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Straßenhunde in Kiew: Die Hilfsaktionen zeigen sich erfolgreich

Die Hilfsaktionen des Deutschen Tierschutzbundes für Straßenhunde in Kiew laufen weiterhin erfolgreich. Zusammen mit ukrainischen Tierärzten und Mitarbeitern seines Tierschutzzentrum Odessa führt der Deutsche Tierschutzbund in drei Tierkliniken in Kiew Kastrationsaktionen durch. Darüber hinaus haben Tierschützer und Stadt eine gemeinsame Medienkampagne zur Aufklärung über die Straßenhundeproblematik fortgesetzt. In der Stadt Charkiw scheint es dagegen weiter Hundetötungen zu geben – der Verband hat dagegen beim Bürgermeister der Stadt protestiert, denn genau wie das deutsche verbietet auch das ukrainische Tierschutzgesetz Tötungsaktionen.

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„Die Fußball-EM ist vorbei, aber die Straßenhunde sind geblieben. Uns war es schon bei der Vertragsunterzeichnung mit der Stadt Kiew wichtig, dass wir alle Hilfsaktionen nachhaltig angehen. Nur mit dem Dreiklang aus einfangen, kastrieren und freilassen und der Aufklärungsarbeit kann die Straßenhundeproblematik nachhaltig gelöst werden”, betont Wolfgang Apel, Ehrenpräsident des Deutschen Tierschutzbundes, der die Ukraine-Projekte koordiniert.

Gerade erst hat der Verband einen Tierrettungswagen ausgestattet. Verletzte Tiere müssen nicht mehr mit Taxen und Privatfahrzeugen in die Kliniken gebracht werden, sondern werden jetzt schon während des Transportes tierärztlich versorgt. Darüber hinaus hat der Deutsche Tierschutzbund Baumaßnahmen in drei Tierkliniken unterstützt, um die tierschutzgerechte Unterberingung der Tiere bei der kontrollierten Nachsorge nach tierärztlichen Maßnahmen zu gewährleisten. Gemeinsam mit der Stadt Kiew hat der Deutsche Tierschutzbund eine Medienkampagne gestartet: Neben Spots im ukrainischen Fernsehen wurden in Kiew an vielen Orten, unter anderem in Metro-Wagen, Plakate mit Kontaktdaten der Anlaufstellen aufgehängt. Mit diesen Maßnahmen machen die Tierschützer auf die Bedeutung der Kastration von frei lebenden Hunden wie auch Hunden in Privathaushalten aufmerksam. Denn auch unkastrierte Hunde aus Privathaushalten tragen stark zur Vermehrung der Straßentiere bei. „Die Ukrainer sind sehr tierlieb und wollen mehr über unsere Projekte wissen und auch selbst mithelfen, das Elend der Straßentiere zu verringern”, so Apel.

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Sorgen bereiten dem Deutschen Tierschutzbund Hilferufe von Tierfreunden wonach es in der ukrainischen Stadt Charkiw weiterhin Hundetötungen geben soll. Dagegen hat der Verband beim Bürgermeister der Stadt protestiert und gleichzeitig das nachhaltige Konzept „Fangen, Kastrieren und Freilassen” vorgestellt. Dieses praktiziert der Verband in seinem Tierschutzzentrum in der Stadt Odessa bereits seit Jahren erfolgreich: Die Anzahl der Straßenhunde sind in der Stadt nach Schätzungen um 50 Prozent zurückgegangen, viele Tiere konnten nach der Kastration auch an neue Halter vermittelt werden.

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