minimalen Umgangsformen zwischen Hundehaltern nicht beachten können. Traurig,sowas.
    Ich bin es auch leid, von anderen Hundehaltern verurteilt zu werden. Ja, ich gehöre zu den Leuten, die versuchen möglichst schnell an anderen Hunden vorbeizukommen. Mein Hund bekommt nicht die Chance irgendwelche “Signale” zu senden. Nicht, weil ich do ignorant wäre, sondern weil ich es oft genug versucht habe und oft genug habe sehen müssen, dass es nicht funktioniert. Sieht Genki einen Hund, fixiert und pirscht er schon auf 20 Meter Abstand. Die Signale sind da, da brauch ich nicht warten bis wieder ein “Dertutnix”, “Derwillnurspielen”, “Deristnochjung” oder “Frauchenmeintmannmussanderenhundenkontaktaufzwingen” angedappt kommt und durchlöchert wird oder meinen Hund durchlöchert. Ich hoffe du musst nie diese traurige Erfahrung machen, dass du deinen Hund frei zu einem angeleinten Hund lässt und ihn als Hackfleisch zurückbekommst. Nicht jeder Hund hat ein normales Sozialverhalten.

    • Ich befürworte ja nicht, dass man unangeleinte Hunde einfach ohne Rücksicht auf Verluste an angeleinte Hunde dran läßt – mir geht es eigentlich eher darum, dass angeleinte Hunde in der Stadt dann keinerlei Möglichkeit mehr auf Sozialkontakte haben. – Meine Hunde sind – vielleicht schon deshalb, weil sie in einer Gruppe leben – offenbar so gut sozialisiert, dass sie nicht an angeleinte Hunde heran gehen, wenn diese signalisieren, dass sie das nicht wollen. Ein pauschales “Kontakt an der Leine ist tabu” halte ich für kontraproduktiv.Wie ich schon schrieb: Jeder Fall ist individuell.

    • Wie Genkis Mensch sagt:
      “Ich bin nicht prinzipiell gegen Hundekontakt an der Leine – wenn das von beiden Parteien gewünscht ist.”
      Und ich habe keine leinenaggressiven Hunde!

      Beispiel von heute:
      Ich bin mit meinem angeleinten Hund auf einem engen Weg unterwegs nach Hause, wo wir sehnsüchtig erwartet werden. Wir gehen ganz rechts am Wegesrand, ein Golden Retriever (wer hat da gerade “na klar” gedacht? 😉 kommt uns frontal entgegen. Ich bugsiere meinen Hund hinter mich und gehe ruhig weiter, was der Golden leicht enttäuscht akzeptiert und einen Schritt aus dem Weg geht, sein Frauchen aber sicher total asozial fand.

      Beispiel 2:
      Wir begegnen einem Akita-Welpen. Der benimmt sich, wie sich Akitas unter gewissen Umständen nun mal benehmen, legt meinem siebenjährigen Rüden z.B. den Kopf auf den Rücken. Besagter Rüde ist zur Hälfte ein Irish Terrier, und auch wenn die andere Hälfte und ein friedliches Leben ihm eine hohe Reizschwelle beschert haben – wenn’s ihm reicht, dann reicht es ihm. Und einen ausrastenden Terrier wollte ich diesem kleinen Flauschball trotz Fehlverhalten nicht zumuten. Also vorsichtig an der Leine ein bisschen Kontakt zugelassen, nix passiert, aber trotzdem Unverständnis der anderen Hundehalterin, warum ich denn meinen nicht von der Leine lassen würde. *grrrrrr*

      Beispiel 3:
      Ein sehr zerbrechlicher, wackliger älterer Mensch hat arbeitsbedingt einen meiner Hunde an der Leine. Ob das nun 9 oder 23 kg sind – wenn ein fremder Hund freundlich spielauffordernd herankäme, wäre die Gefahr durchaus gegeben, dass durch einen Hopser meiner Hunde der leinenhaltende Mensch aus dem Gleichgewicht geriete. Auch in solchen Situationen habe ich schon unglaublich ignorante Hundehalter erlebt, die dann z.B. zu ihrem eigenen Hund mit unschönem Unterton sagten “Komm weiter, die dürfen nicht spielen”. Dürfen sie. Nur nicht bei der Arbeit. Nein, sie tragen keine Therapiehunde-Kenndecken – meine Klienten sollen ihre “Freizeit mit Hund” unabgestempelt genießen. Dann manage ich lieber die Hunde und schlucke meine Kommentare zu solchen Kommentaren herunter.

      Häufigstes Beispiel:
      Ich bin entweder auf dem Weg zur Arbeit und würde gern die nächste U-Bahn erwischen – oder auf dem Weg von der Arbeit und habe so gar keine Lust auf beliebige Kommunikation mit mir völlig fremden Menschen, weil ich den ganzen Tag auf Kommunikation geschaltet war. Da finde ich es bedauerlich, dass meine m.E. sehr deutlichen körpersprachlichen Signale nicht dementsprechend gedeutet, sondern als nicht soziales Verhalten bekopfschüttelt werden. Ich gucke nicht böse, ich gucke einfach nur nicht hin und bleibe nicht stehen. Meine Hunde übrigens auch. Die sind auch müde – aber das verstehen Menschen natürlich nicht, die denken, dass alle Hunde immer mit allen Hunden spielen wollen…

      Ich mag auch keine Kontakte mit Hunden, von denen ich das Gefühl habe, dass sie ihre Leine nie verlassen dürfen – da habe ich nämlich Vorurteile, was deren Sozialverhalten bzw. nur zu verständlicherweise auf Unausgelastetheit beruhende Unentspanntheit betrifft. Und von den Halter_innen solcher Hunde möchte ich mir dann erst recht nicht anhören, dass ich meine Hunde nicht spielen lasse. (Was bei der Haltung von mehr als einem Hund sowieso quasi unmöglich wäre 😉

      Außerdem:
      Ausgiebiges Toben im Freilauf gerne und so oft wie möglich, aber in der Nähe befahrener Straßen lasse ich meine Hunde nur ungern mit Hunden toben, von denen ich nicht weiß, ob sie nicht im Spiel mal eben auf die Straße rennen.

  3. Das sehe ich ziemlich genauso. Allerdings verkaufe ich die Leine meinen Kunden als “Magische Leine” Ein Band zwischen Hund und Mensch. Ich kann sie negativ gestalten oder positiv und ich bin für positiv und Spass an der Leine. An der Leine kann man tolle Dinge erleben -mit seinem Hundemensch-. Es ist leider so, dass immer mehr Hunde an der Leine bleiben müssen oder eben den Kontakt nicht ertragen. Ich finde es sollte gezielt geübt werden, gerade auch in Hundeschulen, dabei muss aber auch der Mensch gut erzogen sein und da sind wir schon wieder bei unserem Thema…

  4. Mein Hund geht ohne Leine, wo es erlaubt ist, und das bleibt auch so. Wer einen Problemhund hat kann das sagen oder auch eine gelbe Schleife/gelbes Band an seinem Hund anbringen. Selbstverständlich nehme ich dann darauf Rücksicht. Mein Hund hat die Prüfungen bestanden, um ohne Leine laufen zu dürfen. Sie ist sozialisiert und macht um agressive Hunde von selber einen Bogen. Ich werde einen Teufel tun, ihr die wenigen Freiheiten, die sie in einer Stadt noch hat, selber zu beschneiden. Das Problem liegt doch fast immer am anderen Ende der Leine – beim Halter. Durch die ganzen Hundeschulen und Hundesendungen sind die Meisten doch derart verunsichert, wie man sich nun mit und gegenüber dem Hund verhalten soll/muss, dass das langsam aber sicher nach hinten losgeht. Einen entspannten Hund & Halter sieht man immer weniger. Ständig wird dies und das geübt. Das wunderschöne miteinander gerät da langsam aber sicher völlig in den Hintergrund.

  5. Das scheint wieder eines dieser Themengebiete zu sein, aus dem sich die verschiedensten Religionen entwickeln… Ähnlich wie das Futter Thema.

    Die Einen lassen Ihre Hunde laufen – ohne Rücksicht auf Verluste – wegen dem Freiheitsgefühl das sie verspüren wenn sie mit dem Caniden in der Natur unterwegs sind und das auch bitte ihr Hund verspüren soll.

    Seltene Außnahmen, die Rücksicht auf andere Menschen nehmen, gibt es. Danke dafür!

    Aber diese Unbekümmerten, die sich glücklich schätzen, einen Hund mit gesellschaftlich anerkanntem Sozialverhalten zu haben, schießen jenen quer, die Ihre Hunde – aus welchem Grund auch immer – nicht frei laufen lassen können oder wollen.

    Uns selber einzuschränken entspricht nicht der romantischen Vorstellung die uns Hundehalter alle verbindet. Wer von uns sieht sich nicht gerne auf Augenhöhe, partnerschaftlich, im blinden Einverständnis und ohne Leine mit unserem Hund durch die Gegend wandeln. Ich denke keiner, der sich einen Hund anschafft sieht sich vorher mit einem tobenden Geschöpf an der Leine durch Wald und Flur zerren und fletschen.
    Aber es gibt diese Gespanne – wie auch immer entstande – und wenn man sich glücklich schätzt, ein sozial-kompetentes Tier an seiner Seite zu haben, kann Rücksicht nehmen. Auf Fahrradfahrer, Jogger, andere Hunde an der Leine…
    Zumindest in dem Maße, dass man seinen Hund erstmal ranruft wenn ein Fremder an der Leine kommt und abschätzt was da auf einen zukommt.

    So halte ich es zumindest und wandel danach weiter mit verklärt-romantischem Blick durch den Wald. 😉

  6. Genauso spannend wie Ihr Artikel selbst sind die Kommentare, die darauf folgen.
    Das Thema ist ein echtes Streitthema und ich weiß oft selbst nicht, wie ich mich verhalten soll. Grundsätzlich halten wir es daher so: begegnet uns ein anderer Hund, leine ich meinen Hund an. Und ich habe das Gefühl, viele andere Hundehalter sind wirklich erleichtert. Das mag aber auch daran liegen, dass meine Hündin eine Schäferhündin ist und wir ohnehin oft mit Vorurteilen und jede Menge Hunden zu kämpfen haben, die angeblich schon mal schlechte Erfahrungen mit einem Schäferhund gemacht haben.
    Bin ich dann mit dem anderen Hundehalter in Hörweite, wird kurz abgesprochen, ob unsere Hunde abgeleint werden können oder lieber an der Leine bleiben sollen.
    Kommt mir ein Hundehalter entgegen, der seinen Vierbeiner bei unserem Anblick nicht anleint, leine ich meinen Hund trotzdem kurz ran. Auch wenn der Hund zu uns kommt, ist das für mich kein Drama, denn der Kontakt an der Leine ist kein Tabu.
    Wichtig ist mir persönlich nur eines: ein ausgewogenes Verhältnis. Ich will, dass mein Hund sowohl mit als auch ohne Leine entspannt mit anderen Hunden umgehen kann. Aber nicht jeder Hund bedeutet gleich Gaudi und ein kurzer Schnüffeltalk, also müssen wir nicht jeden Hund beachten.
    Herzliche Grüße, Kathy

  7. leider habe ich so einen leinenproll auf dem heimischen sofa. wir haben wirklich schon viel versucht, arbeiten mit einer kompetenten hundeschule zusammen, haben uns belesen usw…
    egal, er reißt die schnauze trotzdem weiter mächtig auf. ich kann sogar sagen, bei welchem hund “es” gleich passieren wird, nur leider nicht, warum er der auserwählte ist… ich habe mich deshalb über den cartoon auch echt kaputt lachen können. logischerweise stresst mich seine kläfferei. ich lasse jetzt mal die schilddrüse kontrollieren. ohne leine ist er superlieb und geht ärger aus dem weg. er spielt gerne mit anderen hunden und ist keiner rasse gegenüber vorei genommen. ich gehe bei meinem hund davon aus, dass er unsicher ist. besonders, wenn das gegenüber ohne leine ankommt und er vorsorglich randale macht. hau bloß ab, ich hab nämlich total schiss. natürlich bin ich traurig, dass er offenbar denkt, ich kann nicht auf uns beide aufpassen. trotzdem halte ich mich jetzt nicht für eine führungsnull 🙂 mein mittel der wahl ist das halti, von dem ich weiß, das es bei uns funktioniert. pennert er rum, topf ich es ihm auf. ich muss ja auch auf meine nerven achten. je mehr er pöbelt, desto gstresster bin ich. sehr interessant finde ich, dass er es (zumindest in der ersten woche) im urlaub meist bleiben lässt. vermutlich ist seine sorge, dass wir ihn im ausland vergessen, größer als jede unsicherheit den einheimischen hunden gegenüber.

  8. Molli Schick

    Find ick voll juut, den Lumpi4-Artikel. Rigidität in die eine oder völliges Laissez-Faire in die andere Richtung erscheinen mir – und vor allem meinem Hundchen – weder erstrebenswert noch wirklich lebensnah, stattdessen immer wieder neu gucken, was geht mit wem, ob mit oder ohne Leine, dafür Augen (sehen), Ohren (hören) und Mund (sprechen) aufmachen, das ist letztlich auch nicht anstrengend, sondern sehr natürlich und etwas, was unsere Hunde ja auch stets und ständig machen (müssen) und die haben auch noch ihre wunderbare Schnellmerkernase dabei. Können wir uns was abgucken. Dieses “Bitte-gehen-Sie-immer-nur-gerade-aus-und-gucken-Sie-nie-nach-links-und-rechts”-Prinzip funktioniert viell. mal 10 Meter in einem U-Bahn-Tunnel – für Menschen, aber taugt auch dort schon beim 11. Meter nichts mehr und vor allem nicht im Leben mit Hunden – stete Kommunikation, ob man will oder nicht 🙂 .

  9. Hallo.
    Ich finde, dass es bei Leinenkontakten allein auf zwei Dinge ankommt: Individualität und Respekt. Mein Hund mag auch nicht alle Leinenkontakte, oft gehe ich diesen auch aus dem Weg, weil ich seine Reaktionen schlecht einschätzen kann. Er ist frech aber feige, motzt angeleinte fremde Hunde eher an, als frei laufende. Ich frage das vorher ab, wenn der andere Besitzer signalisiert, dass seine Hund entspannt mit Kontakten umgeht, ist das ok.
    Das Gleiche würde ich mir auch von anderen Besitzern wünschen. Ich habe sehr oft das Problem, das mein kleiner Hund als generell harmlos eingestuft wird (kleiner Pudel, Omahund = lieb). Daher habe ich sehr oft (größere) Hunde, die ohne Sinn und Verstand auf uns zu kommen. Kürzlich musste ich mich auf der Straße beschimpfen lassen, als ich eine ältere Dame bat, meinen Hund in Ruhe zu lassen. Momo war bei einer Freundin unten an der Treppe angebunden, weil ich nur etwas abgeben wollte und ihm die steile Treppe ersparen wollte. Oben angekommen drehe ich mich um und sehe besagte Dame, die mit ihrem Hund neben Momo steht und die beiden mal vergesellschaftet… Als ich sie bitte zu gehen, werde ich als asozial beschimpft und ihrer sei sowieso gepflegter. Was auch immer das damit zu tun hat.
    Ähnlich neulich im Wald, als ich (trotz der vorherigen Bitte ihn kurz zu nehmen) den Labbimix mit Flexileine schon zwischen meinen Beinen hatte, hinter denen ich Momo abgesetzt hatte. Begründung: Ja man, reg dich ab. Der tut nix, der darf halt an der langen Leine laufen. Na dann ists natürlich gut.
    Und diese Dinge passieren mir gehäuft, während z.B meine Hundetrainerin (Hovawart) oder Freundin (Schäferhund) fast nie solche Probleme haben. Da macht man eher einen Bogen.
    Vielleicht sollte ich Momo einen Bodyguard besorgen. Dogge oder so…
    Liebe Grüße, Tina.

  10. Applaus!!! Voll aus dem Herzen geschrieben. Endlich mal jemand, der nicht in dieses sture, regelüberbordende Horn bläst und die Sache mit Verstand analysiert. Hätte der Schöpfer unserer Geschöpfe gewollt, dass Hund an die Leine gehört, wären sie mit einer geboren UND manchem Mensch würde auch eine stehen oder noch besser ein Maulkorb. Danke.

  11. Interesant. Wie unterschiedlich so ein Text verstanden werden kann.
    Tabuzone Hundekontakt an der Leine ist doch eigentlich die Aufforderung, sich Gedanken zu machen, ob wir bei Begegnungen mit angeleinten Hunden – der eigene oder der andere – nach irgendeinem auferlegtem Schema verfahren oder uns – also wir Menschen – verständigen.
    Aufschlussreich, dass bei 12 Reaktionen auch ziemlich 12 Standpunkte und Lesarten rauskommen.

    Ich hab mindestens 2 Lesarten erlebt. Mein Sottje war ein reizender Hund – aber ob mit oder ohne Leine, ein Fiesling mit jungen Hunden. Nix in Richtung Verletzung, aber der hatte Spaß dran, junge Hunde einzuschüchtern. Frei laufend und angeleint. Angeleint hat der die dicksten Rottweiler angetölt, ohne Leine Schwanz eingekniffen. Soweit der Hund.
    Meine Reaktion dadrauf war ein generelles Misstrauen, hat sein angeleintes Gehabe nur vestärkt. Ohne Leine ein schutzsuchender Schisser, mit ein Angeber vor dem Herrn. Mein Problem, der hielt sich angeleint für einen Riesen, ohne Leine war klar, das muss er alleine hinkriegen … ein großer Hund mit sehr kleinem Hütchen.
    Ich wär im Leben nicht auf die Idee gekommen, anderen Hundeleuten vorzuschreiben, wie sie ihren Hund von diesem meinem fernzuhalten hätten (obwohl ich mir den jeweiligen Hund wirklcih ausser Sicht gewünscht hätte).
    Großer Bruder Bruno war eigentlich immer sehr souverän mit anderen Hunden. Wurde aber auch alt. Und dann gab es ein denkwürdiges Zusammentreffen mit 2 jugendlichen Bernhardinerinnen ( Bruno Jagdhundmix, 13 Jahre, ca. die Hälfte jeder der beiden Hündinnen). Alle waren ohne Leine. Die beiden jungen Hündinnen hatten einen Chef, der jeden Scheiß achselzuckend mit “die testen sich aus” hinnahm. Die hätten meinen alten Hund durchgekaut, wenn ich den Chef nicht zusammengeschissen hätte und die beiden Köter mit meinen dicken Gummistiefeln um mich tretend von meinem alten Hund ferngehalten hätte. Da war überhaupt keine Leine im Spiel, nur die blöde Ignoranz von wegen “die ist Rädelsführerin, die andere läuft nur mit und die sind gerade in der Pubertät”. “Rufen Sie Ihre Hunde zu sich” war insofern wirkungslos, als denen ihr Chef egal war.
    Man kann mit und ohne Leine viel Scheiss erleben, aber Frau von der Leyen hat doch recht:
    wir Menschen, die wir mit Hunden unterwegs sind, können mit den anderen Menschen reden oder grölen, egal, wir können uns verständigen. Und dazu noch auf unsere Hunde gucken, die uns doch auch signalisieren, ob sie panisch werden oder unbedingt hallo sagen wollen.

    Ich bin auch eher der panisch-besorgte Typ (und heilfroh, dass Anton so gar kein Krieger, sondern ein Flüchter ist), aber wenn ich dran denke, wie er den alten Zeus kennengelernt hat … das war ein freilaufender CHEF mit einem total entspannten Frauchen. Anton lief noch an Leine, Zeus imponierte, Anton wich aus,. Frauchen + Frauchen mochten sich, respektierten Angst beim Neuhund, Abwehr beim Alten, zwei Monate später begrüssten sich die Hunde begeistert und spielten zusammen, der alte und der junge. Und wir konnten entspannt Neuigkeiten austauschen.
    Elisabeth und Zeus waren ein Segen. Andrea und ihre Labrador-Tierschutzhündin auch. Schäferhünding Chiara und ihre Terroristen-Freundin Name-Vergessen eine Katastrophe. Anton ist nach gerade 2 Wochen bei mir das erste Mal ohne Leine gelaufen, weil die ihn so bedrängt haben, dass ich ihn ängstlich (kommt der schon zurück?) losgemacht habe, damit er flüchten kann. Ist wiedergekommen, hat auf mich gewartet, ist vor den beiden Hündinnen geflüchtet.
    War angeleint, weil noch ganz neu bei mir. Hatte recht mit seiner Panik, weil die nicht ganz sauber waren und ihn triezen mochten bis er quiekt. Wozu Besitzer gehören, die ganz entspannt drauf bestehen, dass “die das unter sich ausmachen”.
    Da seh ich auch rot, ich stell mir immer vor, wie die mit einem Hooligan an der Bushaltestelle stehen, der punkt sie an und alle Zuschauer drehen sich weg mit “das müssen die unter sich ausmachen”. Klar doch.

    Das sind aber die Ausnahmen. Die meisten Hundemenschen lassen ihre Tiere erst losrennen, wenn sie wissen, FREUND. Die meisten Hundemenschen behalten ihren Hund doch im Interesse ihres Tieres bei sich, einfach damit der Hund nicht verletzt oder verängstigt wird.

    Die meisten von uns spulen doch schon vollautomatisch ab:
    “Rüde oder Weibchen?”
    “Verträgt er/sie sich?”
    “Dürfen die Hallo sagen?”

    Die paar, die das nicht tun, wollen entweder die Interessen ihres Hundes durchsetzen (nach der Bernhardinerinnen-Begegnung war ich auf dem Kriegspfad – dass ich die Hündinnen in den Griff kriege, war ich mir sicher, aber Herrchen wollte ich rundmachen, so ein rücksichtloser Mistkerl; mit Rücksicht auf Bruno andere Strecken, nie wieder getroffen. Glück für Bruno, weniger für die beiden Hündinnen), oder ihre eigenen.

    Wie der Artikel sagt: wir sind der Sprache mächtig, wir sollten uns verständigen können. HUnde müssen Hunde treffen können, Halter müssen unerwünschte Begegnungen vermeiden können, aber da kann man keine klaren Regeln draus stricken, da muss man mit gesundem Menschenverstand dran gehen und dem anderen nicht tun, was man selber nicht erleben will.

  12. Oh weia, wenn ich euch so lese, bin ich froh, dass ich euch teils aggressiven Hundebesitzern nicht übern Weg laufe. “Ignorante Arschlöcher” (Genki & Co.)? Sagt alles. Mein Hund weiß, dass wenn ich die Situation als “okay” einstufe es auch größtenteils okay ist. Sie hat es in wenigen Versuchen herausbekommen, dass ihre Annäherungen nicht immer gewünscht sind. Ich bin da und überwache die Situation. Seid ihr der Boss im Hunderudel, Leute? Oder nur die Fledermaus-Kostüm-Leckerchen-Couch-Sitzer?
    Cooler Artikel, Katharina! In Berlin ticken die Uhren anders….

  13. In unserer Nachbarschaft lebt ein älterer Herr mit seinem, auch nicht mehr taufrischen, Rauhaardackel Berti. Berti liebt alle Hündinnen und hasst alle Rüden. Also werden Hündinnen hoch erfreut von Berti begrüßt und alle Rüden werden mit aller Restkraft verbellt. Zum Glück kommt hier keiner auf die Idee, an Berti seinen leidenden Freiheitsbegriff auszuleben oder Bertis Menschen mit seinen kynologischen Betrachtungen auf den rechten Weg zu führen zu wollen. Die Hündinnenhalter bleiben gelegentlich für einen Schwatz stehen und die Rüdenhalter machen einen angemessenen Bogen, damit Berti sich auf seine alten Tage nicht so aufregen muss. Und so halten es inzwischen fast alle Hundeler hier, die Menschen verständigen sich, ob Kontakt erwünscht ist oder nicht und keinem fällt ein Zacken aus der Krone, wenn er seinen eigenen Hund mal nicht “Meet and Greet” machen lässt.
    Als ich in den Neunzigern in einer anderen Stadt lebte, gab es noch keine Hundeverordnungen und die meisten Hunde liefen frei. Sie regelten “die Sache” unter sich, was ganz und gar nicht zur Entspannung aller führte und im Jahr 2000 zur ersten Landeshundeverordnung führte.
    Freiheit bedeutet eben auch Verantwortung und Rücksicht.

  14. wirklich schwieriges Thema! In dem Cartoon, das sind wir! Ist so, leider! Ich weiß inzwischen auch bei wem meiner “abgeht” und bei wem nicht. Mittel der Wahl sind unterschiedlich, je nach dem ob der andere an der Leine ist oder nicht. Ist er nicht und eine Begegnung zeichnet sich als angespannt ab, UND! wir sind nicht auf der Straße oder in deren Nähe, lasse ich die Leine fallen, gehe weiter und rege das auch für Herrn Hund an. Klappt praktisch immer. Leine weg, Gekläffe aus!
    Ist der andere an der Leine, mache ich einen auffällig großen Bogen um ihm auszuweichen. Das entspannt meinen Hund (ja ja, es ist Terrier) deutlich, und ich hoffe die Bögen irgendwann kleiner machen zu können, wenn er mir so vertraut, dass er sicher ist, ich verhindere den Kontakt an der Leine. Denn das möchte er!

    Aber mit den Menschen und der Kommunikation ist das eben leider nicht immer so einfach. Wenn uns in so einem demonstrativen Ausweichmanöver einer an der Flexileine einfach nachkommt, möchte ich eigentlich auch pöbeln… Denn es ist nicht nur die Situation selber, sondern die hat Folgen, denn sie wirft mich um X Übungsstunden zurück im meinem Bemühen um einen entspannteren Hund an der Leine. Davon ahnt der Fleximensch natürlich nix, aber er liest auch meine Körpersprache nicht, entweder weil er nicht kann oder weil es ihm egal ist. In beiden Fällen wäre ein Gespräch zwecklos und ich will auch nicht belehren und ich will auch nicht belehrt werden. Also halte ich Abstand wenn ich kann!
    Oder neulich im Park, ich hatte Oskar schon angeleint, weil wir uns dem Ausgang und der Straße näherten, kommt ein Rassekollege auf ihn zu gelaufen und ich bitte dessen Frauchen freundlich, ob sie ihren bitte zurückrufen könnte. Pampt die mich an, wenn mein Hund nicht spielen dürfte, was ich dann im Park verloren hätte. Sorry?
    Und da wir das Problem des mangelnden Freilaufs nicht haben und dabei alle Hundekontakte souverän funktionieren, bin ich an der Leine einfach nicht experimentierfreudig. Weder mit den anderen Hunden, noch mit meinem, und schon gar nicht (mehr) mit den Mitmenschen. Wer ein Lämmchen als Hund hat, kann ja vielleicht wirklich nicht verstehen, dass mancher eine größere Individualdistanz braucht, eine niedrigere Reizschwelle hat, oder oder, ohne das er gleich ein gestörter Hund ist. Von den vielen, auch mitten in der Stadt freilaufenden Hunden hören nach meiner Erfahrung auch die wenigsten so gut, dass ihre Besitzer verhindern können, dass sie meinem angeleinten in den Hintern kriechen, was der einfach überhaupt nicht lustig findet.
    Sicher ist es dann einfach mit dem Finger auf den geifernden Hund zu zeigen, weil der anscheinend so offensichtlich im Unrecht ist, oder sich schlecht benimmt, aber zum Tango braucht es immer zwei. Je nach Perspektive findet einer den herandonnernden Labbi eben fröhlich, aufgeschlossen und kontaktfreudig und ein anderer findet ihn einfach distanzlos. So wie es vielleicht manche Menschen als angenehm empfinden, wenn sie an der Supermarktkasse den Atem ihres Hintermannes im Genick spüren, während das bei anderen Fluchtreflexe auslöst…
    Basis für eine erfolgreiche Kommunikation sind/wären Respekt, ein Mindestinteresse für die Bedürfnisse anderer, Rücksicht und Umsicht, aber Hundler sind eben auch nur Menschen. Und bevor ich zehn unangenehme Begegnungen für eine freundliche Leinenbegrüßung habe, verzichte ich lieber vollständig darauf.

  15. Vorab: ich bin ein eher kritischer Leser und auch auf lumpi4.de habe ich schon die eine oder andere Sache gelesen mit der ich (sehr vorsichtig ausgedrückt) nicht ganz einverstanden war.

    Zu diesem Artikel gibt es von mir aber einen ganz fetten Daumen nach oben!
    Eigentlich lässt sich der Artikel ganz einfach auf seine Kernaussage reduzieren:

    „Nicht jeder Hund, der an der Leine ist, will oder sollte keinen Kontakt zu anderen Hunden haben. Jeder Fall ist individuell.“

    Genau, und damit ist doch eigentlich auch schon alles gesagt.
    Ich gehe noch einen Schritt weiter und sage Hunde, bzw. alle Tiere sind Individuen und gehören entsprechend individuell behandelt. Und würden wir die Kommunikation unserer Hunde auch nur ansatzweise so gut verstehen wie die Hunde unsere Kommunikation verstehen, dann gäbe es überhaupt keine Probleme! Dieses Rad könnte man noch weiter spinnen, aber es ändert ja nichts. Wenn jeder Mensch ein wenig mehr in der Lage dazu wäre sich in den „anderen“ hinein zu versetzen und auch ein wenig über den eigenen kleinen Tellerrand zu schauen, dann wäre das schon ein großer Schritt. So gesehen finde ich diesen Artikel wirklich lesenswert, zumal er auch zum Denken anregt! Klasse!

  16. und täglich grüßt das Murmeltier……….,

    mein Hund läuft mit und auch ohne Leine und kommt ins Fuß wenn ich Sie Abrufe. Wir haben die BH bestanden und Sie ist auch kein Platzidiot. Alles in allem mag sie gerne mal ein Wettrennen mit Artgenossen , gemeinsames Scnüffeln und das ist dann auch schon genug. Mit Frauchen arbeiten ist für sie das größte. 2016 sind für uns die ersten Tuniere in Rally Obedience geplant. Soviel zu uns.

    Wir wohnen auf dem Land in einem Dorf und ursprüglich komme ich aus Berlin. in der Stadt und da wo Autos fahren gehört der Hund an die Leine. Ich würde meinen Hund egal wie gut er hört, nicht ohne Leine laufen lassen wo Autos fahren. Dafür hätte ich persönlich viel zu viel Angst um meinen Hund. Naja und in Berlin Ticken die Uhren anders stimmt wohl, denn da laufen die meisten völlig gestörten Hunde durch die Gegend. Ich weiß wovon ich rede, ich habe damals einen kleinen Hund (Pekingese) geführt. Dieses kleine Fellbündel habe ich völlig verstört und übelst misshandelt übernommen da war an Hundekontakt an der Leine garnicht zu denken. Rücksicht oder mal nachfragen ob Kontakt gewünscht? Leider Fehlanzeige.

    Meine Hündin läufig, es kommt ein Labbi, ich rufe dem Hundehalter zu das sie läufig ist. Ja macht nix ist auch ne Hündin. Lauf mal hin schnüffeln! AAAAAAAAAAARRRRRG. Jo genau, Hündin in den Stehtagen, eh in der läufigkeit anderen Weibchen gegenüber die ober Zicke, die jegliches Weiber in den paar Tagen als Konkurenz sieht und die eigendlich nur töten (krass gesagt)will. Anderes Beispiel, mein Hund hatte sich beim Hundesport einen Muskel gezerrt. es kommt uns mal wieder ein Labbi entgegen, bitte nehmen sie Ihren Hund zu sich der meinige ist verletzt. ich hatte den Satz noch nicht ganz zu ende ZACK voll karacho in meine Hündin gedonnert.

    Man fährt mit Hund Rad um auf die Koppel zu fahren, wo man vm Bauern die Erlaubnis hat zu trainieren, da Hund dort arbeitet und nicht siene Geschäfte verrichtet. Ich wechsel gerade vom Geschirr zum Arbeitshaldband als in mich und meine Hündin ein Bernersenn knallt. Ich hab gefragt ob er denn doch mal bitte fragen wolle ob Kontakt unter den Hunden erwünscht ist bekomm ich doch zur antwort ne Frage : “Wieso ist Ihrer den so Bissig?” au man!!!!

    Mal ganz davon abgesehen was ich mir auf Grund Ihrer Rasse schon anhören durfte. Mein Hund hat genug Sozialkontakte auf dem Hundeplatz, ich muß sie nicht Kontakten mit fremden Hunden aussetzen wo keiner so genau weiß wie sie letztlich reagieren. Weil passiert denn doch einmal etwas, wird immer mein Hund immer der Schuldige sein egal wie es wirklich war. Lange Rede kurzer Sinn:

    Letztlich unterscheide ich mittlerweile zwischen Hundehalter und Hundeführer. Weil:

    Wenn jeder seinen Hund vernünftig führen würde, den Hund also so fürht das er niemanden Bedrängt, Belastigt, Bedroht oder gar Verletzt, dann wäre diese Diskusion um Leinenführigkeit und Kontakte an der Leine nicht nötig. Leider gibt es 90% Hundehalter und nur 10% Hundeführer.

  17. Wer mit seinem Hund arbeitet empfindet die Leine ja nicht unbedingt als Begrenzung oder Einschränkung der Freiheit des Hundes. Es ist doch auch ein Kommunikationsmittel und stellt eine Verbundenheit des Hundes mit dem Halter oder Führer her. An der Art, wie sich der Hund an der Leine verhält, kann man sehen, welche Verbundenheit das ist, eine unsichere oder sichere Bindung zum Halter / Führer.
    Es gibt immer einen Grund , warum ein Hund angeleint ist.
    Gefährdung ( Verkehr ) , alter oder kranker Hund, der Hund ist im Training, läufig oder auch in einer emotional angespannten Situation, oder wer weiß was noch. In meinem Fall ist es so, dass mein Hund im Dienst ist. Kenndecke und Leine bedeutet, der Hund arbeitet jetzt. Trotz Kenndecke erlebe ich täglich (!) mindestens 1 mal, das ich mehr oder minder beschimpft werde. Assistenzhunde bei der Arbeit dürfen verständlicherweise keinen Kontakt zu anderen Hunden haben. Heute kommen mir an einer Kreuzung ein Golden Retriever und ein Vizstla entgegen gerannt , die Halterin 30 Meter dahinter. Dann muss ich meine Hündin schützen und die anderen Hunde von ihr fern halten. Darüber war die Halterin dermaßen erbost ( meine Hunde sind lieb, die tun nichts). Das Problem hierbei ist Unkenntnis und auch bei eigenen Maßstäben darauf zu schließen , das gelte für alle Hunde Besitzer. Meine Hündin hat regelmäßige Pausen und ist dann auch ohne Kenndecke und ohne Leine unterwegs, trotzdem stürmt sie nicht auf andere Hunde zu und macht was sie will sondern schaut erst zu mir und kann dann auf ein Signal von mir ( nach Rücksprache mit dem anderen Besitzer) zum kennenlernen gehen. Oder auch nicht. Mehr Rücksicht und Absprache der Besitzer sind unbedingt vonnöten. Ich merke immer wieder: oft ist es so, dass Hunde keine gute Bindung zu ihrem Halter haben und gerade deshalb immer andere Hunde “begrüßen” müssen. Andere Hunde sind ihnen wichtiger als der Halter. Sie sind schlecht abrufbar. Das meine ich nicht unbedingt für Hunde im Freilauf. Ich würde mir wünschen das, wenn mir ein Besitzer begegnet und sieht meine angeleinte Hündin, dessen Besitzer seinen frei laufenden Hund ruft und anleint. Warum ist das nur so schwer? Ich begegne aber auch vielen verantwortungsbewussten Besitzern. Ich habe schon überlegt ob es helfen könnte zu rufen: “mein Hund ist ansteckend”! Dann würde bestimmt ein Bogen um uns gemacht 😉

    • Hallo Katharina,
      einfach (ob mit oder ohne Leine) auf jemanden zusteuern finde ich blöd, aber man kann sich doch wirklich kurz abstimmen ob Leinenkontakt gewünscht ist.
      Ich hatte schon Situation wo ich mit meinem Hund gerade am Üben war und jemand latscht mir mit seinem Hund mitten in die Situation wo Leo gerade ruhig sitzen und mich angucken soll – das ist echt ärgerlich.
      Zudem ich einen Leinenpöbeler habe. Zumindest bei großen Hunden.
      Ich habe einen Pastor Mallorquin. Gehen wir an Dackel, Westi etc. vorbei ist alles gut. Bei Dobermann, Viszlar, Bordercollie ist es unterschiedlich, bei Schäferhund, Sennenhund, Akita oder sämtlichen anderen Hunden ab 45cm Höhe geht er hoch in die Leine, pöbelt, windet sich im Halsband und macht ein unheimliches Theater.
      Peinlich. Aber was tun?
      Sind die Hunde auf der anderen Straßenseite, dann schaffe ich es oft mit “Guckmal” ihm ein Stück Leckerli schmackhaft zu machen und er schaut mich an und bleibt schön bei mir.
      Treffen wir große Hunde auf dem gleichen Fußweg (auch wenn er breit ist und wir in eine Einfahrt ausweichen), dann kann ich machen was ich will – ich brauche beide Hände und einen festen Stand, so rüpelt er los. An ruhiges Weitergehen ist nicht zu denken weil ich sonst einfach mit ihm durch die Gegend fliege. Auch wenn er nur 32kg hat, wirken die bei seiner Wahnsinnsenergie wie ein Turbo.
      Eine Trainerin hat mir mal gesagt der Hund muss hinter mir sein. Daran üben wir auch schon 2 Jahre. Nun weiß ich dass sein Vorleben kein bißchen von Leine und Co gekennzeichnet war und er wahrscheinlich auch viel sich selbst überlassen war.
      So lernte er seine Entscheidungen selbst zu treffen. Was auch seiner Rasse als Herdenschutz und Wachhund ja in der Natur liegt.

      Mittlerweile haben wir es geschafft dass er an lockerer Leine geht, aber fast immer 2 handbreit mit dem Kopf vor mir. Bleibe ich stehen, dann tippelt er (fast wie erschrocken) zurück und geht auf meine Höhe – um nach 10m wieder ein Stück weiter vorn zu sein.
      Drehe ich mich mit Schwung um und gehe auf ihn zu (Tipp von meinem Hundetrainer), dann hüpft er ein wenig zurück und guckt weg. Aber auch das können wir 80x auf dem Spaziergang machen (kein Witz!) und es wirkt auch danach nicht. Fazit danach ist: wir hatten einen blöden Spaziergang weil ich mit maßregeln und zurückschieben beschäftigt bin, genervt werde weil es nicht klappt und der Hund ebenfalls genervt und immer nervöser wird.
      Richtig orientieren tut er sich nicht an mir. Maximal die letzten 20min von einem einstündigen Spaziergang. Und auch nur dann wenn keine Katze in Sicht ist – dann nämlich habe ich Mühe nicht auf dem Bauch zu liegen.
      Wir haben uns jetzt 2 Jahre und es gibt noch viel Arbeit. Leider haben uns die Ratschläger unserer Trainer bisher nicht sehr weit gebracht.
      Mal schauen was ich hier noch so an Tipps finde.
      Vielen Dank für den tollen Blog!

      • Liebe Mari,
        beide Probleme – der Herdenschutzhund und das Direktaufeinanderzugehen beschreibe ich genau im Buch, wie wunderbar! Dann muss ich mir jetzt nicht nocheinmal die Finger wund schreiben, was ich natürlich täte, aber das Buch kommt ja wahrscheinlich sowieso heute Hurra! Sie haben nämlich völlig recht: Direkt aufeinander zu gehen ist für Hunde völlig unnormal: Direkt aufeinander zu gehen bedeutet für Hunde: Man will Kontakt. Deshalb hopsen auch alle Welpen immer begeistert an fremden Leuten hoch, die uns entgegen kommen: Sie gehen davon aus, dass das unsere neuen besten Freunde sind. Unsere gut sozialisierten, von Welpenbeinen an an menschliche Dinge gewöhnten Familienhunde haben gelernt, dass derlei in der seltsamen menschlichen Welt eben so ist. Ursprünglichere Hunde oder solche, die eben ohne furchtbar viel Menschenkontakt und menschliche Leitung aufgewachsen sind (mein Galgo Nano ist auch so ein Kandidat), tun sich mit diesem Verhalten sehr, sehr schwer. Aber sie können es lernen – und das steht genau im Buch (“Gemeinsam ignorieren”). Und auch, wie man mit dem Jagdtrieb des Herdenschutzhundes umgeht. Er wird nie wie ein Dackel, der begeistert alles mit uns mitmacht, was wir vorgeben – dafür war er ja nie da. Er sollte selbstständig die Schaf- oder Ziegenherde bewachen, die Dinge genau im Blick behalten und seine Pfründe bewachen. Gemeinsame Hobbies mit dem Menschen stehen nicht auf seiner Liste der Prioritäten – nicht einmal auf seinem Einkaufszettel. Das macht aber nichts; er ist eben eine andere Sorte Hund als das, was man sich normalerweise so vorstellt. Er ist eher ein BMX-Rad, kein stadttaugliches Holland-Fahrrad mit gemütlichem Sattel, mit dem man mal eben zum Einkaufen gondeln kann. – Aber jeder hat den Hund, den er verdient. Und wir alle wachsen an unseren Aufgaben. Nächstes Jahr sind Sie durch diesen Hund ein besserer Mensch, versprochen. 🙂

  18. Ich finde auch nicht, dass die Zusammenführung an der Leine zwingend zu aggressivem Verhalten (beider) Hunde führt. Es hat logischerweise a) etwas mit dem Charakter des Hundes und b) mit Übung zu tun. Hunde, die niemals an der Leine zu anderen Hunden dürfen – wie sollen diese denn lernen sich in solchen Situationen zu verhalten? Mein Labrador will zwar auch immer zu anderen Hunden hin, egal ob er angeleint ist oder nicht, aber aggressiv wird er nie! Gut wird wohl an der Rasse liegen… Aber wir haben ihn immer zu anderen Hunden gelassen (JA – IMMER mit Zustimmung der Hundebesitzer!). Auch ich möchte, selbst wenn ich weiß, dass meiner locker ist, gefragt werden 😉

  19. Wenn ich in der Stadt Unterwegs bin mit angeleintem Hund, dann möchte ich wirklich keinen Kontakt zu anderen Hunden. Die Fußgängerzone ist kein Hundespielplatz. Und andere Orte halt auch, Straßenbahn etc. Ansonsten sehe ich das eher locker.
    Begegnen mir Hunde die ich nicht kenne, dann möchte ich auch nicht das die ungebremst in uns rein brettern. Mein Hund legt keinen großen wert auf Kontakt zu fremden Rüden. Die hat er im allgemeinen eher zum fressen gern. Bevor nicht klar ist durch Körpersprache und Blicke das die Hunde sich einigermaßen sympathisch sind möchte ich keinen Kontakt weder an noch von der Leine.
    Ich kann meinen Hund und meist auch die anderen recht gut lesen und kann zu 95% vorhersagen welchen er mögen wird und welchen nicht.
    Das andere ihre Hunde ungefragt in unseren Dunstkreis rennen lassen, halte ich für unhöflich und respektlos.
    Das ein Hund auch außerhalb der Stadt angeleint ist, hat vielleicht Gründe. Möglicherweise ist er krank, hat Angst oder ist unverträglich, frisch operiert etc.
    Ohne vorherige Verständigung finde ich es ein NoGo die Hunde einfach ran zu lassen. Außer natürlich an so genannten Auslaufflächen.
    Zu dem habe ich leider in den letzten Jahren bemerkt das es immer mehr sozial unverträgliche Hunde gibt, die einfach ohne vorherige Warnung zu beißen oder sogar gezielt in der Absicht kommen um zu beißen. Und die jeweiligen Besitzer sind und waren nicht in der Lage ihr Hunde zu kontrollieren. Für mich war es teuer für meinen Hund traumatisch und schmerzhaft.
    Ja, auch mein Hund hat Zähne. Oh, Wunder auch Lassie kann beißen. Aber ich lasse ihn nicht.
    Das ein junger Hund mal auskommt, kann passieren. Das ist im Normalfall auch kein Problem. Der wird dann im Zweifel einfach gemaßregelt und alles ist gut. Meist verstehen die Hunde das besser als den Rückruf ihrer Besitzer. Beim nächsten fremden Hund werden sie dann vielleicht nicht einfach hin rennen, sondern erst mal die Signale beachten

  20. Danke, für diesen Beitrag.
    Ich habe mich lange gestresst “mit keinem Hundekontakt an der Leine”. Inzwischen hatten wir schon sehr nette Hundekontakte, wenn es beide Seiten wollen. Ich entscheide das jetzt aus dem Bauch heraus. Kommt auf den anderen Hund und Halter an und auf die Zeit, die beide Seiten haben. Die Gegenseite sagt in aller Regel auch was sie möchte. Oft wird es mir ja sogar angeboten, obwohl meine erstmal mit Gebell reagiert.
    Unsere Hündin ist sehr ängstlich was fremde Hunde angeht, aber ich habe gemerkt, dass sie das an der langen Leine sehr gut regeln kann und dann auch ihren Spaß haben kann.
    So, ist das Gassi gehen für uns beide entspannter geworden und sie kann positive Erfahrungen machen.
    Na ja, und wenn andere Hunde ungefragt auf uns zu rennen, kann es auch nicht mein Problem sein, wenn meine entsprechend reagiert und ich muss davon ausgehen, dass der andere Hundehalter nichts gegen einen Hundekontakt hat. Sonst würde er ihn anleinen oder zu sich rufen. Und man muss es ja auch nicht überall zu lassen. Aber im Wald, auf der Hundewiese, auf dem üblichen Gassi-Routen, warum nicht? Und letztendlich ist die Verständigung unter den Hundehaltern das A und O.

    • Aber um nochmal klar zu stellen, wenn es beide Seiten wollen. Ich würde meinen Hund niemals ungefragt auf andere Hunde zu rennen lassen. Genauso wenig auf andere Menschen.

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