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Allergien – Eine moderne Epidemie

Foto: Paul Croes

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Was genau sind Futtermittel-Allergien?
Der Begriff „Allergie“ beschreibt eine Überempfindlichkeitsreaktion, die durch eine so genannte „Immunantwort“ des Körpers gegen ansonsten ganz harmlose Allergene ausgelöst werden.

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Futtermittel-Allergien sind eine besondere Form der Nahrungsmittelunverträglichkeit und rufen gewöhnlich eine Überempfindlichkeit auf bestimmte Lebensmittel oder Inhaltsstoffe in Form von entzündlichen oder immunologischen Reaktionen hervor. Allerdings leiden in den meisten Fällen die Tiere gar nicht unter einer „echten“ immunologischen Allergie (nur in ca. 2 Prozent aller Fälle lässt sich von einer echten Allergie sprechen), reagieren aber dennoch sehr empfindlich auf bestimmte Inhaltsstoffe: Dieses sind Futtermittel-Unverträglichkeiten, auch wenn sie häufig und fälschlich als „Allergien“ bezeichnet werden.

Eine Futtermittel-Allergie oder Überempfindlichkeit bezieht sich ganz spezifisch auf ein individuelles Tier. Wenn ein Hund auf einen bestimmten Inhaltsstoff empfindlich reagiert, bedeutet das nicht, dass alle Hunde eine Allergie oder Unverträglichkeit dagegen haben können. Ebenso kann ein Futter, dass von einem Hund einwandfrei vertragen wird, bei einem anderen massive Reaktionen auslösen. Ein Kuchen für Menschen kann als „hypoallergen“ bezeichnet werden, weil der ohne allergieauslösende Inhaltsstoffe wie Nüsse, Milchprodukte oder Gluten hergestellt wurde – er kann aber trotzdem bei jemandem starke allergische Reaktionen auslösen, der beispielsweise gegen Erdbeeren allergisch ist. Ebenso ist ein „hypoallergenes“ Futter aus beispielsweise Lamm und Reis oder Ente und Kartoffeln völlig falsch für einen Hund, der gegen Lamm oder Kartoffeln allergisch ist oder diese Proteinquellen nicht verträgt.

Es gibt viele verschiedene Theorien, wie und wodurch Futtermittel-Allergien zustande kommen. Die meisten ganzheitlichen Fachleute sind sich allerdings einig, dass eine allergische Reaktion häufig nur ein Symptom für ein möglicherweise größeres, darunterliegendes Gesundheitsproblem sind, oder ein Ungleichgewicht im Stoffwechsel. Alle Hunde und Katzen sind im täglichen Leben großen Mengen ganz unterschiedlicher Allergene ausgesetzt, ohne je eine Reaktion zu zeigen. Haustiere entwickeln Allergien nicht, weil sie bestimmten Allergenen ausgesetzt sind, sondern weil sie aus anderen Gründen (wie z.B. starker Streß, eine langanhaltende Darmentzündung, etc.) plötzlich anfällig oder empfindlich werden. Bestimmte Impfungen, Chemikalien und Medikamente, starker Stress oder Genetik können alle zur Entwicklung von Allergien beitragen.

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Auch wenn Tiere über einen langen Zeitraum hinweg schlecht ernährt werden, leidet gewöhnlich ihr Immunsystem. Ein Futter von schlechter Qualität, das voller Toxine oder schwerverdaulicher Stoffe ist, oder dem wichtige Nährstoffe, Spurenelemente, Antioxidantien oder Enzyme fehlen, bedeutet auf Dauer eine echte Belastung für den Körper. Tatsächlich geht man heutzutage aber auch davon aus, dass ein sehr häufiger Futterwechsel oder Proteinquellenwechsel („Abwechslung“ in der Futterverabreichung) eine Belastung für den Darm darstellt, wodurch – häufig milde – milde Darmentzündungen entstehen, die Allergien auslösen können.

Es ist richtig, dass bestimmte Futtersorten eine viel höhere Inzidenz für das Auslösen allergischer Reaktionen besitzen als andere: Für viele Tiere können z.B. bestimmte Eiweißbausteine in Weizen oder Rindfleisch, Soja oder Zuckerrübenschnitzel ein Problem darstellen. Trotzdem ist es unerlässlich herauszufinden, was das eigene Tier vertragen kann und was nicht.

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