Irrungen, Wirkungen – wann impfen, und was?

Foto: Maike Müller
Foto: Maike Müller

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Um das Thema Impfungen ranken sich mittlerweile viele Verwirrungen, Halbwahrheiten und Legenden. Selbst viele Tierärzte sind überfordert mit den ständigen Neuentwicklungen und neigen dazu, einfach “wie immer” weiterhin jährlich zu impfen.

Mittlerweile ist wissenschaftlich erwiesen, dass der Impfschutz eines Großteils der Wirkstoffe mindestens drei Jahre anhält und die meisten Hunde, die regelmäßig geimpft wurden, spätestens ab dem 8. Lebensjahr über einen ausreichenden Impfschutz für den Rest ihres Lebens verfügen.

Momentan sind 53 (!!) verschiedene Impfstoffe für Hunde auf dem Markt erhältlich. Manche als Einzelimpfstoffe, manche als Kombinationsimpfstoffe. Da muss ein Tierarzt schon einen sehr genauen Überblick behalten. Aber auch als aufgeklärter Hundebesitzer möchte man wissen, was in den Hund gespritzt wird. Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt, welche Impfungen er für notwendig hält, welche nicht unbedingt nötig sind, informieren Sie sich selber, welche “Seuchen” möglicherweise in Ihrer Region grassieren (z.B. gab es im vergangenen Jahr deutschlandweit über 500 Todesfälle durch Leptospirose – eine Krankheit, gegen deren Impfschutz man momentan also lieber nicht verzichten sollte). Wenn Sie das Gefühl haben, Ihr Tierarzt hat keine Lust, sich mit dem Thema auseinander zu setzen, suchen Sie sich einen neuen – aber erst, wenn Sie alles abgewägt haben. Vielleicht hat Ihr Tierarzt ja auch Recht. 🙂

ACHTUNG:
Einige Impfstoffe sind sogenannte Kombinationsimpfstoffe. D.h. es werden verschiedene Impfkomponenten mit einer Injektion gespritzt. Der Impfschutz der einzelnen Komponenten ist aber teilweise unterschiedlich. Deshalb muss eventuell mit unterschiedlichen Impfstoffen gearbeitet werden.
Ich persönlich trenne nach einer Empfehlung von Professor Straubinger, dem 2. Vorsitzenden der veterinärmedizinischen Impfkommission die Impfstoffe für Tollwut und Leptospirose, denn beide Impfstoffe sind so genannte “tote Impfstoffe”, auf die Hunde stark reagieren können. Ich lasse eine Pause von 14 Tagen zwischen den Impfungen. Allerdings muss man seinem behandelnden Tierarzt rechtzeitig vorher Bescheid sagen, weil er die Einzelimpfstoffe möglicherweise erst bestellen muss.

PFLICHTIMPFUNGEN FÜR ALLE HUNDE:
1. Tollwut
2. Parvovirose
3. Staupe

Deutschland gilt zwar offiziell als tollwut-frei, allerdings ist die Impfung gegen Tollwut gesetzlich vorgeschrieben, wenn der Hund am Reiseverkehr teilnimmt. Auch besteht die Gefahr, dass ungeimpfte Hunde aus dem Ausland nach Deutschland kommen. Daher ist auch eine Impfung von Hunden, die nicht verreisen und immer in Deutschland bleiben, sinnvoll. Eine Gefahr durch importierte Hunde besteht prinzipiell auch bei Parvovirose und Staupe.

IMPFEMPFEHLUNG FÜR WELPEN UND JUNGHUNDE SOWIE HUNDE MIT AUSREICHENDER GRUNDIMMUNISIERUNG:
8. Lebenswoche: Staupe (S), Hepatitis (H), Parvovirose (P), Leptospirose (L) (möglichst aktuelle Impfstoffe), Zwingerhusten (Pi)
12. Lebenswoche: SHPPiL + T
16. Lebenswoche: evtl. SHPPiL + T
15 Monate: SHPPiL + T
Danach jedes Jahr: L + P
Alle 3 Jahre: SHP + T

Hundewelpen bekommen normalerweise – wenn die Mutter entsprechend geimpft wurde – Antikörper bereits von ihrer Mutter. Das heißt, in den ersten Wochen sind die Welpen gegen die Infektionskrankheiten, gegen die die Mutter geimpft wurde, geschützt. Das Problem ist, dass mit einem bestimmten Alter nur noch ein Teil dieser mütterlichen Antikörper vorhanden ist. Diese schützen nicht mehr ausreichend vor einer Infektion, verhindern aber, dass die Welpen auf die Impfungen ansprechen. Dies ist die sog. Immunologische Lücke. Da man nicht 100% sagen kann, wann die mütterlichen Antikörper verschwunden sind, werden Welpen meist zweimal geimpft. Das erste Mal im Alter von 8 Wochen, das zweite Mal mit 12 Wochen. Um ganz sicher zu sein, sollten Welpen nochmals mit 16 Wochen geimpft werden. Dann kann davon ausgegangen werden, dass die Welpen ideal geschützt sind. Das Ganze wird dann nach einem Jahr nochmals wiederholt. Jetzt kann von einer guten Grundimmunisierung ausgegangen werden.

BEI HUNDEN MIT UNKLARER GRUNDIMMUNISIERUNG (Z.B. HUNDE “AUS ZWEITER HAND”) ODER ERHÖHTEM INFEKTIONSRISIKO empfiehlt es sich, eine Titerbestimmung durchzuführen, um grundsätzlich den Antikörper-Status festzustellen.

OPTIONALE IMPFUNGEN.
Hepatitis contagiosa canis (ansteckende Leberentzündung; HCC):
Kommt in Deutschland sehr selten vor, jedoch besteht die Gefahr der Ansteckung bei nicht geimpften Hunden aus dem Ausland. Der Impfstoff gegen HCC schützt auch gegen Erreger des Zwingerhustens.
Impfschutz: 3 Jahre

Leptospirose:
Seit Frühjahr 2013 sind Impfstoffe auf den Markt, die 4 verschiedene Varianten der Leptospiren beinhalten und dementsprechend einen größeren Schutz bieten. Weil Leptospirose für einen umgeimpften Hund fast immer tödlich verläuft, sollten alle Hunde geimpft werden, die mit Gewässern Kontakt haben (Ratten sind die Hauptwirte von Leptospirose) oder Kontakt zu Wildnagern (Igel).
Impfschutz: 6 Monate bis 1 Jahr

Parainfluenza:
Das Parainfluenza-Virus ist ein Haupterreger des Zwingerhustens. Daher sollten vor allem junge Hunde geimpft werden, die häufig Kontakt zu Artgenossen haben.
Impfschutz: 1 Jahr

Bordetella bronchiseptica (Bb):
Bb ist ebenfalls ein Erreger des Zwingerhustens. Geimpft wird nicht durch Injektion, sondern der Impfstoff wird in die Nase geträufelt. Diese Impfung empfiehlt sich besonders bei erhöhtem Infektionsdruck (Ausstellung, Hundepension, Hundeschule). Bb sollte 3 Wochen vor einer erhöhten Infektionsgefahr geimpft werden.
Impfschutz: 1 Jahr

Borreliose:
Die Impfung gegen Borreliose wird kontrovers diskutiert, da trotz häufigen Infektionen Erkrankungen selten sind. Dagegen treten durch die Impfung oft Nebenwirkungen auf. Die auf dem Markt erhältlichen Impfstoffe enthalten entweder Borreliose-Arten, die nicht häufig in Deutschland vorkommen, oder aber nicht sehr gefährlich für Hunde sind. Da Borreliose nur durch Zeckenkontakt übertragen wird, sollte eher auf eine ausreichende Zeckenprophylaxe geachtet werden.

Herpesvirus:
Geimpft werden nur Zuchthündinnen. Dadurch können Erkrankungen und Todesfälle bei den Welpen verhindert werden.
Impfschutz: 1 Jahr

Dermatophyten (Hautpilze):
Empfohlen wird die Impfung nur in Problembeständen und als Therapieunterstützung bei hartnäckigen Erkrankungen.
Impfschutz: 1 Jahr

Leishmaniose:
Seit letztem Jahr ist erstmals ein Impfstoff gegen Leishmaniose in Deutschland erhältlich. Leishmaniose wird durch kleine Mücken (Schmetterlingsmücke) übertragen, und kommt vor allem südlich der Alpen vor. Für die Infektion ist also ein Stich einer infizierten Mücke notwendig. Zur Zeit besteht für Hunde, welche in Deutschland bleiben, noch keine Infektionsgefahr, allerdings wird schon von einzelnen Gebieten berichtet (z.B. Rheinebene), in der sich diese Mücken auch in Deutschland halten können.
Impfschutz: 1 Jahr

17 Kommentare

  1. Danke für die sehr übersichtliche Auflistung der Impfungen. Als Hundehalter schwirrt einem bei diesem Thema der Kopf, so viele verschiedene Meinungen gibt es mittlerweile. Nicht einmal die Tierärzte sind einer Meinung.

    Ich würde mir für die Zukunft wünschen, wenn sich die Ärzte endlich einmal einig werden könnten, welche Impfungen wirklich sinnvoll sind. Und in welchem Abstand man Impfen sollte.

    Liebe Grüße
    Sonja und Charly

    • Naja, wie gesagt: Das hängt auch von der Gegend ab, in der man lebt (Leptospirose ist nicht überall ein großes Problem, aber immer mehr), und wenn ich an der polnischen Grenze wohnen würde, würde ich vielleicht doch öfter impfen als alle drei Jahre, gerade Harry, der ein begeisterter Wild-Kacke-Verwerter ist… Aber die Ständige Impfkommission sagt ja: Alle drei Jahre reicht. Nur eben nicht bei Leptospirose, den Impfstoff bekommt man bisher nicht haltbarer, leider.

      • Die Impfstoffe werden nicht extra für Europa entwickelt sondern sind inhaltlich und in deren Funktionsweise weltweit ähnlich. Die lebenslange Wirkung wird seit den 90er-Jahren in zahlreichen Studien untersucht UND vor allem nachgewiesen. Dass die WSAVA (wsava.org) weltweit klare Empfehlungen abgibt ist für jeden Hundebesitzer extrem hilfreich und gibt endlich die Sicherheit die man nach heutigem Wissensstand braucht.
        Guidelines der WSAVA lesen ist extrem empfehlenswert und sich dann eine wissenschaftlich fundierte Meinung bilden. Alles andere ist Kaffeesatzlesen im weiten www.

  2. Hallo 🙂
    hab ein paar Fragen zum Impfplan:
    1.) ich kenne es so, dass man in der 16. Woche Tollwut boostert/wiederholt, warum wird das nach Ihrem Plan nicht gemacht? Ich dachte, man muss alle erstmals gegebenen Impfungen nach 4 Wochen wiederholen?
    2.) Ist nach der Grundimmunisierung kein Pi mehr nötig?
    Danke für Antworten 🙂

    • Der Plan ist sozusagen lückenhaft, weil ich ja soviel Dinge infrage stelle. Wenn man nicht gerade direkt ins Ausland muss, würde ich frühestens mit 16 Wochen mit der Tollwut anfangen und dann nach vier Wochen wiederholen (das fehlte in der Tat, verzeihen Sie, aber danke fürs Mitteilen!). Ich persönlich mache die Tollwutimpfung sogar erst nach dem Zahnwechsel, weil mir das sonst alles zuviel “Umbauten” im Körpersystem des Welpen sind.
      Zwingerhusten ist eine ziemlich umstrittene Impfung – eigentlich braucht man die nur, wenn man Hunde regelmäßig in eine Hunde-Kita gibt, oder in eine Hundepension. Die Zwingerhusten-Impfung gehört also eher zu den optionalen Impfungen. Wenn man sie aber durchziehen will, müsste man sie in der Tat regelmäßig wiederholen – alle drei Jahre, wie die meisten anderen Impfungen auch.

  3. Dr Ronald Schulz – University of Wisconsin – ein hoch angesehener Forscher und Experte auf dem Gebiet des Impfens empfiehlt:
    Grundimmunisierung 2fach im Welpenalter – dann nach einer Wartezeit bis ca 1 Jahr wird mittels Blutuntersuchung der Titter festgestellt. Sind die Antikörper vorhanden (bei 98% der Hunde!!) braucht es keine Nachimpfungen mehr – ein Leben lang. Tollwut mind. 7 Jahre, muss aber bei Grenzübertritt nach 3 Jahren wiederholt werden.
    Die Welt-Tierärztevereinigung, WSAVA empfiehlt seit 2013 ziemlich genau diese Vorgehen an ihre 140’000 Mitglieder. Sollte sich der eine oder andere Vet. mal durchlesen (Vaccination Guidelines).

    • Katharina

      Hmmm… So ganz deckt sich das nicht mit meinen Erfahrungen. Ich mache bei meinen Hunden regelmäßig Titer-Untersuchungen, und nicht alle haben jeweils ausreichende Titer in den ersten Jahren – ab dem 7., 8. Lebensjahr dann schon. Außer Leptospirose und Parvo natürlich, da sieht die Sache anders aus, weil Lepto höchstens ein Jahr hält, Parvo baut sich auch schnell ab, leider. Die amerikanischen Impfstoffe sind übrigens anders als unsere, weshalb ich nicht glaube, dass man amerikanische Impf-Erkenntnisse 1:1 übersetzen kann.

      • Die Impfstoffe werden nicht extra für Europa entwickelt sondern sind inhaltlich und in deren Funktionsweise weltweit ähnlich. Die lebenslange Wirkung wird seit den 90er-Jahren in zahlreichen Studien untersucht UND vor allem nachgewiesen. Dass die WSAVA (wsava.org) weltweit klare Empfehlungen abgibt ist für jeden Hundebesitzer extrem hilfreich und gibt endlich die Sicherheit die man nach heutigem Wissensstand braucht.
        Guidelines der WSAVA lesen ist extrem empfehlenswert und sich dann eine wissenschaftlich fundierte Meinung bilden. Alles andere ist Kaffeesatzlesen im weiten www.

        • Katharina

          Ich habe tatsächlich nicht “im Kaffeesatz” gelesen, sondern mit dem 2. Vorsitzenden der ständigen vet. Impfkommission gesprochen, Professor Straubinger, und im Zuge eines Artikels deshalb mit Tierärzten der vier großen Herstellerfirmen gesprochen. Die Wirkungsweise der Impfstoffe ist sogar von Hersteller zu Hersteller verschieden. Die europäischen Impfstoffe unterscheiden sich durchaus von den amerikanischen, weil beispielsweise die Leptospiren oder Parvoviren, die hierzulande relevant sind, anders sind als die, die in USA für Hunde gefährlich sind. Und wie gesagt: Nach meinen ganz persönlichen Erfahrungen traf die lebenslange Wirkung zumindest bei meinen Hunden nicht immer zu, weil manche Impfstoffe sich eben schneller abbauen. Ich mache die – immerhin ziemlich teure – Titeruntersuchung ja nicht, weil ich mich langweile, sondern weil ich meine Hunde ja möglichst nicht impfen möchte.

  4. Das ist eine tolle und sehr informative Übersicht, vielen lieben Dank dafür! Vor allem den Tipp, die Impfungen von Tollwut und Leptospirose zeitlich zu trennen habe ich sehr gerne aufgenommen.

    Eine guter und wichtiger Artikel …

    Tierliebe Grüße
    von
    Severine, Luna und dem Halunken

  5. Antikörper-Titer – Wirklich so sinnvoll?

    Was sind Antikörper?
    Antikörper sind Proteine (Eiweiße), die in Wirbeltieren als Reaktion auf bestimmte Stoffe (sogenannte Antigene) gebildet werden. Sie gehören zum Immunsystem und werden von einer klasse weißer Blutzellen, den B-Lymphozyten, produziert.

    Titer-Verfahren in der Medizin
    Heutzutage wird die Methode der Titerbestimmung bspw. zur Immunität nach einer Impfung genutzt oder um den Anstieg der Antikörperkonzentration während einer akuten Infektion zu bestimmen.
    In einigen Fällen ist in der Serologie* kein gereinigtes oder rekombinantes* Antigen als Positivkontrolle verfügbar ist, werden Titer dann als dimensionslose Verdünnungsstufe angegeben. Regulär wird z.B. ein Blutserum in Zweierstufen verdünnt, d.h. eine Verdünnung von 1:2, 1:4, 1:8, 1:16, 1:32 usw hergestellt. Diese Verdünnungen verbringt man auf einer Zellkultur, diese wird dann mit einem Virus infijiert.
    Schutz durch hohe Anzahl an Antikörpern?
    von Dr. med. August M. Zoebl
    Man interpretierte bisher die sich durch die Impfung bildenden Antikörper als ‘Schutz’ vor einer zukünftigen Erkrankung.
    In Wirklichkeit handelt es sich bei dieser Antikörperbildung jedoch nur um ganz normale Reparaturmechanismen, die auf Grund einer Verletzung der Integrität des Immunsystems DURCH die Impfung in Gang gesetzt werden. Diese Antikörper sind Teil einer Abwehrreaktion, wenn man ohne Grund und aus dem Nichts heraus abgetötete oder abgeschwächte Erregerteile und Zusatzstoffe in ein bis dahin gesundes Immunsystem einbringt.

    Dass die sich auf die Impfung hin gebildeten Antikörper nichts mit einem Schutz zu tun haben, zeigt sich allein schon darin, dass Geimpfte mit ausreichend vielen ‘schützenden’ Antikörpern genauso erkranken können (= Impfdurchbruch) wie andere Menschen OHNE Antikörper völlig gesund bleiben können.

    Dennoch beharrt man auf der Behauptung, dass diese auf die Impfung hin gebildeten Antikörper “schützen” und man versucht, durch die Impfung genug davon zu erzeugen.

    Möglich und gerechtfertigt wird so ein immunologisch grundlagenloses Tun durch die zentrale Grundeinstellung, dass der ‘Erreger die Ursache der Infektion’ sei.
    Durch diese verbindliche und zum ‘Gesetz’ erhobene Sichtweise, erscheint das Impfen als logisch, segensreich und folgerichtig.

    Wenn man das Impfen jedoch ganz normal und nicht durch die Brille der Erregerfurcht sieht, ergibt es keinen Sinn und entpuppt sich als reines Kunstprodukt einer ganz bestimmten erregerzentrierten (=bakteriozentrischen) Sichtweise des ausgehenden 19. Jahrhunderts.
    Widersprüche & Kommentare
    von Impfkritik
    Kompletten Artikel findet ihr bei Impfkritik

    Fazit:
    Offensichtlich ist den zuständigen Bundesbehörden der von mir geforderte wissenschaftlicher Beweis nicht bekannt. Ersatzweise beruft man sich ganz unverbindlich auf den “Stand des Wissens” und die “allgemeine Anerkennung” solcher Ersatzmessgrößen (“Surrogatparameter”). Die Mitarbeiter der Behörden gehen demnach von einem schützenden Titer aus, ohne jemals den Beweis dafür gesehen zu haben! Da Impfungen Körperverletzungen von Gesunden darstellen, die der mündigen Einwilligung bedürfen, kann im Grunde keine Einwilligung gegeben werden, solange niemand einen entsprechenden wissenschaftlichen Beweis vorweisen kann, dass ein hoher Antikörpertiter vor Erkrankung schützt!

    von Hans Tolzin
    “Das RKI ist nicht in der Lage, Studien zu benennen, die einen gesundheitlichen Vorteil für Menschen mit hohen Antikörpertitern belegen. Somit ist die Schutzwirkung von Impfungen nichts weiter als ein wissenschaftlicher Mythos.”

    Und angesichts der bekannten Impfschäden ein Verbrechen!

    –> Auszug aus dem Schriftverkehr von Hans Tolzin mit der RKI <—

    von John Rappoport "AIDS INC."
    "Man bestimmt den sogenannten Titer. Das sind bestimmte Antikörper. Hat man davon genügend, so ist man angeblich immun. Nicht jedoch bei AIDS. Hat man bei dieser Diagnose einen hohen Titer, so ist man infiziert und krank. Das ist doch paradox!!! In den USA hat eine Gruppe von AIDS-Infizierten Impfungen erhalten. Danach bekamen Sie einen Brief in dem ihnen erklärt wurde, dass wenn sie getestet würden und auf Grund eines hohen Titers als AIDS-Positiv erklärt würden, das nicht stimmte, dass der hohe Titer von der Impfung stammt. Sie haben richtig gelesen. Ein hoher Titer vom Körper produziert bedeutet krank. Ein hoher Titer von der Impfung bedeutet gesund. Ist das nicht paradox?"

    Epidemiologischen Bulletin (EpiBull) Nr. 30 von 2012; Seite 299
    "Serologische Kontrollen sind zur Klärung der Notwendigkeit von Nachholimpfungen nur in Ausnahmefällen sinnvoll, da die in klinischen Laboratorien verwendeten Testmethoden häufig keine ausreichende Sensitivität und Spezifität aufweisen. Für manche impfpräventablen Krankheiten (z. B. Pertussis) existiert kein sicheres serologisches Korrelat, das als Surrogatmarker für bestehende Immunität geeignet wäre. Ferner lässt die Antikörperkonzentration keinen Rückschluss auf eine möglicherweise bestehende zelluläre Immunität zu. Grundsätzlich gilt, dass routinemäßige Antikörperbestimmungen vor oder nach Standardimpfungen nicht angebracht sind. (…)"

    Das mal zu den Titern. Die Seite findet ihr übrigens hier: http://impfnarbe.jimdo.com/

    • Katharina

      Sie zitieren hier nicht allen Ernstes Hans Tolzin, oder? Ein Mann, der nicht die geringsten medizinischen Hintergründe hat (er ist gelernter Milchbauer), der behauptet, Ebola sei harmlos und AIDS gibt es nicht, Homosexualität sei “heilbar” und der Unterstützer verschiedener Sekten wie Mun und Scientology ist?

  6. Von Hans Tolzin ist nur ein kleiner Teil dieses Artikels.
    Zu Ebola: Das “Phänomen Ebola” kann nur verstanden werden, wenn man sich bewusst mit dem schulmedizinischem Postulat der Monokausalität auseinandergesetzt. Wenn Sie dazu nicht bereit oder in der Lage sind, brauchen Sie gar nicht erst weiterzulesen – denn Sie werden meine Kritik an der Ebola-Panikmache nicht nachvollziehen können.

    Gemäß diesem Postulat und Weltbild müssen alle Krankheiten – und insbesondere Infektionskrankheiten – auf eine einzige Ursache zurückzuführen sein. Ich persönlich halte das für unwissenschaftlich und darüber hinaus auch für unwahr. In der Regel gibt es nicht “die eine Ursache”. Wenn ein Mensch schwer krank wird, handelt es sich meistens um ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren. Deshalb sollte jeder Diagnose eine sorgfältige Anamnese unter Einbeziehung aller plausiblen Ursachen vorausgehen. Vorschnell aufgrund von Labortests und unter Nichtbeachtung anderer nichtviraler Faktoren vorgenommene Diagnosen sind als ärztliche Kunstfehler zu betrachten – unabhängig davon, ob es sich um eine in der etablierten Medizin gängige Vorgehensweise bzw. um die aktuelle Mode-Diagnose handelt.

    Die Ebola-Diagnose beruht im Wesentlichen auf Labortests. Wer einen postiven Ebola-Test hat, gilt als infiziert. Was dabei völlig außer Acht gelassen wird:

    Etwa 5 % der afrikanischen Bevölkerung sind laut diverser Studien „ebola-positiv“, d. h. entsprechende Labortests schlagen bei ihnen an. In Regenwald-gebieten sind es sogar bis zu 20 % und mehr, die sich aus schulmedizinischer Sicht infiziert haben, aber dennoch gesund sind und das auch bleiben. Legt man die aktuellen Fallzahlen zugrunde (Nov. 2014), erkrankt also nur einer von mehreren Tausend „Infizierten“ bzw. Testpositiven.

    Das bedeutet: Selbst dann, wenn das Virus tatsächlich eine Rolle bei der Krankheitsentstehung spielen sollte, ist es für sich allein gar nicht in der Lage, Ebola auszulösen! Es sind unbedingt weitere Faktoren nötig, damit ein Mensch mit Ebola-Symptomen erkrankt.

    Wer sich ein wenig mit den Lebensumständen der Menschen in Westafrika beschäftigt, für den liegen diese (mit-)verursachenden Faktoren schnell auf der Hand:

    Armut, Hunger und Mangelernährung schwächen das Immunsystem und können für sich allein schwere und schwerste Erkrankungen auslösen. Dazu kommt noch ein gesundheitlich sehr herausforderndes Klima. Westafrika wurde deshalb zur Kolonialzeit auch „das Grab des weißen Mannes“ genannt.
    Alltagsgifte und radioaktive Strahlung, d. h. intensiver Pestizideinsatz, insbesondere beim Anbau der Baumwolle und Bekämpfung der Malariafliege.
    Industriechemikalien, z. b. bei der Weiterverarbeitung der Baumwolle.
    Bergbau-Chemikalien, z. B. Zyanid und Quecksilber bei der Förderung von Gold.
    radioaktive Strahlung beim Abbau von Uran (betrifft Mali).
    Medikamenten-Nebenwirkungen, z. B. bei der Vorsorge gegen Malaria oder ihrer Behandlung, Antibiotika, Impfungen gegen Gelbfieber, Typhus, DDT und ähnliche Insektizide zur Entlausung. Dies ist der eigentliche Grund, warum Kliniken als typische Ausbruchsorte und Verstärker der Ebola-Epidemien gelten und Injektionsnadeln als einer der Hauptübertragungswege angesehen werden.
    Jede einzelne dieser Ursachen kann bereits ebolaartige Symptome auslösen! Deshalb muss jeder ärztlichen Diagnose unbedingt eine umfangreiche Anamnese und Differentialdiagnose vorausgehen!

    In gewisser Weise ist Ebola „Schweinegrippe Version 2.0“. Doch das, was heute unter der Ebola-Flagge abläuft, übertrifft die Schweinegrippe um ein Vielfaches. Die Ebola-Panikmache bietet der Pharmaindustrie erstmals seit Generationen wieder die Möglichkeit, ihre neusten und vielversprechendsten Medikamente ohne Rücksicht auf menschliche Verluste auszuprobieren. In den letzten Jahren war es für die Hersteller aufgrund der enormen Risiken immer schwieriger geworden, die staatlichen Genehmigungen für den Versuch am Menschen zu erhalten.

    Die Errungenschaften der medizinischen Ethik der letzten 200 Jahre werden derzeit unter dem Deckmantel einer angeblichen Ebola-Gefahr mit einem Federstrich regelrecht ausradiert. Westafrika – und nicht nur Westafrika – wird derzeit zu einem riesigen Versuchslabor. Die Versuchskaninchen sind die Menschen, die sich (bisher) nicht dagegen wehren können.

    Ebola hat einen regelrechten Forschungs-Boom ausgelöst: Mehrere Dutzend neue Ebola-Medikamente und -Impfstoffe sind derzeit in Entwicklung. Weltweit fließen Milliarden in die Forschung. Die neuen Medikamente, die z. T. tief in die internen Abläufe der Körperzelle eingreifen, gelten als künftige Blockbuster, die ebenfalls Milliarden-Gewinne abwerfen können. Hauptnutznießer der Ebola-Panikmache ist also der gesamte Pharmasektor.

    Doch daneben spielen auch geopolitische Motive eine Rolle: Westafrika ist reich an Bodenschätzen, z. B. Gold, Diamanten, Öl, Uran und sogenannte “seltene Erden”. Wer die Kontrolle über diese Ressourcen erhält, stärkt die eigene Position gegenüber konkurrierenden Regierungen und Volkswirtschaften. Das Makabre daran: Während EU, USA, China und Russland miteinander um Einfluß auf die afrikanischen Länder ringen, sind sie sich doch in ihrem Bestreben einig, die afrikanischen Regierungen schwach und abhängig zu halten.

    Wenn wir den Menschen in Westafrika wirklich helfen wollen, dann gilt es zunächst, für ausreichende Ernährung und sauberes Trinkwasser zu sorgen und die Gründe für die Armut zu beseitigen. Darüber hinaus muss die westliche Medizin von ihrem Monokausalismus ablassen, und Vergiftungen sowie Mangelernährung als wesentliche Krankheitsursache zur Kenntnis nehmen.

    Das Wichtigste ist jetzt erst einmal, dass eine öffentliche Diskussion über die wahren Ursachen der sogenannten Ebola-Epidemie entsteht und dass vor jeder Diagnose eine Differentialdiagnose nach allen Regeln der Kunst vorgenommen wird. Jeder Einzelne von Ihnen kann dazu seinen/ihren Beitrag leisten. Bitte prüfen Sie unsere Publikationen auf Stichhaltigkeit und nutzen sie sie ggf., um zusammen mit uns diese öffentliche Diskussion in Gang zu bringen.

    Diesen Artikel findet man hier: http://www.impfkritik.de/ebola/index.html

    • Katharina

      Was Sie hier zitieren, ist die Webseite von Hans Tolzin, einem Scharlatan, der seit Jahren mit teilweise kaum belegte Behauptungen herumkräht. Er bestreitet generell die Exitenz von Infektionserregern und stellt sogar infrage, ob es sich bei Masern um eine durch Viren übertragene Krankheit handelt, und behauptet, dass die Ursache von Polio keine Viruserkrankung sein kann. Er leugnet AIDS undhält Homosexualität für eine “heilbare Krankheit”. Tolzin schreibt auch für den Kopp-Verlag, der auch bekannte rechte Antisemiten, Ufologen und Verschwörungstheoretiker verlegt: Das ist keine besonders gute Visitenkarte.

  7. Der Verein “Impffreiheit für Tiere e.V.” hat eine Belohnung von 20.000,- Euro ausgeschrieben, die derjenige erhält, der einen wissenschaftlich korrekten Nachweis des Tollwuterregers nennt.
    Bis heute hat noch niemand die Belohnung eingefordert.

  8. Interessant wäre -wenn es keinen Tollwutvirus gibt- wie denn dann der Impfstoff gezüchtet wird…

    Diese Seiten, wie z.B. impfkritik.de oder wir-impfen-nicht.de, schreiben ständig das man nicht alles glauben soll (in Klartext: glaubt endlich denn Impfgegnern!) krähen aber selbst mit (oft) falschen Behauptungen und unvollendeten Zitaten herum!

    Tatsächlich gibt es ein Impfrisiko (und es gibt mehr als man denkt, meistens passiert das aber nachdem man einen 6-fach Impfstoff geimpft hat oder ein krankes Kind/Tier geimpft wird)
    aber natürlich wird nie gesagt was passieren könnte wenn man nicht impft…

    Und Krankheiten wurden natürlich nur ausgerottet weil die Lebensbedingungen besser geworden sind (warum wir dann immer noch Krankheiten haben wird wieder verschwiegen, böse Krankheiten aber auch, lassen sich einfach nicht aussrotten 😉

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