Schlaf’, Hündchen, schlaf’!

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Das einzige Anzeichen dafür, dass Luise älter wird, ist, dass sie mehr und tiefer schläft als früher. Ihr Gehör ist nach wie vor 1A, ihre Augen sind ganz leicht getrübt, was ihrer Sehschärfe trotz ihren zehn Jahren keinen Abbruch zu tun scheint. Aber sie schläft häufig so fest, dass ich sie wecken muss, wenn ich spazieren gehen möchte.
Hunde brauchen ihren Schlaf, und viel mehr davon als wir Menschen. Beim Menschen liegt der Weltrekord, den 1965 der 17-jährige amerikanische Schüler Randy Gardner aufstellte, bei immerhin elf Tagen. Negativfolgen von Schlafentzug zeigen sich jedoch schon nach viel kürzerer Zeit: Versuche in Deutschland haben gezeigt, dass schon nach 24 Stunden ohne Schlaf die Versuchspersonen sehr leicht zu reizen waren und ihre Agressivität schnell zunahm. Nach 65 Stunden begann eine Frau beim Waschen auf Armen und im Gesicht Spinnweben zu sehen und versuchte verzweifelt, sie zu entfernen. Eine andere Frau beschwerte sich, dass ihr Hut zu eng sei und drücke, obwohl sie keinen trug.
Hunde können viele Tage ohne Futter, sogar ohne Wasser überleben (erwachsene Menschen schaffen je nach Konstitution höchstens eine Woche ohne Wasser überleben, Säuglinge und Kleinkinder ca. drei Tage) – aber wenn man ihnen den Schlaf raubt, sterben sie innerhalb weniger Tag. Der Schlaf eines Hundes ist außerdem ganz unterschiedlich als der des Menschen: Ein Hund kann innerhalb weniger Sekunden einschlafen, ist aber bei ungewohnten Geräuschen genauso schnell wieder wach. Darum brauchen Hunde auch mehr Schlaf als der Mensch: Es macht ihnen überhaupt nichts aus, über 16 Stunden täglich zu schlafen und zu dösen; sie brauchen das sogar. Im Gegensatz zu Menschen träumen Hunde auch schwerer und häufiger.

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