Der liebestolle Beagle und die 45 Nachthemden

51CWUiV74ULDie Verhaltensmedizinerin und Tierärztin Dr. Ulrike Werner hat in Berlin so etwas wie eine fahrbare psychiatrische Praxis für Hunde – und deren Halter. Was sie dabei erlebt, ist komisch, kaum zu fassen, traurig und zum Schreien (aus Spaß oder Frust kann man sich selber aussuchen). Und damit sie „nicht platzt“ vor lauter Geschichten, hat sie 25 „haarsträubende Geschichten“ zu einem Buch gemacht: „Der liebestolle Beagle und die 45 Nachthemden“, erschienen im mvg-Verlag.

Ein sehr amüsantes Buch, um sich zu trösten, wenn der eigene Hund sich mal ganz anders benimmt, als von ihm erwartet, sprachlich schön und fachlich sehr interessant – viele Fälle erkennt man aus dem eigenen Umfeld wieder, manches hat man gehört, vieles kann man sich gar nicht vorstellen; aber Dr. Werner bleibt bei allem Kopfschütteln immer empathisch, versteht das Dilemma von Hunden und Haltern und findet vernünftige Lösungen – manchmal allerdings, wie im Falle des größenwahnsinnigen, mit einem Kontroll-Komplex beladenen Minihundes Karlchen, müsste sie eine Psychotherapie für den Besitzer empfehlen. Aber das ist nicht ihr Gebiet. Darum denkt sie auch immer wieder über die Gründung einer Doppelpraxis nach: „Gleich am Eingang sollten zwei Schilder stehen. Auf dem einen stünde: ‚Die Zweibeiner bitte rechts den Gang hinunter, erste Tür links zum Kollegen auf die Couch’, auf dem anderen Schild: ‚Vierbeiner bitte den Gang hinunter zum Ausgang und mit Frau Dr. Werner in den Wald.’“

224 Seiten, gebunden, € 14,99

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