Wenn die Sonne auf die Schnauze fällt

bildvom 2. 8.2009
Aus aktuellem Anlass wollen wir uns heute mit der Frage beschäftigen: Braucht mein Hund eine Sonnenbrille?
Auf diese Idee könnte man kommen, nachdem der Sommer sich jetzt endlich doch bequemt, zumindest sporadisch sein wahres, warmes Gesicht zu zeigen. Wir kennen ja den Drang vor allem junger Damen oder solchen, die sich jung fühlen, ihren Hund möglichst stylisch aussehen zu lassen – das lenkt auch schön ab von etwaigen eigenen körperlichen Unzulänglichkeiten, die in der leichten Sommerbekleidung gnadenlos zum Vorschein kommen. Lange hält dieses Ablenkungsmanöver aber übrigens auch nicht an: Beim Anblick einer Bulldogge mit blaugespiegelter rosa Brille wird der Betrachter anschließend mehr oder minder fassungslos das andere Ende der Leine ansehen, darauf würde ich wetten.
Rein technisch betrachtet, braucht Ihr Hund keine Sonnenbrille, sofern er nicht sein halbes Leben den Kopf aus dem Autofenster hängt, um Freiheit und den Wind in seinem Haar zu spüren, oder sich als Lawinenhund betätigt: In speziellen Fällen brauchen einige wenige Hunde eben doch eine Brille. Es gibt eine ganze Serie von Hundesonnebrillen auf dem Markt, die von vielen Tier Ophtalmologen befürwortet werden: Die Tränen, die Cabrio-Hunden über die Wangen laufen, sind nämlich keine Freudentränen. Gute Hundesonnenbrillen sind hundesicher und aus bruchfestem Polycarbonat hergestellt, sie bieten einen 100%igen UV-Filter, beschlagen nicht und, was das Wichtigste ist: schützen zuverlässig vor Staub, Ästen und Schmutzpartikeln. Die Idee zu UV-Schutzbrillen für Hunde hatte übrigens ein Führer der Gasteiner Lawinenhundestaffel: Bei Hunden, die sich in großer Höhe unter intensiver UV-Belastung aufhalten (z.B. auf Gletschern – dafür haben Lhasa Apsos, die in den Klöstern im tibetischen Hochland leben, eine dichte Matte vor den Augen, um selbige zu schützen), beobachtet man nämlich oft eine chronische Entzündung von Horn- und Bindehaut, die mit einer Hornhautwucherung einher gehen kann. Die Symptome ähneln anfangs ein bisschen denen der Schneeblindheit. In dieser Situation ist das Tragen von Hundesonnenbrillen durchaus hilfreich und nützlich, denn die Entzündung ist sehr schmerzhaft und kann unbehandelt zur Erblindung führen.
Mittlerweile werden auch viele Rettungshunde mit solchen Brillen ausgestattet, um deren Augen vo Schutt und Staub zu schützen. Diensthunde haben ja sowieso häufig etwas beeindruckend Furchteinflößendes, aber stellen Sie sich vor, Sie werden von einem Schäferhund mit dunkler Sonnenbrille aufgespürt, der nun mit undurchdringlichem Blick bei Ihnen wacht oder hilft, Sie ans Tageslicht zu zerren! Ich verspreche Ihnen: Diesen Moment werden Sie ganz sicher nie vergessen.

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