Das Märchen vom schonend kaltgepressten Trockenfutter

Trockenfutter kaltzupressen sei, so heißt es, eine schonendere Herstellung als „übliches“ Trockenfutter, denn die natürlichen Vitamine würden dabei erhalten bleiben.

„Kaltgepresstes Hundefutter wird im Kaltpressverfahren, also ohne zusätzlichen Einsatz von Hitze, hergestellt. Bei der Herstellung von kaltgepresstem Hundefutter werden die Zutaten zunächst getrocknet und gemahlen. Im Anschluss werden die einzelnen Futterkomponenten in einer großen Trommel von einer Walze durch Bohrungen in der Trommelwand gepresst. Der Druck bei der „Kaltpressung“ führt dazu, dass die Zutaten so stark verdichtet werden, dass sie miteinander verkleben. Es entstehen die typischen Pallets des kaltgepressten Hundefutters.

Was macht den positiven Effekt aus, wenn Hundefutter kaltgepresst hergestellt wird? Je niedriger die eingesetzten Temperaturen, desto „ursprünglicher“ sind die verarbeiteten Rohstoffe im Futter – das heißt, dass das Trockenfutter „naturnah“ bleibt. Die Zutaten in kaltgepresstem Hundefutter behalten so in der Regel ihre Vitamine.“ – so liest es sich auf der Seite eines großen Hundefutterherstellers.

Klingt wunderbar. Stimmt aber nicht.

Es stimmt nur insoweit, als für den Pelletier-Vorgang (also der Prozeß, in dem die kleinen Futterbrösel in eine bestimmte Form gepresst werden) keine besonders hohe Temperatur notwendig ist – die Bezeichnung „kaltgepresstes Futter“ stammt aus der Einsparung von zusätzlicher Hitze beim Press-Prozess der Pellets.

Aber für den gesamten Herstellungsprozess eines Trockenfutters ist mehr nötig, als das Formen der Pellets.

Beim Herstellungsvorgang wird das Futter in Form eines bröseligen Teigs aus getrockneten Zutaten in eine geschlossene Trommel gefüllt, in der eine Walze läuft. In der Wand dieser Trommel sind Löcher, die dem Teig bzw. dem Futter seine Form geben sollen. Die Wand ist sehr dick: Durch die Dicke der Trommelwand kommt es in den Form-Löchern aufgrund der Reibung zu einem massiven Gegendruck, wodurch die Futterbestandteile so stark erwärmt und verdichtet, dass die Kleberstoffe aktiv werden (andernfalls würden die einzelnen Pellets zerbröseln). Es ist unmöglich, eine Verklebung der einzelnen Futter-Komponenten zu erreichen, ohne dass eine gewisse Temperatur entsteht. Innerhalb der Pellets entwickelt sich eine Temperatur von mindestens 90 °C, an ihrer Außenseite Temperaturen von mindestens 130°C. Je glatter das Pellet, desto höher der Pressdruck, und damit auch die Temperaturen, die sich entwickeln.

Kaltgepresst ist das alles also eigentlich nicht – und auch nicht “naturnaher”, als andere Trockenfuttersorten.

40 Kommentare

  1. Die Verordnung (EG) Nr. 1774/2002 wurde mit Wirkung vom 4. März 2011 aufgehoben und durch eine neue ersetzt, in der diese Temperaturen nicht vorgeschrieben sind (Wäre übrigens auch der Untergang aller BARFer, wenn Heimtierfutter, das anders als in Dosen verarbeitet wird, bei 90° erhitzt werden müsste) . Die aktuellste ist, meines Wissens nach die Verordnung (EG) Nr. 1069/2009.
    Soll nicht heißen, dass kaltgepresstes Futter nicht nach wie vor wie hier beschrieben hergestellt wird, wollte nur auf den Fehler hinweisen.

    • Ah, wunderbar – da bin ich falsch informiert (und ich dachte, ich kenne das Futtermittelgesetz mittlerweile auswendig… 🙂 ). Vielen Dank! Streiche ich aus dem Text also gleich mal wieder ‘raus.

  2. Guten Tag Frau Von der Leyen,
    mit Interesse habe ich Ihren Beitrag gelesen und ich freue mich immer, wenn sich andere Hersteller/Inverkehrbringer
    von Tiernahrung (somit unsere Marktbegleiter) über unsere Produkte und deren Herstellungsweise Gedanken machen.

    Die von Ihnen beschriebenen Temperaturen, Pelletkonsistenzen und ihre daraus resultierenden Folgerungen lassen den Schluss zu, dass Sie Ihre Informationen vermutlich aus einem Werk mit Dampf- bzw. Walzenpressung bekommen haben. Diese Herstellungsweisen haben aber mit unserer Kaltpressung nichts zu tun. Wir nutzen modifizierte Pressen, deren Technologie wir seit über 50 Jahren stetig optimieren und – ja – unser “NaturNahFutter” ist tatsächlich kaltgepresst.
    Gerne lade ich Sie hiermit ein, sich hier bei uns vor Ort, von der tatsächlichen Herstellungsweise unserer kaltgepressten Trockennahrung zu überzeugen – falls Interesse bestehen sollte.

    Im Gegensatz zu dem von Ihnen produzierten und vertriebenen Dosenfutter (nach Ihren eigenen Aussagen kochen Sie die Zutaten Ihrer Dosennahrung ja nach der „Kaltabfüllung“ bei Temperaturen von bis 120°C)
    entstehen bei unserer Pelletherstellung tatsächlich nur Temperaturen zwischen 25°C und 40°C .
    Dazu ein Zitat von Ihrer Webseite :
    „Die rohen Zutaten werden kalt in die Dosen gefüllt und anschließend vorsichtig bei 120 Grad erhitzt, um die natürlichen Nährstoffe zu erhalten.“

    Respektvoll möchte ich jedoch feststellen, dass diesen 120°C Herstellungstemperatur, rein physikalisch, eher der Begriff „Kochen“ als „Vorsichtig erhitzt“ zusteht – oder ?
    Ferner überstehen einige Vitamine, Nähr- und Vitalstoffe – meiner Meinung nach – diesen Kochvorgang leider auch nicht unbeschadet.

    Abschließend steht meine Einladung in den Westerwald, ich freue mich von Ihnen zu hören und sende tierische Grüsse nach Berlin

    Peter Doepp
    Hundebesitzer und überzeugter Kaltpresser der
    Markus-Mühle GmbH & Co.KG
    Manufaktur für kaltgepresste Hundevollkost
    http://www.markus-muehle.de

    • Wenn Sie sich mit diesem Blog beschäftigt haben sollten, können Sie sehen, dass ich mich in meiner Eigenschaft als Autorin und Journalistin seit vielen, vielen Jahren mit Hundeernährung und Hundefutterproduktion beschäftigt habe. Ich habe immer wieder im Rahmen von Artikeln und Reportagen mit den Diätetikern der Universitätskliniken von Berlin, München und Leipzig gesprochen, deren zahlreichen Studien gelesen und genau beobachtet, welche Resultate die verschiedenen Fütterungsmethoden haben können – oder eben nicht. Abgesehen davon, dass ich selbst seit 40 Jahren Hunde halte und alles gefüttert habe. Und weil ich fast immer mehrere gleichzeitig hatte, auch beurteilen kann, bei welcher Fütterungsmethode zumindest meine Hunde am besten aussahen und es ihnen am besten ging – ohne dabei je ideologisch zu werden.
      Meine Texte nun als jahrzehntelangen Vorlauf einer Diffamierungskampagne anderer Hersteller zu bewerten, ist dementsprechend keine ernstzunehmende Kritik. Und wie ich in einem anderen Kommentar gerade geschrieben habe: Man kann ja nur dann eine einigermaßen gültige Kritik erstellen, wenn man sich mit der Materie auskennt. Wer immer nur Popmusik gehört hat, kann wenig Wichtiges über Wagner erzählen, und meine Informationen über Kaltpressung kommen daher direkt aus Betrieben, deren Herstellung ich genau angesehen habe.

      Dass wiederum mein Futter “kalt abgefüllt und vorsichtig erhitzt” bis 120 Grad wird, bedeutet – wie Sie als Hersteller natürlich wissen -, dass es von 0 auf 120 Grad erhitzt wird, und zwar nur, bis Garvorgang erreicht ist. Und nicht, wie bei vielen anderen Herstellern üblich, in eine bereits auf 200 Grad erhitzte Maschine gestellt und viele Stunden gekocht wird. Dass bei einem Gar-Prozeß grundsätzlich Vitamine verloren gehen, ist völlig richtig, weshalb wir – genau wie Ihre Firma- ernährungsphysiologische Zusätze hinzugeben, um zu gewährleisten, dass der Hund wirklich alle benötigten Nährstoffe bekommt. Sie wissen selbst, dass Hunde Vitamin D4 zugeführt bekommen müssen, weil sie es nicht selbst herstellen können, dass die meisten Hunde (und Menschen übrigens auch) Kupfer-, Zink- und Mangan-Mängel aufweisen, etc.

      Mir stoßen gewisse Begrifflichkeiten immer wieder sauer auf. Dass ein Futter “naturnah” ist (also: “der Natur entsprechend”), bedeutet leider gar nichts. In der Natur lebende Wölfe haben beachtliche Nährstoff-Mängel, von Kupfer über Selen, Zink und – je nach Saison und Umfeld – weiterer Stoffe. Das spielt für Wölfe auch keine Rolle, denn der durchschnittliche Wolf lebt fünf, sechs Jahre und stirbt dann. Krebs- und Nierenerkrankungen kommen bei ihnen aus diesen Gründen kaum vor. Sowieso haben Wölfe (denn Hunde gibt es “in der Natur” ja praktisch nicht, es sei denn, man würde Straßenhunde dazu zählen) einen völlig anderen Nährstoffbedarf als Hunde (und mittlerweile ist ja auch wissenschaftlich erwiesen, dass sich das Verdauungssystem von Hunden im Laufe der Evolution massiv verändert hat. Selbst innerhalb der Gattung Hund ist die Länge des Darms im Verhältnis zur Größe des Tieres anders: Große Hunde haben einen kürzeren Darm als kleine Hunde, weshalb sie mehr Natrium in den Dickdarm abgeben, etc.) als Hunde – immerhin legen sie täglich ca. 50 km zurück – das schaffen nicht einmal Hunde von Triathleten.
      Wenn mit “naturnah” gemeint ist, denn Hund mit möglichst unbehandelten, natürlichen Zutaten zu füttern, ist das natürlich völlig richtig. Dementsprechend ist es richtig, einen Hund mit einer Proteinquelle und keinem ganzen Sortiment an Gemüse und Kräutern zu ernähren, denn das würde er “in der Natur” nicht tun: Weder Mensch, noch Tier hat unter “natürlichen” Umständen die Möglichkeit, sich in einer Mahlzeit Fleisch, Fisch und Geflügel (wenn man es denn von “Fleisch” unterscheiden möchte) auf den Teller zu laden. Das ist ja genau der Grund, warum heutzutage so viele Hunde Unverträglichkeiten und sogar Allergien bekommen – weil sich ihr Körper andauernd mit unterschiedliche Proteinquellen auseinandersetzen muss (abgesehen von den weiteren Faktoren). In der “Natur” gäbe es dieses vielfältige Angebot gar nicht innerhalb eines Tages – oder auch nur einer Woche.

      Außerdem ist der Gar-Vorgang ja nicht nur nachteilig. Die Erhitzung verändert den jeweiligen Rohstoff auf eine Weise, der häufig positiv und sogar erwünscht ist. Viele Nährstoffe sind in ihrer Rohform vom Hund nur schlecht oder gar nicht zu verdauen. Der Körper kann die Kohlenhydrate vieler stärkehaltiger Pflanzen durch die Erhitzung viel leichter aufnehmen – siehe die rohe Kartoffel, die das giftige Alkaloid Solanin enthält, dass erst durch Erhitzung inaktiviert wird. Auch der hohe Vitamingehalt von Karotten kann von Hunden im rohen Zustand kaum genutzt werden. Die Vitamine sind nämlich in der Zellmembran enthalten und der Hund ist nur in sehr ungenügendem Maße in der Lage, die (rohe) Zellmembran während der Verdauung aufzulösen. Der Aufschlussgrad vieler weiterer Nährstoffe läßt sich durch Pürieren oder Erhitzung aber erhöhen.
      Beim Fleisch werden die vorhandenen Proteine durch Erhitzen in ihrer Eiweißstruktur verändert, so dass der Körper es leichter verdauen und Nährstoffe besser aufnehmen kann (deshalb gibt man Hunden mit Bauchweh ja auch eine Diät aus gekochtem Huhn und Reis) – ganz abgesehen vom Abtöten von Keimen, das nun einmal nachweislich häufig in Fleisch enthalten ist.

      Wenn Sie nun sagen, dass Ihr Futter tatsächlich kalt ausschließlich gepresst wird, muss die Frage erlaubt sein, wie die Rohstoffe denn vorbehandelt werden? Wie erreichen Sie die Verklebung der einzelnen Komponenten, ohne höhere Temperaturen einzusetzen? Das kommt mir wie ein physikalisches Wunder vor. Wenn Sie mir das wirklich zeigen können, komme ich gerne vorbei.

      • Danke für ihr flottes Feedback Frau Von der Leyen, Sie schreiben
        Zitat
        „…meine Informationen über Kaltpressung kommen daher direkt aus Betrieben, deren Herstellung ich genau angesehen habe.“
        Zitat Ende
        und genau diesen Umstand habe ich ja befürchtet. In unserem Betrieb waren Sie noch nicht zu Gast – leider, Sie befinden sich aber in bester Gesellschaft, denn die wenigsten Kritiker schauen sich unsere Produktion an.
        Im Gegensatz dazu besuchen uns ganzjährig viele Hundetrainer, Zoofachhändler, Hundevereine, Journalisten, Tierheilpraktiker und Tiermediziner sowie Studenten um sich hier vor Ort die Kaltpressung anzuschauen.

        Wir sind europaweit, unserem Kenntnisstand nach, der einzige Hersteller der ohne die sonst üblichen Temperaturen und Druckverhältnisse Pellets herstellt.
        Dieses spezielle Verfahren ist, nach vielen Jahrzehnten der Entwicklung, in der Vorbereitung zur Patentanmeldung und aus diesem Grunde bitte ich um Verständnis, dass ich hier an dieser Stelle keine technische Beschreibung des Vorgangs einstellen werde.
        Die Vorbereitung der Rohwaren erfolgt, selbstverständlich entsprechend der gesetzlichen Vorschriften, in diesem Falle der EG-Verordnung Nr. 1069/2009, sonst dürften wir unsere Produkte auch nicht vertreiben.

        Überzeugen Sie sich doch bitte selbst, ich lade Sie erneut ein und Sie können sich den gesamten Vorgang – von der Anlieferung der Rohware, über das Mischen und Kaltpressen bis hin zur Abfüllung – also wirklich alles, in Ruhe anschauen und sich von der hohe Qualität überzeugen.
        Ebenso freut es mich, das Sie genauso wie ich Mehrhundehalter sind und auch mich begleiten mein ganzes Leben lang, immer mehrere eigene Hunde und die damit verbundenen Irrungen und Wirrungen rund um die “beste” Fütterung meiner Vierbeiner.
        Ich wünsche Ihnen eine schönes Wochenende und freue mich auf Ihren, hoffentlich baldigen, Besuch im Westerwald.
        Herzlichst Peter Doepp

  3. Melanie Müller

    Ich frage mich an dieser Stelle, ob jemand der selbst Futtermittel vertreibt, sich objektiv über ein anderes Futter bzw. dessen Herstellung äußern kann. Erweckt bei dem Bericht von Katharina nicht wirklich den Eindruck und ist meiner Meinung nach auch sehr unprofessionell.

    • Ich vertreibe Futter nicht, ich stelle mein eigenes Futter selber her. Wenn Sie diesem Blog gefolgt sind, dann wissen Sie, dass ich mich seit vielen, vielen Jahren mit Hundefutter, deren Herstellung und den Mythen, die verbreitet werden beschäftige und aus genau diesem Grund vor drei Monaten ein Futter herausgebracht habe. Frau Dr. Ziegler (“Hunde würden länger leben, wenn…”, “Tierärzte können die Gesundheit Ihres Tieres gefährden”) bringt ebenfalls genau aus diesem Grund ein Futter heraus. Ist es nicht eher so, dass jemand, der sich mit Futter so intensiv beschäftigt, die Verordnungen, Herstellungsmethoden etc. besser beurteilen kann, als ein Laie? Darf ein Arzt gängige Medizinpraktiken nicht kritisieren, weil er selber den Beruf gewählt hat?
      Ich glaube nicht. Und nachdem ich über diese Themen seit Jahrzehnten schreibe, kann es doch nicht plötzlich umprofessionell sein, nur weil ich inzwischen aus lauter Frustration über das, was auf dem markt ist, selber ein Futter herausbringe.

      • Zitat:Ich vertreibe Futter nicht, ich stelle mein eigenes Futter selber her.

        Es fällt schwer, Ihre Sichtweise mit den Fakten in Einklang zu bringen.
        Markus Mühle stellt ebenfalls eigenes Futter her und verkauft es dann, gewinnbringend…..genauso wie Sie. Ich sehe daher keinen Unterschied!

        • Das ist nicht meine “Sichtweise”, das war ein Nebensatz als Reaktion darauf, dass ich ein Vertriebsorgan von Hundefutter sei. Ich habe nach zweieinhalbjährigen Recherchen, Unterhaltungen mit x-Fachtierärzten für Ernährung, Rationsberechnungen und Laboranalysen mein eigenes Futtre hergestellt. Das ist etwas anderes, als ein Futter zu vertreiben, also Dosen in einen Karton zu stecken und abzuschicken.
          Ich verstehe nicht, warum sich hier alle auf “Markus Mühle” festzurren. Es gibt zahlreiche kaltgepresste Hundefuttersorten auf dem Markt, das Foto war ein Beispielbild. Ich selber habe diese Firma kein einziges Mal erwähnt.

          Meine Sichtweise ist in dem Kommentar ja deutlich wieder gegeben: Hundeernährung ist seit 25 Jahren ein Thema, das mich intensiv beschäftigt. Und in meiner Eigenschaft als Journalistin kann ich recherchieren. Das ist der Grund, weshalb ich diesen Text geschrieben habe und mich zur Kritik befähigt halte – und erst dann ein Grund, weshalb ich gerade mein eigenes Futter herausgebracht habe. Weil mir alles andere auf dem Markt nicht 100 prozentig gefällt. (“Gewinn” mache ich übrigens frühestens in zwei, drei Jahren. Das ist so bei Start-Ums. 🙂 )

      • Katharina, Sie widersprechen sich gerade selbst.

        Zuerst schreiben Sie, daß Sie ihr eigenes Futter selbst herstellen (d.h. für mich, Futter – welches sie an Ihre Hunde verfüttern) und ein paar Zeilen weiter

        Zitat: …. genau diesem Grund vor drei Monaten ein Futter herausgebracht habe….

        Was bedeutet “herausgebracht”? Verkaufen, verschenken, vertreiben ?

        • Katharina

          Liebe Jutta,
          ich “widerspreche” mir da gar nicht – nur drücke ich mich vielleicht nicht so präzise aus, dass Sie es gleich verstanden haben. (“Herstellen” hate ja viele Bedeutungen. Und ein Futter “herauszubringen” sagt man so, wie “ein Buch herausbringen”, “eine Kollektion herausbringen”… Futter zu verschenken kann ich mir leider nicht leisten, auch wenn ich es gerne täte 🙂 . Siehe hier: http://www.leyen-hundefutter.de

          Herzlich, Katharina

  4. Ich habe diese Diskussion mit Interesse verfolgt. Seit einigen Wochen bin ich am verzweifeln, weil mein Hund vor seiner vollen Futterschüssel sitzt und nicht fressen will. Laut Tierarzt ist er vollkommen gesund. Er will nur nicht fressen. Vom normalen Trockenfutter übergibt er sich, beim Dosenfutter rümpft er die Nase. Und sein Körper wird immer magerer …

    Liebe Grüße
    Sonja

    • Mein Rüde Pixel hat das auch immer wieder. Ich könnte mir vorstellen, dass Ihr Hund eine Magenschleimhautentzündung hat – das geht schnell bei Rüden, und sie werden immer dünner und dünner und fressen nur genau so viel, wie sie brauchen, um nicht umzufallen. Meine Mutter war irgendwann so weit, Pixel salzlose Quiche zu backen…
      Sie können eine Magenkur mit Schüssler-Salzen versuchen – das hilft Pixel komischerweise besser als die Tabletten vom Tierarzt. Und zwar würden Sie Nr. 4 (Kalium Chloratum D6) nehmen, außerdem Nr. 8 (Natrium chloratum) und Nr. 9 (Natrium phosphoricum D6). 3x täglich.

  5. Hallo Frau von der Leyen..
    Ich finde die Diskussion auch sehr interessant – weiter bitte. Und ich fänds super, wenn Sie das Angebot annähmen, sich den Betrieb von Markus Mühle einmal anzusehen. Dort wird nämlich das Futter, das ich als “Nebenbei-Leckerchen” füttere auch hergestellt (IBD Hyposens), weil laut Hersteller nur dieser Betrieb in der Lage sei, wirklich kaltgepresstes Futter nach den Bedürfnissen der Firma herzustellen (s. http://www.lupovet.de/faq/#4). Mich würde wirklich interessieren, welchen Eindruck dieser Betrieb auf Sie macht und ob Sie das Futter dann möglicherweise anders beurteilen. Zumal die von ihnen benannte Dr. Ziegler ja ebenfalls ein kaltgepresstes Futter im Angebot hat und das doch vermutlich deshalb, weil sie darin Vorteile gegenüber dem extrudierten Futter sieht, oder?!
    Grundsätzlich muss ich aber grad nochmal loswerden, dass diese Hundefutterdiskussion einen normal sterblichen Hundebesitzer schon ein bisschen in den Wahnsinn treiben kann…
    Ich lese und forsche ständig im Netz, weil mein Pudel immer mal wieder irgendwelche “Vielleicht-Futter-Probleme” hat (knabbert an den Pfoten, hatte 2 Mal im Abstand von einem Jahr Analdrüsenabszesse, kein TA oder THP weiß warum, Allergien hat er nicht, dafür laut einer THP aber eine erhöhte Empfindlichkeit für oder gegen Erdstrahlen. Da hilft das beste Futter nicht ;-)).
    Inzwischen bekommt er Selbstgekochtes + Mineralien und o.g. Futter (als Leckerchen über den Tag beim Tricksen etc.).
    Obs was bringt? Der Pudel von Gegenüber bekommt Pedigree. Der hat weder wunde Pfoten noch Analdrüsenabszesse. Der Dackel meiner Großeltern hat Matzinger Hundeflocken bekommen und ab und an Fleischreste, besonders nach der Jagd, wenn große Mengen an Resten anfielen. Der ist 17 geworden.
    Manchmal denke ich, dass wir uns selber verrückt machen. Je mehr man weiß und liest, desto schlimmer wird’s.
    Und falls mich jetzt jemand steinigen und mir das Pudel-Sorgerecht aberkennen möchte: Barf frisst er nicht. Wirklich nicht. Er MAG es nicht. Ich hab alles versucht!!!
    Liebe Grüße, Tina.

    • Ich bin ganz sicher, dass wir heutzutage zu ideologisch mit der Ernährung unserer Hunde umgehen. Ich glaube allerdings trotzdem, dass die allermeisten Hautprobleme entweder durch psychische Probleme entstehen (Hund bekommt z.B. zuviel Aufmerksamkeit durch den verliebten Besitzer, wird andauernd gestreichelt, angeguckt, angesprochen), oder eben durch die Ernährung: Zu viele tierische Proteinquellen gleichzeitig, ungünstige Öle. Etc. Ich habe im Laufe meines Lebens im Größeren oder Kleineren bei unterschiedlichen Hunden alle diese Problem auch immer wieder gehabt. Seit ich meine Hunde so ernähre, wie ich sie jetzt ernähre, haben wir gar nichts mehr. Und die verschiedenen Pflegehunde, die ja auch mit gewissen Zipperlein hierherkommen, sehen in kürzester Zeit sensationell aus. Auch Nano, der lange, lange immer wieder Durchfälle hatte oder merkwürdigen Stuhl, und macht jetzt die fotogensten Haufen, die man sich nur wünschen kann.
      Und ich würde mal alle Leckerchen weglassen ausser gedörrten Fleischsorten, da gibt es verschiedene auf dem Markt (siehe Bluefish, oder getrocknete Geflügelstreifen gibt’s sogar bei Fressnapf, oder oder oder).
      Im Übrigen gibt es eine ganze Menge Hunde, die Barfen nicht mögen. Ich habe auch einige solcher Exemplare, und habe jahrelang mit Frischfleisch gefüttert. Aber heutzutage senken die Besitzer solcher Hunde verschämt das Haupt und schweigen still. 🙂

  6. Hallo Frau von der Leyen.
    Danke für die Tipps, aber das ist es (anscheinend) leider alles nicht. Ich habe über Monate Pferd und Kartoffel und dann Pferd mit Reis als Alleinfutter probiert, beides erbrachte keine Änderung.
    Die psychischen Probleme schließe ich einfach mal ganz frech aus, denn wir haben zwei Hundetrainerinnen, die Momo lange kennen und die das beide für ziemlich abwegig halten. Zwar arbeitet er mit mir als Therapiehund in der Förderschule, dies aber nur an zwei Tagen in der Woche. Die übrigen Tage kann er sich erholen, da ist er auch länger allein, so dass er dann wirklich Ruhe hat und schläft wie ein Murmeltier.
    Da ich nachmittags auch viel Zeit am Schreibtisch verbringe, “kümmere” ich mich außerhalb unserer aktiven Zeit höchstens mal mit einem flüchtigen Kopfkrauler. Gleichzeitig machen wir aber Tricktraining und eine Fungruppe mit und gehen mind. 2,5 Std täglich spazieren, so dass er trotzdem ausgelastet ist (wir haben´s übrigens auch mal mit Agility versucht – der Effekt war ähnlich, wie bei Ihrer Luise…)
    Ich hab da selber viel drüber nachgedacht und auch gelesen, aber ich glaube (und hoffe), dass es das nicht ist. Aber natürlich ist er ein absoluter Kontrollfreak, was ja anscheinend in der Rasse nicht ungewöhnlich ist und gleichzeitig ein Workaholic. Er arbeitet wahnsinnig konzentriert und kann das auch lange durchhalten, da muss ich schon sehr gezielt seine Ruhephasen durchsetzen.
    Ich weiß inzwischen von einer anderen, sehr aktiven, Kleinpudelzüchterin, dass es diese Probleme wohl in der Zuchtlinie schon gegeben hat, weshalb seine Oma und Großtante beide nach jeweils einem Wurf aus der Zucht genommen wurden. Bei beiden ist das Problem angeblich unter Kontrolle, leider besteht aber kein Kontakt mehr zu den Hunden, so dass ich da nicht nachfragen kann.
    Aber andererseits: wenn Sie das Problem in den Griff kriegen würden, würde ich Ihnen glatt einen Orden verleihen. Sie müssten dann nur leider auch das Frauchen zur Pflege mit aufnehmen, denn Momo könnte sich vielleicht bei Ihnen im Rudel ganz wohl fühlen, aber Frauchen allein zu Haus… Nöö.
    Ihnen ein schönes Wochenende, Tina.

  7. Letztens habe ich einen Artkel gelesen über die ABAM-Methode von Dr. Rückert aus Ulm. Das Resümee dieses Artkels entspricht sicherlich der großen “Wahrheit”. Nicht jeder Hund verträgt alles und einseitige Ernährung egal in welcher Form macht krank. Deswegen soll jeder seinen Hund so füttern wie er es für richtig hält und es dieser gut verträgt. Dazu gehört auch eine gesunde Abwechslung.Meiner Meinung nach ist ein Hund durchausfähig verschiedene Kleintiere an einem Tag zu erlegen: Ratten, Mäuse, junge Vögel oder Kaninchen, wenn er denn das Jagdglück hat.
    MfG
    Stefanie

    • Lieeb Stefanie, die ABAM-Methode ist halb ironscih gemeint. Natürlich verträgt nicht jeder Hund alles. Aber in meinem Text ging es ja darum, dass das “schonend kaltgepresste Trockenfutter” gar nicht schonend verarbeitet ist. – Tatsächlich ist einseitige Ernährung aber übrigens keineswegs krankmachend, solange der Hund alle Nährstoffe bekommt, die er braucht. Es gibt im Gegenteil mehrere Studien, die darauf hinweisen, dass es eher die unglaubliche Abwechslung ist, mit der moderne Hunde gefüttert werden (Montags Forelle, Dienstags Ziege, Mittwochs Huh, Donnerstags Pferd, Freitags Schaf, Samstags Rind, Sonntags Lachs), die den Darm überlastet und zu Unverträglichkeiten und Allergien führt.
      Sie irren auch, wenn Sie glauben, dass in durchschnittlicher Hund es schafft, an einem Tag “verschiedene Kleintiere” zu erlegen: Nach der Erlegung eines Kaninchens oder Hasens sind Hunde so erschöpft (und auch satt), dass sie kein weiteres Tier mehr jagen können. Ratten werden von Hunden gewöhnlich nicht gefressen. Mäuse erwischen sie auch nicht so ohne Weiteres, und junge Vögel nur selten. Dass ein Säugetier in der Natur also an einem Tag zu einer einzigen Mahlzeit zwei oder meherer Proteinquellen verspeist, ist wirklich unmöglich (oder sogar elf, wie in einem beliebten Trockenfutter enthalten).

      • Zitat Katharina:Tatsächlich ist einseitige Ernährung aber übrigens keineswegs krankmachend, solange der Hund alle Nährstoffe bekommt, die er braucht. Es gibt im Gegenteil mehrere Studien, die darauf hinweisen, dass es eher die unglaubliche Abwechslung ist, mit der moderne Hunde gefüttert werden (Montags Forelle, Dienstags Ziege, Mittwochs Huh, Donnerstags Pferd, Freitags Schaf, Samstags Rind, Sonntags Lachs), die den Darm überlastet und zu Unverträglichkeiten und Allergien führt.

        Hier liegen Sie leider falsch.

        Einseitige Ernährung macht krank.
        Eine Untersuchung hat ergeben ,dass 68 % der Hunde, die an einer FH (Futtermittelhypersensitivität ) leiden, bereits mehr als 2 Jahre dasselbe Futter bekommen haben.

        https://edoc.ub.uni-muenchen.de/10069/1/Becker_Nicola.pdf

      • Sandy Wolfdog

        Wie bitte? Also jetzt muss ich hier auch mal was dazu sagen! Gehts noch? So ein Quatsch! Ich hab ein Tschechoslowakischen Wolfshund und der erwischt wie nix eine Maus oder sogar mehrere an einem Tag und verspeisst die genüsslich! Und nach einem Kaninchen ist der ganz bestimmt nicht erschöpft, der würde noch mehr verspeisen! Also bitte, hören Sie auf mit solchen Unwahrheiten und nehmen Sie die Einladung von Markus Mühle an und schauen Sie sich mal alles an. Übrigens, meine Hunde sind endlich gesund mit kaltgepresstem und es geht ihnen wesentlich besser als mit Extruder! Ich bin Markus Mühle und Luoovet dankbar! Seit dem Futter brucht einer keine Medikamente mehr. Und das sind Wahrheiten liebe Grüsse aus der Schweiz

        • Katharina

          Das “geht’s noch?” gebe ich gerne zurück, denn wie kommen Sie dazu, mir “Quatsch” zu unterstellen? Es mag ja sein, dass Sie einen Superhund haben, aber der “normale” Hund ist durchaus erschöpft, wenn er ein Kaninchen oder gar einen Hasen erjagt hat (sehe Sie sich mal Filme von Jagden an, oder Filme von Galgos, die mit 60 km/h Hasen jagen – die machen danach keinen Schritt mehr). Wenn Ihr Hund nach einem kompletten Kaninchen samt Haut, Haar und Knochen nicht satt ist, wie Sie schreiben, dann scheint er ein Problem mit dem Magen zu haben und spürt vielleicht nicht, dass er längst satt ist. In der Bemerkung ging es im Übrigen darum, ob das Verdauungssystem von Hunden darauf ausgerichtet ist,unterschiedliche Proteinquellen zu verdauen, und das ist es nicht, weil das Angebot von erjagbaren Tieren nicht so groß ist. Ein Hund, der es schaffen würde, ein Reh zu erlegen, würde nicht am gleichen Tag noch einen Fisch fangen oder ein Huhn fressen, oder zum Nachtisch ein Mäusenest ausgraben. – Es ist doch fabelhaft, wenn Ihre Hunde kaltgepresstes Futter so gut vertragen. Ich habe nicht behauptet, es sei unverträglich, sondern nur, dass es nicht verträglicher ist als andere Trockenfuttersorten auch. Und es gibt, wie immer, gute und schlechte.

    • Katharina Liechti

      ABAM-Methode von Dr.Rückert habe ich auch gelesen und musste echt schmunzeln; weil so herrlich unfanatisch !

  8. Liebe Katharina

    Vielen Dank für Ihre tolle und sicher sehr zeitintensive Recherche zum Thema Hundefutter.
    Ich würde Sie gerne, ohne mich hoffentlich blosszustellen ;), fragen, ob es denn ein Trockenfutter gibt welches Sie empfehlen können?
    Ich habe noch keinen Hund, möchte aber in den nächsten Jahren einen Flat zutun, und dann natürlich möglichst alles ‘richtig’ machen.

    Herzlicher Gruss Sarah

  9. Guten Tag,

    ich habe meine, inzwischen sechsjährige Hündin mit Dosenfutter einer Fressnapfmarke
    großgezogen. Als Tilly, so heißt meine Hündin, gut ein Jahr alt war, stellte ich nach und nach auf Trockenfutter um und probierte verschiedene Marken aus. Leider mochte Tilly keines davon wirklich, ohne Zugabe von etwas Fleischbrühe oder des Geschmackes wegen,
    ein Löfferl Feuchtfutter fraß sie nur zögerlich, zu guter Letzt probierte ich noch kaltgepresstes Trockenfutter, dabei waren auch die obig genannten Markus Mühle und Dr. Zieglers.
    Auch mit Rohfütterung probierte ich es, wer weiß, vielleicht mag sie das lieber?
    Der langen Rede kurzer Sinn: “Tilly mag einfach kein Trockenfutter und auch kein Rohfutter!”
    Das ganze herum Probieren dauerte ca. 1 1/2 Jahre, sie kratzte sich häufig, entwickelte einen unangenehmen Geruch, hatte Schuppen, häufig Durchfall und immer wieder mal Pusteln auf der Haut.
    Also googelte ich nach einem wirklich guten Nassfutter und habe es schlussendlich auch gefunden. Es wird in Österreich produziert, in fünf verschiedenen Fleischsorten, alles drin, was Hund braucht und nichts, was Tilly nicht braucht, auch nicht das, was Hersteller so zusätzlich zugeben aber nicht angegeben müssen.
    Meine Hündin fraß wieder mit Appetit!
    So nach und nach hörte sie mit dem häufigen Kratzen auf, der schlechte Geruch verflüchtigte sich, das Fell glänzte wieder, es gab keine Schuppen, keine Pusteln und auch keinen Durchfall mehr. Durch die verschiedenen Fleischsorten und die sonstigen, verschiedenen Zutaten ist es auch keinesfalls einseitig.

    Herzliche Grüße,
    Anna

    • Hallo Anna, habe die Diskussion gerade erst gelesen. Wie heißt das Futter, das du verwendest? Dankeschön! LG, Mela

  10. Sternchen

    Hallo,

    als ich gerade auf den Artikel hier gestossen bin, stockte mir für einen Moment der Atem.
    Habe zwei Hunde und Anfangs gebarft, weil ich der Überzeugung war, dass es das Beste für die Hunde ist. Nach einer Weile mäkelte man am Fressen rum, bekam jede Woche Durchfall und ich war am Verzweifeln. Zuvor hatte ich mich schon ausgiebig mit Hundefutter und deren Inhaltsstoffe intensiv auseinandergesetzt bzw. hab alles erdenkliche an Informationen rauf und runter gelesen. Nach meinem Wissensstand, wollte ich auf keinen Fall industriell hergestellten Müll in die Näpfe füllen.
    Nach Überlegung ob Trofu oder Nassfu kam ich zu der Entscheidung halbe/halbe. Aber “kaltgepresst” und ohne künstlichen Dreck müsste es sein. Das Trofu, welches ich seit Jahren füttere ist auch wirklich kaltgepresst!
    Denn die Temperaturen steigen weder im Kern noch an der Oberfläche der Pellets auf über 40°C!!

    Nachzulesen hier :

    http://www.canisalpha.de/home/pur.html

    Das CanisAlpha bekommen meine Hunde Morgens und Pfotenliebe Bio Nassfu Abends.

    Ich bin von beidem Futter überzeugt, weiß aber trotz langjähriger Informationsflut oder gerade deswegen? nicht, was besser ist, Nassfutter oder Trockenfutter. Deshalb mein Entschluss halb/halb. Ich denke es das Beste. Erwische mich allerdings immer wieder mal nach anderem Futter zu schauen und zu vergleichen. Naja bis heute bin ich CanisAlpha und Pfotenliebe treu geblieben, weil es in meinen Augen nichts besseres gibt, oder ich habs noch nicht gefunden 😉
    Danke für den Artikel!

    LG Sternchen

  11. Eine wirklich spannende Diskussion. Hat es Sie mittlerweile einmal in den Westerwald verschlagen? Wir barfen aufgrund zahlreicher Unverträglichkeiten, allerdings bin ich mir manchmal nicht sicher, ob uns die Hundeliebe hier nicht auf einen Irrweg geführt hat.

    Viele Grüße von einem Mehrhundbesitzer

    Daniel

  12. Hallo,
    auch ich finde diese Diskussion sehr spannend.
    Bis vor kurzem habe ich selbst aus völliger Überzeugung `hochwertiges`, extruhiertes Trockenfutter verkauft und natürlich auch an meine 4 eigenen und span. Pflegehunde verfüttert.
    Bis 2 meiner Hunde dieses Futter verweigerten bzw. nicht mehr vertrugen.
    Als ich durch Zufall auf die Bücher von Dr. Jutta Ziegler gestoßen bin und sie in kürzester Zeit
    `verschlungen `hatte, war mir einiges klar….
    Da ich es mir leider nicht leisten konnte, 5 große Hunde zu barfen und auch keine gr. Kühltruhe anschaffen konnte , begann ich mit der Fütterung von Markus Mühle , kaltgepreßtem Trocken-
    futter.
    Von dem Tag an waren meine Hunde agiler, hatten besseres Fell und rochen nicht mehr nach `Hund`.
    Nun wechsele ich ab zwischen MM Naturnah und Lukullus und bin jeden Tag wieder begeistert,
    wie gerne dieses Trockenfutter gefressen wird und was für pos. Auswirkungen es bei meinen Hunden hat.
    Meinen Handel mit extruhiertem Futter habe ich aufgegeben, da ich sowas meinen Kunden nicht mehr empfehlen konnte.
    Astrid

  13. Mein Labrador Rüde ist jetzt ein Jahr alt geworden,entwickelt sich gut und ich dachte, nach Absprache mit meiner Tierärztin und der Züchterin sowie der mir möglichen Recherche, ich kenne mich aus und hätte das beste Welpenfutter (Wildborn Natural Puppy) für ihn ausgesucht. Jetzt wird es Zeit auf ein Futter für ausgewachsene Hunde umzusteigen und ich dachte ich bleibe beim Hersteller Wildborn (wildborn.com), welche auch eine große Auswahl anbieten an getreidefreiem Futter, unter anderem auch kaltgepresste Sorten. Je mehr ich jedoch lese desto verwirrter und unsicherer werde ich und kann mich nicht mehr entscheiden. Es ist für mich als Laie unmöglich alle Herstellungsverfahren und Zutatenqualitäten zu beurteilen. Alles was ich möchte ist, dass mein Hund, dem gegenüber ich meine Verantwortung als Halter sehr ernst nehme auch einfach aus Liebe zu meinem Tier, das für ihn beste Futter bekommt. Ein Futter welches ihm mit der Zeit nicht schadet und welches ihm alles gibt was er braucht um gesund und glücklich zu sein, auch hinsichtlich seiner Ansprüche als aktiver, bewegungsfreudiger Hund. Labrador typisch ist er auch nicht sonderlich wählerisch was das Futter betrifft.

    Ist es hier eventuell möglich eine professionelle, unabhängige Meinung zum Hundefutter der Marke “Wildborn” zu bekommen? Das würde mich schon einen riesen Schritt weiterbringen und ich wäre sehr dankbar.

  14. Sehr aufschlussreich die Kommentare.

    Würde mich interessieren, warum die Schreiberin des Blogposts sich nicht zu dem Angebot von MM äußert?

    • Weil die Schreiberin des Blogposts sich nicht per Blog mit Markus’ Mühle verabredet, sondern über ganz normale, geschäftliche emails. Weil die Schreiberin des Blogposts im richtigen Leben Journalistin ist und in dieser Zeit umgezogen ist, ein riesiges Haus übernommen und eine Firma gegründet hat, zwei andere Firmen besucht hat, die kaltgepresstes Trockenfutter herstellen, aber näher gelegen waren (die Reisezeit etc. zahlt einem ja leider niemand, wenn man derlei für den eigenen Blog schreibt), und ich nun nichtder Meinung bin, dass kaltgepresstes Trockenfutter Verbrauchertäuschung ist, sondern Trockenfutter an sich als Hauptnahrung nicht zu empfehlen ist – die Hitze, die beim “Kalptpressen” entsteht, entsteht genau so, wie ich es beschrieben habe, weil das ein chemischer Vorgang ist, der bei Bewegung der Masse shlicht nicht zu verhindern ist, und bei “üblichem” Trockenfutter die Masse beim Extrudieren mit so ungeheurem Druck durch die Maschine gepresst wird, dass dabei schlicht kein einziger Nährstoff, kein Vitamin überleben kann. Wurde mir vom Produzenten auch besättigt, allerdings mehr durch Grimassen als durch Worte :). Dass die Hunde dennoch sehr gut aussehen können, wenn sie mit Trckenfutter jedweder Art ernährt werden, liegt daran, wie man den “Verkoch-Prozess” beeinflusst – indem man die Närhstoffe etc hinterher aufsprüht, wie bei üblichem Trockenfutter, oder indem man die Rezeptur “über-optioniert”, wie möglicherweise bei Markus Mühle o.a. Aber “schonend” ist keiner dieser Vorgänge.

  15. Christina S.

    “oder indem man die Rezeptur “über-optioniert”, wie möglicherweise bei Markus Mühle o.a. ”

    Als Journalistin sollte man m.E. nicht solche Aussagen tätigen- außer man schreibt für die Bild oder Promiklatschblätter.
    Ich bin echt entsetzt, dass man das Angebot mehrfach ausschlägt und dann aber weiter noch so einen Schmutz verbreitet (auch wenn man “möglicherweise” dazu schreibt!)
    Wenn man sich nicht selbst von der Herstellungsweise überzeugen konnte oder wollte, sollte man dieses Herstellungsverfahren vielleicht thematisch zukünftig einfach aussparen. Absolut unprofessionell, bin echt entsetzt!

    • Nein, gar nicht unprofessionell. Dass Sie “entsetzt” sind, tut mir leid: Mir ging es ausschließlich um den Begriff “schonende Herstellung”, denn das ist einfach nicht möglich in der Herstellung von kaltgepresstem Trockenfutter. Ich habe mir die Produktionsstätten von verschiedenen Herstellern von kaltgepresstem Trockenfutter angesehen, wenn auch nicht bei “Markus Mühle”. Ich kann nicht quer durchs Land reisen und mir alle Produzenten ansehen, das lassen weder meine Zeit, noch mein Budget zu, denn dieser Blog ist ja umsonst und entsteht in meiner Freizeit. Ich kann Ihnen allerdings versichern: Das Unternehmen Markus Mühle hat für den Herstellungsprozess keine anderen Maschinen erfunden haben als die anderen Hersteller auch. Ich habe nicht über Markus Mühle explizit geschrieben, sondern über kaltgepresstes Trockenfutter. Markus Mühle hat sich selber ins Spiel gebracht. Das Angebot war reizend, passte aber nicht in meinen Zeitplan. Aussparen möchte ich solche Themen dennoch nicht, wenn ich die geeigneten Quellen und Aussagen von Experten und mir verschiedene Firmen angesehen habe. – Dennoch sollten Sie den Artikel nicht so persönlich nehmen, denn auch, wenn Sie offensichtlich Ihre Hunde mit “Markus Mühle” füttern und es denen damit gut geht, habe ich mit meiner Kritik an kaltgepresstem Trockenfutter (und ich lehne übrigens Trockenfutter insgesamt als Alleinfutter ab) nicht Ihre Hundehaltung kritisiert, auch, wenn es offenbar so bei Ihnen angekommen ist.

  16. Hanshermann

    Ich habe mir das hier alles mal durchgelesen, entspricht voll dem Internetzeitgeist. Katharina scheint zu viel Zeit zu haben, m. E. wendet sie auf jeden Fall zu viel Zeit auf um Müll zu produzieren.
    So viele Widersprüche in viel unglaubwürdigem, selbstbeweihräucherndem Gecshreibsel habe ich lange nicht gelesen.

    • Herzlichen Dank für Ihren sinnvollen Beitrag! Falls Sie allerdings tatsächlich etwas anderes bezwecken wollten, als mich einfach nur zu beleidigen, wäre es natürlich angebracht, die Widersprüche aufzuzeigen. Ansonsten machen Ihre Vorwürfe einfach nicht den gringsten Sinn.

    • Das stimmt, das kann ich. Ich verdiene damit sogar meinen Lebensinhalt. Aber Sie können offenbar nicht viel mehr- vernünftig argumentieren jedenfalls nicht. 🙂

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