Hört Ihr alter Hund nicht mehr?

Üben Sie sich in Geduld mit Ihrem alten Hund - er hört oder sieht Ihre Signale vielleicht nicht mehr!

Üben Sie sich in Geduld mit Ihrem alten Hund – er hört oder sieht Ihre Signale vielleicht nicht mehr!

Wenn wir das Glück haben erleben zu dürfen, dass unser Hund alt wird, werden die meisten von ihnen mit der Zeit immer schwerhöriger, bis sie schließlich taub sind. Es ist schwierig, seinem Hund dabei zu zu sehen, wie er  immer weniger auf seine Umgebung achtet, weil er gar nicht mehr so viel mitbekommt, und noch schwieriger, dass die Kommunikationsmöglichkeiten mit ihm weniger werden. Noch schwieriger ist es, wenn der schwerhörige Hund vielleicht noch körperlich so fit ist, dass er gerne durch die Gegend rennt und/oder im Unterholz verschwindet – uns aber nicht mehr hören kann, wenn wir ihn rufen.

Hier sind fünf Dinge, die Sie tun können, falls das Gehör Ihres Hundes nicht mehr das ist, was es einmal war?

1.)

Kaufen Sie sich eine Signalpfeife, z.B. Bootsmannpfeifen oder die amerikanische “Stormwhistle” (gibt’s bei Ebay), die die angeblich lauteste Pfeife der Welt ist. Konditionieren Sie den Ton mithilfe einer echten Super-Belohnung. Mein Onkel benutzte diese “Stormwhistle”, wenn sein alter Hühnerhund einfach vom Hof gewandert war – es funktionierte großartig (ganz egal, dass anschließend im gesamten Umfeld kein Vogel, kein Wild und auch sonst nichts Lebendes mehr zu hören war – Hauptsache, der Hund war wieder da!), und der Hund kam von irgendwoher wie dem Misthaufen oder hinter der Garage angestapft.

2.)

Gewöhnen Sie sich und Ihren Hund an Handsignale. Hunde reagieren auf Körpersprache sowieso viel besser als auf Worte, also benutzen Sie sie für Sitz, Platz, Komm’.

  • Die Handfläche zeigt nach oben, die Finger machen eine Winkbewegung: Das ist das Handzeichen für “Komm”.
  • Der erhobene Zeigefinger fordert zum “Sitz” auf.
  • Die Handfläche weist nach unten, die Hand bewegt sich dabei ebenfalls nach unten: Das Zeichen für “Platz”.
  • Die Hand hoch erhoben bedeutet “Steh!” oder “Stopp”.
3.)

Achten Sie auf Management in Ihrem Zuhause: Wenn Sie mehr als einen Hund haben, achten Sie vor allem darauf, wie die anderen Hunde mit Ihrem Opi oder Omi umgehen, ob Sie ihn überrennen, ihn ignorieren oder beleidigt sind, wenn er ihre Signale nicht so schnell erkennt. Möglicherweise müssen Sie die Hunde in Ihrer Abwesenheit trennen.

4.)

Achten Sie darauf, wie es Ihrem Hund draußen geht: Es gibt unendlich viele Situationen, die für einen Hund, der schlecht hört, gefährlich werden können. Wenn er bis jetzt an der Straße ohne Leine laufen konnte, nehmen Sie die Zügel in die Hand. Er kann herannahende Autos und Radfahrer nicht mehr hören, und er könnte sich zu Tode erschrecken über ein Kind mit einem Roller oder Dreirad, das plötzlich hinter ihm auftaucht. Das gleiche mit einem Skateboarder. Sie wissen nicht, wie stark er sich in seinem bisherigen Leben auf seine Ohren verlassen hat, also schützen Sie ihn vor Schreck und Gefahren. Ihr alter Hund braucht vielleicht auch Hilfe im Umgang mit anderen Hunden, nachdem er sie jetzt nicht mehr herankommen hört im Park.

Mit fast vierzehn Jahren konnte Theo nichts mehr hören und kaum noch etwas sehen

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5.)

Bleiben Sie geduldig. Ihr Hund ignoriert Sie nicht absichtlich, und er/sie ist auch nicht absichtlich langsam, sondern eben alt und vielleicht ein bisschen verwirrt. Vielleicht sieht Ihr Hund auch nicht mehr so gut – also bleiben Sie in seiner Nähe und legen ihm die Hand auf den Rücken oder die Schulter, wenn Sie das Gefühl haben, er ist etwas durcheinander. Ihr Hund versucht wirklich sein Bestes. Haben Sie Geduld.

 

1 Kommentare

  1. Anna Maria Holler

    Auf wundersame Weise bin ich auf “Lumpi4.de gestoßen. Dankeschön.
    Meine Fragen haben dort Antworten gefunden. Die Sorge um meinen alten Hund ist etwas kleiner geworden. Ich hoffe es gibt bald wieder eine “echte Dogs”
    Wird schon werden

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