Bekommt Ihr Hund ausreichend Zink?

Untersuchungen zeigen, dass viele Hunde nicht unter Unverträglichkeiten oder gar Allergien leiden, sondern unter Zinkmangel

Zink ist ein essentielles, also lebensnotwendiges Spurenelement, dass der Körper nicht selbst bilden kann, deshalb muss es über die Nahrung aufgenommen werden. Zink ist ausgesprochen wichtig für eine gesunde Haut und Haare – neben dem Vitamin Biotin ist Zink der Mineralstoff, der für die ausreichende Versorgung der Haut eine elementare Rolle spielt. Daneben ist es allerdings auch sehr wichtig für das Immunsystem, das Wachstum und die sexuelle Reifung, die Funktion der Geschlechtsorgane, den Kohlenhydratstoffwechsel und das zentrale Nervensystem.

5037703331_03d6cca60f_z-808x500Interessant ist dabei, dass in sehr vielen Fertigfuttersorten und den meisten Barf-Rationen die Zink-Versorgung unzureichend ist.

Das mag daran liegen, dass man Zink vor allem in solchen Teilen des Futtertieres findet, die wir heutzutage nicht mehr in unserem Hundefutter verarbeitet wissen wollen, nämlich den so genannten K3-Materialien: In den Muskeln, Blut, Haaren, Haut, Sperma, Insulin und einigen inneren Organen. Auch Knochen enthalten sehr viel Zink – allerdings kann man hier gar keine ausreichende Menge füttern, ohne beim Hund massive Verstopfung auszulösen. Auch Austern enthalten übrigens sehr viel Zink, aber die werden nach meiner Erfahrung nur äußerst selten an Hunde verfüttert.

doglickingTatsächlich habe ich in einer Art „privaten Marktforschung“ an einem Nachmittag bei Fressnapf zahllose Fertigfuttersorten auf den Zinkgehalt überprüft und festgestellt, dass fast immer deutlich zu wenig Zink enthalten ist – unabhängig ob Nass- oder Trockenfutter.

Nach verschiedenen Gesprächen mit Hundehaltern, deren Hunde fürchterlichen Juckreiz zeigten oder eine „übertrieben“ Reaktion auf Gräser, bekamen die Hunde Zink durch Zinkorot-Tabletten supplementiert. Von neun Hunden hörten sieben auf, sich zu jucken.

Ein fünf Monate alter Labradoodle kratzte sich wie wahnsinnig und wurde vom Tierarzt bereits mit massiven Medikamenten auf eine „Allergie“ behandelt (was es bei einem so jungen Hund noch nicht geben kann). In der Zwischenzeit hatte er außerdem eine bereits Monate andauernde Ohrenentzündung, für die er seit sechs Wochen mit Kortison behandelt wurde. Mittlerweile wurde er schon verhaltensauffällig, war furchtbar unruhig, führte sich beim Spaziergang auf wie eine Dampflokomotive und benahm sich insgesamt unberechenbar wild. Es stellte sich heraus, dass das Futter, das ich nicht kannte, aber vom Züchter des Hundes empfohlen worden war, kein oder so gut wie kein Zink enthielt (lediglich 0,08 mg pro Kilo Futter – eine Menge, die sich der Hersteller auch hätte sparen können). Der kleine Labradoodle bekam ab sofort Zink in ausreichender Menge hinzugefüttert, das Kortison wurde ausgeschlichen – und nach drei Wochen fühlte der Hund sich wieder wohl in seiner Haut.

Symptome für Zinkmangel

  • Starkes Haaren
  • Juckreiz
  • Haarverlust um die Augen („Brille“)
  • Bei schwarzen Hunden braune „Spitzen“ (nicht zu verwechseln mit sonnengebleichtem schwarzen Fell)
  • Häufig auftretende Infekte
  • Starke Verhornungen an den Ellenbogen
  • Pigmentverlust
  • Haar wird immer dünner
  • Vermehrtes Auftreten von Pilzinfektionen (Ohren, Nasenrücken)

Tatsächlich kann Zinkmangel auch durch falsche Ernährung entstehen: Kalzium, das häufig gerade bei Welpen in großen Mengen dem Futter zugesetzt wird, mindert die Zinkaufnahme.
Auch eine rein vegetarische Erährung kann zu Zinkmangel führen, nachdem die in den pflanzlichen Bestandteilen enthaltenen Phytate ebenfalls die Resorption von Zink hemmen. Zinkabsorptionsstörungen können auch genetisch bzw. rassespezifisch bedingt sein: Alaskan Malamute, Siberian Husky, Akita Inu, Bullterrier, Dobermann oder der Deutsche Dogge treten Zinkabsorptionsstörungen häufiger auf.

Hierbei handelt es sichi um einen genetischen Defekt, der die Aufnahme von Zink über den Darm aus der Nahrung behindert. Die ersten Symptome treten meist zwischen dem ersten und dritten Lebensjahr auf, die Haut ist an mechanisch beanspruchten Stellen gerötet, später bilden sich hier Krusten und Schorf und eine Zinkmangel-Dermatitis entsteht. Betroffen sind oft Maul, Kinn und Lefzen, sowie Augen, Ohren, Körperöffnungen und Pfoten. Das Fell wird glanzlos, schuppig und fettig.
Vielen Hunden kann durch vermehrte Zinkgaben geholfen werden, bei einigen ist der genetische Defekt aber so stark ausgeprägt, dass keinerlei Zinkaufnahme über den Darm möglich ist und das Zink intravenös verabreicht werden muss. (siehe auch hier: http://www.lumpi4.de/?s=Zinkmangelsyndrom)

Bedarf

Ein ausgewachsener Hund hat einen täglichen Zinkbedarf von rund 1 mg/kg, der allerdings variieren kann. Ein erhöhter Bedarf ist angezeigt bei

  • langhaarigen Hunden während des Haarwechsels
  • Störungen der Pankreasfunktion
  • bei Hündinnen während der Trächtigkeit
  • während der Laktationsphase nach der Geburt
  • nach Operationen/bei der Ausheilung von großen Wunden, denn der Körper verliert das körpereigene Zink über das Wundsekret, während für die Wundheilung und der Neubildung von Gewebe ein erhöhter Bedarf an Zink besteht
  • bei starker körperlicher Beanspruchung wie Rennen, Coursing oder Schlittenhund-Trials, weil durch Schwitzen ebenfalls sehr viel Zink verloren geht– da erhöhte Abgabe
  • der Verabreichung bestimmter Medikamente wie Kortison

Empfehlung für die tägliche Zink-Versorgung laut Meyer/Zentek:

0,9 mg/kg Körpergewicht

Zweite Hälfte der Trächtigkeit: 1,3 mg/kg Körpergewicht

Laktation (deutlich erhöhter Bedarf, denn die Welpen werden durch die Milch mitversorgt!): 3,2 mg/kg

12234972_10156195975080246_1597478168089735146_nEmpfehlung für die tägliche Versorgung wachsender Hunde laut Meyer/Zentek:

3.-4. Lebensmonat 3,3 – 4,1 mg/kg
5.-6. Lebensmonat 3,9 – 5,1 mg/kg
7.-12. Lebensmonat 1,7 – 2,1 mg/kg

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35 Kommentare

  1. Hallo,

    Wir sind sehr zufrieden mit barfexpress. Hab Grad nachgeguckt bei uns sind 2,2 ml/Kg zink im Futter. Bin nicht von dieser Firma. Aber unser Mops Odin ist sehr zufrieden und wir natürlich auch. Lese grade ihr Buch und wir spazieren seit dem viel entspannter miteinander. Vielen Dank dafür.

    Liebe Grüße

    Johanna und Odin

    • Katharina

      Liebe Johanna,
      2,2 mg Zink pro kg Fleisch ist aber zu wenig. Odin braucht knapp 1mg Zink pro Kilo Körpergewicht, das macht wahrscheinlich 8 oder 9 mg Zink am Tag. Das würde bedeuten, er müsste 4 Kilo Fleisc von Barfexpress fressen am Tag, um ausreichend mit Zink versorgt zu werden. Ich würde das Zink also supplementieren. – Freue mich sehr, dass Ihnen das Buch hilft! Herzlich, KvdL

        • Katharina

          Man kann Tabletten aus der Apotheke geben oder als Pulver, z.B. “Biosel”, in dem auch Biotin enthalten ist. Läßt sich leicht unter das Futter mischen (ist beim Mops aber gewöhnlich sowieso nicht so ein Problem 🙂 ).

          • Unser Tierarzt hat eine Kollegin die sich zur Futtermittel Beraterin ausgebildet hat. Der haben wir unser Futter vorgelegt und es absegnen lassen. Sind also auf der für unseren Hund richtigen Variante. War in Sorge weil Odin eine Entzündung im Ohr hat. Im Moment warten wir auf die Auswertung eine angelegten Kultur. Werde im Notfall um ein Blut Bild bitten. Damit könnte man das ja abklären. Toll das einem hier geholfen wird.

            Gruß Johanna

          • Hallo,
            ich gebe zu bedenken, dass in Zinkorotat Pos Maisstärke, in Zinkamin Molkepuver und in Biosel Molkefettpuver ist. Wenn ein Hund darauf reagiert, wie z. B. meiner, ist es gut gemeint aber er kratzt sich doch intensiv weiter trotz Zinkgabe. Eine alternative ist: Pure- Zink 15 ( eine Kapsel enthält 15mg Zink). Es ist speziell für Allergiker hergestellt und die Kapsel besteht aus Zellulose. So kann man dem Hund Zink zufüttern und eine Möglichkeit ist gegeben aus dem Unverträglichkeitskreislauf auszubrechen.
            LG Claudia

      • Hallo habe das mit dem Zink gelesen wir haben auch schon ewig mit unsere Franzözische Bulldogge zu tun mit Juckreiz so doll das sie nicht auf hört das es dann blutet. Würde mir gerne das biosel was sie geraten haben bestellen können Sie mir sagen wieviel sie dann davon bekommt sie wiegt 17 kg

  2. Sie gehen lediglich von einem Zinkmangel auf dem „ Papier” aus, nicht mehr und nicht weniger.

    Über die Verwertbarkeit von Mineralstoffen in den Bestandteilen kommerzieller Futtermittel und Ergänzungen gibt es nur wenige Studien.

    Deshalb kann es durchaus sein, dass ein Hund zwar rein rechnerisch hohe Mengen Zink durch Ergänzungsfutter und Mineralfutter zugeführt bekommt, aber dennoch ein Zinkmangel besteht.

    Die tatsächliche Aufnahmerate von zugefügtem Zink ist stark abhängig von der Bindungsform.. Je hochwertiger eine Zinkverbindung ist, desto schneller kann auch mit einer kleineren Dosierung wie z.B. Zinkorotatat ein Mangel ausgeglichen werden. Da braucht es keine 1 mg Zink pro Kg Körpergewicht.

    Bei Zinkoxid braucht es natürlich deutlich mehr. Es ist schlecht löslich und keine gute Quelle für die Resorption von Zink. Studien dazu liegen vor.

    Logischerweise muss bei einer geringen Bioverfügbarkeit von dieser Verbindung natürlich deutlich mehr aufgenommen werden , als mit einer Verbindung , deren Bioverfügbarkeit ( wie z.B. Zinkorotat) wesentlich höher ist.

    Deshalb stellt sich wohl eher die Frage, welche Verbindung von Ihnen gemeint ist, wenn von einem Bedarf von 1 mg pro Körpergewicht die Rede ist.

    • Katharina

      Das ist richtig, aber als Aufgabe in einem Artikel nicht lösbar. Das ist im Übrigen das rechnerische Problem bei fast allen Vitaminen und Mineralien.

      Mir geht es vor allem darum, dass mehr Menschen darauf achten, dass in ihren Futterrationen sehr häufig kein Zink enthalten ist, denn die Teile des Beutetieres, wie gesagt, die Zink enthalten, werden heutzutage nicht mehr verarbeitet, und die Futtermittelhersteller – Barf-Produzenten wie Fertigfutterhersteller – haben verstanden, dass der Kunde Futtermittel ohne jegliche Zusätze von Vitaminen und Mineralien für “natürlicher” hält und irrtümlicherweise bevorzugt. Es ist für den Menschen, der nur ein drittel des Zinkbedarfs des Hundes hat, um ein Vielfaches leichter, seinen Zinkbedarf über die tägliche Nahrung zu decken als für den Hund (und dennoch haben auch sehr viele Menschen Zinkmangel).
      Ich kann hier nur Anstöße geben – und wie bereits in meinem Text erwähnt, fällt sogar vielen Tierärzten bei der Behandlung von Hunden mit Juckreiz etc. nicht ein, einmal die Futtergabe zu überprüfen. Siehe auch das Falbeispiel im Link mit dem Schäferhund, der mit einem Zinkmangelsyndrom eine jahrelange Odyssee von Tierarzt zu Tierarzt unternahm, ohne dass ihm geholfen wurde.

  3. Guten Morgen,
    ich habe mit einem Zusatz von Zinkorot ganz hervorragende Erfahrungen gemacht.Meine Galga litt an starkem Juckreiz (ihr bester Freund war zeitweise der Rattansessel in der Küche zum “schubbern”) und dünner (noch dünner) werdendem Fell.Ich bin zunächst von einer Futtermittelallergie ausgegangen, bis ich in einem Schriftwechsel, den sie mit einer anderen Leserin führten etwas über möglichen Zinkmangel las.
    Wir haben jetzt eine 3 Wochen Kur mit einer viertel Zinkorot Tbl. pro Tag hinter uns und der Juckreiz ist offensichtlich verschwunden. Vielen Dank und liebe Grüße

    • Katharina

      Sehr schönes Fallbeispiel, kommt sofort in eine besondere Schublade in meinem Hirn! – Mit dem Zinkorot auf Dauer allerdings aufpassen: Eine Tablette enthält 30mg Zink (weiß ich, weil ich es selber nehmen muss), was eine gute Kur ist, aber für den Rest des Lebens und auf Dauer zu hoch. Es gibt in der Apotheke aber eine andere Sorte Zinktabletten, Zinkorotat-POS: Eine Tablette enthält 6 mg Zink, lässt sich also leichter dosieren. 🙂

      • Hallo,
        bei einem 30 kg schweren Labbi wäre doch aber die Zinkorotat Tablette mit 30 mg genau richtig, oder?

  4. Poodlemania

    Liebe Frau von der Leyen
    Mich würde interessieren, was Sie zu dieser Zusammensetzung sagen:
    Dass die 0.6 mg Zink Zusatz für einen 20 kg Hund zu wenig sind sieht man als Laie. Schwieriger wird es abzuschätzen wie viel von dem Zinkanteil im gekochten Fleisch noch vorhanden ist.

    Lammfleisch und Innereien 64 %, Reis, Algen
    Analytische Bestandteile:
    Rohprotein 10,60 %
    Rohfett 5,50 %
    Rohfaser 0,40 %
    Rohasche 1,70 %
    Feuchtigkeit 78,00 %
    Calcium 0,37 %
    Phosphor 0,24 %
    Zusatzstoffe je kg:
    Ernährungsphysiologische Zusatzstoffe:
    Vitamin A 2.000 I.E., Vitamin D3 200 I.E.
    Vitamin E (alpha tocopherol)25 mg
    Zink als Zinksulfat, Monohydrat 0,6 mg
    Mangan als Mangan-(II)-sulfat, Monohydrat 0,2 mg
    Jod als Kaliumjodid 0,1 mg

    Vielen Dank für Ihre immer äusserst wertvollen Berichte, Geschichten und Tipps.

    Liebe Grüsse Monica

    • Katharina

      Liebe Monica,
      in diesem Fall müsste man das Rezept der Zusammensetzung genauer kennen. Sie können aber beim Hersteller anrufen und fragen, wie viel Zink in 1 Kilo Produkt enthalten sind – ein seriöser Hersteller macht ja eine Labor-Analyse und kann Ihnen das genau sagen (auch wenn es den Kundenservice erst einmal überfordern wird :)). Wenn er es nicht sagen kann, würde ich das Futter wechseln.

      Wie schön, dass Sie sich über meine Texte freuen!

      Sehr herzlich, Katharina

  5. Liebe Frau Leyen,

    jetzt bin ich auch aufgeschreckt und mich würde sehr interessieren, was Sie zu folgender Angabe eines großen Futtermittelherstellers auf dem Futtersack sagen: 312 mg E6 (Zink) in “Anteil Originalsubstanz”. Ich nehme an, damit kann man nicht viel anfangen?

    Vielen Dank übrigens für Ihre sachlichen Texte zum Thema Hundeernährung, als extrem hilfreich habe ich den im letzten Jahr über Stiftung Warentest empfunden.

    Herzliche Grüße,
    J

  6. Shauna Wenzel

    Danke für den Artikel.
    Mir fehlt eine konkrete Empfehlung Ihrerseits wie viel Zink pro Kg Trockenfutter “empfehlenswert” wäre.
    Danke

  7. Kann man bei einem 25kg schweren Hund Zinkorot 25 geben oder ist das ein Denkfehler?

    Zusammensetzung •157.36 mg Orotsäure Zink 2-Wasser •25 mg Zink Ion Hilfsstoffe •Cellulose, mikrokristallin •Croscarmellose, Natriumsalz •Magnesium stearat •Povidon K30 •Silicium dioxid, hochdispers •Talkum

    Oder gibt es bessere Alternativen?

    Liebe Grüße
    Daniela

  8. Hallo
    meine frage zum Zink im Futter ist das ausreichtent für einen DSH 8 Monate alt.

    Zusatzstoffe:
    Ernährungsphysiologische Zusatzstoffe:
    Vitamin A (12.000 IE/kg), Vitamin D3 (1.200 IE/kg), Vitamin E (200 mg/kg), Vitamin B2 [als D (+) – Biotin] (280 mcg/kg), Kupfer [als Kupfer-(II)-Sulfat, Pentahydrat] (12,50 mg/kg), Zink [als Zinksulfat, Monohydrat] (160 mg/kg), Eisen [als Eisen-(II)-Sulfat, Monohydrat] (200 mg/kg), Mangan [als Mangan-(II)-Sulfat, Monohydrat] (25 mg/kg), Jod [als Calciumjodat, wasserfrei] (2,30 mg/kg), Selen [als Natriumselenit] (0,15 mg/kg).
    Technologische Zusatzstoffe:
    Antioxidationsmittel.
    Energiegehalt:
    Umsetzbare Energie (nach FEDIAF, 2008) (14,75 MJ/kg).

    • Katharina

      Die Zinkmenge dürfte ausreichen, die Menge klingt jedenfalls logisch. Allerdings würde ich mich nach einem Futter ohne Antioxiadtionsmittel (Konservierungsstoffe) umsehen, denn die können häufig Unverträglichkeiten auslösen – und sind noch dazu nicht notwendig, wnn Vitamin E dem Futter zugegeben wird:Das ist ein natürliches Konservierungsmittel.

  9. Guten Tag,
    ich habe gehört, hochdisperses Siliciumdioxid soll wegen seiner Plättchenstruktur schlecht für den Darm sein. Es soll den Darm auf Dauer reizen durch die scharfkantigen Plättchen.
    Ich habe jetzt Zink Verla Tabletten für den Hund, da ist die Substanz drin.
    Gibt es da Erkenntnisse drüber?

    • Sorry, habs verwechselt. Es ist Talkum mit der Plättchenstruktur….das ist in Zinkorotat POS enthalten.

    • Katharina

      Liebe Daniela, die Menge des Siliciumdioxids ist so gering, dass man nur dann Schaden zufügen könnte, wenn Hund (oder Mensch) sehr hohe Mengen (in hohen Gramm-Bereichen, nicht nur winzige 0,00..Miiligramme) über Jahre hinweg zu sich nimmt. Also: Keine Angst.
      Herzlich, KvdL

  10. Hallo, mein Schweizer Sennenhund wiegt um die 74kg. Wir kämpfen seit über einem Jahr mit ständigen Juckreiz mal mehr mal weniger. Wir gehen regelmäßig zur Bioresonanz und er wird ausschließlich Gebarft, bekommt nur Pferd und Pute weil er auf alles andere mit kratzen reagiert. Jetzt wurde ein Zinkmangel festgestellt wodurch ich auf ihren artikel gestoßen bin.
    So weit ich verstanden haben müssten für sein Gewicht 2 zinkorot Tabletten am Tag ausreichen oder ist das dann doch zu viel? Ich möchte es auf alle Fälle testen weil ich langsam mit meinem Latein am Ende bin.

    • Katharina

      Liebe Juliane,
      ich würde das Zinkorot in dieser Menge zuersteinmal als Kur geben, bis sich der Zinkspiegel “eingespielt” hat. In ca. acht Wochen würde ich mal schauen, ob er überhaupt noch Unverträglichkeiten zeigt, so dass Sie möglicherweise auf andere Fleischsorten umsteigen können. Allerdings würde ich Ihnen dringend eine Rationsberechnung empfehlen, denn der Zinkmangel weist darauf hin, dass Ihre barf-Fütterung nicht ausgewogen ist. Eine Rationsberechnung können Sie z.B. bei Dr. Julia Fritz machen lassen, http://www.napfcheck.de, sie ist Fachtierärztin für Ernährung mit einem achtjährigen (!) Zusatzstudium und kennt sich hervorragend aus. Eine Rationsberechnung kostet, glaube ich, 140 Euro, aber danach wissen Sie ganz genau, was Sie Ihrem Hund dazu geben müssen, damit er keinerlei Unterversorgungen mehr zeigt (wahrscheinlich ist Zink nur eines von mehreren Spurenelementen, die Ihrem fehlen).
      Herzlich, Katharina von der Leyen

  11. 2wertige Kationen werden auch von Glyphosat in der Nahrung chelatiert und ausgeschieden ( Infos dazu von Prof. Drl. Monika Krüger von der Vet Uni Leipzig)

  12. Martina Seigfried

    Hallo habe durch Zufall diesen Blog grfunden. Super. Ich hätte so gerne einen Newsletter. Kann ich den hier abonnieren?

    Freundliche Grüsse
    Martina Seigfried

  13. Verena Schmitt

    Liebe Katharina,
    Ich finde diese Seite auch ganz hilfreich wäre auch am Newsletter interessiert.
    Liebe Grüße
    Verena Schmitt

  14. Liebe Frau von der Leyen,
    Wie gern hätte ich nach allem, was mein Wurf und auch die Familien dazu, durchgemacht haben, diesen Artikel viel früher gelesen. Ich bin froh, ihn überhaupt bei FB gefunden zu haben, bevor wir den letzten Schritt gehen sollten. Letztendlich hat Ihr Bericht meiner kleinen Hündin wohl das Leben tatsächlich gerettet. So einfach ….ich hätte selber darauf kommen müssen? Warum weiß ein Vet so etwas nicht ?Ich bin sehr erleichtert, nach nur 7 Tagen Zinkbeigabe sieht es aus, als könnten diese Welpen ein normales Hundeleben führen. Wunderbar. Danke schön!

    • Katharina

      Liebe Regina,
      ich kann Ihnen nicht sagen, wie unendlich mich das freut! Was für ein irrsinniges Glück (an Zufall glaube ich ja nicht!), dass Sie den Artikel gefunden haben! Aber was das “selber drauf kommen” betrifft: Es gibt so, so viele Gründe, warum Hunde irgendetwas nicht vertragen, warum sie Krankheiten entwickeln – und naturgemäß geht man, fürchte ich, häufig erst einmal “vom Schlimmsten” aus. Ich fürchte, das ist einfach die menschliche Natur. Dazu kommt, dass viele Tierärzte eben keine Ernährungsfachleute sind; Ernährung nimmt im Studium keinen großen Raum ein. Auch ein “Fachtierarzt für Ernährung” muss schon so Einiges von sich aus tun, um zu seinem Zusatzstudium wirklich viele, interessante Ansätze zu finden. Darum versuche ich mittlerweile, so genannte ganzheitliche Tierärzte zu finden, die sich in verschiedene Richtungen orientieren und offen und aufgeschlossen für vermeintliche “Schrägheiten” sind.
      Die Ernährung unserer Hunde ist aufgrund unserer veränderten Eß-Gewohnheiten, Lebens- und Futtermittelgesetze auf einmal zu einem Buch mit sieben Siegeln geworden. Zink ist hauptsächlich in Blut, Federn und Haaren enthalten – Dinge, die wir heutzutage nicht mehr in unserem Hundefutter enthalten haben möchten (und auch nicht mehr in unserer Wurst – Blutwurst scheint völlig verschwunden zu sein). Immer noch glauben viele Menschen, wichtig für Haut und Fell wären vor allem Öle – dabei ist das hautpsächlich “kosmetisch” und unterstützt die Haus an sich nur wenig. Ich persönlich bin mittlerweile von Zink geradezu besessen; wir fügen unserem Futter auch deutlich mehr Zink hinzu, als die meisten anderen Hersteller, und haben auf diese Weise auch vielen Hunden mit Ohrrandekzemen und dergleichen Abhilfe schaffen können.
      Ach, Sie haben mir den Tag – was sage ich: DIe Woche gerettet mit Ihrem Schreiben.
      Sehr herzlich, Katharina von der Leyen

  15. Goldhorn

    Hallo ich habe einen extrem kleinen Zwergpinscher. 23 cm 2kg mit einer angeblichen Futtermittelallergie. Trotz Umstellung und der Gabe von vet sana Pferd und Kartoffel verliert er wieder Fell und bekommt schuppige Ohren. Im vet sana sind 125 mg Zink. Sollte das nicht für meinen Zwerg ausreichen?

    • Ich weiß leider nicht, wie die Zusammensetzung ist – 125mg auf was? Ein Kilo Futter? Und wieviel bekommt der Hund davon? Man rechnet insgesamt 2mg Zink pro Kilo Körpergewicht des Hundes. Das Verlieren von Fell und schuppige Ohren sind normalerweise aber kein Zeichen für eine Futtermittelunverträglichkeit (echte “Allergien” haben nur ca. 2% aller Hunde, meistens sind es Unverträglichkeiten), sondern in der Tat eher ein Hinweis auf eine Mangelernährung. Ich würde auch unbedngt eine Darmkur machen, bei den meisten Hunden, die Probleme mit Haut und fell haben, liegt eine Absorptionsstörung durch eine unzureichende Darmflora vor – kein Wunder, wenn man sich überlegt, dass 80% der Zellen die für das Immunsystem zuständig sind, im Darm liegen.

      • Goldhorn

        Danke erstmal. Leider ist nichts weiter angegeben sprich auf wieviel kg sich die zinkmenge bezieht. Es gibt so viele Darmkuren dass ich nicht mehr weiß wo oben und unten ist. Können sie eine für meinen zwerg empfehlen?

  16. Vosbein Irmlind

    Hallo mal in die Runde.
    Seit Wochen kratzt sich mein 13 jähriger Westhighland white Terrier am ganzen Körper, inzwischen auch im Schlaf. Er hat seit 2 Jahren einen Hodentumor, den wir mit Tarantula Spritzen am Wachsen hindern, inoperabel wegen seines Herzens ( er würde die Narkose nicht überleben). Ebenso wurde eine Lungenfibrose diagnostiziert, er bekommt Aminophillin, Lanitop u. Furotab. Eine Futtermittelallergie, (auf Getreide), stellte ich mit der Auschlußdiät fest. Heute sagte mir eine Züchterin, dass dieser innere Juckreiz vom Zinkmangel kommen könnte. Zink und Histidin von Doppelherz bekam ich im EDEKA., werde es gleich ausprobieren und hoffe, dass es hilft. Trotzdem wüsste ich gerne, ob im RINTI ohne Getreide, Zink enthalten ist. Anrufen, sicher doch!!

    • Liebe Frau Vosbein,
      in Rinti wird Zink hinzugegeben, aber möglicherweie nicht ausreichend. Ein Hund braucht 2 mg Zink pro Tag; da kommen Sie mit Präparatien von Edeka nicht sehr weit, leider, weil die nur minimalst dosiert sind (ich weiß das aus eigener Erfahrung, ich habe nämlich auch Zinkmangel 🙂 ). Kaufen Sie in der Apothke Zinkorot – kein anderes Präparat ist so hoch dosiert wie dieses.
      Hetzlich, Katharina von der Leyen

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