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Wetten, dass … Frauen nicht bellen können?

bildvom 20. 2.11
Hundebesitzer lernen ja früh, Andere in ihren teilweise bizarren Eigenschaften zu tolerieren und akzeptieren: Für nichts eignet sich das Zusammenleben mit Hunden besser, als zur Erziehung zum Allesversteher von fremden Spezies.
Manche Leute brauchen nicht mal einen Hund dafür. Die üben derlei am (menschlichen) Partner.
Die genetische Information von Männern und Frauen ist zu über 99% identisch – aber natürlich macht genau dieses eine Prozent einen so gewaltigen Unterschied, dass man sich fragt, ob Männer und Frauen überhaupt zur gleichen Art gehören.
Männer sind anders. Die meisten von uns brauchen keinen Neuropsychiater, um zu dieser Erkenntnis zu kommen. Es reicht auch, ans andere Ende der Couch oder „Wetten, dass…?” zu sehen.
Ist Ihnen mal aufgefallen, das hauptsächlich Männer die meist komplett absurden Kunststücke vorführen?
Welche Frau würde auch an einem schönen Sommertag ihre Zeit damit verbringen, ihrer besten Freundin Salamistücke mit einem Golfschläger in den Mund zu schießen, UND DAMIT AUCH NOCH IM FERNSEHEN AUFZUTRETEN (von dem unglaublichen Fettgehalt dieser Wette mal ganz abgesehen)? Welche Frau würde auf die Idee kommen, im Handstand auf einer Leiter mit den Füßen Glühbirnen in die Decke zu drehen? Ich erinnere mich an eine Wette, bei der ein Mann einen riesigen Lastwagen auf zwei straff gespannten Seilen bei Bremen über die Weser fuhr.
Alles Aktivitäten, die bei Männern und Frauen völlig unterschiedliche Reaktionen auslösen:
Männliche Reaktion: „Boah! Cool!”
Weibliche Reaktion: „Wozu?”
Die Antwort lautet natürlich: Weil Männer gerne Sachen machen. Mädchen machen lieber nutzbringende Sachen. Mädchen wetten, dass sie mit verbundenen Augen durch befingern 40 verschiedener Hunde-Trockenfuttersorten erraten können, um welche Futtermarken es sich handelt – was bestimmt nützlich ist, wenn man später mal beim Gesundheitsamt arbeiten möchte (wobei es bestimmt noch besser wäre, durch Befühlen die verschiedenen Gammelfleischsorten auseinander zu halten). Oder sie lernen, innerhalb einer Minute vier dicke Geldbündel exakt abzuzählen.
Aber wissen Sie einen vernünftigen Grund dafür, sich den Außenrand des Ohres in das Ohr zu stopfen, um dann im richtigen Winkel mit dem Ohr Bierdeckel von einer Flasche in eine Maßkrug zu schnippen? Hä? Der Grund ist: Testosteron. In Amerika gehört Testosteron seit 1991 zu den Substanzen, deren Besitz überwacht wird, weil ein Übermaß dazu führt, sich merkwürdig zu benehmen.
Ach.
Tatsächlich sind Jungs und Mädchen bis zur Pubertät sozusagen gleich: Sobald das Mädchengehirn vom Östrogen überschwemmt wird, fangen Mädchen an zu telefonieren, sobald Testosteron im Jungsgehirn die Herrschaft übernimmt, wollen sie nicht mehr kuscheln oder reden, sondern Sachen machen. Sie wollen Leistung und Anerkennung. Egal wie.
Jungs, die sich in der Schule langweilen, üben dann, mit geschlossenen Augen an der Ohrenform ihrer Mitschüler zu erkennen, um welches Kind es sich handelt. Das ist sehr praktisch, wenn man in einer Grube verschüttet wird und alle anderen geknebelt sind, so dass sie nicht sagen können, wer sie sind. Aber mit der Zungenspitze 33 Kakteenarten erkennen zu wollen: Wozu? Immerhin war der Applaus groß.
Männer sind bizarre Kreaturen. Immerhin haben wir dem Bedürfnis von Männern, „Sachen zu machen”, einiges zu verdanken. Ohne diesen Trieb wären die Menschen nie auf dem Mond geflogen.
Frauen hätten gefragt: „Wozu?”

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