Der Mythos vom Rudelführer

 

1760490_1_BadMergentheim-Tierpark-Wolfsrudel_Fauna-WildtierparkTatsache ist: Wir können gar nicht der „Rudelführer“ unserer Hunde sein, weil unsere Hunde nämlich genau wissen, dass wir keine Hunde sind, sondern Menschen. Aber selbst, wenn sie uns als „Rudelmitglieder“ akzeptieren würden, gilt das Konzept des „Rudelführers“, wie es gemeinhin verstanden wird, bei Verhaltensbiologen, Verhaltenstierärzten, Trainern und moderner Verhaltenswissenschaft als längst überholt.

Werbung

Sollten wir unseren Hunden als „Führungsperson“ zeigen, wo es langgeht in diesem verwirrenden Leben? Selbstverständlich.

Müssen wir sie deswegen in die Unterwerfung zwingen und dafür sorgen, dass sie uns als „dominante Persönlichkeit“ in ihrem Leben, damit wir ihren natürlichen Instinkt unterdrücken können, unseren Haushalt, unser Leben und die Welt zu dominieren?
Nö.

Woher die Rudel-Theorie stammt

Das mittlerweile gefährlich missverstandene Konzept der Dominanz und der Rudeltheorie in der Hundewelt stammt aus gesammelten Beobachtungen an nicht verwandten Wölfen in Gefangenschaft in den 1970er Jahren. Die Ergebnisse dieser frühen Studien suggerierten, dass es eine strenge Hierarchie in Wolfsrudeln gäbe, in denen die „Alphas“ (die Anführer) privilegierte Anrechte auf Nahrung, Schlafplätze und weitere Rechte hätten. Die Gruppen-Struktur würde durch massives Drohverhalten oder offenen Aggressionen gewährleistet. Weil man bis zu diesem Zeitpunkt davon ausging, dass Hunde direkt vom Wolf abstammen, wurde ihnen ähnliche Gruppen- und Sozialstrukturen unterstellt. Daraus ergab sich, dass die gewalttätige „Rudel-Dynamik“, die man bei diesen Wölfen beobachtet hatte, auch bei Haushunden bestehen müsste. Und nicht nur das: Man gelangte zu der Überzeugung, dass Hunde-Rudel sich so formierten, dass bestimmte Hunde von dem Wunsch angetrieben waren, an der Spitze der Hierarchie zu stehen und dafür auch ihre Zähne einsetzen würden. Eine Hierarchie innerhalb einer Hundegruppe war laut Volksglaube das Ergebnis von massivem Konkurrenzdenken.

Diese Theorie wurde so populär, dass das gesamte Sozialkonzept nicht nur von Hunden untereinander, sondern auch zwischen Mensch und Hund und wie man Hunde erziehen müsse davon abgeleitet wurde – ganz unabhängig von der (sehr bedeutsamen) Tatsache, dass Hund und Wolf seit über Hunderttausend Jahren voneinander getrennt sind, sich evolutionär vollkommen anders entwickelt und einander nicht einmal organisch noch übereinstimmen.

Werbung

 

Harry. Direkter Nachfahre vom Wolf? Eher nicht.

Foto: Ralf Kistowski

Ein Wolf. Urgroßvater von Harry? Maybe not.
Foto: Ralf Kistowski

Hunde sind keine Wölfe.  Die Studien an den gefangen Wölfen aus den 1970er Jahren sind seither von eben jenen Forschern widerlegt worden, die damals ihre Schlussfolgerungen veröffentlichten. Denn Wölfe in Gefangenschaft haben gar keine andere Wahl, als in nicht-verwandten Gruppen zusammen zu leben und verhalten sich deshalb völlig anders als die Wölfe, die in so genannten „echten Rudeln“ zusammenleben. (siehe auch:  Wölfisch für Hundehalter: Von Alpha, Dominanz und anderen populären Irrtümern  von Günther Bloch und Elli H. Radinger, Kosmos Verlag)

Dr. David Mech, der Wolfsexperte und Verhaltenswissenschaftler beim U.S. Geological Survey , der hauptsächlich für diese ursprünglichen Studien verantwortlich war, erklärt heutzutage selber, dass die Unterschiede zwischen dem Verhalten von Wölfen in Gefangenschaft, die er für seine ersten Studien heran nahm,  und dem Verhalten von wildlebenden Wölfen so unterschiedlich sei, dass er die Ergebnisse seiner ursprünglichen Untersuchungen infrage stellt.

Was ist ein echtes „Rudel“?

In neuen Studien wurde festgestellt, dass ein wildlebendes Rudel normalerweise aus Elterntieren und deren Nachkommen besteht. Dieses Rudel überlebt auf ähnliche Weise wie eine Menschenfamilie, in der die Eltern die Führung übernehmen und die Kinder ihnen nachfolgen. Es besteht eine gewisse „Grundharmonie“ – nicht deshalb, weil die Elterntiere diese von ihren Kindern erzwingen, sondern weil die Jungtiere von sich aus den älteren Tieren Achtung und Fügsamkeit anbieten.

Die ursprünglichen Studien waren schon dadurch verzerrt, dass die beobachteten Tiere unter massivem Stress standen. Sie waren gezwungen, auf engem Raum mit fremden, unverwandten Wölfen in einer unnatürlichen Umgebung zu leben, ohne sich davonmachen zu können. Die Wissenschaftler verwendeten in ihren Schlussfolgerungen unabsichtlich ihre persönlichen, menschlichen Interpretationen – dass nämlich Wölfe ständig damit beschäftigt seien, höheren Status über einander zu erreichen. Leider stellte sich niemand die Frage, ob Wölfe tatsächlich grundsätzlich dem – ausgesprochen menschlichen – Konzept des Statusdenkens und Status-Abgebens folgten. Tatsächlich es viel mehr Sinn anzunehmen, dass für diese gefangenen Wölfe die Frage nach „Status“ und Hierarchie von etwas viel Simplerem angetrieben wurde: Dem Bedürfnis nach Sicherheit und Überleben. Wenn man von einem anderen, fremden Wolf ein besonders nahrhaftes Stück Fleisch ergatterte, sicherte dies das eigene Überleben. So, wie manche dieser Wölfe lernten, sich Vorteile dadurch zu sichern, dass sie die anderen bedrohten, lernten wiederum andere zu überleben, indem sie sich unterwarfen und keinen Ärger machten.

Mechs Forscher beobachteten also eine Gruppe dysfunktionaler Wölfe, die Aggression, Drohnungen und Unterwerfungsgesten einsetzten, um in ihrer unnatürlichen, zusammengewürfelten Gefangenen-Gruppe am Leben zu bleiben. Es war kein natürliches Rudel, dessen Struktur auf gegenseitigem Respekt und Unterstützung basiert, sondern auf Drohungen und Gewalt.

Weil die Ergebnisse dieser frühen Studien falsch interpretiert und wichtige Aspekte von „Dominanz“ missverstanden wurden, begannen Hundetrainer leider, diese angeblichen „Tatsachen“ über Wolfsverhalten 1 : 1 auf Hunde und deren Erziehung zu übertragen.


Fazit

Das Konzept der „Rudelführung“, wie es heutzutage in vielen Köpfen festsitzt, weist aus verschiedenen, wichtigen Gründen fundamentale Fehler auf:

  1. Hunde sind keine Wölfe, dementsprechend können wir nicht davon ausgehen, dass sich das Verhalten von Wölfen auf Haushunde übertragen lässt.
  2. Selbst die Wissenschaftler, die diese Studien ursprünglich veröffentlicht haben, haben jene Ergebnisse mittlerweile zurückgenommen.
  3. „Rudel“ im wahren Sinne des Wortes bestehen weder zwischen Mensch und Hund, noch zwischen nicht verwandten Haushunden. Ein echtes, natürliches Rudel besteht aus Elterntieren und deren Nachkommen und funktioniert gewaltlos, indem Unterwerfung und „Folgen“ freiwillig angeboten, anstatt erzwungen wird.
  4. Hunde wissen, dass wir keine Hunde sind, also ist es albern so tun, als wären wir der „Rudelführer“.

Sollen wir unsere Hunde führen? Unbedingt!
Aber ihnen „zu zeigen, wo’s langgeht“ das bedeutet nicht, dass wir sie gewaltsam zu irgendetwas zwingen oder ihnen gewaltsam etwas abgewöhnen, wie die Wölfe in Gefangenschaft aus den überholten, fast 50 Jahre alten Studien. Wenn wir echte Anführer werden wollen, müssen wir sie gewaltlos und ohne Einschüchterung oder Dominierung führen, sondern mit Ruhe, Gelassenheit, Sicherheit und Motivation.

siehe auch: http://www.lumpi4.de/dominanz-hierarchie-und-beziehung/

 

Ein Bild der Ruhe, der Gelassenheit, Sicherheit und Motivation? Hm.

Ein Bild der Ruhe, der Gelassenheit, Sicherheit und Motivation? Not so much.

 

 

 

24 Kommentare

  1. toll, wo haben sie denn bloß das letzte foto ausgegraben? spricht wirklich super für sich allein. klasse. der blick des hundes sagt wirklich alles über das aufgeblasene alpha-männchen…

  2. Super, sachlich, fachlich und entspannt. Das Foto aus Hannover spricht für sich, Hund und Halter wirken weder fröhlich noch entspannt im Gegenteil

  3. Es ist ein Foto mehr nicht, keiner weiß in welchen Zusammenhang das aufgenommen wurde. Vielleicht macht er gerade einen Trainer nach, der keine Ruhe, Gelassenheit, Sicherheit oder Motivation zeigt? Ich könnte von jedem von euch so ein Foto schießen und meine Meinung da rein interpretieren. 🙂

    • Richtig! Bitte die Kirche im Dorf lassen…
      Diskussionen um CM enden oft in „Glaubenskriegen“, statt in einem sachlichen Austausch. Ein Foto dient meist nur dazu Dinge subtil zu unterstreichen – selten als faktischer Beweis… 😉

  4. Der Typ ist sowas von gruselig…ein aufgeblasener Egozentriker mit null Gefühl für alles was 4 Beine hat…wieso darf der eigentlich immer noch überall auftreten und seinen Unsinn verbreiten? Liebe „Hundemenschen“, hört endlich auf diesen völlig überalterten Theorien zuzuhören und bemüht Euch um ein gesundes Mensch-Hund-Verhältnis, welches nur eine einzige Basis hat: VERTRAUEN! Verspielt nicht dieses kostbare Gut, es ist zu wertvoll!

    • Vertrauen? Erzähl das mal den Hundebesitzern, welche Cesar zu sich rufen weil sie Angst vor ihrem Hund haben und dieser sie tyrannisiert und bedroht wenn sie sich frei bewegen wollen. Cesar hat zumeist Fälle an die sich andere Hunde“trainer“ nicht herantrauen würden. Red-Zone-Fälle, Hunde die ihre Besitzer beißen wollen und Hunde die so Futter-aggressiv sind, dass da keine Leckerlies mehr helfen.
      Sind seine Methoden teilweise grenz wertig? Aber was wäre für die meisten seiner Fälle die Alternative? Den Hund ins Tierheim zu bringen und ihn für den Rest seines Lebens dort dahinwegetieren zu lassen! Wäre das die besser alternative?

      • Ja, gerade diesen Hundebesitzern muss man das erzählen, denn die haben ihre Hunde ja in langer Arbeit zu „Red Zone“-Hunden gemacht: Ihn also gründlich und jahrelang mißverstanden, denn kein Hund wird als „Red Zone“-Hund geboren.
        Dass Millan der Retter der Hundwelt ist, mit denen kein anderer Hund arbeiten möchte, das stimmt auch einfach nicht. Es gibt zahllose, hervorragende Trainer in USA wie Pat Miller, Jean Donaldson, Karen London, Steve White (Polizeihunde-Trainer!) und viele mehr, die nur keine Fernsehsendung haben und hierzulande einfach nicht so bekannt sind. Und hier hat z.B. Petra Führmann mit einem PitBull gearbeitet, der so bissig war, dass sich niemand zu ihm in den Zwinger getraut hat, weil der ALLEs gebissen hat, die nicht bei zwei auf’m Baum waren. Sie hat angefangen mit ihm zu klickern, und nach drei Wochen konnte sie mit ihm immerhin spazieren gehen. Ein Hund, der systematisch ein Jahr lang verdorben wurde, wird eben nicht über Nacht zum Traumhund.
        Mit positiver Verstärkung arbeitet man sogar mit Eisbären, Löwen, Tigern und Delphinen. Und ausgerechnet mit Hunden, deren Sozialverhalten dem unseren so ähnlich ist, soll das nicht funktionieren? Nein. Und wenn man einem aggressiven Hund mit Druck und Aggression begegnet, glauben Sie tatsächlich, dass ihm das zeigt, dass man mit Menschen tatsächlich zusammen arbeiten kann? Mir ist kein einziger Fall bekannt, bei dem derlei auf Dauer etwas bewirkt hat. Bei aggressiven Kindern schlägt man auch nicht noch drauf oder zeigt ihnen anhand von monatelangem Hausarrest, dass es eine 1A-Sache sein kann, sich auf Menschen/Erwachsene einzulassen: Im Gegenteil. Und ja: Ich vergleiche in diesem Fall Hunde und Kinder, nachdem mittlerweile ja bekannt ist, dass Hunde so weit denken und „Ich-Gefühl“ haben, wie ein ca. vier bis fünfjähriges Kind. Darum „vermenschliche“ ich sie noch lange nicht. Im Gegenteil: Ich glaube, dass diese Leute, die ihre Hunde zu „Red Zone“-Hunden gemacht haben, ihre Hunde vermenschlichen, indem sie eben nicht handgerecht mit ihnen umgegangen sind, viel zu hohe Erwartungen an sie gestellt und ihren Hund nicht „erkannt“ haben als das, was er ist: Ein sehr komplexes, sehr fremdes Wesen.

        siehe auch hier:
        http://www.lumpi4.de/die-wissenschaft-der-erziehung-mit-positiver-verstaerkung/

        • Hallo, Löwen, Delphine und Tiger werden dressiert und nicht durch Menschen sozialisiert. Wie viel Menschen sehen sie denn täglich, mit diesen Wildtieren, als Gruppe, durch die Straßen ziehen?
          Ach was sage ich, wer nicht einmal den Unterschied, zwischen reinen Dressurakten und normaler Hundeerziehung erkennt, sollte sich ganz schön zurückhalten.
          Ganz nebenbei, positive Verstärkung ist auch ein Teil von Cesars Arbeit. Aber es geht eben nicht nur positiv. Wo sind denn die wissenschaftlichen Belege dazu?

          Es hat auch niemand von den Millan Befürwortern gesagt, Cesar sei der einzige. So etwas wird ihm und seinen Fans einfach rotzfrech in den Mund gelegt.

  5. Liebe Frau V.d. Leyen,
    was haben die armen Wölfe eigentlich böses verbrochen, dass sie ständig für Argumentationen herhalten müssen von Leuten, die sie weder studieren noch sich für sie einsetzen.
    Die ersten Beschreibungen zu Dominanz etc.pp. kamen von Rudolf Schenkel im Jahre 1947 und nicht von Dave Mech. Das meiste, was Sie schreiben, einiges allerdings überhaupt nicht.
    Wolfseltern „unterhalten“ sich auch im Freiland mit ihrem Nachwuchs über „aggressive Kommunikation“. Sehr facettenreich sogar. Natürlich nur situativ. Auch im Freiland geht es ums harte Überleben. Gerade hier.
    Wenn Hunde Wölfe wären hiessen sie Wolf und nicht Hund. What else is new?
    Dass auch heute noch jede Menge Gemeinsamkeiten zwischen Wolf und Hund bestehen, können Sie (wenn Sie mir nicht glauben wollen) gerne nachlesen bei Leuten die Wölfe studieren, angefangen bei Dorit Feddersen, über Kurt Kotrschal bis hin zu Paul Paquet oder oder oder. Warum meinen Sie warnen wir allesamt vor unsinnigem Steigern des hundlichen Beutefangverhaltens?
    Anstatt ein Bild eines ihrer Windhunde zu publizieren wäre es für ihre Argumentation unweit schwieriger Fotos von Grönlandhunden, Inuit-Dogs oder Alaskan Malamutes zu nehmen. Wenn sie ehrlich sind, wissen Sie das auch.
    Übrigens: „Rudelführer“ a la echtes Vorbild Wolf zeigen ihre Führungsstärke durch Ruhe, souveränes Auftreten, Besonnenheit, Cleverness, und somit exakt durch die Fähigkeiten, die sie in ihrem statement für Menschen im Umgang mit Hunden fordern. Und: Auch Wölfe wissen dass Menschen Menschen sind. Den wichtigsten Punkt, den gute „Rudelführer“ a la Wolf drauf haben, sollten wir auf keinen Fall unter den Teppich kehren: Die Vermittlung von Schutz und Geborgenheit!!! = Formale Dominanz!!!

    Zusammenfassend: Wir sind in vielem einer Meinung (siehe auch meine mit Elli Radinger geschriebenen Bücher „Wölfisch für Hundehalter“ und „Affe trifft Wolf“). In einem entscheidenden Punkt jedoch nicht: Ohne Wolfskenntnisse kein Hundeverständnis, vor allem nicht für die vielen wild lebenden Haushunde!

    Sorry, aber sachliche Kritik muss sein.
    Günther Bloch
    Kanidenforscher

    • Lieber Günther Bloch,
      aber das steht doch alles auch so in meinem Text? Tatsächlich habe ich mich übrigens lange, lange mit Dorit Federten-Petersen über Wölfe unterhalten, immer wieder, und sie selber sagte mir, dass Wölfe und Hunde mittlerweile so verschieden seien, dass sie sich sogar organisch unterscheiden würden. Deshalb verwirrt mich Ihre Kritik in diesem Punkt etwas. Und auch, dass Sie mir vorwerfen, ich würde die Wölfe für etwas „hernehmen“ – ich beziehe mich ja explizit auf die Trainer, die behaupten, man müsse Hunde nach dem „Rudelführer“-Konzept halten und sich andauernd auf angebliche Verhaltensweisen in Wolfsrudeln beziehen, die es so definitiv nicht gibt (die „Alpha-Rolle“ (auf den Rücken- ) oder „auf die Seite legen“, was Wölfe angeblich tun, um einen anderen zu unterwerfen, den ständigen Einsatz von Schnauzengriff, sich in allem darauf beziehen, dass der Hund sich dem Menschen „unterwerfen“ muss, dass man sich als „Alphaltier“ beweisen muss, weil der Hund angeblich „dominant“ ist. Eben weil es mir so unglaublich auf die Nerven geht, dass Hunde immer noch mit Wölfen verglichen werden – ich möchte auch nicht dauernd mit Neandertalern oder Menschenaffen verglichen werden, weil ich mich für deutlich weiter entwickelt und intelligenter halte – und übrigens auch Menschen sich längst organisch weiter entwickelt haben: Ich brauche den Blinddarm nicht mehr, in dem sich zu Steinzeiten ein Enzym befand, dass die Verdauung von Baumrinde beschleunigte. Heutzutage knabbere ich nur ganz, ganz selten an Baumrinde, so dass ich mein Blinddarm-Enzym effektiv nicht mehr brauche.
      Und dass ein guter Anführer von Hunden ihre Führungsstärke durch Ruhe Souveränität und dem Vermitteln von Sicherheit und Geborgenheit beweisen, steht nun wirklich in jedem meiner Texte. Siehe auch hier: http://www.lumpi4.de/die-wissenschaft-der-erziehung-mit-positiver-verstaerkung/ .

      Insofern habe ich nicht verstanden, was Sie an meinem Text eigentlich kritisieren. Denn die Alpha-Theorie wurde nach meinem Dafürhalten erst durch und nach Mech so populär und auf Hundeerziehung übertragen – in keinem einzigen meiner Bücher zur Hundeerziehung aus der Jahrhundertwende oder den 1930er und 40er Jahren bezieht sich irgendwer jemals auf Wolfsverhalten. Und die Erziehungsmaßnahmen sind größtenteils übrigens deutlich liebevoller und klarer. Man soll den Hund manchmal zwar mit dem Stock verhauen, aber kein einziges Mal soll man ihn auf den Rücken schmeißen, ihn anschreien, ihm an die Gurgel gehen, ihn am Nackenfell schütteln, den Schnauzengriff machen, ihn kneifen, in die Seite treten, etc.

      Herzlich, Ihre Katharina v.d. Leyen

      • Sorry, das sollte eigentlich eine Antwort auf den Beitrag von Günther Bloch sein. Ich bin ins falsche Feld gelangt.

  6. Liebe Frau v.d. Leyen,
    Ich versuchs nochmal mit stoischer Ruhe a la (männlicher wie weiblicher) Leitwolf: Wenn Ihnen Wolf-Hund-Vergleiche auf den Nerv gehen, so gehen mir als Wolfs- und Hundeforscher diese ewigen Wolf-Hund-Gleichsetzungen auf den Nerv. Vergleiche und Gleichsetzungen sind zwei verschienene Paar Schuhe. Nordische Hunde sind keine Windhunde. Dackel keine Doggen. Border Collies keine Herdenschutzhunde. Exakt das ist meine Kritik. Jeder der Wolf-Hund-Vergleiche ablehnt, sollte dann aufgrund genetischer Vielfalt konsequentermassen auch Hund-Hund-„Vergleiche“ ablehnen. Macht nur kaum einer.

    Pauschal organische Veränderungen gibt es nicht, DEN Schnauzgriff gibt es nicht, DAS Anspringen und Unterwerfen auch nicht. Alles hat einen Kontext, was Ihnen Dorit Feddersen garantiert bestätigen wird. Zitat Kurt Kotrschal: „Hunde sind Bloch-RadingerSCHE Wölfe“.

    Diese ewigen Pauschalierungen, wenn es um Wolf-Hund-VERGLEICHE geht, sind ja bekanntlich gerade „hip“. Fachlich überzeugend sind sie nicht. Vielleicht geht es hier im Kern wieder einmal nicht um den Wolf (was mich tierisch nervt!), sondern darum, in Abwesenheit über C. Milan zu hetzen, dessen „Rudelführer-Theorie“ ich weissgott nicht teile.

    Ach ja: Ich habe kein Problem damit mit Urmenschen verglichen zu werden. Ist mir sogar eine Ehre. Deshalb esse ich noch lange keine Baumrinde. Was soll denn eine solche Polemik? Bleiben wir doch bitteschön bei Argumenten.

    Wussten Sie, dass selbst HEUTIGE afrikanische Buschmänner wissenschaftlich nachgewiesen genetisch deutlich variabler sind als „hochmoderne“ Europäer? So viel zum Thema
    „Weiterentwicklung“. Die wird sich erst beweisen wenn es mal richtig eng wird, wenn es ums blanke Überleben geht.

    Und die ach so toll weiterentwickelten „Supermenschen“ durfte ich mir schon einige Male in kanadischen „survival camps“ anschauen, live. Wenn sie schon nach wenigen Tagen ALLES essen was ihnen in die Quere kommt und um Hilfe schreien, wenn sich der erste Grizzly in zig hundert Metern Entfernung friedlich grasend blicken lässt. Die von mir schon benannten und mir persönlich bekannten Inuit-Dogs sind da „weiterentwickelt“.

    Lassen wir es dabei und im Sinne es unwiderstehlichen Jon Bon Jovi: „Have a nice ay“.
    Günther Bloch, Befürworten von Wolf-Hund- Vergleichen.

    • Lieber Herr Bloch,

      wie viele nordische Hunde hatten Sie denn schon? Ich weiß nicht, woher das kommt, dass Schlittenhudn und Co. sehr wölfisch sein sollen (minus Ausdrucksverhalten). Nordische Hunde sind so dermaßen missinterpretiert – auch sie sind Hunde, richtige Hunde, die sich sehr stark an ihren Menschen binden. Von Siberian Husky, über den Grönlandhund, vom Malamute bis zum Bärenhund, sogar weit in den Bereich der japanischen Hunde.

      Mir wurde von Wolfhundehaltern mehrmals bestätigt, dass sich meine Shibas mehr wie ein „high content“ AWH benehmen als so mancher Wolfhund. Sind sie deshalb Wölfe? Muss ich mich genauestens mit Wölfen beschäftigt haben, um sie zu führen? Ganz im Gegenteil: Umso mehr ich über Wölfe lerne, desto weniger behandle ich meine Hunde wie welche, umso besser komme ich mit ihnen klar.
      Selbsiges galt für meinen Akita-Husky-Pflegling, meinen Malamute, Akita, einige andere Shibas und den Sibirer.

      • Benjamin

        Was ich mich gerade frage – wieso wird jetzt Günther Bloch kritisiert (war ja eine freundliche Kritik, aber dennoch)?Schließlich ist er selber einer der „ganz Großen“ – hat bei Eberhard Trumler und Dr. Erik Zimen „gelernt“ und seit Jahrzehnten mit Hunden gearbeitet und Wölfe und Haushundegruppen erforscht. Also ich denke, wenn sich einer mit Hunden und Wölfen auskennt, dann er.
        Nur als Anmerkung am Rande 🙂

  7. Utis Universum

    Herrlich und wieder einmal voll aus dem Zusammenhang gerissen,das ist ein Foto…. eine Momentaufnahme…. erst eimal wäre dann mal die Erklärung notwendig in welcher Situaton sich das sog Feindbild befindet.. ich nenne das mal so…. das ist wahrscheinlich aus einer seiner Seminare oder Auftritte…. auch unser leckerlifreund Rütter macht es mittlerweile…. er zeigt hier ein typisch Menschliches Verhalten…. beobachte ich immer wieder, junior sowie seine Frau spiegeln die Energie wieder….. mehr sieht man nicht….. ich könnte wetten, wenn ich in der nähe sein würde, könnte ich bei jedem Hundehalter diese haltung finden….. ich schau mir einige der Beiträge an und da frage ich mich was löst denn Herr Millan bei dir aus? diese Hetze ist gruselig, vor allen Dingen wenn man genau cesars gedanken in deinen Worten liest die du in einem jüngeren Post geschrieben hast… traurig….. aber so ist das mit dem Herrschen und Führen…. nicht das Gleiche … schade für dich das du auf deiner ganzen Seite dich immer wieder selber diskreditierst, weil du nicht wirklich konsistent bist… und denk dran wer austeilt muss auch einstecken können jedenfallsist das bei der Gattung Mensch so…..

    • Bleiben Sie doch einfach beim Thema. Es geht nicht um „vermenschlichende Hundehalter“, von denen es viele gibt – aber die Antwort auf die teilweise ausgesprochen merkwürdigen Methoden eines Cesar Millan ist ja nicht das Gegenteil, wie den Hund zu vermenschlichen. Im Gegenteil: Millan behandelt Hunde nach einem merkwürdigen, menschlichen „Herrscher-Prinzip“, dass in der Tierwelt nicht existiert. Dort geht man zur Erhaltung der Art nämlich eher freundlich miteinander um. Bitte beziehen Sie sich doch auf die hervorgebrachten Argumente, bleiben Sie bei dem, was Millan beispielsweise in dem Video mit „Holly“ macht, die weder ein- noch aus weiss. Versuchen Sie, mit einleuchtenden Argumenten den wissenschaftlichen Studien zu widersprechen, die ich immer wieder zitiere und die längst dargestellt haben, dass Millan veraltete Methoden anwendet. In den Kommentaren der Befürworter von Cesar Millan wird derlei einfach ignoriert, auch dass die so genannte „Alpha-Mehtode“ seit Jahren als völlig überholt gilt (vor allem bei Wolfsforschern). Es wird schlicht ignoriert, dass freundlichere Methoden viel nachhaltigeren Erfolg zeigen, und es wird einfach ignoriert, dass soundsoviele Videos von Millan von National Geographic einfach gelöscht werden – nur die „sanften“, die, in denen kein Hund bedroht, getreten oder an einer dünnen Leine herum geschwungen werden bleiben komischerweise bestehen. Kein einziger Millan-Freund hat sich bisher auch nur einmal zu diesen Videos geäußert. Als wäre es nicht wahr, wenn man einfach dazu schweigt.
      Zählen Sie mal, wie oft Millan das Wort „Submission“ (Unterwerfung) oder „Surrender“ (Aufgabe)in einer einzigen Folge verwendet. Will ich mit einem Hund zusammen leben, der sich permanent unterwirft, oder will ich einen entspannten Hund, der anderen Hunden, Kindern und Menschen nichts tut, weil er weiß, dass keine Gefahr von ihnen ausgeht und sie zum Leben dazu gehören? Millan redet andauernd von „redirecting the energy“ – aber ich will doch die negative energie gar nicht „umleiten“, sondern auflösen! Wenn bei meinem Hund gar nicht erst „negative Energie“ aufkommt, habe ich auch kein Problem. Aber Millan sorgt nie dafür, dass die Hunde sich entspannen (ausser, Sie glauben, dass ein Hund, der mit Gewalt auf den Boden gedrückt wird und dabei mit den Augen rollt, sich entspannt) und ihre Energie – nämlich das Adrenalin, das ein ängstlicher oder aggressiver Hund ausschütten – tatsächlich `runterfährt. Millan beruft sich darauf, dass der Hund machen soll, was er sagt. Das ist so lange in Ordnung, wie der Hund ihm bzw. mir vertraut. Der Knackpunkt ist aber, dass kein einziger der Hunde, mit denen erarbeitet, gelernt haben, dem Menschen zu vertrauen. Dementsprechend zwingt er sie per Unterwerfung durch die Situationen. Sehen Sie sich bitte einmal dieses Video an: http://www.youtube.com/watch?v=KSSHMff4y6Q
      Sie sehen einen offensichtlich gar nicht oder schlecht sozialisierten Hund, dessen Besitzer jede Begegnung mit einem fremden Hund umso schlimmer macht, weil sein eigenes Adrenalin sofort hochgeht (hören Sie auf seine Stimme, die immer aufgeregter wird).
      Also nimmt Millan den Hund und gibt ihm erst einmal einen Leinenruck (1:14). Derlei dient ganz sicher nicht dazu, das Adrenalin des Hundes herunterzufahren, im Gegenteil, es geht dadurch erst einmal höher – wie beim scharfen Einsatz von Sporen. Ein fremder Hund geht an Emily vorbei – aber nicht etwa in einem Abstand, den sie vielleicht noch tolerieren kann, sondern so nah, wie Millan gerade noch in der Lage ist, den Hund festzuhalten. Ab 1:26 befindet sich der Hund in der „Red Zone“, wie Millan es ausdrückt, aber er tut nichts dazu, den Hund aus der „Red Zone“ herauszunehmen, sondern läßt sich auf einen Ringkampf ein und wendet sein „Dominanz-Ritual“ an, und der Hund gibt erschöpft auf. Ist er entspannt? Nein. Sobald Millan die Hand nimmt, springt er Hund wieder hoch wie eine gespannte Feder. Millan kommentiert nun: „Es mag schlimm aussehen, aber Hunde verwenden dieses Ritual selbst, sich gegenseitig auf den Boden zu legen.“ Tut mir leid – aber das tun sie nur in massiven Auseinandersetzungen. In über 40 Jahren Zusammenleben mit verschiedensten Hunderassen und immer mehreren gleichzeitig habe ich das nur ein einziges Mal erlebt. Von einem „Ritual“ kann keine Rede sein: Es ist ein schweres Kampfmittel, reinste angewandte Aggression.
      Der Hund lernt auf diese Weise ganz sicher nicht, dass die Begegnung mit anderen Hunden kein Grund ist, sich aufzuregen und auch nicht, sich selber fast zu erwürgen.
      Auf 2:4 sehen Sie, dass der Hund ständig gewürgt wird – er lernt also, dass die Nähe des anderen Hundes zu massivem Stress führt. Und nein- in diesen Momenten ist der Hund nicht in der Lage, messerscharf zu kombinieren, dass er besser und Luft bekäme, wenn er sich nicht so aufführen würde.Er verknüpft massiven Streß mit dessen Auslöser – und das ist in diesem Fall der andere Hund. Bei 2.25 sagt Millan: „Diese Rasse wurde als Gladiator gezüchtet – Gladiatoren wählen dem Kampf, um ihre Frustration abzubauen.“ Was für ein sagenhafter Quatsch. Der Hund hat nicht gelernt, dass Begegnungen mit anderen Hunden friedlich und ok sein können – und damit macht Millan aus diesen Hunden also doch eine Kampfmaschine, obwohl doch hunderte von Wissenschaftlern längst belegt haben, dass Aggression eben nichts mit der Rassezugehörigkeit zutun hat. Aber wenn Millan recht hat – Gladiator use fight to release frustration – , dann Gnade Gott vor diesen Hunden. Auf 2:40 kämpft der Hund also nicht nur mit dem fremden Hund, sondern muss sich auch noch gegen den fremden Mann wehren.
      Wie ich eine solche Situation lösen würde? Ich würde jeden Tag mit Emily in Begleitung eines fremden Hundes spazieren gehen. Der fremde Hund muss so weit entfernt gehen, wie Emily es aushalten kann, ohne auszurasten – braaaaver Hund! Und sobald sie entspannt läuft, ohne dauernd auf den anderen Hund zu achten, verringern wir die Distanz ein kleines bißchen. Wenn sie wieder Streß bekommt, wird der Abstand wieder größer. Wenn nicht – braaaver Hund! Und ich würde auch mal stehen bleiben, der andere Hund auch, und mit dem anderen Besitzer reden (sofern der Abstand nicht so groß ist, dass man sich von Weitem anbrüllen muss, um gehört zu werden :). Wenn Emily es schafft, immer noch entspannt zu bleiben: Braaaver Hund. Und beim Weitergehen den Abstand wieder verringern. Und so wird das jeden zweiten tag gemacht, bis man neben einander gehen kann. Dass es funkioniert, weiß ich, weil ich es genau so schon mit verschiedenen Hunden gemacht habe – und durchaus keine „amüsanten“ Rassen, sondern Riesenschnauzer, Deutsch Drahthaar, Weimaraner, Galgo.
      Und hier: Ein Hund, der 10 Monate in einer Garage gehalten wurde: http://www.youtube.com/watch?v=9iUeD4oxGLs (nach 20 Sekundern schon das Wort „Surrender“). Der Hund beschwichtigt – nützt ihm nichts. Bei 1:10 legt Millan ihn wieder auf die Seite – „the dog just gives up“ -, einen Hund, der NICHTS gelernt hat vom Menschen, der seit zehn Monaten gehalten wird wie ein Gefangener: Aber Millan unterwirft ihn erst einmal, anstatt ihm zu zeigen, dass nicht alle Menschen solche Vollidioten sind wie offenbar sein Besitzer. Nein. Millans Methode ist es, NOCH mehr Streß zu erzeugen durch menschlichen Kontakt. Der Hund rollte mit den Augen, er ist völlig verzweifelt. NULL positive Verstärkung: Kein einziges Signal: Hey, ich bin ok, du bist mein Freund. „We waited until he is relaxed“ – Sehen Sie einen entspannten Hund? Ich nicht. Sehen Sie einen hund, der zeigt, dass er Lust hat auf Menschen? Ich nicht. Das könnte man aber sogar in den läppischen 2:51 Minuten des Videos hin bekommen – wenigstens ein winziges Interesse an Menschen. Stattdessen: Ein Hund, der stresshechelnd am Boden liegt, und Millan, der behauptet, der Hund sei „relaxed“.
      Würden Sie mit so einem Hund so umgehen?
      Wirklich?

  8. Sehr geehrter Herr Bloch,

    natürlich haben diverse Rassen diverse Veranlagungen.
    Aber sie lernen alle auf die gleiche Art und Weise.

    Hunde haben eine extrem hohe Kooperationsbereitschaft zum Menschen, die kein anderes Säugetier zeigt.
    Das unterscheidet sie in hohem Maße vom Wolf.

    Und ich kenne auch keinen Löwen- oder Tigerforscher, der aufgrund seiner Beobachtungen Erziehungstipps für Hauskatzen gibt.

    Das entbehrt auch jeglicher Logik.

  9. Also mal ganz ehrlich: wieviel theoretisches Gelaber braucht’s um einen Hund ordentlich halten zu können?! Die Leute, die einen Hund derart krank machen, dass es einen Cesar Millan „braucht“, sollte man einsperren! Zu Cesar Millan kann ich nur sagen: solange es solche Leute gibt, wird es Cesar Millans geben, die sich an denen eine goldene Nase verdienen.

    Seit 45 Jahren zeigen mir meine Tiere (und das sind und waren ganz unterschiedliche Arten), dass die Wertschätzung ihrer Zuneigung zu einem selbst und der Respekt vor ihrer Persönlichkeit (denn sie dürfen auch ihre Eigenheiten haben) durchaus von ihnen verstanden werden. Ein harmonisches Zusammenleben steht und fällt allein mit dem Verhalten des Menschen.
    Wer z. B. immer zuerst (vor seinem Hund) durch die Tür gehen muss, um ihm zu zeigen, wer der Boss ist, sollte sein eigenes Ego bezüglich eventueller Defizite hinterfragen. Denn dem Hund ist es völlig egal weil er das „Problem“ gar nicht versteht. Verstehen kann er ein kurzes Kommando, das ihn zum warten oder hinsetzen auffordert.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*